DE61350C - Petroleummaschine - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Maschine ist in der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht. '.
Fig. ι giebt eine Innenansicht des Gaserzeugers ;
Fig. 2 ist eine Seitenansicht, aus welcher
die gesammte Anordnung des Motors ersichtlich ist;
Fig. 3 ist eine Endansicht des Motors;
Fig. 4 ist ein Horizohtalschnitt des Cylinders,
aus welchem die Explosionskammern O O, sowie der Zünder P ersichtlich sind;
Fig. 5 ist eine Ansicht von oben, aus welcher
die Verbindung des Gasmotors mit dem Cylinder, die Anordnung der Luftzuführungsrohre, sowie
der Austrittsrohre für die verbrannten Gase und die Art und Weise der Anordnung des Hebels E%
zur Darstellung gebracht sind.
In Fig. 6 ist ein Längs- und Verticalschnitt des Cylinders und der Explosionskammer dargestellt
;
Fig. 7 ist ein Vertical- und Längsschnitt, aus welchem ersichtlich wird:
ι. der Gang der Gase und angesaugten Luft, welche durch die Verbrennungskammer O gehen,
um sich nach dem Cylinder des Motors zu begeben, wie dies durch Pfeile angedeutet ist,
2. die innere Gestalt und Verbindung der Vertheilungsbüchse H,
3. punktirt die Arme q und die Feder R unter dem Einflufs des Centrifugalregulators
in der Stellung, wo die Geschwindigkeit des Motors zu grofs wird.
Der Apparat, in welchem' aus Petroleum Gas erzeugt wird (s. Fig. 1) besteht:
ι. aus dem cylinderförmigen Brenner K. Derselbe ist an beiden Enden offen und kann
die äufsere Luft durch das untere Ende frei zutreten, während das obere Ende mit dem
mittleren Theile des Generators N in Verbindung steht. Genannter Brenner ist hinter dem Boden
des Cylinders des Motors befestigt und enthält ein Injectionsrohr t, welches von einem
Schlangenrohre umgeben ist, das oben in die Röhre / ausläuft und unten mit dem Injector D
in Verbindung steht. Letzterer endet an seinem unteren Theile in eine Stopfbüchse, in welcher
eine konisch geformte Regulirnadel spielt, die mit einem Hebelsystem b b1 &2 verbunden ist,
welches die Nadel selbstthä'tig auf- und niederbewegt·, so dafs die Injectordüse mehr oder
weniger verengt werden kann'.'; Der Injector ist aufserdem noch mit einem verstellbaren
Ablafsrohr bz versehen, dessen Fortsetzung nach unten ein angeschraubtes Rohr b* bildet,
welch letzteres mit dem Dampfauslafsrohre G des Motors in Verbindung steht.
Das Ablafsrohr b? wird je nach Bedürfnifs
mittelst einer an ihrem Ende mit einem kegelförmigen Ansatz versehenen Schraube durch
Drehen des Knopfes b5 geöffnet oder geschlossen.
Der Gaserzeugungsapparat besteht ferner:
2. aus einem oberhalb des Brenners angeordneten Generator IV.
Derselbe hat die Form einer Flasche und ist mit einer Doppelwandung versehen, so dafs
eine Luftkammer m1 gebildet wird/w. die oben
durch einen Deckel verschlossen ist. An der Seite von N befinden sich zwei Röhrver-
■bindungen η ηΛ (s. Fig. ι und 5), welche den
Generator tragen und von denen die erstere das Gas nach dem Cylinder leitet.
Der Generator N enthält ferner einen länglichen, konisch geformten Behälter iV1, in
dessen Innerem sich die Heizröhre J befindet. Er steht mit dem Gasaustrittsrohre η in Verbindung.
Der ringförmige, zwischen der centralen Röhre J und dem konischen Behälter N1
befindliche Raum ist mit Hobelspänen oder mit einer sonstigen porösen Masse angefüllt,
über welche das durch die Röhre m zugeführte Petroleum sich in sehr fein zertheiltem Zustande
verbreitet.
Der zwischen dem Behälter 2V1 und der Innenwandung des Generators befindliche leere
Raum bildet die Heizkammer m2. In dieser Heizkammer ist ein Metallstreifen m3 angeordnet,
der mit seinem unteren Ende an der Wandung der Kammer w2 befestigt ist, während das
obere Ende desselben drehbar mit dem Hebelsystem b b1 b2 verbunden ist, welch letzteres,
wie oben schon erwähnt, mit dem unteren Ende der Nadel des Injectors in Eingriff steht.
Je nachdem der Metallstreifen m8 infolge der in der Heizkammer herrschenden Temperatur
sich zusammenzieht oder ausdehnt, wird dieser Vorgang durch das Hebelsystem b b1 £>2 auf die Nadel übertragen und
dadurch der Eintritt der Brennflüssigkeit regulirt, so dafs sich der calorische Effect selbstthätig
nach Bedürfnifs regelt.
Der Speiseapparat und Motor sind auf einem ein Reservoir bildenden metallischen
Sockel A befestigt (s. Fig. 2 und 3), der gleichzeitig die sämmtlichen Theile des Generators
und Motors trägt.
Dieser hohle Sockel enthält das Petroleum, welches durch eine Saug- und Druckpumpe B
demselben entnommen wird. Das Petroleum steigt durch das eintauchende Rohr C aufwärts, tritt in den Stiefel der Pumpe B, von
wo es durch die Röhre d in den cylinderförmigen Sammelapparat F gedrückt wird, welch
letzterer ebenfalls in dem Hohlraum des Sockels A angeordnet ist.
Der Sammelapparat F wird mit Petroleum angefüllt und letzteres durch einen Plungerkolben
zusammengeprefst.
Der Kolben trägt am oberen Ende seiner Stange einen Behälter f, welcher behufs Belastung
des Kolbens zur Aufnahme von Blei oder sonstiger schwerer Körper dient.
Die Flüssigkeit kann im Accumulator F ein gewisses Niveau nicht übersteigen, indem etwa
in der Mitte desselben eine Ueberlauföffnung/1
angebracht ist.
Natürlich kann der Kolben nicht höher als bis zu dieser Oeffnung f1 steigen, weil das
von der Speisepumpe B im Ueberflufs gelieferte Petroleum - durch die Oeffhung f1 abfliefst
und in " den Behälter A zurücktritt. Es kann infolge dessen nie ein Drucküberschufs
in dem Accumulator F vorhanden sein. Der Kolben ist abgedreht oder mit Kupfermantel
versehen und füllt den Accumulator vollkommen genau aus und schliefst die . Oeffnung
f1 vollständig ab, wenn sich das Niveau
der Flüssigkeit unterhalb dieser Oeffnung befindet.
Durch diese Anordnung wird erreicht, dafs der Druck auf die Flüssigkeit immer der
Belastung des Kolbens gleich ist, also beständig derselbe ist.
Das so comprimirte und unter constantem Druck stehende Petroleum wird durch das
Rohr g in den Behälter H, Fig. 2, 4, 5 und 7, gedrückt, welch letzterer mit dem
Namen »Vertheiler« bezeichnet werden soll. Derselbe ist mit zwei Hähnen ti1 versehen.
Wird nun das Petroleum mit Hülfe der Speisepumpe B durch die Leitung d gedruckt,
so kann es nicht in letztere zurücktreten, da es durch das Pumpenventil daran verhindert
wird, und es findet nur einen Ausgang durch die Leitung g nach dem Behälter H.
Die Pfeile (Fig. 2) deuten den Weg der Flüssigkeit an; der Vertheiler H, welcher im
Schnitt gezeichnet ist, läfst die Art und Weise seiner Anordnung und seiner Form leicht erkennen.
Von diesem Vertheiler aus wird das Petroleum in abgemessenen Quantitäten durch die Hähne iP
einerseits durch das Rohr /, dessen Fortsetzung als Schlangenrohr um den Cylinder K angeordnet
ist, in letzteren geleitet (s. Fig. 1 und 3), in welchem dasselbe verdampft und
entzündet wird (aus diesem Grunde bezeichnen die Erfinder den Behälter K mit »Brenner«);
andererseits wird das Petroleum durch eine zweite Pumpe L angesaugt und durch ein
Rohr in in das längliche, konisch geformte Gefäfs einer mit doppelter Wandung versehenen
Kammer (Generator) N geleitet, in welcher es durch die Wärmeeinwirkung des Brenners K
verdampft wird, um sich dann mit der durch das Rohr G von aufsen in die Mischkammer O
eintretenden Luft zu mischen.
Die Gesammtanordnung des Brenners und des Generators bildet den Apparat, durch
welchen das Gas erzeugt wird, und aus welchem es in die Kammer O eintritt.
Hier mischt es sich mit der Luft, und es entsteht so das Explosionsgemisch, welches
alsdann in gewissen Zwischenräumen in den Cylinder U des Motors geleitet wird. Durch
die Entzündung und Explosion des Gasgemisches bei der Berührung mit einem Zünder oder einem Zündrohr P aus Nickel
oder anderem passenden Metall, welches, immer
glühend, durch den Hin- und Hergang des Arbeitskolbens, wie später erläutert wird, abwechselnd
freigelegt und bedeckt wird, wird Arbeit erzeugt.
Der Speiseapparat, welcher sich aus den oben beschriebenen Theilen zusammensetzt,
ist stets mit der Maschine fest verbunden.
Da sein Spiel mit demjenigen der Maschine zusammenhängt, so ist durch die Wirkungsweise
der letzteren auch die des ersteren gegeben.
Um die Maschine in Gang zu setzen, wird der Generator durch etwas Alkohol, welcher
in einem im- unteren Theile des Brenners K angebrachten Napf r, Fig. i, sich befindet,
erhitzt. Das in den Generator getretene Petroleum verdampft in demselben und mischt
sich, wie oben gesagt, mit der Luft.
Das am Anfange mit Hand bewegte Schwungrad setzt die Speise- und Gaszuführungsorgane
in Thätigkeit. Die ganze Maschine beginnt alsdann selbsttätig zu arbeiten.
Die Maschine arbeitet im Viertakt.
Der Antrieb geschieht durch den hohlen Arbeitskolben 5, Fig. 4, woran die Kolbenstange
befestigt ist. Letztere ist an ihrem anderen Ende durch die Pleuelstange, mit einer
gekröpften Welle T verbunden, so dafs letztere in Umdrehung versetzt werden kann.
Die Welle T ruht in einem Paar Lagern, die mit dem einen an einer Seite offenen
Cylinder tragenden Gestell aus einem Stück hergestellt sind. Die Welle T trägt an dem
einen Ende das Schwungrad und an dem anderen ein Zahnrad o, welches mit dem
Getriebe χ in Eingriff steht, das auf einer am Gestell befestigten Achse y sitzt.
Auf -der Achse y sitzen ferner noch das konische Rad iT, sowie das Excenter W. Das
konische Rad Z setzt den Regulator Q in
Thätigkeit. Das Excenter W bestimmt durch seine Einwirkung auf die am Ende des
Hebels E sitzende Rolle e die Wirkungsweise des Generators und Motors.
Der Hebel E, welcher aus drei Armen E E1 E^
besteht, ist mit der drehbaren Welle η in starrer Verbindung, welche ihrerseits unterhalb des
Cylinders quer durch das Gestell hindurchgeführt ist.
Die beiden ersten Arme EE1 bilden einen
Winkelhebel, dessen horizontaler Arm E an seinem freien Ende die Rolle e trägt, welche
mit dem Excenter W in Eingriff steht und die Speisepumpe B bethätigt, welch letztere
durch C das Petroleum aufsaugt und es durch d in das Sammelgefäfs F drückt, von
wo es durch das Rohr g in die Pumpe U gedrückt wird. '
Der verticale Arm E[ wirkt gegen die Nase
des federnden Anschlages R, wodurch die Stange M bewegt und dadurch das im Behälter
α befindliche Einlafsventil in Thätigkeit gesetzt wird. Die Stange M wird darauf durch
eine Spiralfeder in die frühere Stellung zurückgebracht.
Der dritte Arm I?2, welcher am anderen Ende der Welle η festsitzt, ist horizontal und
setzt das in dem Behälter α1 (s. Fig. 5) enthaltene
Auslafsventil in Thätigkeit.
In dem Generator N wird der flüssige Kohlenwasserstoff vollständig durch den Einflufs
der hohen Temperatur verdampft, die anfänglich bei Inbetriebsetzung der Maschine
durch Verbrennen einer kleinen Menge Alkohol erzeugt und dann beständig durch die Verbrennung
des explosiven Gemisches unterhalten wird.
Das erzeugte Gas tritt aus dem Behälter m1,
um sich in dem Räume O mit der von aufsen durch das Rohr G und die Oeffnungen
si... eingeführten Luft zu mischen.
Ueber die Luftzuführung wird weiter unten die Rede sein.
Bei jeder halben Umdrehung des Schwungrades wird eine Periode des Cyklus vollzogen,
so dafs letzterer bei zwei Umdrehungen des Schwungrades vollendet ist. Um die vier
Operationen der Reihe nach durch eine einzige Umdrehung des Excenters W ausführen zu
können, dient das den letzteren bewegende Zahnrad x, dessen Durchmesser doppelt so
grofs ist als derjenige des Zahnrades v, welches auf der Welle des Schwungrades sitzt.
Das Zahnrad χ macht infolge dessen nur eine Umdrehung, wenn das Schwungrad deren
zwei macht.
Während der ersten halben Umdrehung vollzieht sich:
i. das Ansaugen des Petroleums,
und zwar in folgender Weise:
und zwar in folgender Weise:
Berührung der mit 1 bezeichneten Curve des Excenters W mit der Rolle e, Einwirkung
des Armes E1 auf die Stange M, Oeffnen des Einlafsventiles a, Ansaugen und Drücken der
Pumpe L, Ansaugen des explosiven Gemisches von Gas und Luft durch den vom Schwungrade
mit fortbewegten Arbeitskolben, Ansaugen von Petroleum seitens der Speisepumpe B,
Absperrung des Austrittes.
Infolge der Saugwirkung des Kolbens der Maschine und des Oeffnens des Ventiles,
welches in die Stange M ausläuft, werden das Gas, welches durch den Generator N und
den Behälter α geht, sowie die Luft, welche durch das Rohr G und die Oeffnungen s s . . .
tritt, gleichzeitig angesaugt und gelangen nach dem Cylinder M, nachdem sie die Mischungs-
kammer O passirt haben, in welcher sie sich zu dem explosiblen Gemenge vereinigen (Fig. 7).
Die Klappe, welche die Krümmung des Rohres G abschliefst, . öffnet sich durch einfache
Saugwirkung des Kolbens, um der Luft den Durchgang zu gestatten. Durch den Gasdruck
schliefst sie sich während der Druckwirkung des Kolbens und der Explosion.
Die Pfeile in Fig. 7 geben den Weg an, welchen das Gas und die Luft machen, um
sich im Raum O zu mischen.
Die zweite halbe Umdrehung des Schwungrades bewirkt:
2. die Compression und Explosion,
und zwar folgendermafsen;
und zwar folgendermafsen;
Berührung des mit 2 bezeichneten Theiles der Curve des Excenters W mit der Rolle e,
Rückgang des Arbeitskolbens durch Mitnahme seitens des Schwungrades, Unthätigkeit der
Hebel, Pumpen und Ventile, Entzünden des Gemisches am Ende des Hubes des Arbeitskolbens infolge des Contactes seines Zapfens sl
mit dem Zünder P, welcher durch die Wirkung des Arbeitskolbens auf den federnden Hebel p,
Fig. 4 und 6, blofsgelegt und durch die hohe Temperatur des Brenners K, in welchen der
Zünder P hineinreicht, glühend erhalten wird, Explosion des Gemisches, Absperren des Austrittes.
Am Ende der Druckwirkung des Kolbens drückt sein Zapfen s1 auf den Hammer des
Hebels p, dessen plattenförmiges Ende, an welchem er festgemacht ist, dem Drucke nachgiebt
und die geneigte Stellung ppl, Fig. 4,
einnimmt. Auf diese Weise also giebt der Hammer des Hebels dem Drucke des Zapfens s1
nach, während der gekrümmte Arm dieses Hebels sich dem Brenner P, den er bedeckt, abwechselnd
nähert und von ihm entfernt.
Das Explosionsgemisch befindet sich sofort mit letzterem, welcher fortwährend brennt, in
Contact.
Die dritte halbe Umdrehung des, Schwungrades
bewirkt:
3. die Expansion,
und zwar in folgender Weise:
Berührung des mit 3 bezeichneten Theiles der Curve des Excenters W mit der Rolle e,
Zurückdrängen des Arbeitskolbens durch die Expansion des explosiven Gemisches, neuer,
dem Schwungrad mitgetheilter Antrieb, Unthätigkeit der Hebel, Pumpen und Ventile,
Absperren des Austrittes.
Die vierte halbe Umdrehung des Schwungrades bewirkt endlich:
4. das Austreten des Gases,
und zwar wie folgt:
und zwar wie folgt:
Rückgang des Arbeitskolbens infolge Mitnahme seitens des Schwungrades, Zurückdrängen
. der Verbrennungsproducte, Spiel des Hebelsystems EE1E'2, Beförderung des
Petroleums durch die Einwirkung des Hebelarmes E auf die Pumpe B, neue Speisung
und Vertheilung, Oeffnen der Austrittsöffnung und Entweichen der Verbrennungsproducte
durch das Rohr G1 infolge der Einwirkung des Hebelarmes E2, welcher das im Behälter al
enthaltene Austrittsventil hochhebt.
Der so vollendete Cyklus beginnt nun von neuem infolge einer neuen Zuführung des
explosiven Gemisches und fährt in der beschriebenen Weise fort, bis die Zuführung des
Petroleums durch Schliefsen der Vertheilungshähne i i1 abgesperrt wird.
Die Zuführung des Kohlenwasserstoffes kann nach Belieben dadurch regulirt werden, dafs
man den Kolbenhub der Pumpe L mit Hülfe eines Keiles n1 variiren läfst. Der letztere ist
an seinem oberen Ende zahnstangenförmig ausgebildet und kann mit Hülfe eines mit
Handgriff versehenen gezahnten Sectors bewegt werden.
Der Sector ist auf der Einführungsstange M drehbar angebracht. Dieser Keil nl tritt in
die Oese des Kolbens und dringt mehr oder weniger in dieselbe hinein, so dafs der Hub
der Stange ganz oder nur theilweise benutzt wird, um die Pumpe in Thätigkeit zu setzen,,
wodurch die Leistung der Pumpe nach, Belieben regulirt werden kann.
Ein graduirter, auf der Stange M befestigter Anzeigeapparat giebt den Betrag an, um.
welchen der Griff verstellt worden ist, und gestattet auf diese Weise, die Leistung der
Pumpe zu reguliren.
Der Motor wird regulirt, und zwar:
1. mit Hand durch einen Hahn P, der unter
dem Cylinder angebracht ist und durch das Rohr i3 mit dem Austrittsrohr in Verbindung
steht. Durch Oeffnen oder Schliefsen des Hahnes kann man nach Belieben im Nothfalle
das in den Cylinder eingetretene Gasgemisch und somit auch die Expansion und Compression
dieses Gemisches variiren lassen;
2. durch den Centrifugalregulator Q, der auf den Hebel q wirkt, welcher direct am
Gestell drehbar angebracht ist, und der, auf das Federblatt R wirkend, letzteres mit dem
verticalen Hebelarm E1 aufser Berührung setzt, wenn die Geschwindigkeit des Motors zu grofs
wird.
Wenn infolge der Einwirkung- der Centrifugalkraft die Kugeln des Regulators sich
heben, so bewegt die Stange des Regulators, sich abwärts und stöfst gegen den Hebel q,.
an dessen Ende ein beweglicher Zapfen rh
sitzt, der bei r2 seharnierartig mit dem Feder-■blatte
R verbunden ist.
Durch den Hebel q wird R dann gehoben und die Stange M auf diese Weise mit dem
verticalen Hebelarm J?'1 aufser Eingriff gebracht, und infolge dessen hört die Zufuhr des
Petroleums zum Generator und von Gas in den Cylinder auf, bis das Schwungrad von
seiner lebendigen Kraft verloren hat und der Motor infolge dessen sich wieder mit der
gewöhnlichen Geschwindigkeit bewegt.
Darauf greift die Nase der Blattfeder R in den Vorsprung des verticalen Hebels E1, dessen
Schwingungen den Zutritt des aus dem Petroleum entwickelten Gases zum Cylinder in den gehörigen Zwischenräumen veranlassen
. (s. Fig. 7, worin die Stellungen des Armes q und der Feder R in der Stellung punktirt
gezeichnet sind, in welcher die Kugeln des Regulators sich unter dem Einflüsse einer zu
grofsen Geschwindigkeit des Motors hochheben).
Das Kühlwasser wird von unten her durch das Rohr i4, Fig. 2, zugeführt und entweicht
durch ein Steigrohr i6, Fig. 6, oberhalb des
Cylinders.'
Ein Rohr i5 ist mit dem Zuleitungsrohr verbunden und dient dazu, die Wasserkammer
des Cylinders im Falle von Frost oder, wenn dieses aus einem anderen Grunde wünschenswerth
erscheint, zu leeren. Der Hahn P ist zu diesem Zweck als ein Dreiweghahn ausgebildet.
.
Claims (6)
1. Eine Petroleummaschine, dadurch gekennzeichnet, dafs das Petroleum oder sonstige
flüssige Kohlenwasserstoffe aus einem Behälter A im Fundamente der Maschine
durch eine Pumpe B angesaugt und in einen Accumulator F gedrückt wird, von
wo es durch den gleichmäfsigen Druck eines belasteten Kolbens f durch eine
Regulirvorrichtung H in einen Generator N geleitet und vergast wird, worauf dann die
entwickelten Gase in eine Mischkammer O gelangen, welche .mit dem Treibcylinder in
Verbindung steht, sich hier mit atmosphärischer Luft mischen und in geeigneten Zwischenräumen zur Explosion gebracht
werden, um den Kolben vorwärts zu treiben und die Maschine zu bethätigen.
2. Bei der unter 1. gekennzeichneten Maschine eine Vertheilungspumpe zur zweckentsprechenden
Einführung der flüssigen Kohlenwasserstoffe durch die beiden Leitungen m und / in den Verdampfungsund
Brennraum des Generators, welche Pumpe vom Schwungrade aus bethätigt und durch einen Keil n1 regulirt wird,
indem derselbe in einer O.ese der Kolbenstange mittelst Zahnstange und Zahnrades
mit Zeigervorrichtung auf- und nieder-' bewegt werden kann, wodurch der Hub
verkleinert ,oder vergröfsert wird, je nachdem eine gröfsere oder geringere Menge
Petroleum zur Speisung jj.o.thwendig ist.
3. Bei der unter 1. gekennzeichneten Maschine die Anordnung eines Generators behufs
Erzeugung von Gas aus flüssigem Kohlen-■ wasserstoff, bestehend aus zwei mit doppelten
Wandungen versehenen, über einander liegenden Behältern, nämlich:
a) einem unteren, als Brenner dienenden Behälter K, zwischen dessen beiden
Wandungen behufs Speisung des Brenners ein Schlangenrohr sich be-
■ findet, und durch dessen mittleren Theil die Flamme des eingeführten
flüssigen Kohlenwasserstoffes aufwärts streicht;
b) einem oberen flaschenförmigen, mit Doppelwandung versehenen Behälter N,
in dessen Innerem sich ein ringförmiger, cylindrischer, an seinem unteren Ende konisch geformter
Raum N1 befindet, der mit Hobelspänen oder einer sonstigen porösen
Masse angefüllt ist, zum Aufsaugen des Petroleums, und mit einem centralen Heizrohr versehen ist.
4. Bei dem unter 3. gekennzeichneten Generator die Anordnung des Injectors D am unteren
Theile des »Brenners« K und eines Reinigungskanales b3, welcher durch eine
Verschlufsschraube bs mit konischem Ansatz je nach Bedarf abgeschlossen und
geöffnet werden kann, wobei die Regulirung von einem geränderten Knopf aus
geschieht.
5. Bei dem unter 1. gekennzeichneten Petroleummotor die Anordnung eines Anzünders
oder Zündrohres P im Explosionsraum mit einer federnden Verschlufsvorrichtung p,
welche durch eine Nase s1 am Arbeitskolben 5 abwechselnd freigelegt oder abgesperrt
wird, um periodisch das Gemisch von Luft und Gas zu entzünden.
6. Bei einem durch vorstehende Patent-Ansprüche gekennzeichneten Petroleummotor
die Anordnung eines oder zweier dreiarmiger Hebel E E1 E2 an einem oder
beiden Enden einer Achse n, dadurch gekennzeichnet, dafs derselbe durch ein
Excenter W in schwingende Bewegung versetzt wird und dabei am Arm E die
Speisepumpe bethätigt, mit dem Arme El
an der Nase der Blattfeder R angreifend, durch das Ventil bei α den Gaszutritt zur
Explosionskammer bewirkt und mit dem Arme E2 den Austritt der Verbrennungsgase regulirt.
An dem unter ι. bis 6. gekennzeichneten Petroleummotor zur Regulirung des Gaszutrittes
aus dem Generator nach der Explosionskammer ein drehbarer Regulatorhebel q, welcher mittelst der Zapfen r1
und r2 an dem federnden Anschlage R sitzt und in dieser Verbindung die Stange M
bethätigt, indem bei zu schnellem Gange der Maschine die Feder R hochgedrückt
wird, so dafs der Hebelarm E1 nicht an
der Nase der Blattfeder R eingreifen kann, und das Oeffnen des Ventiles bei α unterbleibt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE61350C true DE61350C (de) |
Family
ID=335417
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT61350D Expired - Lifetime DE61350C (de) | Petroleummaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE61350C (de) |
-
0
- DE DENDAT61350D patent/DE61350C/de not_active Expired - Lifetime
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