DE17655C - Neuerungen an Winderhitzungsapparaten - Google Patents
Neuerungen an WinderhitzungsapparatenInfo
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- DE17655C DE17655C DENDAT17655D DE17655DA DE17655C DE 17655 C DE17655 C DE 17655C DE NDAT17655 D DENDAT17655 D DE NDAT17655D DE 17655D A DE17655D A DE 17655DA DE 17655 C DE17655 C DE 17655C
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21B—MANUFACTURE OF IRON OR STEEL
- C21B9/00—Stoves for heating the blast in blast furnaces
- C21B9/02—Brick hot-blast stoves
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 18: Eisenerzeugung.
Neuerungen an Winderhiizungsapparaten.
Fig. ι ist ein senkrechter Querschnitt durch den eigentlichen Winderhitzungsapparat,
Fig. 2 ein Horizontalschnitt durch denselben,
Fig. 3 und 4 sind Einzeldarstellungen des zum Apparat gehörigen Gas- und Luftschiebers.
In Fig. ι und 2 sind α α1 «2 α3 senkrechte,
aus Chamottesteinen oder anderem feuerfesten Stoff errichtete Wände. Dieselben stehen unter
einander durch radial eingesetzte, nicht ganz bis zum Boden und zur Decke des Ofens
reichende Wände b in Verbindung. Die äufsere Wand α ist mit einem Blechmantel umgeben.
Die nächste concentrische Wand α1 erstreckt sich vom Boden des Apparates bis nicht ganz
zur Decke desselben; die folgende «2 steht
sowohl mit dem Boden als der Decke in Zusammenhang, jedoch sind in ihr unten ebenso
viele Durchlasse c vorgesehen, als es Längskanäle giebt. Die Wand a% erstreckt sich vom
Boden bis nicht ganz zur Decke und bildet unten einen vollcylindrischen Raum, während
sie oben in Verbindung mit radialen Wänden b mehrere Längskanäle bildet. Ein kegelförmig
zulaufendes Dach d bildet den oberen Abschlufs des Winderhitzungsofens. Hier findet sich ein
Mannloch, dessen Deckplatte mit einem selbstthätigen Luftventil ausgerüstet ist.
Die Stelle der sonst üblichen Reinigungsthüren nehmen bei unserer Erfindung besondere,
der Reinhaltung der Kanäle dienende Einrichtungen ein. Direct über jedem Längskanal
wird ein Loch im Deckel d ausgespart oder je eine Röhre e eingemauert, durch welches
bezw. welche eine Kette, Stange oder ein Seil / ins Innere des Ofens führt. An dieser
Kette / hängt ein Schaber oder Kratzer g, welcher durch eines der Schau- und Putzlöcher
i am Boden des Ofens eingebracht wird. Der Schaber wird zweckmäfsiger Weise als
federnder Reif oder Gerippe aus Blech und Draht gebildet und mufs in jeden segmentartigen
Kanal passen. Indem dieser Schaber mittelst eines Drehkranes j schnell durch die
ganze Länge der Kanäle auf- und abbewegt wird, reinigt er die Wände von anhängendem
Kohlenstaub, Rufs u. dergl. Nahe dem Dach d des Ofens ist mit Rücksicht auf vorkommende
Reparaturen eine Thür z'1 vorgesehen.
Ein Kanal k führt von der Mitte des Ofens nach einem Rohr /, welches den Zutritt der
im Ofen zu verbrennenden Gase vermittelt. Ebenso führt der Kanal k noch zu einem
Rohr m, welches bestimmt ist, die (im Ofen erhitzte) heifse Luft nach dem Erzschmelzofen
zu leiten. Ein weiterer Kanal n, welcher rechts und links Abzweigungen besitzt (s. Grundrifs,
Fig. 2), communicirt mit den äufseren Längskanälen; er dient dazu, die den Ofen verlassenden
Verbrennungsproducte durch ο nach dem Schornstein zu führen. Das Rohr p ist bestimmt,
die kalte Luft, welche in dem Ofen erhitzt und danach durch m als erhitzte Luft
nach dem Erzschmelzofen weitergeleitet werden soll, zuzuführen.
Ein in die Röhren / und m einzuschaltender verbesserter Gas- und Heifsluftschieber ist in den
Fig. 3 und 4 in gröfserem Mafsstabe veranschaulicht, r bezeichnet den Schieber, ί eine in
denselben eingegossene Röhre, durch welche AVasser circulirt; r1 rl sind Führungen des hohlen
Schiebers s1; j2 ist die mit dem Schieber s1
verbundene Hohlspindel, durch welche Kühlwasser nach dem Hohlraum des Schiebers s1
geleitet wird; ti sind Zu- und Abführröhrchen
für dieses Kühlwasser. Mit der Spindel ί2 steht
eine Zahnstange s3 in Verbindung; in diese greift das Getriebe u ein, welches in dem
Bock ν Lagerung findet. Dieser Bock sitzt an der Deckplatte x, vermittelst dessen der Schieber
an seinem Ort in den Röhren m und / sicher erhalten wird; y ist eine stopfbüchsenartige
Verschlufsplatte, durch welche die Spindel s2 hindurchgeht.
Wirkungsweise.
Die Schieber in der Kaltluftröhre / und in der Heifsluftröhre m seien geschlossen. Das
im Ofen zu verbrennende Gas (um den Ofen stark anzuwärmen) tritt durch / ein, da der
Schieber in / geöffnet ist. Die zur Verbrennung des Gases nöthige Luft findet Zutritt
durch Oeffnungen h. Die Verbrennungsgase gelangen in den Innenraum des Ofens und
entwickeln hier ihre gröfste Hitze, sie steigen aufwärts (s. die Pfeile in Fig. i), treten über
die Oberkante der Wand as und steigen in
jenen Längskanälen abwärts, welche zwischen den Wänden a3 und a2 liegen. Sie gehen
durch die Bodenöffnungen c in den nächsten abgetheilten Ringraum (zwischen «2 und al)
über und steigen hier nochmals aufwärts, um dann in dem äufsersten Ringraum nach unten
zu sinken und durch die Kanäle η und das Rohr ο (dessen Schieber ebenfalls geöffnet ist)
nach dem Schornstein zu gelangen. Man wählt die Zahl der Ringräume (deren in der Zeichnung
drei angedeutet sind) so grofs und die Wände aa1. . . so hoch, dafs die Gase mit
niedrigst zulässiger Temperatur in den Schornstein entweichen, mithin fast alle bei der Verbrennung
im Winderhitzungsofen freigewordene Wärme an die Wandungen dieses Ofens abgegeben
worden ist.
Nunmehr wird der Schieber in ο und der Gasschieber in / geschlossen, dagegen der Kaltluftschieber
in p und der Heifsluftschieber in m geöffnet. Infolge dessen tritt durch η die kalte
Luft in den Ofen, steigt in den Längskanälen zwischen α und a} empor, in denjenigen zwischen
a1 und <z2 abwärts, zwischen a1 und a3
wieder aufwärts, um in dem Centralraum nach unten zu gehen. Auf diesem Wege erhitzt sie
sich stark und tritt endlich durch k und m zum Ort ihrer Verwendung, z. B. einem Erzschmelzofen.
Genügt ein Paar solcher Winderhitzungsapparate nicht, um die gerade nöthige Luftmenge vorzuwärmen,
so werden deren mehrere, die paarweise arbeiten, aufgestellt.
Mittelst vorstehend beschriebenen Winderhitzungsapparates soll eine beträchtlich heifsere ·
Luft erzielt werden als mit den gewöhnlichen Winderhitzungsöfen, indem die gröfste Hitze
stets im Centrum des Ofens herrscht und die Luft von da direct nach dem Schmelzofen
gelangt. Da die Ofenaufsenwand verhältnifsmäfsig kühl bleibt, so ist nur wenig Verlust
an Wärme durch Ausstrahlung zu gewärtigen, auch eine Gewähr für die Dauerbarkeit des
Ofens geschaffen.
Die lästigen Reinigungsthüren an der Spitze der gewöhnlichen Oefen sind vermieden und
dafür eine Einrichtung geboten, welche den Ofen schnell und durchgreifend zu reinigen
gestattet. Das kegelförmige Dach d des Ofens ist mit wenigen Kosten zu errichten nnd bedarf
keiner besonderen Träger.
Die Grundrifsgestalt des Ofens ist nicht nothwendig an den Kreis gebunden, sie kann auch
elliptisch sein.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An einem Whitwell-Winderhitzungsapparat die Anordnung ringförmiger, durch radiale Wände getheilter Kammern.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE17655C true DE17655C (de) |
Family
ID=294580
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT17655D Active DE17655C (de) | Neuerungen an Winderhitzungsapparaten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE17655C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2701900A1 (de) * | 1976-12-23 | 1978-06-29 | Bbc Brown Boveri & Cie | Druckluftspeicheranlage |
-
0
- DE DENDAT17655D patent/DE17655C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2701900A1 (de) * | 1976-12-23 | 1978-06-29 | Bbc Brown Boveri & Cie | Druckluftspeicheranlage |
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