DE176592C - - Google Patents

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DE176592C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/02Treatment of water, waste water, or sewage by heating

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Food Preservation Except Freezing, Refrigeration, And Drying (AREA)

Description

KAISERLICFiES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 85 α. GRUPPE
und anderen Flüssigkeiten.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Mai 1904 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Apparat zum selbsttätigen und ununterbrochenen Sterilisieren von Wasser und anderen Flüssigkeiten mittels Wärme unter Druck.
Die Wirkung der Vorrichtung beruht auf der Verschiedenheit der Gewichte der zu sterilisierenden abwärtsgehenden Flüssigkeitssäule und der sterilisierten aufwärtsgehenden Flüssigkeitssäule, welcher Unterschied dadurch erzielt wird, daß die aufsteigende Flüssigkeitssäule sich mit Dampfblasen vermischt, wodurch die Druckhöhe dieser Flüssigkeitssäule vermindert wird.
Neu an dem vorliegenden Apparat ist, daß die aufsteigende Flüssigkeitssäule durch ein Abschlußorgan mit federnden Wandungen fließt, welches durch den Überdruck der dieses umgebenden, abwärtsgehenden Flüssigkeitssäule geschlossen gehalten wird. Bei bestimmtem inneren Überdruck öffnet sich jedoch dieses Abschlußorgan (Pulsator genannt), und es kann die Flüssigkeit, die bis zu einer bestimmten Temperatur erhitzt war, den Apparat verlassen.
Die Zeichnungen stellen den Apparat in verschiedenen Ausführungsformen dar, und zwar zeigen die
Fig. ι und 2 denselben schematisch im senkrechten Schnitt mit aus Gummi oder Wellblech bestehendem Pulsator.
Fig. 3 bis 5 veranschaulichen in vergrößertem Maßstabe Einzelheiten des Apparates.
A ist ein zylindrisches Gehäuse, welches in seinem oberen Teile mit einem Rohrstutzen B für die Zufuhr der zu sterilisierenden Flüssigkeit versehen ist. Diese Flüssigkeit wird mit Hilfe' eines beliebigen Reglers auf einem Druck erhalten, der etwas höher ist als der Druck, welcher der Siedetemperatur entspricht, die man für die zu sterilisierende Flüssigkeit erzielen will.
Im unteren Teil des Gehäuses A ist der Kocher G angeordnet, welcher entweder aus einem mit spiralförmigen Nuten m1 versehenen Metallblock in (Fig. 1) oder aus einem wellenförmig gebogenen Blech c (Fig. 2 und 5) besteht, welches Ringräume c1 bildet und mit seinem kreisförmigen Rand zwischen zwei Flanschen des Gehäuses A befestigt ist, so daß es etwas oberhalb des Bodens des Gehäuses A festgehalten wird. Unter diesem Boden wird irgend eine Feuerung angeordnet. Die innere Wandung des in der Mitte des Kochers belegenen Ringraumes ist konisch gestaltet und mündet unterhalb des Steigrohres E. Mit dem Boden
des Gehäuses A bildet . das Blech c (Fig. 5) eine Kammer c2, die den eigentlichen Kocher darstellt und selbsttätig durch das Rohr c3 gespeist wird, wenn der Flüssigkeitsspiegel sich senkt. In den Ringräumen c1 sind senkrechte Zwischenwände c4 und c5 angeordnet, die an einer am unteren Teile des Steigrohres E vorgesehenen Scheibe c6 befestigt sind.
Das Steigrohr E ist außen mit Scheiben oder Flügeln e (Fig. 1 und 2) versehen und mündet im unteren Teile des Regenerators G. Der Regenerator G wird von einer Anzahl Rohre g (Fig. 1) oder linsenförmiger Kasteng·2 (Fig. 2) gebildet; die Kasteng-2 sind übereinander angeordnet und besitzen in ihrem mittleren Teil innen je eine als Prallwand dienende Zwischenwand g1.
Der obere Teil des Regenerators G mündet in eine Kammer H, über welcher sich ein Pulsator J aus Gummi (Fig. 1) oder aus gewelltem Blech (Fig. 2 und 3) befindet. Bei dem in Fig. 1 dargestellten, aus einem flach gedrückten Gutnmischlauch bestehenden Pulsator wird der Druck durch einen Regler K beeinflußt, indem dieser das Einlaßventil k für die zu sterilisierende Flüssigkeit mehr oder weniger öffnet. Eine Öffnung k1 kann den Regler mit der Atmosphäre in Verbindung setzen. Bei dem in Fig. 2 bis 4 dargestellten Pulsator ist die Kammer H mit einem Querkanal h versehen, der durch einen Rohrstutzen h1 mit einem Rohr / verbunden ist (Fig. 3), welches die sterilisierte Flüssigkeit nach außen führt. Mit der Kammer H kann der Kanal h durch eine Öffnung h2 in Verbindung treten. Der obere Teil der Kammer H ist durch den Boden des Pulsators J verschlossen, welcher letzterer aus einer manometrischen Wandung j besteht. Ein Kegel K1, der mit seinem oberen Ende an der manometrischen Wandung befestigt ist, verschließt mit seinem unteren Teil die Öffnung /z2 des Kanals h. Dieser Kegel K1 wird mittels einer Mutter /c2 derart eingestellt, daß, wenn der Druck innerhalb und außerhalb des Apparates derselbe ist, der Kegel K1 die Öffnung /j2 verschließt und, wenn ein leichter innerer Überdruck herrscht, der Kegel die Öffnung mehr oder weniger freigibt.
Im oberen Teil des Behälters A (Fig. 1
und 2) ist ein Ventil L angeordnet, welches ' von Hand geöffnet werden kann, um die Gase abzulassen, die sich etwa im oberen Teil des Apparats gebildet haben könnten.
Der Druckregler für das zufließende Wasser,
welcher vollständig unabhängig von dem Apparat sein kann, ist in der Zeichnung nicht veranschaulicht.
Ist die Sterilisiertemperatur, die man erreichen will, nicht zu hoch und entspricht diese nur einem Druck von 2 bis 5 m Wassersäule, so ist es leicht, einen Behälter von der gewünschten Höhe mit -■ einem Schwimmerhahn anzuordnen, der die Verausgabung derart regelt, daß ein fast gleichbleibendes Niveau gesichert -wird.
Die Arbeitsweise ist folgende: Die von einem Druckregler oder einem Behälter mit konstantem Niveau kommende Flüssigkeit tritt durch den Rohrstutzen B in den Apparat ein, füllt den Behälter A an und bildet somit die abwärtsgehende Säule. Dann werden auch der Kocher C, der Regenerator G, die Kammer H und der Pulsator J mit derselben Flüssigkeit gefüllt, wodurch die aufsteigende Säule, gebildet wird. In diesem Zustande sind die beiden Flüssigkeitssäulen im Gleichgewicht; der Kegel K (Fig. 2) wird durch den Außendruck auf die Auslaßöffnung h2 gepreßt, und es findet somit kein Auslaufen zum Auslaß / statt. Der Apparat befindet sich also im Ruhezustande.
Bringt man nun unter den Kocher eine Feuerung D, so steigen in dem Steigrohr E Dampf blasen' auf. Hierdurch wird in der aufsteigenden Säule ein Überdruck erzeugt, der auf die nachgiebige Wandung des Pulsators einwirkt, wodurch entweder der Schlauch (Fig. 1) sich aufbläht oder i der Kegel K1 (Fig. 2 bis 4) mehr oder weniger gehoben wird. und somit das sterilisierte Wasser durch den Auslaß / entweichen kann.
Die Flüssigkeit der abwärtsgehenden Säule umfließt die Rohre g (Fig. 1) oder die linsenförmigen Kasten g1 (Fig. 2) des Regenerators G und erwärmt sich. Dann geht sie mit geringerer Geschwindigkeit um das Steigrohr E herum und langt schließlich an dem Kocher C an. Sie tritt in den. Ringraum m1 (Fig. 1) oder c1 (Fig. 5) ein. ; Bei dem in Fig. 5 dargestellten Kocher geht, sie noch um die Zwischenwand c* herum,-steigt dann aufwärts und gelangt in den mittleren Raum c1, wo sie gezwungen wird, nochmals abwärts zu jjehen, um die Zwischenwände5 zu passieren und schließlich in dem Rohr E aufwärts zu steigen. Infolge dieses Kreislaufes setzt die Flüssigkeit auf dem Boden der Ringräume c1 den größten Teil des in ihm befindlichen Kesselsteins ab, bevor sie zum Rohr E gelangt, und sie erwärmt sich, indem sie Wärme aus dem Kocher durch die Wandung c aufnimmt. Ist die Temperatur der zu sterilisierenden Flüssigkeit merklich niedriger als die Siedetemperatur der in dem Kocher c2 befindlichen Flüssigkeit, so verdichten sich die Dampfblasen, welche aus dem Kocher aufsteigen und lassen
Wärme über, welche allmählich die Temperatur der zu sterilisierenden Flüssigkeit erhöht. Sobald Gleichtemperatur herrscht, häufen sich die Dampfblasen unter der Mündung des Rohres E und in der durch die Ringwand.c5 gebildeten Glocke; alsdann wird das Gleichgewicht der beiden Flüssigkeitssäulen gestört und es strömt ein Wasserstrahl aus dem Auslaß / aus. Indem der
ίο Apparat erwärmt wird, wird der Ausfluß, welcher zuerst intermittierend war, ununterbrochen, weil die Dampfblasen keine Zeit haben, um sich- unter der Mündung des Rohres E anzusammeln; sie werden durch den Strom in dem Rohr E fortgespült und gleichsam als Perlenkranz in die aufsteigende Flüssigkeit des Steigrohres E eingeschaltet.
Die sterilisierte Flüssigkeit steigt im Regenerator G (Fig. 1 und 2) in der Richtung der;. Pfeile aufwärts und gibt dort den größten Teil ihrer Wärme ab. Dann gelangt sie in die Kammer H und wirkt auf den Pulsator J ein, welcher bei genügendem Druck das Austreten der sterilisierten Flüssigkeit gestattet.

Claims (3)

  1. Patent-An Sprüche:
    1 I. Apparat zum selbsttätigen und un-
    'unterbrochenen Sterilisieren von Wasser ;und anderen Flüssigkeiten mittels Wärme ■unter Druck, bei welchem sich die steri-Ilisierte Flüssigkeit und die zu steriliiSierende Kühlflüssigkeit im Gegenstrom !bewegen und die selbsttätige Bewegung der abwärtsgehenden Säule der zu sterilisierenden Flüssigkeit und der aufwärtsgehenden Säule sterilisierter Flüssigkeit durch die Unterbrechung des Gleichgewichts der Säulen mittels Dampfblasen erzeugt wird, die in die aufwärtsgehende Flüssigkeitssäule eingeschaltet werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Austritt der sterilisierten- Flüssigkeit durch den Druck reguliert wird, welchen die abwärtsgehende Säule auf das von ihr umgebene Organ (J) mit biegsamen Wandungen ausübt, durch welches die aufsteigende Säule hindurchgeht, so daß die Siedetemperatur der zu sterilisierenden Flüssigkeit im Apparat durch den Druck des zufließenden Wassers beliebig verändert werden kann.
  2. 2. Apparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (I) aus einem flach gedrückten Gummischlauch besteht, welcher die zur Aufnähme der aufsteigenden Flüssigkeit dienende Kammer (H) mit dem Auslaßrohr (I) verbindet, innerhalb der abwärtsgehenden Flüssigkeit angeordnet ist und einen ihren Einflußkanal mehr oder weniger abschließenden Körper (K) beeinflußt.
  3. 3. Apparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (I) aus gewelltem Blech (j) besteht, welches an seinem oberen Ende eine Stange mit einem Kegel (K1) trägt, der die Öffnung (Ji*) zum Auslaßkanal (h) mehr oder weniger schließt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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