DE17655C - Neuerungen an Winderhitzungsapparaten - Google Patents

Neuerungen an Winderhitzungsapparaten

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DE17655C
DE17655C DENDAT17655D DE17655DA DE17655C DE 17655 C DE17655 C DE 17655C DE NDAT17655 D DENDAT17655 D DE NDAT17655D DE 17655D A DE17655D A DE 17655DA DE 17655 C DE17655 C DE 17655C
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DE
Germany
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furnace
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heating devices
wind heating
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Application number
DENDAT17655D
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English (en)
Original Assignee
H. MASSICKS in The Oaks-Villa, und W. CROOKE in Duddon-Villa zu Millom, Grafschaft CumberJand (England)
Publication of DE17655C publication Critical patent/DE17655C/de
Active legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B9/00Stoves for heating the blast in blast furnaces
    • C21B9/02Brick hot-blast stoves

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Furnace Housings, Linings, Walls, And Ceilings (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 18: Eisenerzeugung.
Neuerungen an Winderhiizungsapparaten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. Juni 1881 ab.
Fig. ι ist ein senkrechter Querschnitt durch den eigentlichen Winderhitzungsapparat,
Fig. 2 ein Horizontalschnitt durch denselben,
Fig. 3 und 4 sind Einzeldarstellungen des zum Apparat gehörigen Gas- und Luftschiebers.
In Fig. ι und 2 sind α α1 «2 α3 senkrechte, aus Chamottesteinen oder anderem feuerfesten Stoff errichtete Wände. Dieselben stehen unter einander durch radial eingesetzte, nicht ganz bis zum Boden und zur Decke des Ofens reichende Wände b in Verbindung. Die äufsere Wand α ist mit einem Blechmantel umgeben. Die nächste concentrische Wand α1 erstreckt sich vom Boden des Apparates bis nicht ganz zur Decke desselben; die folgende «2 steht sowohl mit dem Boden als der Decke in Zusammenhang, jedoch sind in ihr unten ebenso viele Durchlasse c vorgesehen, als es Längskanäle giebt. Die Wand a% erstreckt sich vom Boden bis nicht ganz zur Decke und bildet unten einen vollcylindrischen Raum, während sie oben in Verbindung mit radialen Wänden b mehrere Längskanäle bildet. Ein kegelförmig zulaufendes Dach d bildet den oberen Abschlufs des Winderhitzungsofens. Hier findet sich ein Mannloch, dessen Deckplatte mit einem selbstthätigen Luftventil ausgerüstet ist.
Die Stelle der sonst üblichen Reinigungsthüren nehmen bei unserer Erfindung besondere, der Reinhaltung der Kanäle dienende Einrichtungen ein. Direct über jedem Längskanal wird ein Loch im Deckel d ausgespart oder je eine Röhre e eingemauert, durch welches bezw. welche eine Kette, Stange oder ein Seil / ins Innere des Ofens führt. An dieser Kette / hängt ein Schaber oder Kratzer g, welcher durch eines der Schau- und Putzlöcher i am Boden des Ofens eingebracht wird. Der Schaber wird zweckmäfsiger Weise als federnder Reif oder Gerippe aus Blech und Draht gebildet und mufs in jeden segmentartigen Kanal passen. Indem dieser Schaber mittelst eines Drehkranes j schnell durch die ganze Länge der Kanäle auf- und abbewegt wird, reinigt er die Wände von anhängendem Kohlenstaub, Rufs u. dergl. Nahe dem Dach d des Ofens ist mit Rücksicht auf vorkommende Reparaturen eine Thür z'1 vorgesehen.
Ein Kanal k führt von der Mitte des Ofens nach einem Rohr /, welches den Zutritt der im Ofen zu verbrennenden Gase vermittelt. Ebenso führt der Kanal k noch zu einem Rohr m, welches bestimmt ist, die (im Ofen erhitzte) heifse Luft nach dem Erzschmelzofen zu leiten. Ein weiterer Kanal n, welcher rechts und links Abzweigungen besitzt (s. Grundrifs, Fig. 2), communicirt mit den äufseren Längskanälen; er dient dazu, die den Ofen verlassenden Verbrennungsproducte durch ο nach dem Schornstein zu führen. Das Rohr p ist bestimmt, die kalte Luft, welche in dem Ofen erhitzt und danach durch m als erhitzte Luft nach dem Erzschmelzofen weitergeleitet werden soll, zuzuführen.
Ein in die Röhren / und m einzuschaltender verbesserter Gas- und Heifsluftschieber ist in den Fig. 3 und 4 in gröfserem Mafsstabe veranschaulicht, r bezeichnet den Schieber, ί eine in
denselben eingegossene Röhre, durch welche AVasser circulirt; r1 rl sind Führungen des hohlen Schiebers s1; j2 ist die mit dem Schieber s1 verbundene Hohlspindel, durch welche Kühlwasser nach dem Hohlraum des Schiebers s1 geleitet wird; ti sind Zu- und Abführröhrchen für dieses Kühlwasser. Mit der Spindel ί2 steht eine Zahnstange s3 in Verbindung; in diese greift das Getriebe u ein, welches in dem Bock ν Lagerung findet. Dieser Bock sitzt an der Deckplatte x, vermittelst dessen der Schieber an seinem Ort in den Röhren m und / sicher erhalten wird; y ist eine stopfbüchsenartige Verschlufsplatte, durch welche die Spindel s2 hindurchgeht.
Wirkungsweise.
Die Schieber in der Kaltluftröhre / und in der Heifsluftröhre m seien geschlossen. Das im Ofen zu verbrennende Gas (um den Ofen stark anzuwärmen) tritt durch / ein, da der Schieber in / geöffnet ist. Die zur Verbrennung des Gases nöthige Luft findet Zutritt durch Oeffnungen h. Die Verbrennungsgase gelangen in den Innenraum des Ofens und entwickeln hier ihre gröfste Hitze, sie steigen aufwärts (s. die Pfeile in Fig. i), treten über die Oberkante der Wand as und steigen in jenen Längskanälen abwärts, welche zwischen den Wänden a3 und a2 liegen. Sie gehen durch die Bodenöffnungen c in den nächsten abgetheilten Ringraum (zwischen «2 und al) über und steigen hier nochmals aufwärts, um dann in dem äufsersten Ringraum nach unten zu sinken und durch die Kanäle η und das Rohr ο (dessen Schieber ebenfalls geöffnet ist) nach dem Schornstein zu gelangen. Man wählt die Zahl der Ringräume (deren in der Zeichnung drei angedeutet sind) so grofs und die Wände aa1. . . so hoch, dafs die Gase mit niedrigst zulässiger Temperatur in den Schornstein entweichen, mithin fast alle bei der Verbrennung im Winderhitzungsofen freigewordene Wärme an die Wandungen dieses Ofens abgegeben worden ist.
Nunmehr wird der Schieber in ο und der Gasschieber in / geschlossen, dagegen der Kaltluftschieber in p und der Heifsluftschieber in m geöffnet. Infolge dessen tritt durch η die kalte Luft in den Ofen, steigt in den Längskanälen zwischen α und a} empor, in denjenigen zwischen a1 und <z2 abwärts, zwischen a1 und a3 wieder aufwärts, um in dem Centralraum nach unten zu gehen. Auf diesem Wege erhitzt sie sich stark und tritt endlich durch k und m zum Ort ihrer Verwendung, z. B. einem Erzschmelzofen.
Genügt ein Paar solcher Winderhitzungsapparate nicht, um die gerade nöthige Luftmenge vorzuwärmen, so werden deren mehrere, die paarweise arbeiten, aufgestellt.
Mittelst vorstehend beschriebenen Winderhitzungsapparates soll eine beträchtlich heifsere · Luft erzielt werden als mit den gewöhnlichen Winderhitzungsöfen, indem die gröfste Hitze stets im Centrum des Ofens herrscht und die Luft von da direct nach dem Schmelzofen gelangt. Da die Ofenaufsenwand verhältnifsmäfsig kühl bleibt, so ist nur wenig Verlust an Wärme durch Ausstrahlung zu gewärtigen, auch eine Gewähr für die Dauerbarkeit des Ofens geschaffen.
Die lästigen Reinigungsthüren an der Spitze der gewöhnlichen Oefen sind vermieden und dafür eine Einrichtung geboten, welche den Ofen schnell und durchgreifend zu reinigen gestattet. Das kegelförmige Dach d des Ofens ist mit wenigen Kosten zu errichten nnd bedarf keiner besonderen Träger.
Die Grundrifsgestalt des Ofens ist nicht nothwendig an den Kreis gebunden, sie kann auch elliptisch sein.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An einem Whitwell-Winderhitzungsapparat die Anordnung ringförmiger, durch radiale Wände getheilter Kammern.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT17655D Neuerungen an Winderhitzungsapparaten Active DE17655C (de)

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DE (1) DE17655C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2701900A1 (de) * 1976-12-23 1978-06-29 Bbc Brown Boveri & Cie Druckluftspeicheranlage

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