DE59322C - Gasmaschine mit Differenzialkolben - Google Patents
Gasmaschine mit DifferenzialkolbenInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE -46: Luft- und Gaskraftmaschinen.
RUD. BAYER in MÜNCHEN. Gasmaschine mit Differenzialkolben.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. Mai 1890 ab.
Um das Verbundverfahren durchzuführen, soll Explosion und ein Theil der Expansion
auf der einen Seite des Kolbens, die weitere Expansion auf der anderen Seite desselben bewirkt
werden, und zwar in der Weise, dafs ein Differentialkolben für den ersten Hub seine
kleinere, für den zweiten die gröfsere Fläche dem Gasdruck bietet. Zweck dieser Einrichtung
ist, möglichst weitgehende Expansion und gröfsere Gleichförmigkeit des Ganges unter
Beibehaltung des Viertaktes in der eincylindrigen Gasmaschine zu erreichen. Die Maschine
ist in Fig. 1 und 2 der beiliegenden Zeichnung dargestellt und besteht der Hauptsache nach
aus einem Cylinder und einem eigenthümlich gestalteten Kolben KP, dessen Kolbenstange
in einer im Boden des Cylinders befindlichen Stopfbüchse dicht geführt und durch eine
Pleuelstange mit der Antriebskurbel der Maschine verbunden ist. In dem Theile K des
Kolbens befindet sich ein Ventil v, dessen Ventilstange 5 gasdicht in der hohlen Kolbenstange
geführt ist und durch dieselbe hindurch nach einer Steuervorrichtung geht. Die letztere
hat den Zweck, dafs das Ventil ν sich bei jedem beliebigen Aufgange des Kolbens zum ersten
Male und dann bei jeder zweiten Umdrehung der Maschine öffnen kann; sie besteht aus
einem Stein h, auf welchem eine Platte g ruht. Der Stein h wird auf- und abgehoben, relativ
zur Kreuzkopfbewegung, durch das obere Ende der Stange k, die so mit der Pleuelstange
in Verbindung steht, dafs sie beim Kurbelaufgang dem Kreuzkopfe voreilt (Fig. ia
im Sinne des Pfeiles gedreht gedacht) und dadurch den Stein h gegenüber der Pleuelstange
bezw. dem Kolben hebt, beim Abwärtsgang wieder voreilt und dadurch den Stein h gegenüber
der Pleuelstange sinken macht. Stein h ist, wie die Fig. 1 und 3 zeigen, durchlocht
und mit der Platte g abgedeckt, die ebenfalls durchlocht ist und über h so hin- und hergeschoben
werden kann, dafs die Bohrung in h bald offen, bald verdeckt ist. Ist dieselbe
verdeckt, so wird das Ventil ν beim Aufgange des Kolbens infolge der Voreilung der Stange k
hochgedrückt bezw. geöffnet, ist jedoch die Bohrung frei, was immer beim nächsten Aufgange
der Fall sein mufs, so tritt die Ventilstange 's in die Bohrung von h ein, und das
Ventil ν bleibt geschlossen. Das Hin- und Herschieben der Platte g, welche die Bewegung
von h mitmacht, geschieht (Fig. 2) durch eine weichenartige Rinnenführung m n, die hier in
den Linealen der Kreuzkopfführung sitzt. Platte g trägt an ihren Enden Steine / Z, die
abwechselnd in den Rinnen m und η auf- und
abgehen, der verticalen Bewegung der Platte g folgend, und dabei die letztere von links nach
rechts oder umgekehrt horizontal verschieben. Die Umschaltung der Steine Z, so dafs sie
einmal in den Rinnen m und einmal in denjenigen η auf- und abgehen, geschieht durch
eine einfache Vorrichtung. An dem unteren, spitz zulaufenden Ende jeden Steines Z sitzen
zwei Blattfedern, und zwar an jeder Seite eine. Diese werden beim Einlaufen von Z in eine
der Rinnen, z. B. m gespannt, beim Hochgehen von Z wird beim Einlaufen in den Kreuzungspunkt der Rinnen nur die eine Feder gespannt
bleiben, und zwar so lange, bis die Spitze von Z den Kreuzungspunkt überschreitet, in
welchem Momente die gespannte Feder zur Wirkung kommt und den Stein von links
nach rechts schleudert, so zwar, dafs derselbe infolge der nachwirkenden lebendigen Kraft
über seine Mittelstellung hinausgeht. In demselben Momente aber erfolgt der Niedergang
der Platte g, und es gelangt nun der Stein in die Rinne η und zieht nun die Platte g noch
weiter nach rechts. Beim folgenden Auf- und Niedergange der letzteren erfolgt das umgekehrte
Spiel der Steine I, welche dieselbe dann wieder
nach links ziehen. Auf diese Weise bewirken also die Steine /1 beim Hoch- und Niedergange
des Kolbens ein Verdecken der Bohrung in h durch die Platte g,. beim nächsten Hoch- und
Niedergange dagegen ein Freigeben derselben. Eine Federy am unteren Ende der Ventilstange
s ist bestrebt, die Stange.? gegen die Platte g zu pressen.
Die soeben beschriebene Steuerung des Ventiles ν arbeitet wie folgt: Der Kolben PK ist
im Niedergange begriffen, die Steine / befinden sich in den Rinnen n. Ist der Kolben an
seinem unteren Todtpunkte angekommen, so ist die Platte g durch die Steine / so weit
nach rechts gezogen, dafs die Bohrung von h durch die Platte g verdeckt ist (Fig. 3). Beim
nun folgenden Hochgange des Kolbens wird vermittelst der Voreilung der Stange k der
Stein h gegenüber dem Kolben gehoben und bewirkt dadurch ein Oeffnen des Ventils v.
Bei der Ankunft des Kolbens im oberen Todtpunkt ist die Stange g von dem Steine I so
weit nach links gezogen, dafs ihre Bohrung mit derjenigen von h correspondirt und die
Stange s unter Mitwirkung der Feder f in die letztere eintritt, das Ventil ν also schliefst. Die
Steine / treten in die Rinnen m ein. Beim zweiten Niedergange des Kolbens und der
Steine Z bleibt ν geschlossen, da die Stange k wieder voreilt und la sinken macht, desgleichen
beim zweiten Hochgange, und öffnet sich erst wieder, wenn der Kolben beim nun folgenden
Niedergange in seinem untersten Todtpunkt angelangt ist, also die Steine Z sich in der tiefsten
Stellung in η befinden und s auf g aufsitzt und nun wieder hochgeht.
Der Gang der Maschine ist folgender: Die Theile K und P des Differentialkolbens sind
in fester Verbindung mit einander. Auf der Seite A des Kolbens findet Explosion' statt,
diese wirkt auf die Ringfläche K P des Kolbens und treibt ihn bei geschlossenem Ventil ν nach
abwärts. Die Füllung mit Gasgemisch war dabei so bemessen, dafs bis zum unteren Todtpunkte
dieses Hubes erst die Hälfte der Explosionskraft verbraucht ist. Ist der Kolben unten angelangt, so wird das Ventil ν durch
die Steuerung k h g geöffnet, die Gase treten durch den Kolben K hindurch, expandiren in
den freien Raum £ hinein und treiben infolge des ihnen noch innewohnenden Expansionsvermögens den Kolben aufwärts, indem sie nur
auf die Fläche des Kolbens P wirken können, da auf beiden Seiten A und B * des Kolbens K
bei offenem Ventil ν gleiche Spannung herrscht. Im oberen Todtpunkte des Kolbens ist die
Kraft völlig erschöpft, das Ventil ν wird durch die Steuerung geschlossen, und der nächste
durch das Schwungrad bewirkte Hub läfst auf Seite A Einsaugen neuen Gemisches und auf
Seite B Ausblasen der Verbrennungsgase entstehen. Hierbei wird das in den Raum B einmündende
Austrittsventil e geöffnet, und die Abgase gelangen in das Auspuffrohr.
Der nun folgende Hub "hat auf A Compression des neuen Gemisches zur Folge, während
für Seite B ein Leergang sein würde. Es werden jedoch bei diesem Hube die eben
verdrängten Abgase noch einmal zurückgeholt, um den Cylinderraum B warm zu halten.
Hierbei wirkt Ventil e selbstthätig als Saugventil. Im oberen Todtpunkte dieses letzten
Hubes erfolgt auf Seite A Explosion und dann Expansion, der Kolben wird herabgetrieben
und die Abgase auf B endgültig ausgeblasen. Das Spiel der Maschine wiederholt sich nun
von neuem in der beschriebenen Weise.
Statt die Abgase nach vollendeter Arbeitsleistung ein erstes Mal auszustofsen, zurückzuholen
und endgültig auszublasen, kann man auch in B comprimiren, dann im nächsten
Hub expandiren lassen und endlich ausblasen. Die Arbeitsweise ist also folgende:
auf Seite A Einsaugen des Brenngemisches i
auf Seite B Ausstofsen der Verbrennungsreste. . .■
der folgende Kolbenaufgang:
auf Seite A Compression . .
auf Seite B Zurückholen der ausgestofsenen Verbrennungsgase . .
der zweite Kolbenniedergang:
auf Seite A Explosion und Expansion
Hub I,
Hub II,
auf Seite B endgültiges Ausstofsen der Abgase
der nächste Kolbenaufgang:
auf Seite A
auf Seite B
weitere Expansion in beiden Räumen durch ν hindurch
Hub III,
Hub IV,
und endlich, nach Schlufs von v, im oberen Todtpunkte wieder getrennt auf A Einsaugen
des frischen Gasgemisches und auf B Ausstofsen der verbrauchten Gase. Die Steuerung
des Auspuffventiles e, welches einmal von der Maschine aus bethätigt wird und einmal selbstthätig
als Saugventil wirkt, ist folgende: Auf der Antriebswelle der Maschine sitzt ein Excenter,
das mit einer Excenterstange gekuppelt ist. Am Ende dieser Stange ist eine Hülse
angebracht, in der sich die Ventilstange des
Ventiles e führt, welche durch eine Spiralfeder gegen die Hülse gedrückt wird, so dafs sie
die auf- und abgehende Bewegung der letzteren mitmachen mufs. Wird also die Hülse vermittelst
des Excenters gehoben, so wird Ventil e geöffnet. Eine selbsttätige Oeffnung von e
kann erfolgen, wenn im Räume B eine Saugwirkung stattfindet, welche die Spannkraft der
Ventilfeder überwindet. In diesem Falle bewegt sich die Ventilstange unabhängig von der
Hülse.
Die Umsteuerung erfolgt durch die Vertauschung der Stange k mit einer symmetrisch
an der Schwinge angebrachten Stange k1, Fig. ι
und ι a, die, mit k vollkommen gleich, nur zu wechselnden Zeiten wirkt, wenn sie statt k
zum Eingriff gebracht wird. Der Uebergang von k auf k1 ist mittelst Coulisse und. Stein h
ausgeführt. Die Umsteuerung ist ausreichend und vollständig durch Umlegen der genannten-Coulisse
und vollzieht sich bei einer Zwillingsanordnung dieses Motors zu jeder Zeit ohne
Weiteres. Die Verbindung der Stangen k und k1 ist auch in den Fig. i, 2 und 3 ersichtlich
und geschieht durch die Verbindungsstangen von k und kl, welche sich in Führungen des
Steines h bewegen.
Es ist ersichtlich, dafs man mit dieser Maschine
ohne Nebenapparat dem Gleichförmigkeitsgrad der Zweitaktmaschine nahe kommt, und dafs mit dem Aufwand, den man sonst
für den Zweitakt macht, der Eintakt oder die doppeltwirkende Kraftabgabe erreicht wird.
Soll die. Maschine für flüssige Brennstoffe eingerichtet werden, so wird der Theil P des
Kolbens PK, welcher schon aus constructiven Gründen immer ein Hohlkörper sein und
wegen seines Eintauchens in den Explosionsraum beim Gange der Maschine bedeutende
Erwärmung erfahren wird, als Verzehrer benutzt. So, , wie in Fig. 1 oder ähnlich geformt,
wirkt der Verdampfer wie folgt: G sei ein Gefäfs, aus dem z. B. Erdöl tropfenweise
auf ein Ventil c im Deckel des Verdampfers P niederfällt. Ventil c öffnet sich nach innen
und läfst während des Saughubes der Maschine und durch dessen Wirkung OeI und Luft so
eintreten, dafs beide zerstäubt und innig gemischt in den heifsen Hohlraum von P gelangen.
Hier verdampfen die Oeltheilchen alsbald, und es treten durch Ventil d bei den
Saughüben der Maschine nur die gasförmigen Gemische in den Cylinder. Auf das Ventil d.
ist ein Rohr aufgesetzt, welches den bei der Oelverdampfung sich bildenden Schlamm und
die noch nicht verdampften schweren Oeltheilchen zurückhalten soll. Um bei der Verwendung
flüssiger Brennstoffe die Fortpflanzung der Entzündung der1 Gase bis in den. Vorrathsraum
der Brennstoffe zu verhindern und um die Verbindung der Erwärmungsstelle der
Gase mit dem Vorrathsraum der entzündlichen Brennstoffe feuersicher zu unterbrechen, ohne
den Zuflufs der letzteren vom Vorrathsraume zu hemmen, ist ein Gefäfs in die Leitung eingeschaltet,
das mit einer Flüssigkeit gefüllt ist, die unentzündlich ist und kleineres oder gröfseres specifisches Gewicht besitzt als die
zu vergasende Flüssigkeit, so dafs letztere durch ■ erstere tropfenweise nach unten bezw. nach
oben hindurchgelangen kann. Diese Tropfen bewegen sich in solchen Zwischenräumen, dafs
eine Entzündung des einen nicht auf den anderen sich fortpflanzen kann. In Fig. 1 .ist
z. B. α das Leitungsrohr von einem Erdölgefäfse her, welches in ein mit Wasser gefülltes
Gefäfs G nach unten geführt ist. Das Erdöl tritt durch das Leitungsrohr unten aus, steigt
in Tropfen im Wasser hoch, sammelt sich oben wieder und tropft durch das Rohr b
nach dem Verdampfer ab. Eine Entzündung der Dämpfe in P hat mindestens an der Wasseroberfläche
ihre Grenze, und eine dabei eintretende Spannungserhöhung treibt höchstens das Wasser in das Rohr α und vergröfsert dadurch
die Entfernung nach der Oelgrenze im Vorrathsraume noch mehr.
Das Ventil ν vermittelt Schwächungen und Verstärkungen der Explosionen bei Beibehaltung
des einmal angenommenen^ Mischungsverhältnisses zwischen Gas und Luft.- Die Kolbenseite
B hatte, während auf A Compression und dann Explosion und Expansion hervorgebracht
werden, zwei freie Hübe, und diese' benützen wir. Vorhin wurden die Abgase noch einmal
zurückgeholt, um dann im nächsten Hub ausgeblasen zu werden. . Der Normalbetrieb habe
das für jeden Hub von der Seite A eingesaugte Volumen als Verbrauchsgröfse. Die Schwächung
wird hervorgebracht, indem weniger als dies Volumen, die Verstärkung, indem mehr für
die Arbeitsperiode verbrannt wird; es wird zu dem Zwecke brennbares Gemisch wieder hinaus-
bezw. noch hineingeschafft, und eben dies besorgt die Seite B. Wird nach Zurückbewegung
des Saughubes auf A das Kolbenventil ν geöffnet, um erst nach einem Wegstück
im nächsten Hub geschlossen zu werden, so wird dadurch das zur folgenden Explosion
und Expansion gelangende Gemisch verringert um die durch ν übergetretene Menge, welche
ihrerseits nach Schlufs von ν auf dem noch übrigen Wegstück aus einander gezogen wird,
um auf dem nächsten Hub verdichtet und wieder herausgeschafft zu werden zu späterer
Verwendung. . Die Verstärkung 'geschieht in der Weise, dafs während des Compressionshubes
auf A die Seite B frisches Gemisch ansaugt und während des nächsten Hubes verdichtet;
zu Ende dieses Hubes tritt Oeffnung von ν ein, so dafs jetzt die brennenden Gase
von A her sich mit den neu comprimirten
vereinigen zu einer zweiten Explosion. Hieraus erhellt, dafs man auch folgenden Arbeitsgang
erzeugen kann, kleinen Compressionsraum vorausgesetzt.
Seite A Einsaugen des Gemisches, Seite B Ausblasen der Abgase, nächster Hub ν eine
Zeit lang geöffnet, also zuerst Uebertreten eines Theiles des Brenngemisches yon A nach B,
dann ν geschlossen, auf A Compression, B Erniedrigung der Dichte. Im Todtpunkt auf A
Explosion und im darauffolgenden Hub A Expansion, auf B Compression des übergetretenen
Brenngemisches. Zweiter Todtpunkt: ν geöffnet, auf B Explosion. Im Hub B Expansion
und Uebertritt der Gase von A nach B. Im Rückgang endlich wieder auf A Ansaugen
frischen Brenngemisches, ν geschlossen und auf B Ausblasen der Abgase. Es erfolgen wieder
beide Explosionen bei constanten Volumen. Gänzliches Ausfallen der Explosionen wird
hervorgebracht, indem, wie üblich, während des Saughubes nur Luft angesaugt wird. Die
Einführung verschiedener Füllungen, wie erwähnt, giebt verschiedene Compression. Um
nun aber die Compressionsendspannung nicht zwischen grofsen Grenzen schwanken zu lassen,
werden in den Compressionsraum ein oder mehrere Kammern eingeschaltet, die durch
Steuerorgane mit dem Cylinderinnern in Verbindung gebracht werden können. Bei gröfseren
Füllungen werden eine oder mehrere dieser Kammern geöffnet, so dafs das Brenngemisch
auch in sie hinein comprimirt werden kann, darin mitentzündet wird und daraus mitexpandirt,
wobei natürlich die Gröfse dieser Kammern so bemessen ist, dafs die jeweilige Füllung die Normalcompression erhält. In
Fig. 5 und 7 sind z. B. zwei solche Kammern ρ q von ungleicher Gröfse eingesetzt. Die
Ventile bringen sie in oder aufser Verbindung mit dem Compressionsraum. Die Kammern
sind von ungleicher Gröfse gewählt, um möglichst viele Combinationen herauszubringen.
Heifst z. B. der Compressionsraum ^, die Kammern y und yl, wobei yl~^>y ist, so haben
wir vier Raumgröfsen %, ς und y, \ und y *,
\ undy undy x, und demgemäfs vier Füllungen
mit der festgesetzten Compression. Die Ventile der Kammern werden vermittelst der Welle 5
durch den Regulator gesteuert. Auf der Welle 5 sitzen Hebel, Kurbel oder dergleichen, welche
das Oeffnen der Ventile bewirken und dieselben so lange offen halten, bis der Regulator
seine mittlere Umlaufszahl wieder angenommen hat. Läfst man den Compressionsraum constant,
so kann man die Menge des zu verbrennenden Gemisches aus der Höhe des Compressionsenddruckes
bemessen, indem man die abzuführenden Gase nach Erreichung des Compressionsdruckes
hinausschafft, und zwar durch ein Ventil 0, das nur während der Saug- und Compressionsperiode mit dem Cylinder in Verbindung
steht und dann wirken soll wie ein Sicherheitsventil, das den überschüssigen Druck
abblasen läfst. . Die Belastung dieses Ventiles macht man veränderlich, je nach der zu belassenden
Füllung. Fig. 2, 5 und 7 stellen ein solches Ventil dar. Dem Umstände, dafs
das Ventil ο nur während jeden Compressionshubes wirken darf, ist dadurch Rechnung getragen,
dafs 0 sonst festgehalten und nur während dieses Hubes freigelassen wird. Zu dem
Zwecke ist an der Ventilstange eine Oese t angebracht, in die gewöhnlich ein federnder
Haken i, Fig. 6, eingreift, der nur für den bestimmten Hub ausgehakt wird und so das
Ventil wirken läfst. Das Aushaken geschieht durch die Nase einer am Ausblaseventilexcenter
hängenden Stange 2, deren oberes Ende in einer Führung läuft, die, ähnlich wie jene
Weichenführung im Kreuzkopfgeleise, das Stangenende nur bei jeder zweiten Umdrehung
zur Wirkung kommen läfst. Die Rinnen, m η
bilden hier einen Halbkreis ml nl, über dessen
oberen Todtpunkt ein Pendel 3 hinweghilft. Das Stangenende geht also einmal ab und auf
in Ot1, schwingt dann nach n1 hinein, geht dort
einmal ab und auf und wieder nach m1 hinein.
Es wirkt nur während der letzten Hälfte des Abganges und der Hälfte des nächsten Aufganges
in ml und giebt dabei mit Hülfe des Winkelhebels 1 die Ventilstange frei, und dieses
tritt im Momente des Compressionshubes ein. Es ist klar, dafs der Pendelarm zur Führung
allein genügt. Die verschiedene Belastung des Ventiles 0 wird durch verschiedenes Zusammendrücken
der Feder 4 derselben hervorgebracht, was gleichzeitig mit dem Einschalten der Kammern
ρ und q von der gemeinschaftlichen Regulatorwelle 5 aus besorgt wird durch deren
fortschreitende Umdrehung. Die Wirkung ist folgende:
1. stärkste Füllung: ρ und q offen, ■Federdruck
an 0 ein Maximum;
2. schwächere Füllung: ρ offen, q ausgeschaltet,
ρ > q\
3. noch weiter geschwächte Füllung: ρ und q ausgeschaltet, q. offen;
4. dann ρ und q ausgeschaltet.
Dabei wechselt immer zwischen 1 und 2, 2 und 3, 3 und 4 und von 4 an die Ventilbelastung
von einem Maximum bis zu einem zulässigen Minimum. Die "Steuerung des Ventiles ν gestattet auch, die Maschine anzulassen
mit den für gewöhnlich verwendeten Eintrittsorganen von der für den Betrieb nothwendigen
einzigen Zündstelle aus, vorausgesetzt natürlich, die Kurbel befinde sich nicht zu nahe am
Todtpunkt, und man sei im Stande, Brenngemisch in den Cylinder zu bringen. Es wird
im Nachfolgenden nochmals auf den Gang der
Claims (3)
1. Eine eincylindrige. Viertakt-Gasmaschine, bei welcher die im Räume .4 oberhalb des
Theiles K eines Differentialkolbens K P erfolgende Explosion der Ladung den Kolben
K P bis zur Todtpunktstellung nach unten treibt, worauf die Gase durch ein
Ventil ν im unteren Kolbenboden oder eine Oeffnung in der Cylinderwandung unter
den Theil K des Kolbens treten und diesen beiderseitig entlasten, so dafs die Gase nur
auf den Theil P wirke-n und nunmehr den Differentialkolben KP nach oben treiben
können, um beim folgenden, ' durch das
Schwungrad bewirkten Niedergange des Kolbens ausgestofsen zu werden, wobei der
Kolben gleichzeitig mittelst des Theiles K neues Gemisch in den Raum A einsaugt,
; . welches beim nächsten Hochgang des Kolbens K P in A verdichtet und beim Hubwechsel
entzündet wird.
2. Bei der unter i. gekennzeichneten Maschine die Steuerung des Ventiles ν durch, eine
mit einer Durchlafsöffnung für die Ventilstange s versehene Platte g in Verbindung
mit' einem gleichfalls mit einer Durchbohrung versehenen Stein h, welche beiden
(h und g) durch Stangen K bezw. K1, die mit der Pleuelstange so verbunden sind,
dafs sie die Bewegung derselben mitmachen, jedoch sowohl beim Hoch- als auch beim
Niedergange derselben voreilen, gehoben und gesenkt werden, während Platte g noch
durch eine Steuervorrichtung Imn während einer Umdrehung der Maschine von
links nach rechts und bei der folgenden von rechts nach links horizontal auf h verschoben
wird,. wobei einmal die Bohrung von h verdeckt, das nächste Mal durch die
Bohrung in g freigelegt wird, so dafs bei dem Aufgange' des Kolbens PK das Ventil
ν geöffnet wird, indem die Ventilstange s auf g aufliegt und beim nächsten Kolbenaufgange
dagegen geschlossen bleibt, da Platte g der Stange s die Bohrung von h
freigiebt, welche Steuerung gestattet, dafs das Ventil ν sich bei jedem beliebigen Hub
zum ersten Male öffnet. ■
3. Bei der unter i. gekennzeichneten Maschine,
die Einschaltung einer oder mehrerer Kammern in den Compressionsraum, welche
einzeln oder zusammen mit dem Cylinder oder Kolben in Verbindung gebracht werden können, um dadurch eine Volumenänderung
des Compressiorisraum.es herbei-
zuführen behufs Regulirung der Compressionsdruckhöhe.
Bei der unter i. gekennzeichneten Maschine zur Verringerung des einmal angesaugten
Gemisches durch Ausblasen eines Theiles nach Erreichung der Compressionshöhe, die bei constantem Compressionshub der
jeweiligen Füllung zukommen würde, ein Ventil o, das vermittelst einer auf die Ventilstange
wirkenden und vom Regulator aus beeinflufsten Feder veränderliche Belastung
erhält und nur im Compressionshube zur Geltung kommt.
Eine Vorrichtung zur Steuerung des Ventiles o, bestehend aus einer halbkreisförmigen
Rinne m1 n1, in welche das Ende der Excenterstange
ι so geführt wird, dafs es nur. bei jeder zweiten' Umdrehung der Maschine
die sonst arretirte Ventilstange von ο auslöst. . · .
Bei der unter ι. gekennzeichneten Maschine, im Falle dieselbe mit flüssigen Brennstoffen betrieben wird, die Anordnung eines Vergasungsraumes im Kolben (PJ, welcher durch die Explosionen geheizt wird, und in welchem zwischen Ein- und Auslafsventil ein zweiter Raum eingeschaltet ist, um die nicht vergasten Theilchen zurückzuhalten. Bei der unter ι. gekennzeichneten Maschine, im Falle dieselbe mit flüssigen Brennstoffen betrieben wird, die Einschaltung eines mit nicht entzündlicher Flüssigkeit gefüllten Gefäfses G an die Zuleitung zum Zwecke des Verhinderns des Ueberleitens der Entzündung von den Gasen auf den flüssigen Brennstoff.
Bei der unter ι. gekennzeichneten Maschine, im Falle dieselbe mit flüssigen Brennstoffen betrieben wird, die Anordnung eines Vergasungsraumes im Kolben (PJ, welcher durch die Explosionen geheizt wird, und in welchem zwischen Ein- und Auslafsventil ein zweiter Raum eingeschaltet ist, um die nicht vergasten Theilchen zurückzuhalten. Bei der unter ι. gekennzeichneten Maschine, im Falle dieselbe mit flüssigen Brennstoffen betrieben wird, die Einschaltung eines mit nicht entzündlicher Flüssigkeit gefüllten Gefäfses G an die Zuleitung zum Zwecke des Verhinderns des Ueberleitens der Entzündung von den Gasen auf den flüssigen Brennstoff.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT59322D Expired - Lifetime DE59322C (de) | Gasmaschine mit Differenzialkolben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE59322C (de) |
-
0
- DE DENDAT59322D patent/DE59322C/de not_active Expired - Lifetime
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