DE17253C - Apparat zur Gaserzeugung und Verwendung desselben zur Erzeugung bewegender Kraft - Google Patents

Apparat zur Gaserzeugung und Verwendung desselben zur Erzeugung bewegender Kraft

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DE17253C
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DE
Germany
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motor
hydrocarbons
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DENDAT17253D
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E. C. ROETTGER in Brüssel
Publication of DE17253C publication Critical patent/DE17253C/de
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02GHOT GAS OR COMBUSTION-PRODUCT POSITIVE-DISPLACEMENT ENGINE PLANTS; USE OF WASTE HEAT OF COMBUSTION ENGINES; NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F02G3/00Combustion-product positive-displacement engine plants
    • F02G3/02Combustion-product positive-displacement engine plants with reciprocating-piston engines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Der auf beiliegender Zeichnung dargestellte Apparat ist zur Erzeugung von Leuchtgas mittelst sehr leicht flüchtiger Kohlenwasserstoffe bestimmt.
Derselbe besteht, wie in Fig. 1 im Verticalschnitt und in Fig. 2 in Ansicht ersichtlich, aus einer kleinen bewegenden Maschine, deren Kraft genügt, um Gas für eine ausgedehnte Beleuchtung herzustellen, und welcher Apparat in einem kleinen Theil des erzeugten Gases zu gleicher Zeit das Mittel zu seiner Bewegung, sowie zur Erzeugung eines Nutzeffects findet.
Die Maschine besteht aus zwei oscillirenden Cylindern α und b, von denen der erstere einen kleineren Durchmesser als der letztere hat. An ihrem unteren Ende tragen die Cylinder je einen cylindrischen Zapfen«1 und b1, von denen der eine zum Eintritt und der andere zum Austritt der Luft dient. Die Luftpumpe α drückt Luft in ein Gefäfs c, in welchem sich ein ringförmiger Brenner <r2 befindet, dessen Gasflammen vom Luftstrom der Pumpe α gespeist wird; die aus dieser Verbrennung entstehende Mischung von Gas und Luft strömt in den Cylinder b, dehnt sich hier aus und erzeugt bewegende Kraft.
Die Welle e, auf welcher das Schwungrad d sitzt, ist in dem auf der Grundplatte g befindlichen Gestell/ gelagert. An dem Gefäfs oder Kessel c befinden sich am unteren Theil ein Zulafs- und am oberen Theil ein Ablafsventil, welche jedoch in der Zeichnung nicht angegeben sind; diese beiden Ventile werden beim Anheizen der Maschine geöffnet. Behufs des Anheizens ist es nothwendig, einen Luftsack oder eine Luftglocke zu verwenden, welche während dieser Periode das nöthige Gas erzeugt, indem die darin enthaltene Luft die Sättigungsapparate, welche weiter unten beschrieben werden, durchströmt.
Wenn die im Innern des Kessels c über der Flamme befindliche Platte c1 (aus Metall, Kohle, Graphit oder Chamotte) die Entzündungstemperatur erlangt hat, werden Ein- und Auslafsventil geschlossen, das Schwungrad wird einige Umdrehungen ausführen, die Pumpe α saugt Luft ein und drückt dieselbe zum Theil in den Kessel und zum Theil durch die Sättigungsapparate; der Theil, welcher durch letztere strömt, erzeugt Gas, und der Theil, welcher direct in den Kessel strömt, nährt die Flamme des erzeugten Gases. Diese Luft, mit den Verbrennungsproducten der Gasflamme gemischt, strömt in den Bewegungscylinder b, und da das Volumen dieses Cylinders gröfser ist als das, welches der Kolben der Luftpumpe α beschreibt, so wird in dem Cylinder b eine bewegende Kraft erzeugt, welche zur Bewegung einer Kolbenluftpumpe verwendet werden kann. Der gleichmäfsigeren Bewegung wegen ist es jedoch vorzuziehen, eine rotirende Schaufelpumpe anzuwenden, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist.
Die Pumpe h kann durch eine auf ihrer Welle sitzende Riemscheibe oder direct von der Motorwelle bewegt werden. , Da die Flügel oder Schaufeln A1 der Pumpe h beim Stillstand der Maschine nach einiger Zeit nicht mehr genügend dicht halten werden, um die Rückkehr des erzeugten Leuchtgases zu verhindern, so erfolgt der Ausflufs dieser Pumpe durch ein hydraulisches Ventil i, welches
zwischen der Pumpe h und dem Sättiger oder Carburator r eingeschaltet ist.
Dieser Carburator besteht aus zwei durch das Rohr/, durch welches gleichzeitig fein vertheilter Kohlenwasserstoff strömt, verbundenen Gefäfsen rr!; aufserdem sind die beiden Gefäfse durch das Rohr k verbunden, durch welches der Ueberschufs der mitgerissenen Flüssigkeit in das Gefäfs r zurückfliefst. Der von der Luftpumpe h gelieferte Luftstrom tritt zuerst in das Gefäfs r, und sein Austritt aus diesem Gefäfs kann nach Belieben verengert werden. Infolge dessen wird der Luftstrom auf die in diesem Gefäfs enthaltene Flüssigkeit einen gewissen Druck ausüben, welcher eine Flüssigkeitssäule im Rohr j erzeugt. An dem verengerten Ausgang wird sich eine dünne Schicht Flüssigkeit mit einer dünnen Schicht Luft mischen, wodurch die Flüssigkeit zerstäubt wird, und dieses Gemisch von Luft und fein vertheiltem Kohlenwasserstoff strömt dann gegen die schräge Wand /, Fig. 3 und 4. Die nicht verdampfte Flüssigkeit sammelt sich im Boden des Gefäfses rl an, von wo sie durch das Rohr k, welches durch ein leichtes Ventil gedeckt ist, in das Gefäfs r zurückfiiefst.
Um der Luft mechanisch mitgerissene Theile vollständig zu entziehen, wird dieselbe veranlafst, eine Reihe von Blechböden in der Richtung der Pfeile zu durchströmen, so dafs sie immer durch ein centrales Loch der Blechböden streichen mufs. Diese Einrichtung ist getroffen, um den gewünschten Sättigungsgrad der Luft zu erreichen.
Wenn die Luft von Kohlenwasserstoff übersättigt ist, so brennt das erzeugte Gas mit einer schmutzigen Flamme und verbreitet einen unangenehmen Geruch; ist die Luft hingegen nicht genügend gesättigt, so ist die Flamme bläulich weifs und schwach leuchtend.
Um jeden Zustand der Sättigung zu erlangen, hat man nur nöthig, den im Ausflufs der Luft und des Kohlenwasserstoffs befindlichen und von aufsen beweglichen Kegel in in die dem gewünschten Sättigungszustand entsprechende Stellung zu bringen, und kann man somit durch Hineinschieben oder Herausziehen des Kegels m die Quantität des mitgerissenen Kohlenwasserstoffes genau reguliren.
Es kommt vor, dafs die Temperatur des Carburators mitunter auf 250 herabsinkt, und wenn das umgebende Mittel (z. B. atmosphärische Luft) unter dieser Temperatur liegt, so ist es nöthig, den Carburator mittelst einer vom Gase genommenen Wärmequelle zu erwärmen. Dieses Mittel ist allgemein anzuwenden, denn der Kohlenwasserstoff mufs seine zur spontanen Verdampfung nöthige Wärme auf irgend eine Weise finden.
Ein und derselbe Carburator kann zur Erzeugung des Gases für den Motor und für die Beleuchtung dienen. Bei gröfseren Einrichtungen ist es jedoch vorzuziehen, für die bewegende Maschine einen besonderen Carburator zu gebrauchen; dieser letztere kann mit Kohlenwasserstoffen gespeist werden, deren Dichtigkeit 700 oder über 700 beträgt, wobei die Dichtigkeit des Wassers 1000 angenommen ist.
In Fig. 4 ist der Sättiger im gröfseren Mafsstabe dargestellt; der Weg der Luft und der mit Naphta gesättigten Luft ist durch Pfeile angedeutet.

Claims (4)

Patent-AnSprüche:
1. In einem Heizluftmotor die Combination des Pumpencylinders a, des Arbeitscylinders /; mit dem cylindrischen Zapfen al und bl, sowie der übrigen Arbeitstheile des Motors mit dem Brenner c2 im Gefäfs c, dem Aus- und Einlafsventil im letzteren und der Heizplatte cl über dem Brenner.
2. In Combination mit dem unter 1. genannten Motor der Zerstäubungsapparat zur Gaserzeugung, aus der rotirenden Pumpe /i/i\ dem hydraulischen Verschlufs i, dem Reservoirs, dem Injector/und dem Carburirungsgefäfs rl mit dem Rückflufsrohr k bestehend.
3. Die Einrichtung zum Reguliren des Injectors j behufs Regulirung des Sättigungsgrades der Luft im Gefäfs r1 mit Kohlenwasserstoff.
4. Bei der Gaserzeugung durch Carbunrung von Luft mit- Kohlenwasserstoff die Einschaltung eines Heizluftmotors in dem Gaserzeugungsapparat, welcher Motor den Luftdruck zum Zerstäuben der flüssigen Kohlenwasserstoffe liefert und dabei von einem Theil des auf diese Weise erzeugten Gases betrieben wird.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT17253D Apparat zur Gaserzeugung und Verwendung desselben zur Erzeugung bewegender Kraft Active DE17253C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP3293381A4 (de) * 2015-05-02 2018-08-01 Zhou, Hu Verbrennungsmotor mit unabhängiger brennkammer

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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