DE169145C - - Google Patents
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- F02M—SUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 46 c.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verdampfen von Flüssigkeiten,
insbesondere kohlenwasserstoffhaltiger öle, zum Zwecke der Erzeugung eines gasförmigen
Brennstoffs für Explosionskraftmaschinen.
Die Nachteile bei der Verwendung der schweren, aber weniger gefährlichen Kohlenwasserstoffe
bestanden in der Schwierigkeit, das öl vollständig zum Verdampfen zu bringen.
ίο Bisher wurde dies mittels Retorten erreicht,
welche hohe Wärmegrade erforderten, auch mußte die Austrittsöffnung der Retorte von
solcher Größe sein, daß ein Verstopfen ausgeschlossen war. Auch Düsen oder sonstige
Verteilungsvorrichtungen wurden angewendet; doch bestand hier "der Nachteil, daß zu viel
Kohlenwasserstoff in den Maschinenzylinder übertrat, wodurch hier zu viel Kohlenstoff
ausgeschieden wurde.
Diese Schwierigkeiten sind durch den Erfindungsgegenstand vermieden, bei welchem
: die verwendete Luft nur so viel Öl aufnehmen
kann, als zu einer guten Explosionsladung notwendig ist.
Das Wesen vorliegender Erfindung besteht darin; daß die Luft erst erhitzt und dann
genötigt wird, das für die Gemischbildung nötige Öl und Wasser aufzunehmen. Hierauf
wird dies Gemisch wie bei den üblichen Vergasern erhitzt und dann nochmals gezwungen,
eine weitere Menge öl aufzunehmen, wobei es gemäß vorliegender Erfindung wesentlich
ist, daß das Öl in Form einer dünnen Schicht dem Luftstrom ausgesetzt ist, so daß nicht
mehr als die erforderliche Menge aufgenommen werden kann.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist auf der Zeichnung in einer beispielsweisen
Ausführungsform dargestellt.
Fig. ι ist ein Vertikalschnitt nach A-A der
Fig. 3·
Fig. 2 ist ein solcher nach B-B derselben Figur.
Fig. 3 stellt eine Draufsicht des Gegenstandes vorliegender Erfindung dar und
Fig. 4 einen Querschnitt durch den Apparat.
Fig. 5 ist ein Vertikalschnitt durch den Kopfteil.
Fig. 6 und 7 sind Horizontalschnitte der Fig. 8 nach C-C und D-D, während
Fig. 8 ■ einen Vertikalschnitt der Fig. 3 nach E-E erläutert.
Das zylindrische Gehäuse ι ist mit einem Längsdurchgang 2 versehen, in welchen das
Auspuffrohr 3 einer Explosionskraftmaschine oder irgend einer anderen Quelle heißer Luft
oder heißer Gase mündet, während am entgegengesetzten Ende ein Fortleitungsrohr 4
angeschlossen ist. Konzentrisch zum Durchgang 2 sind paarweise eine Anzahl schraublinienartig
gewundener Kanäle 5 und 6 vorgesehen, wobei sich im unteren Teil des Apparats die Gänge 6 durch Zwischenwand 61
in zwei parallele Kanäle teilen. Die Kopfstücke 7 und 8 des zweckmäßigerweise vertikal
stehenden Gehäuses I enthaltenen Hohlräume 9 und ι o, in welche die Kanäle 5 und 6 münden,
so daß für die durchziehende Luft ein durchlaufender, vom oberen Ende abwärts durch die Gänge 5 und dann aufwärts durch
die Gänge 6 führender Kanal geschaffen ist. In dem Kopfstück 7 sind gegenüberliegende
erexempiar
Stutzen Ii und 12 angeordnet, an welche die
Rohrleitungen 13 und 14 angeschlossen sind, von denen erstere zur Zuleitung von Preßluft
dient, während die letztere für die Fortleitung des erzeugten Gases angeordnet ist
und zum Zylinder der Maschine oder zu einem Gassammelbehälter führt. Bei einer Vierzylindermaschine
ist es nicht notwendig, die Luft unter Druck einzuführen, da der Niedergang des Kolbens eine Saugwirkung hervorruft,
die einen für die Wirkungsweise des vorliegenden Apparats genügenden Luftstrom erzeugt. Im unteren Kopfstück 8 des Gehäuses
ι liegt die Kammer 10, welche zur Verbindung der unteren Enden der Spiralkanäle
5 und 6 dient. In dieser ist eine Scheidewand 15 mit zwei durchgehenden Öffnungen
16 angeordnet. Jede dieser Öffnungen 16 trägt einen Ventilsitz 17, welcher beispielsweise
aus einem eingesetzten Ring bestehen kann und zur Aufnahme eines Ventilkanals 18 dient. Rings um den Ventilsitz 17
läuft eine Rinne 19, welche mit dem Ventilsitz 17 durch eine Anzahl enger Kanäle 20
in Verbindung steht. Die Rinne 19 steht durch einen Kanal 21 mit einem mit einem
Ventil 23 versehenen Zulauf in Verbindung. Durch das eine der beiden Zulaufrohre 22
wird in seine Rinne 19 Öl, durch das andere
Wasser in gleicher Weise zugeführt. Das öl und das Wasser gelangen durch die Kanäle 20
zu den Oberflächen der Ventilsitze 17, sobald deren Ventile angehoben sind. In gleicher
Weise ist in dem Kopfstück 7 eine Zwischenwand 151 angeordnet, welche, wie die untere 15,
mit einer oder auch mehreren je mit einem Ventil 181, Rinne 191, Zulauf rohr 22J und
Ventil 23 l versehenen Öffnungen ausgestattet
ist. Außerdem sind die Ventile des oberen Kopfstückes 7 mit Mitteln zur Regelung ihrer
Bewegung versehen, zu welchem Zweck die Ventile, beispielsweise i8!, mit einem Kopf 27
versehen sind, welcher in einer Aussparung 28 eines Verschlußkopfes 29 liegt, der in einer
Öffnung 30 über dem Ventil 181 sitzt. In dem Verschluß 29 ist eine verstellbare Anschlagschraube
derart angeordnet, daß der Kopf 27 beim Anheben des Ventils 181 an
die Schraube 31 anschlägt.
Die Ventile 18 und 181 sind oberhalb ihrer
Kegelflächen 24 und 241 mit übergreifenden Scheiben 25 und 251 versehen, welche die
Rinnen 19 und 191 überdecken. Wenn die Ventile durch irgend einen Gasdruck geschlossen
werden, so wird verhindert, daß das Öl oder Wasser in die Rinne fließt, und während
die Ventile gehoben werden, bleiben die Rinnen offen, damit mehr oder weniger öl
oder Wasser aufgenommen wird.
Auf den Konussen 24 und 241 sitzen eine Anzahl geneigtliegender Flügel 26 und 261,
welche dazu dienen, beim Auftreten eines das Ventil hebenden Luftstromes in bekannter
Weise in geringem Maße zu drehen.
Die Wandung des Durchgangs 2 ist mit Rippen 32 besetzt, um die der Hitze der Auspuffgase
ausgesetzte Oberfläche zu vergrößern und die Metallmasse zu vermehren, so daß mehr Wärme aufgenommen wird, als dies bei
einem glatten Durchgang der Fall ist und wodurch dieselbe länger zurückgehalten wird.
Ebenso sind die Scheidewände 15 und 15 l
von solcher Metallstärke und in solcher Verbindung mit den Wänden des Durchgangs 2,
daß sie durch Überleitung der Wärme genügend heiß werden, um das Öl in den Rinnen 19
und 191 auf einem hohen Wärmegrad nahe am Siedepunkt des Brennstoffes zu erhalten.
Bei dem Apparat vorliegender Erfindung stehen die Zulauf rohre 22 und 22J mit öl-
und Wasserbehältern in Verbindung; so kann z. B. die eine der Röhren 22 des unteren
Kopfteils 8 mit einem Wasserbehälter und die andere mit einem Ölbehälter verbunden sein;
ebenso stehen die Rohre 22J des oberen Kopfes 7, und wenn zwei vorhanden sind,
alle beide mit einem Ölbehälter in Verbindung. Es ist nicht notwendig, das öl und Wasser
unter Druck einzuführen, wenn diese Stoffe mit genügender Geschwindigkeit fließen, um
die Rinnen 19 und 191 stets voll oder wenigstens
annähernd voll zu halten.
Die durch die Leitung 13 nach Bedürfnis unter Druck einströmende Luft zieht durch
die Spiralkanäle 5 abwärts und wird durch Bestreichung der von den Auspuffgasen oder
Maschinen heiß gehaltenen Gehäusewandungen erhitzt. Von den Kanälen 5 gelangt die erhitzte
Luft in die Aussparung 10 des unteren Kopfes 8 und hebt vermöge ihres Druckes
die Ventile 18 im Kopfstück 8. Gleichzeitig werden die Ventile 18 durch die Einwirkung
des Luftstromes auf die Flügel 26 etwas gedreht, wobei beim Anheben der Ventile 18
durch die Kanäle 20 Öl und Wasser in die Rinnen 19 fließt. Durch diese Drehung wird
das Öl oder Wasser in eine dünne Schicht zerteilt, in welcher Form sie von dem Luftstrom
beim Durchgang durch das betreffende Ventil leicht aufgenommen werden. Die Luft- no
ströme, von denen der eine das aufgenommene Öl, der andere das Wasser mit sich führt,
treten nunmehr in die unten geteilten Kanäle 6 und vermischen sich an der Stelle, an welcher
die Kanäle ineinander übergehen.
Die Mischung von Luft, öl und Wasser ist von der Temperatur der bestrichenen
Wandungen abhängig, und es wird durch dieselbe die Verdampfung des Öls und Wassers vervollständigt und das Gasgemisch
mehr oder weniger beständig. Das erhitzte Gas strömt nun in den oberen Kopf 7 und
dann durch die öffnungen 161 der Scheidewand
151J. welche von den Ventilen 181 bebeinflußt
werden. Dabei wird eine weitere Ölmenge aufgenommen, worauf das Gasgemisch durch das Auslaßrohr 14 zur Maschine
gelangt. '
Die Teile des so von der Luft aufgenommenen Wassers sind verhältnismäßig klein,
und es ist kein weiterer Zusatz von Luft notwendig, um eine explosive, für den Gebrauch
passende Ladung zu erzeugen. Das Gasgemisch kann nach seinem Austritt aus dem Apparat einem Druck ausgesetzt werden,
um ein beständiges Gas zu erzeugen, welches für allgemeine Verwendung geeignet ist,
wobei nur notwendig ist, daß der Druck unterbrochen wird, so daß der Ausfluß aus
dem Auslaß 12 unterbrochen ist und die Ventile 18 abwechselnd geöffnet und geschlossen
sind.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung kann mit jeder beliebigen Explosionskraftmaschine
verbunden werden und gestattet zwecks Herstellung einer explosiven Ladung die Verwendung irgend einer kohlenwasserstoffhaltigen
Flüssigkeit von den leichtesten Ölen, wie Gasolin oder Naphtalin, bis zu den schwersten, wie Kerosin, Brennöl oder Rohöl,
wobei das einzige Erfordernis ist, daß das
verwendete öl genügend flüssig ist, um in die Rinne 19 zu fließen und diese wenigstens
nahezu zu füllen.
Es können auch verschiedene Öle zum Füllen der Rinnen des oberen oder unteren
Kopfes verwendet werden oder, bei Verwendung zweier Ventile, im oberen Kopf kann
das eine mit schwerem Öl und das andere mit Gasolin oder anderem flüchtigen Kohlenwasserstoff
gefüllt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Kohlenwasserstoff-Verdampfer für Explosionskraftmaschinen , gekennzeichnet durch zwei um einen in bekannter Weise von den Auspuffgasen einer Maschine oder sonstigen Quelle heißer Gase durchströmten Durchgang (2) geführte Kanäle (5 und 6), deren Enden durch eine Kammer (10) miteinander in Verbindung gebracht sind, in welcher eine ebenfalls von den Auspuffgasen erwärmte Scheidewand (15) mit Durchgängen (16) angeordnet ist, die von. den die Öl- und Wasserabgabe an die durchströmende heiße Luft regelnden, an sich bekannten Ventilen (18) verschlossen werden, so daß die durch den einen dieser erhitzten Kanäle (5) einströmende Luft beim Passieren der Ventile (18) erhitztes öl und Wasser aufnimmt, worauf das Gemisch in dem andem erhitzten Kanal (6), in entgegengesetzter Richtung strömend, nach einer zweiten Scheidewand (15 l) gelangt, die in ähnlicher Weise mit Durchgängen (161) und Ventilen (18') versehen ist, um wiederum erhitztes öl von dem heißen Gemisch aufnehmen zu lassen, ehe das Gemisch der Maschine zugeleitet wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE169145C true DE169145C (de) |
Family
ID=434296
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE169145C (de) |
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0
- DE DENDAT169145D patent/DE169145C/de active Active
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