DE30995C - Feuerungsanlage für Kohlenwasserstoffe - Google Patents

Feuerungsanlage für Kohlenwasserstoffe

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DE30995C
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Application number
DENDAT30995D
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English (en)
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J. BÜFFET in Paris
Publication of DE30995C publication Critical patent/DE30995C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23DBURNERS
    • F23D11/00Burners using a direct spraying action of liquid droplets or vaporised liquid into the combustion space
    • F23D11/10Burners using a direct spraying action of liquid droplets or vaporised liquid into the combustion space the spraying being induced by a gaseous medium, e.g. water vapour

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  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 3. Mai 1884 ab.
Man hat bisher die Kohlenwasserstoffe überall da als Heizmaterial zu verwenden gesucht, wo keine Kohle zu haben ist, und zu diesem Zwecke Naphtaöl, Petroleum, Schieferöl, Harzöl u. s. w. benutzt.
Die zahlreichen Versuche in dieser Richtung haben jedoch bis jetzt noch nicht zu dem gewünschten Resultat geführt.
Durch die Einführung eines Heizapparates, hat der Erfinder die Schwierigkeiten, welche der allgemeinen Benutzung des flüssigen Kohlenwasserstoffes bei industriellen Heizungen jeder Art bis jetzt im Wege gestanden haben, beseitigt.
In dem neuen Apparat wird der flüssige Kohlenwasserstoff erst durch Wasserdampf vorgeheizt und alsdann durch denselben fein zertheilt oder in Staub verwandelt.
Der auf diese Weise zerstäubte, mit Wasserdampf gemischte Kohlenwasserstoff liefert eine billige, leicht anwendbare und sehr gleichmäfsig heizende Feuerung von beträchtlicher Wirksamkeit, weil der ganze in dem Kohlenwasserstoff enthaltene Kohlenstoff nutzbar verwendet wird, ohne dafs Rauch gebildet wird, und weil die Regulirung der Feuerung eine vollständige ist.
Dieses Heizverfahren läfst sich bei jeder Feuerung anbringen, und es ist möglich, an einer schon bestehenden Feuerung mit Kohle letztere Feuerungsart beizubehalten und trotzdem mit einem der oben genannten Kohlenwasserstofföle durch den neuen Heizapparat zu jeder Zeit und augenblicklich mit Kohlenwasserstoff zu heizen.
Der neue Apparat ist auf beiliegenden Zeichnungen dargestellt, und zwar ist:
Fig. ι der Heizapparat von oben gesehen, mit dem zu heizenden Kessel im Schnitt,
Fig. 2 derselbe von vorn gesehen,
Fig. 3 ein Verticalschnitt durch denjenigen Theil des Apparates, an welchem die Zertheilung oder Verflüchtigung des Kohlenwasserstoffes vorgenommen wird,
Fig. 4 eine Modification dieses Apparattheiles,
Fig. 5 ein Verticalschnitt durch denjenigen Theil des Apparates, welcher zum Vorwärmen des Kohlenwasserstoffes dient, und
Fig. 6 ein Schieber zum Reguliren der Ausströmungsöffnungen.
Der Heizapparat besteht aus zwei Theilen,. dem Verflüchtiger oder Zerstäuber A, Fig. 1 und 3, und dem Vorwärmer B, Fig. 2 und 5.
Ersterer besteht aus zwei zusammengegossenen Rohren E und E1 aus Rothmetall, in welche die Rohre H und V einmünden, von welchen H den flüssigen Kohlenwasserstoff und V den Wasserdampf zuleitet.
Durch das Rohr E wird der flüssige Kohlenwasserstoff und durch E1 der Wasserdampf nach der Büchse D geführt, aus welcher beide zusammen durch Oeffhungen, welche bei F angebracht sind, ausströmen.
Ehe Dampf und OeI in den Zerstäuber A des Apparates gelangen, passiren dieselben den Vorwärmer B, und zwar der Dampf von oben nach unten durch das Rohr F, das OeI dagegen von unten nach oben durch das Rohr H, wie in Fig. 2 und 5 gezeigt ist.
Man sieht aus letzterer Figur, dafs der Dampf in der Büchse B B das durchströmende
OeI umgiebt und infolge dessen erhitzt. R ist das Reservoir für das Kohlenwasserstofföl, aus welchem dasselbe durch K nach dem Rohr H1 gelangt.
Behufs Regulirung der Ausströmungsöffnung bei F sind die beiden Schieber R i?1 im Innern der Büchse D hinter der vorderen Wand derselben angebracht.
Zwischen den zunächst der vorderen Abschrägung der horizontalen Scheidewand M befindlichen schrägen Rändern der Schieber werden Kohlenwasserstofföl und Wasserdampf nach der Oeffnung F geprefst.
Durch die Drehung der Stangen KK1, welche in den Rohren E und E1 gelagert und vorn mit excentrischen Zapfen JJ1 in Ausbüchsungen m montirt sind, kann die Stellung der Schieber R R1 regulirt werden.
Der Schieber R für Kohlenwasserstofföl ist an seinem oberen Rand mit mehreren Einschnitten d versehen, Fig. 6, welche eine bessere Vertheilung der Flüssigkeit bezwecken.
Der aus der Büchse B bestehende Vorwärmer ist vermittelst eines Flantsches fest mit der vorderen Kesselplatte verbunden.
Durch die aufgeschraubten Hülsen GG1, welche sich auf Ansätzen der Büchse B drehen lassen, kann der vordere Theil A des Apparates gegen die vordere Kesselplatte P hin gedreht oder von derselben entfernt werden.
Soll der Apparat in Gang gesetzt werden, so mufs der Druck im Innern der Generators oder Dampferzeugers bereits bis auf ι Y2 Atmosphären gestiegen sein. Man dreht dann den Apparat so, dafs die Büchse D mit der Oeffnung F vor die vordere Oeffnung des Kessels zu stehen kommt und öffnet den Dampfhahn, hierauf auch behutsam den Hahn für Kohlenwasserstofföl. Nun regulirt man durch Drehung der Stangen K und K1 die Ausströmungsöffnungen, bis die Flamme die gewünschte Kraft hat, was leicht daran zu erkennen, dafs kein Rauch sichtbar ist.
Es ist selbstverständlich, dafs vor der Ingangsetzung ein Feuer auf dem Rost angezündet wird, welches zur Entzündung des fein zerstäubten Strahles von Kohlenwasserstofföl dient.
Nachdem das Feuer nur einige Augenblicke gebrannt hat, ist die Hitze der Feuerungsstelle mehr wie genügend, um den aus Kohlenwasserstofföl bestehenden, mit Wasserdampf geschwängerten Strahl zu entzünden, ohne dafs es nöthig wäre, ein weiteres Feuer zu unterhalten.
In allen Fällen, selbst nach einer verlängerten Unterbrechung der Heizung, genügt ein mit brennbaren Abfällen oder einigen Stückchen Holz unterhaltenes kleines Feuer auf dem Rost, um den Oelstrahl zu entzünden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Der Heizapparat, Fig. ι und 2, bestehend aus der Büchse B, durch welche nach entgegengesetzten Richtungen flüssiger Kohlenwasserstoff und Wasserdampf hindurchströmen, um ersteren zu erhitzen, in Combination mit der um die Büchse B drehbaren Büchse D, mit der Scheidewand M, den Schiebern RR1 und den Stangen K K\ vermittelst welcher die Mischung des flüssigen Kohlenwasserstoffes mit dem Wasserdampf, sowie die feine Zertheilung des ersteren bewirkt und die Stärke der Flamme regulirt wird; für sich oder in Verbindung mit anderen Feuerungen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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