DE19228C - Neuerungen an Gas- und Petroleumkraftmaschinen - Google Patents

Neuerungen an Gas- und Petroleumkraftmaschinen

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DE19228C
DE19228C DENDAT19228D DE19228DA DE19228C DE 19228 C DE19228 C DE 19228C DE NDAT19228 D DENDAT19228 D DE NDAT19228D DE 19228D A DE19228D A DE 19228DA DE 19228 C DE19228 C DE 19228C
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dr. med. M. V. schiltz in Cöln a./Rhein
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    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L7/00Rotary or oscillatory slide valve-gear or valve arrangements
    • F01L7/06Rotary or oscillatory slide valve-gear or valve arrangements with disc type valves
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    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Zweck der vorliegenden Neuerungen ist:
1. die plötzliche und heftige, aber rasch abnehmende Explosionswirkung in eine mehr gleichmäfsige oder progressiv sich steigernde zu verwandeln;
2. die producirte Wärme vollständiger auszunutzen;
3. die Anwendung des Petroleums zu erleichtern.
Hierzu soll dienen:
1. die Theilung der Explosion in mehrere einander folgende, zu einem Kolbenhub sich summirende Stöfse;
2. die Wassereinspritzung hinter den Kolben, und
3. die grundsätzliche Erwärmung der Verbrennungsräume,
Die Theilung der Explosion geschieht durch die Verbrennung in mehreren von einander und vom Kolbenraum getrennten Kammern, die in schneller Reihenfolge ihren explodirten Inhalt hinter den Kolben treiben.
Die Theilung des Explosionsbehälters in mehrere Verbrennungskammern kann nun so geordnet sein, i. dafs mehrere Kammern neben einander hinter dem Cylinder um die verlängerte Cylinderachse liegen (s. Fig. 1 und 4); 2. dafs sie concentrisch mit der Cylinderachse als ein Cylinder und mehrere Cylinderringe hinter dem Cylinder liegen, Fig. 20; 3. dafs sie concentrisch mit der Cylinderachse als cylindrische Räume hinter einander hinter dem Cylinder liegen, Fig. 22 und 23; 4. dafs sie als Ringausschnitte um den hintersten Theil des Cylinders liegen, Fig. 2 o.a.
Hier ist nur von der ersten und dritten dieser Combinationen Gebrauch gemacht.
Erste Anordnung
mit drei Explosionskammern nach Combination 1
(s. Fig. ι bis 21).
Hinter dem Cylinder ist der Explosionsbehälter durch radiale Scheidewände in drei Explosionskammern A B und C (s. Querschnitt, Fig. 4) getheilt. Jede dieser Verbrennungskammern ist durch eine mit selbstthätigem Ventil, z. B. Fig. 12 und 13, versehene runde Oeffnung mit dem Kolbenraum verbunden; diese Ventile gestatten den Gasen ungehinderten Durchgang zum Kolben, aber nicht zurück, und werden zweckmäfsig so construirt, dafs sie schon durch ihre Schwere sich schliefsen. Die Verbrennungskammer A, in welcher die erste Zündung, und zwar von aufsen, wie später beschrieben, stattfindet, ist mit B, und B mit C durch ein in den Trennungswänden liegendes, nach BedUrfhifs in eine Röhre zu verlängerndes Zündloch α α in Fig. 4 verbunden, so dafs die in Kammer A stattfindende erste Explosion sich in die zweite B, und aus dieser in die dritte C und event, ferner verbreitet, damit alle Kammern in schneller Reihenfolge ihren explodirten Inhalt durch die selbstthätigen Ventile hinter den Kolben treiben. Die Explosionskammern kann man von ungleichem Inhalt machen, um in der günstigsten Kurbelstellung die gröfste Kraftentfaltung zu gestatten. In der Achse des Explosionsbehälters verläuft ein Rohr q in Fig. 1, welches durch ein siebförmiges Mundstück bei b Wasser direct hinter den Kolben spritzt; dieses Wasser kommt aus dem den Cylinder
und Explosionsbehälter umgebenden Vorwärmemantel G und wird durch die in den Cylinder übertretenden, soeben explodirten Gase in Dampf verwandelt zur Kühlung und Kraftsteigerung. Der Rückflufs des Wassers in q wird durch ein ' selbsttätiges Ventil nach Fig. 14 oder 15 verhindert; der Wassermantel des Explosionsbehälters, von dem q oben abgeht, communicirt mit dem des Cylinders durch enge Rohre 0 in Fig. ι, damit die Wärme um den Explo- -sionsbehälter gröfser sei, als um den Cylinder.
Jede der Explosionskammern hat im gemeinschaftlichen Explosionsboden, Fig. 5, nahe dem in der Achse liegenden Wasserrohr, je eine Eintrittsöffnung t für atmosphärische Luft und je eine solche ί für Gas oder Petroleum, deren innere Mündungen behufs schnellerer Vermengung nach Art der Zerstäubungsapparate, Fig. 29, eingerichtet sind. Nur eine der Verbrennungskammern, hier die unterste, A, Fig. 4, hat ein Zündloch u, Fig. 5, zwischen s und t befindlich, durch welches die Zündung von aufsen mittelst einer Zündflamme in A bewirkt wird, während B und C ihr Zündloch a, Fig. 3 und 4, in den Scheidewänden haben.
Diese Eintrittsöffnungen des Explosionsbodens, dessen äufsere, ebene Fläche, Fig. 5, Spiegel heifst, werden durch einen Kreisschieber, Fig. 6, bedient, welcher zwischen dem Spiegel und dem in bekannter Weise befestigten Ventildeckel nach einer Richtung, und zwar oben nach links um das Wasserrohr q als Achse sich dreht. Im Schieberdeckel sind dieselben Oeffnungen wie .im Spiegel, mit denen des letzteren nach innen congruent, nach aufsen rund, zur Aufnahme der Zuleitungsrohre; das Zündloch c des Schieberdeckels geht von einem im Deckel senkrecht aufsteigenden Zugrohr d in Fig. 3 aus, in d mündet unten die Zündflamme h, die mit Gas oder Petroleumdocht unterhalten wird, und aufser im Zündungsmomente als langgestreckte Flamme in d aufsteigt, bei richtiger Schieberstellung aber aus dem Zugrohr d durch den Kreisschieber in die Kammer A eintritt.
Im Spiegel, Fig. 5, und im Kreisschieber, Fig. 6, sind die Zutrktsöffnungen nach Rayons oder Ringen in gleichen Abständen von einander vertheilt, zu jeder Kammer eine Luftöffnung im äufseren Ringe und eine Gas- oder Petroleum-Öffnung im inneren Ringe; der mittlere Ring ist für die Zündlöcher bestimmt, deren im Spiegel nur eines, u, im Kreisschieber aber drei, ul, sich befinden. Sei nun der Kreis, wie in Fig. 5 und 6 bezeichnet, nach Graden eingetheilt, so befinden sich im Spiegel die Luftöffnungen je zwischen o. bis 30., 120. bis 150., 240. bis 270. Grad, die Gas- und Petroleumöffnungen aber je auf dem o., 120. und 240. Grade, das eine Zündloch auf dem 15. Grade; im Kreisschieber aber befinden sich die Luftlöcher zwischen o. bis 30., 120. bis 150., 240.
bis 270. Grade, die Gas- und Petroleumöfmungen auf dem 30., 150. und 270. Grade, die drei Zündlöcher ul auf dem 60., 180. und 300. Grade.
Diese Eintheilung hat- den Zweck, dafs der Kreisschieber, welcher auf drei Kurbelrotationen eine Rotation macht, während des ganzen Kolbenrückganges die Luftöffnungen gegen Ende des Rückganges und im Anfang des Aufganges die Gas- und Petroleumöffnungen, und sodann die Zündöffnung frei macht; durch Verschiebung, Verkürzung oder Verlängerung dieser Löcher kann man die Ordnung des Gaseintritts und der Zündung nach Bedarf ändern.
Der als Stirnrad r" mit Zähnen versehene Kreisschieber erhält seine in einer Richtung ununterbrochene Drehung durch eine im Querschnitt, Fig. 2, dargestellte Regulatorwelle E vom Stirnrad r, welches !/3 der Zähnezahl des Kreisschiebers hat; beide Stirnräder können durch ein drittes verbunden werden.
Dicht am Cylinderboden, der den Kolbenraum vom Explosionsbehälter trennt, befindet sich in der Cylinderwand nach oben die Auslafsöffhung i in Fig. 1 für die zur Kraftäufserung verwendeten Gase, mit Schieberventil und dem vom Ventildeckel aufsteigenden Abzugsrohr K versehen. Dieses Schieberventil m in Fig. i, 10 und 11, in der Richtung zur Kurbel verschoben, öffnet, entgegengesetzt verschoben schliefst es die Austrittsöffnung i. Der Schieber m wird mittelst der Schieberstange /, Fig. 10 und 11, durch den auf der Kolbenstangenführung angebrachten federnden Zapfen M, der in dem Ausschnitt der Schieberstange sich bewegt, gegen Ende des Kolbenaufgangs ruckweise aufgezogen, gegen Ende des Kolbenrückganges zugestofsen; die in Fig. 1 auf der Schieberstange sichtbaren Federungen dienen zur Milderung des Stofses.
Der Cylinder dient auch als Saug- und Druckpumpe, um atmosphärische Luft oder Gasgemenge' durch das Rohr n' mit Kugelventil in den über dem Cylinder aufgestellten CompressionsbehälterF zu treiben und dort zu comprimiren. F in Fig. 1 und 8 enthält in seinen beiden Abtheilungen Petroleum und Regenwasser, ersteres um durch ein Rohr P und den Haupthahn z, Fig, 1, in die Verbrennungskammern, letzteres um durch ein Rohr / in den Cylindermantel G, in dem es von unten eintritt, geprefst zu werden. Die über dem Petroleum und Wasser, deren Höhe durch Wasserstandsröhren angezeigt wird, comprimirte Luft oder Gasgemenge sollen einerseits während des ganzen Kolbenrückganges, in dem dann der Auslafs i frei ist, die Kammern ABC durch das Rohr JV ausblasen, mit neuem Gemenge füllen und solches nach Schliefsung von i beim Beginn des Kolbenaufganges comprimiren, andererseits durch / ~ das Wasser in G und unmittelbar aus G durch q
hinter den Kolben treiben; durch P tritt gegen Ende des Kolbenrückganges und im Anfang des Aufganges das Petroleum in die Kammern, um dort sofort zu verdampfen. Statt des Petroleums kann aus dem Gasballon O' Gas durch O und ζ in die Kammern eintreten, wenn man nicht vorzieht, das Gas über dem Kolben ansaugen zu lassen; die Gase und Flüssigkeiten befinden sich in F unter gleichem pruck, der durch Sicherheitsventil r.egulirt wird; das letztere kann zum Nachfüllen durch Trichter, Fig. 2i, aufgehoben werden.
Die Menge des aus F nach G und aus G in den Cylinder gedrängten Wassers wird durch einen Hahn regulirt, der Gemengezuflufs durch JV, P oder O durch den Haupthahn ζ in Fig. 16; wie letzteres vom Regulator besorgt wird, wird später beschrieben. Durch die Hähne an 0 und P kann man dem Motor beliebig Gas oder Petroleum zuführen. Die den Haupthahn ζ verlassenden Rohre theilen sich ein jedes in so viel Rohre mit Hahn, als Verbrennungskammern da sind, zu jeder Kammer eines, so dafs man durch Schliefsen dieser Hähne den Motor mit einer oder mehreren Kammern arbeiten lassen kann.
Zur Regulirung des Ganges dient die in Fig. 2 im Horizontalschnitt und in Fig. η im Verticalschnitt dargestellte Regulatorwelle E und der dort sichtbare Kugelregulator. Letzterer hebt bei schnellerem Gange den Winkelhebel w, dessen anderer Arm w' die Stange χ anzieht, welche mit ihrem anderen, gabelförmig nach unten gebogenen Ende auf der Hülse K' ruht und letztere, die den Achsendrehungen von E folgt, verschiebt. Auf der Hülse K1 sind nun die in Fig. 2 und 7 mit L bezeichneten, in Fig. 17, 18 und ig im Querschnitt dargestellten Hebedaumencomplexe befestigt, deren zunehmende Höhe je nach dem Grade der Schnelligkeit der Maschine dazu dient: 1. den Haupthahn ζ mehr oder weniger zu schliefsen; 2. bei sehr schnellem Gange die Schieberstange / des Aüslafsschiebers auszuheben, wodurch das Offenziehen des Schiebers in gegen Ende des Kolbenaufganges unterbleibt; die Hebedaumen sind auf der Welle E diametral befestigt; durch gleichzeitiges Verschliefsen des Haupthahns z, wodurch die Füllung und Zündung unterbleibt, und Verschlossenhalten des Auslasses i beim Kolbenaufgang entsteht hinter dem letzteren ein luftverdünnter Raum,. der bei gleichzeitiger Compression vor dem Kolben den Gang des Motors hemmt. Die übrigens bekannte Action der Hebedaumen vermittelst der Winkelhebel y und y ist im Querschnitt, Fig. 8, und in einer Seitenansicht für die in Fig. 2 2 dargestellte Construction in Fig. 27 und 28 sichtbar.
Die Regulirung der Schnelligkeit der Maschine findet also' statt: .
i. durch Vermehrung oder Verminderung der Spannung in den Zulafsröhren vermittelst des Sicherheitsventils auf F\
2. durch Arbeiten mit einer oder mehreren Explosionskammern;
3. durch Auf- und Zudrehen des Haupthahns z, bewirkt vom Regulator durch die Hebedaumen ;
4. durch das Ausheben der Auslafsschieberstange /;
5. durch die Wassereinspritzung hinter den Kolben.
Zum Betrieb des Motors mit Petroleum dient die Erwärmung der Explosionskammern, damit das flüssig eingeführte OeI sofort verdampfe und explosives Gemenge bilde. Um aber den Petroleumbetrieb einzuleiten, mufs wenigstens eine der Kammern, die erste A, vorgewärmt werden, was durch Ablassen des Wassers aus G und Durchleiten der Hitze der Vorwärmelampe S' in Fig. 4 geschieht. Wie diese Lampe ihre Hitze an die Kammer A abgiebt, nie mit dem Abzugskamin k verbunden ist und mit Schieber h' verschlossen werden kann, ist aus Fig. 4 ersichtlich; nach genügender Erwärmung von A werden die Schieber h' geschlossen und der Motor in Gang gesetzt.
Die Ingangsetzung mit Petroleum wird sehr erleichtert, 1. wenn das Betroleum vor seiner Einführung verdampft wird; 2. wenn man, für den Anfang des Betriebes Petroleumäther oder einen ähnlichen flüchtigen Brennstoff verwendet.
Die Verdampfung des Petroleums in Fig. 4 geschieht in dem die Vorwärmelampe S' umgebenden, von der letzteren abgeschlossenen metallischen Behälter, in welchem das durch P eintretende Petroleum sofort verdampft, um durch das Abzugsrohr in die Kammer A einzutreten; der an P angebrachte Hahn wird geöffnet, wenn die Vorwärmung von A genügend ist. Dieses Rohr P in Fig. 4 kann mit dem den Petroleumäther enthaltenden Seitenbehälter £ in Fig. 8 durch einen Hahn in Verbindung gesetzt werden, um nach Belieben wieder vermittelst der Hähne in Fig. 8 das Petroleum anstatt des Aethers aus Ji passiren zu lassen; der Seitenbehälter R steht oben durch ein Rohr mit dem Hauptbehälter F in Verbindung, hat also den gleichen Luftdruck.
Die Zündung in der ersten Verbrennungskammer A kann durch Einpressen der Zündflamme h in das Zündloch von A vermittelst des Seitenbehälters H in Fig. 8 geschehen, wenn die Zündflamme im aufsteigenden Rohr d oben und unten abgeschlossen und d durch ein Rohr T mit H in Fig. 8 verbunden wird; dieses geschieht bei richtiger Zündstellung des Kreisschiebers durch die in Fig. 9 dargestellte Einrichtung. Die zwei Arme des Schreinerzirkels ν werden durch einen Keil aus einander gerückt, der durch ein auf der Welle E angebrachtes Excenter angezogen wird; die Zirkelarme ziehen
dann mittelst Schnüre: a) von unten die Zündflamme e mit ihrem Konus in d; b) verstopfen d auch von oben, und c) öffnen den Hahn W, womit die im Seitenbehälter H vorhandene comprimirte Luft die Zündflamme in ihr Zündloch einprefst; in H bleibt wegen des oben in Fig. 8 sichtbaren Kugelventils der Luftdruck auf der höchsten Höhe, die in F erreicht wurde, und sinkt nicht in H, obschon dieses in F geschieht infolge des Ausblasens.
Die Ingangsetzung des Motors mit Gas geschieht ohne Vorwärmung mit Petroleum unter Beihülfe der Vorwärmung von Kammer A und der Petroleum-Dampfbildung durch Umdrehung des Schwungrades von Hand. Dadurch wird die Pressung der Gase in F und das Einpressen der Füllung in die Explosionskammern bewirkt, die nach ihrer Zündung die selbstthätige Arbeit zur Folge hat; die Verbrennungsgase werden während des Kolbenrückganges von hinten aus den Kammern A B und C in den" Kolbenraum ausgeblasen und vom zurückgehenden Kolben durch i herausgedrängt; wenn i nicht zu weit ist, so befinden die Gase auch während des Kolbenrückganges sich unter mäfsigem Druck.
Zweite Anordnung
mit drei hinter einander liegenden Verbrennungskammern nach Combination 3 (s. Fig. 22 bis 32).
Diese Combination, für welche dieselben Grundsätze gelten wie bei der vorigen, gestattet leichtere Formen, wenn sämmtliche Räume von gewölbten Wänden gebildet und die übrigen Maschinentheile nach physikalischen Gesetzen auf geringes Gewicht eingerichtet sind.
Die drei Kammern A B und C im Verticalschnitt, Fig. 22, und Horizontalschnitt, Fig. 23, sind mit dem Kolbenraum so durch selbstthätige Ventile verbunden, dafs letztere in der Richtung zum Kolben sich öffnen, umgekehrt sich sehliefsen, und dafs die dem Kolben nächste Kammer A in den Kolbenraum, die folgende Kammer B in A und die hinterste Kammer C in B ungehindert ihren Inhalt entleert. In den zwei Wänden, welche B von A und von C trennen, befindet sich je ein der selbsttätigen Zündung dienendes Zündloch, Fig. 23, welches auch im selbstthätigen Ventil gebohrt werden kann. Durch diese Zündlöcher verbreitet sich die Zündung von selbst, nachdem sie in der ersten Kammer A von aufsen durch die Zündflamme bewirkt worden ist, so dafs durch die Ventile die Summe aller Explosionen auf den Kolben zu einem Hub zusammen wirkt. Das aus dem Vorwärmemantel G in der Achse des Verbrennungsraumes durch CBA verlaufende Wasserrohr q in Fig. 2 2 und 23 dient den Trennungswänden als Strebepfeiler.
Alle Verbrennungskammern werden gleichzeitig von der Seite von F aus ausgeblasen und gefüllt, die Zündung aber findet nur in der dem Kolben nächsten Kammer A von der Seite statt, wie in der Seitenansicht, Fig. 26, dargestellt.
Die Zuleitung und Zündung wird regulirt durch einen im Querschnitt, Fig. 29, im Längsschnitt und Flachansicht, Fig. 30, dargestellten Schieber; in Fig. 30 sind α α α die Luftöffnungen, Hi die Gas- und Petroleumöffnungen und ζ das eine Zündloch des Schiebers; in Fig. 31 sind die entsprechenden Oeffnungen des Spiegels dargestellt, auf dem der Schieber durch ein Excenter von der Kurbelachse, Fig. 32, hin- und hergeschoben wird. Da dieses Excenter der Kurbel um 90 Grad nacheilt, bewirkt er beim Kolbenrückgang das Zusammentreffen der Luftöffnungen, in beiden todten Punkten das der Gas- und Petroleumöffnungen, und gegen das erste Viertel des Kolbenaufganges die Zündung. Am Ende des Kolbenaufganges kann kein Brennstoff eintreten wegen der grofsen Spannung in den Verbrennungsräumen; eine Rückstauung wird durch Kugelventil verhindert; Eintritt von Brennstoff in die Kammern findet also, nur statt gegen Ende des Kolbenrückganges und im Anfang des Kolbenaufganges. Die Congruenz der Luftöffnungen ist vollständig im halben Kolbenrückgang, der Brennstofföffnungen in beiden todten Punkten, der Zündlöcher im ersten Viertel des Kolbenaufganges und im ersten Viertel des Rückganges.
Da in letzterem Falle die hohe Spannung in den Räumen die Zündflamme ausblasen würde, ist der Schieber an der Stelle des Zündloches halb so dick und die fehlende Hälfte durch einen zweiten Schieber mit Zündloch verdeckt, Fig. 30 und 24, welcher von einem anderen Excenter der Kurbelachse so verschoben wird, dafs die Congruenz der Zündlöcher nur einmal auf jedem Doppelhub stattfindet; beide Excenter, des Hauptschiebers und des kleinen Schiebers, stehen diametral auf der Kurbelachse. Die Verschiebung der beiden Schieber auf einander und die Schliefsung des Zündloches in unpassendem Augenblick kann auch in anderer Weise geschehen.
Die Steuerung des Anslafsventils in Fig. 22 ist wie bei der vorigen Construction; die Aushebung der Auslafsschieberstange und die Regulirung des Haupthahns ζ findet durch den auf der Kurbelachse, Fig. 25, aufgestellten Kugelregulator statt, von welchem mittelst Winkelhebels w und w' die ebenfalls auf der Kurbelachse verschiebbare, mit ihr rotirende Hülse k' mit den Hebedaumen verschoben wird. Wie durch die letzteren die Auslafsschieberstange aufgehoben wird, ersichtlich aus Fig. 27, und
der Haupthahn ζ mehr oder weniger verschlossen wird, ersichtlich aus Fig. 28, ist wesentlich schon bei der vorigen· Construction beschrieben.
■ -'■■ Durch Excenter von der Kurbelachse wird auch die in Fig. 26 dargestellte Einpressungszündung bewirkt. Da somit die sämmtlichen Regulirungen von der Kurbelachse aus direct bewirkt werden, ist eine Regulatorwelle überflüssig.
Die Vorwärmung der dem Kolben zunächst liegenden Kammer A für Petroleumbetrieb bedarf weder einer Beschreibung noch einer Zeichnung. Die Ingangsetzung und der Betrieb sind wie bei der vorigen Construction.
Beide Constructionen sind zu benutzen, wenn zwei oder mehr als drei Explosionskammern beliebt werden; sie lassen sich auch zum Bau eines Motors verwenden, bei welchem ein Explosionsbehälter mit mehreren Kammern an jedem Cylindereiide angeordnet ist, so dafs bei jedem Hin- und Hergang des Kolbens auf letzteren eine summirte Kraftentwickelung stattfindet, wobei die Benutzung des Arbeitscylinders als Saug- und Druckpumpe durch eine besondere Doppelluftpumpe ersetzt werden mufs. Wird diese Combination doppelt an einer Kurbelachse ausgeführt, so hat man eine Zwillingsmaschine, bei der ein Schwungrad überflüssig ist.

Claims (11)

Patent-Ansprüche:
1. Die Verbindung der Verbrennungsräume mit dem Kolbenraum bei Gas- und Petroleum-Motoren durch selbstthätige Ventile, welche den Gasen den Durchgang hinter den Kolben, jedoch nicht zurück, gestatten, wie beschrieben und in Fig. 1, 4 und 22 dargestellt.
2. Die Theilung der Explosion von Gasen in mehrere der Zeit nach einander folgende Explosionen, in eben so vielen Behältern, welche, abgesehen von den der Zuleitung und Zündung dienenden Röhren, unter einander getrennt sind, von denen jedoch jeder seinen explodirten Inhalt durch ein selbstthätiges Ventil hinter den Kolben entleert, welche Einrichtungen den Zweck haben, die Heftigkeit der Kraftäufserung zu mildern, die letztere durch Summirung und Cumulirung gleichmäfsig zu machen oder progressiv zu steigern, wie beschrieben und in Fig. 1, 4 und 22 dargestellt.
3. Erwärmung der Explosionsräume bis zur Vergasung von Gasbildnern, um die sofortige Verdampfung von flüssig eingeführtem Petroleum zu bewirken, wie beschrieben und in Fig. 1 und 22 durch das Fehlen eines anderen Abflusses aus dem Cylindermantel, als' durch das Rohr q dargestellt.
4. Benutzung des den Cylinder umgebenden Wassers zur directen Einspritzung hinter den Kolben durch ein Rohr q in Fig. 1 und 22 mit siebförmigem Mundstück zum Zweck der Kühlung und Dampfbildung, wie beschrieben.
5. Eintheilung eines nur in einer Richtung rotirenden Schieberventils in mehrere gleiche Kreisausschnitte zur Regulirung des Gemengezutrittes und der Zündung in eben so vielen Verbrennungskammern bei Gas- und Petroleummotoren, so dafs jeder der Ausschnitte aufser den Oeffnungen für die Gemenge ein Zündloch hat, wie beschrieben und in Fig. 6 dargestellt.
6. Die eigenthümliche Regulirung der Schnelligkeit der Maschine durch Verschlossenhalten des Austrittsventils beim Kolbenhub bei gleichzeitiger Absperrung der Gemengezuleitung, also Schaffung eines luftverdünnten Raumes hinter dem Kolben, wie beschrieben mit Bezug auf Fig. 8 und 27.
7. Eigenthümliche Regulirung des Ganges der Maschine durch Arbeiten mit einem oder mehreren Explosionsräumen, wie beschrieben und durch die Hähne in Fig. 1 und 23 dargestellt.
8. Einpressen einer Zündflamme durch Abschliefsung derselben und Verbindung derselben durch ein Rohr T in Fig. 8 mit einem Compressionsbehälter, wie beschrieben und in Fig. 9 dargestellt.
9. Ingangsetzung der Maschine für Petroleumbetrieb durch Vorwärmen von einem der Explosionsräume, dargestellt in Fig. 4, und durch Anwendung von Petroleumäther aus einem besonderen Behälter R in Fig. 8, an dessen Stelle nach genügender Erwärmung das Petroleum aus F tritt, wie beschrieben.
10. Die Benutzung der Vorwärmelampe durch einen die letztere umgebenden, von ihr abgeschlossenen Raum, in welchen flüssiges Petroleum durch eine Röhre hineingelangt, um dann als Dampf in den Explosionsraum zu dringen, behufs Ingangsetzung eines Petroleummotors, wie beschrieben und in Fig. 4 und 8 dargestellt.
11. Die Anordnung zweier auf einander liegender Schieber, die beide von zwei auf derselben Achse angebrachten, verschiedenen Radien der letzteren entsprechenden Excentern hin- und hergeschoben werden, zum Zwecke periodischer Schliefsung von Oeffnungen, wie beschrieben und in Fig. 24 und 30 dargestellt.
Die Construction eines Gas- und Petroleummotors mit mehreren am Arbeitscylinder hinter oder neben einander liegenden Verbrennungsräumen, die so eingerichtet und benutzt werden, dafs einer derselben als erster mit dem Kolbenraum, ein zweiter mit dem ersten, ein dritter mit dem zweiten und so ferner durch selbstthätige Ventile verbunden sind, durch welche die Gase frei in der Richtung zum Kolben, aber nicht zurückströmen können, welche Verbrennungsräume gleichzeitig durch einen von der Kurbelachse regulirten Schieber gefüllt werden, worauf die Zündung von aufsen nur im ersten Verbrennungsraum stattGndet, um dann von diesem in den zweiten und so ferner in die übrigen Räume der Reihe nach durch enge Zündlöcher sich zu verbreiten, so dafs die sich summirende Kraft aller Verbrennungsräume einen Kolbenhub bewirkt, wie in der zweiten Anordnung beschrieben und in Fig. 2 2 dargestellt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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