DE84405C - - Google Patents

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DE84405C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02KJET-PROPULSION PLANTS
    • F02K9/00Rocket-engine plants, i.e. plants carrying both fuel and oxidant therefor; Control thereof

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Massaging Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Gegenstand der Erfindung ist eine eigenartige Steuerung für Explosionsmaschinen, bei welcher ein Schieber k sowohl die Zuführung des Gasgemisches in den Kraftcylinder, als auch im geeigneten Augenblicke die Verbindung des Einsaugekanals mit dem Zündrohre vermittelt.
Der Flachschieber ist beispielsweise für eine zweicylindrige Maschine verwendet, bei welcher die Innenseiten der Cylinder als Expansions-, die Aufsenseiten als Pumpräume dienen.
Es stellen dar:
Fig. ι den Längenschnitt,
Fig. 2 den Querschnitt,
Fig. 3 den Horizontalschm'tt und Grundrifs,
Fig. 4 die Seitenansicht der Steuerung und den Längenschnitt durch den Schieber,
Fig. 5 den Schnitt durch die Kolbenstange und die vordere Ansicht der Steuerung.
In den mit Wasser gekühlten beiden Cylindern α und a' bewegen sich die durch die Kolbenstangen b b verbundenen Kolben e und c'. Die die Explosion hervorrufende Mischung, welche aus irgend einem explosiblen Gas und der nöthigen Luft bestehen kann, strömt bei d in den Cylinder ein, während die verbrannten Rückstände durch das Ventil e entweichen können.
Beim Anlassen werden" die Lufthähne tt auf den Cylindern geöffnet und die Kolben mittelst der Handgriffe u u hin- und herbewegt, um das zur ersten Explosion nöthige Gasgemisch anzusaugen. Ist dieses geschehen und eine Explosion erfolgt, so werden die Hähne tt geschlossen. Die Luft tritt durch das Ventil f, das explosible Gas durch g ein, und kann deren Verhäitnifs durch in der Leitung angebrachte Hähne geregelt werden.
In dem Einlafskanal d' befindet sich der Schieber k, welcher mit einem Steg i versehen ist, um den das Gasgemisch durch eine Höhlung d" während des Saugens strömen kann. Hat aber der Kolben den zum Ansaugen des Gasgemisches bestimmten Weg beinahe zurückgelegt, so wird der Schieber k durch die Nase q, den Doppelhebel r r', den Hebel ρ und die Schieberstange η zurückgestofsen, wobei die Schlitze v' v' zum Seitenkanal ν sich öffnen, der Kanal d" aber durch den Steg i vom Kanal d' abgesperrt wird. Das Gasgemisch ist jetzt gezwungen, für den Rest des Saugweges durch die nun offenen Schlitze v' v' in den Seitenkanal ν zu gehen, wobei es durch den Glühcylinder / entzündet wird, welche Entzündung sich natürlich in den Arbeitscylinder fortpflanzt. Durch die nun erfolgende Explosion wird der Kolben c bis an den hinteren Cylinderdeckel getrieben, während der Kolben c' nach dem vorderen Deckel des Cylinders a' geht. Dadurch saugt der Kolben c' das Wasser durch das Rohr w\ während der Kolben c dasselbe durch das Rohr χ zum Steigen gebracht hat.
Durch Abkühlung und Condensation der Verbrennungsproducte wird nun in dem Cylinder α von den Kolben ein lnftverdünnter Raum geschaffen. Die Atmosphäre drückt daher den Kolben c zurück, indem sie zugleich das Wasser durch Rohr w in den Cylinder a hebt, sowie einen Theil des in dem Cylinder α' beim vorigen Spiele angesaugten Wassers durch das Rohr x' nach oben drückt. Hat aber der
Kolben c' ein Drittel seines Weges zurückgelegt, so erfolgt die Explosion in dem Cylinder α', und dasselbe Spiel beginnt von neuem.
Naturgemäfs kann die Saug- und Druckhöhe nur dem Grade der Luftverdünnung entsprechen, welcher in dem Explosionsraume des Cylinders erzielt wird. Statt beide Cylinder zur Wasserförderung einzurichten, kann einer derselben so eingerichtet werden, dafs er ausschliefslich als Arbeitscylinder dient, und nur in dem zweiten die Wasserförderung stattfindet. Im diesem Falle bleibt die Einrichtung ganz gleich, nur fallen die Klappen, sowie die Saug- und Druckröhre an einem der hinteren Cylinderdeckel weg, dagegen müssen die Oeffnungen in demselben bleiben, um keinen Luftwiderstand hinter dem Kolben hervorzurufen.
Die Bewegung des Schiebers k geschieht in der bei Dampfpumpen bekannten Weise: Die die Kolbenstangen b b verbindende Muffe b' hat unten eine Nase q, mittelst welcher sie den Doppelhebel r r' um einen gewissen Winkel drehen kann; ersterer ist durch eine Welle y mit dem Hebel ρ verbunden, welcher der Schieberstange η und mit ihr dem Schieber k die nöthige Bewegung ertheilt. Ist die Nase q passirt und die Entzündung erfolgt, so bewegt die Spiralfeder p' den Schieber k wieder in. seine ursprüngliche Stellung.
Kommt die Nase q zurück, so nimmt sie den Doppelhebel rr' wieder mit, dieser kann sich aber um die Welle y durch eine entsprechend breite Nuth um den zum Ausweichen nöthigen Weg frei drehen und stellt sich, nachdem die Nase q vorbei ist, durch das Gegengewicht s wieder vertical. Auf gleiche Weise erfolgt die Entzündung in dem Cylinder α' durch die auf der entgegengesetzten Seite liegenden gleichen Organe.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Steuerung für Explosionsmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dafs ein Schieber k mit einem Stege i in seiner Anfangsstellung so über einer Höhlung d" im Schieberspiegel steht, dafs der Einlafskanal d zum Cylinder zum Ansaugen des Gasgemisches durch diese Höhlung mit den Gemischeinlafsventilen in Verbindung steht, in seiner Endstellung aber die Höhlung d" mit dem Stege i abschliefst, gleichzeitig aber dem Gasgemisch einen Weg durch die Schlitze v' v' im Schieberkastendeckel, an dem Zündrohre / vorbei, zum Cylinder öffnet, wobei es sich entzündet und so die Explosion einleitet.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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