DE169153C - - Google Patents

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DE169153C
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DE
Germany
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receiver
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66BELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
    • B66B19/00Mining-hoist operation
    • B66B19/06Applications of signalling devices

Landscapes

  • Selective Calling Equipment (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- JKl 169153 -KLASSE 74c.
SIEMENS & HALSKE AKT-GES. in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Dezember 1904 ab.
Bei Fernkommandoanlagen, welche in der Weise arbeiten, daß ein von einer Stelle abgegebenes Kommando wauf dem Wege zur .Endstelle eine oder mehrere Zwischenstellen 5· durchläuft, welche das erhaltene Signal mittels eigener Gebeapparate weitergeben, ist es. von Wichtigkeit, die Weitergabe des Befehls· gegen Störungen zu sichern, welche das Kommando fälschen können. Solche Störungen sind bei der bekannten einfachen Einrichtung, wo Geber und Empfänger der Zwischenstelle mit gleichartigen Skalen ausgerüstet sind, deren Zeiger zum Zwecke der Weitergabe in korrespondierende Stellungen.
zu bringen sind, nicht völlig ausgeschlossen. Die bekannten Rückmeldevorrichtungen andererseits, durch welche der rückwärtigen Station die Kontrolle der richtigen Weitergabe ermöglicht wird, bedingen eine Komplizierung der Anlage, während es wünschenswert ist, diese so einfach wie möglich zu ■ gestalten.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine einfache Anordnung ohne Rückmeldung, bei welcher nicht nur vollkommene Sicherheit für die richtige Befehlsweitergabe gegeben ist, sondern auch nach erfolgter Weitergabe des Befehls die Apparate der Zwischenstelle sich wieder in der Ruhelage befinden, ohne daß eine besondere Manipulation auf der Zwischenstelle oder einer anderen Station hierzu notwendig ist. Das System weist daher alle Vorteile auf, weiche der ersterwähnten einfachsten Anordnung eigen sind, ohne die Nachteile der letzteren zu besitzen, ermöglicht aber außerdem einen bedeutend schnelleren Betrieb, da die Zwischenstelle sofort nach Erledigung eines Signals wieder empfangsbereit ist. Die Sicherheit für richtige Befehlsweitergabe ist dadurch erzielt, daß der auf der Zwischenstelle angeordnete Empfänger derart in Abhängigkeit von dem zur Weitergabe des Signals dienenden Geber angeordnet ist, daß beim Betriebe des Gebers zugleich eine der Bewegung" des Geberorgans entsprechende Zurückführung des Empfängers bewirkt wird. Die Bewegung des Geberorgans ist· beendet und das Kommando richtig weitergegeben, wenn der Empfänger bis in die Ruhelage zurückgebracht ist. Hiermit ist zugleich der Empfänger wieder in Bereitschaft gebracht, um ein neues Kommando aufzunehmen. Beispielsweise können zweckmäßig die Empfänger als Klinkenwerke ausgebildet werden, welche durch aufeinander folgende Stromstöße betrieben werden, womit der Vorteil verbunden ist, daß die Geber, die Form einfacher Stromschlußschalter (Tasten), erhalten können und zum Betriebe der Empfänger nicht mehr als zwei Leitungen erforderlich sind.
Um auch den Empfänger der Endstelle vor dein Eintreffen eines neuen Kommandos selbsttätig in die Ruhelage zurückzuführen—. was zur richtigen Einstellung des Zeigers beim folgenden Kommando erforderlich ist —,
werden ferner die Empfänger je zweier aufeinander folgender Stationen mittels eines elektromagnetischen Schaltwerkes derart in Abhängigkeit voneinander gebracht, daß bei der Einstellung eines Signals an einem Empfänger zugleich der in Richtung der Befehlsweitergabe nächstfolgende Empfänger momentan in die Ruhelage zurückgeführt wird, wenn dies nicht bereits durch die Weitergäbe des Kommandos, wie beschrieben, bewirkt wurde, d. h. wenn diese Station die Endstelle für eine frühere Befehlsübermittlung bildete.
Die beiliegende Zeichnung stellt in Fig. ι schematisch eine Ausführungsform der Erfindung dar, bei welcher die Empfänger ^1 ^2 als Klinkenwerke, die Geber als Tasten t tk I2 ausgebildet und der Empfänger ^2 der Endstation mit der erwähnten Rückstellvorrichtung ausgerüstet sind. Die letztere ist schematisch als Elektromagnet ρ angedeutet und im einzelnen aus Fig. 2 ersichtlich, welche zugleich die Einrichtung des Klinkenwerkes erkennen läßt.
Die Fig. 2 stellt einen Empfänger dar, welcher so eingerichtet ist, daß die mit demselben ausgerüstete Station beliebig als Endstelle oder Zwischenstelle arbeiten kann. Die Kommandosignale werden durch Einstellung eines Zeigers α auf einer Ziffernskala b gegeben, indem mittels einer der einzustellenden Ziffer entsprechenden Anzahl Stromstöße der Elektromagnet c erregt und durch den Anker d desselben mittels Klinke e das Zahnrad / schrittweise gedreht wird, auf dessen Welle der Zeiger α befestigt ist. Der eingetragene Pfeil zeigt die Drehrichtung an. Ein anderer Elektromagnet g kann in gleicher Weise mittels seines Ankers h und Klinke i das Zahnrad k drehen, welches starr mit dem Rad/ verbunden ist und somit bei Erregung des Elektromagneten g den Zeiger α in der dem Pfeil entgegengesetzten Richtung mitnimmt. Zufolge gleicher Ausbildung der Schaltwerke d e und h i und gleicher Zähnezahl der Räder/ und k sind die Schritte des Zeigers auf der Skala in beiden Drehrichtungen gleich, so daß durch aufeinander folgende gleich viele Ankerhübe der Magnete der Zeiger nach einem Vorwärts- und Rückwärtsgang die frühere Stellung wieder erreicht. Sind beide Schaltwerke außer Tätigkeit, so können sich die Räder'/ und k frei zwischen den Klinken e und i hindurchdrehen.
Eine Reibungsbremse s hält in der Ruhelage des Apparates die Einstellung des Zeigers ohne weitere Sperrung aufrecht. Die Welle der Zahnräder kann ferner mittels eines Zahntriebes m und eines in denselben eingreifenden Zahnsegmentes η durch den Anker 0 eines dritten Elektromagneten ρ gedreht werden, und zwar kann auf diese Weise mittels eines einzigen Ankerhubes der Zeiger von einer beliebigen Stelle der Skala auf Null zurückgestellt werden.
Die Schaltung der Elektromagnete c g ρ im Stromkreis ist aus Fig. 1 ersichtlich, in welcher diese mit der gleichen Bezeichnung eingetragen sind. Die Figur stellt eine Grubensignalanlage dar, bei welcher die beiden Grubensohlen S1 Sn ihre Befehle an' die Hängebank H geben, von welcher dieselben an die Maschinenstation M weitergegeben werden.
Die Anlage ist in dem Augenblicke dargestellt, wo nach Übermittlung eines durch Ziffer 5 der Empfängerskalä bezeichneten Kommandos an die Maschinenstation und Ausführung desselben durch letztere z. B. die Sohle / bereits wieder ein Kommando mittels Ziffer 3 der Empfängerskala an die Hängebank gegeben hat. Auf Sohle / ist zu diesem Zwecke Taste ^1 dreimal gedrückt worden, wodurch zufolge eines dreimaligen Stromflusses vom -f- Pol der Stromquelle q über Leitung i, Taste f,, Elektromagnet c des Empfängers ^1, Elektromagnet ρ des Empfängers ^2 und Leitung 2 zum — Pol von q der Empfängerzeiger der Hängebank H, wie bei Fig. 2 beschrieben, auf die Ziffer 3 der Skala eingestellt wurde. Durch den ersten dieser Stromflüsse ist zugleich der Elektromagnet ρ von ^2 erregt und hierdurch der Empfängerzeiger der Maschinenstation von 5 auf ο zurückgestellt worden, so daß dieser Empfänger zur Einstellung eines neuen Signals bereit ist. Die Weitergabe des Kommandos 3 von der Hängebank zum Maschinenhaus erfolgt durch gleichfalls dreimaliges Drücken der Taste t der Hängebank. Durch die hierbei vom -j- Pol der Stromquelle q über Leitung 1, Taste t, Elektromagnet g von ^1, Elektromagnet c von ^2 und Leitung 2 zur Stromquelle q zurückerfolgenden drei Stromsendungen wird i. der Empfängerzeiger von ^1 schrittweise bis in die Ruhelage bei ο zurückgedreht, 2. zugleich der Empfängerzeiger von ^2 schrittweise auf Ziffer 3 der Skala vorwärtsgerückt. Die Maschinenstation ist sonach in der Lage, den erhaltenen Befehl auszuführen, während die Hängebank bereit ist, ein neues Signal zu empfangen.
Die Weitergabe des Befehls von Han M erfolgt, wie ersichtlich, ganz mechanisch, indem die Hängebank ihre Taste t wiederholt niederdrückt, bis der Zeiger von ^1 in die Ruhelage bei ο zurückgelangt ist. Alsdann ist notwendigerweise der Zeiger von ^2 auf das gleiche Skalenfeld eingestellt, auf welchem vorher der Zeiger von ^, stand. Eine Fälschung des Signals durch irrtümliches Ab-
lesen ist also selbst bei ungeübtem Personal völlig ausgeschlossen.
' In dem Ausführungsbeispiel ist M ständig Endstelle, H ständig Zwischenstelle für den Verkehr, daher ist der Empfänger ^2 lediglich mit den Elektromagneten c und ρ der Fig. 2 ausgerüstet, während ^1 nur die Elcktromagnete c und g besitzt. Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß durch Hinzufügung eines
ίο Elektromagneten g bei ■ %3 auch diese Station in der Lage sein würde, einen empfangenen Befehl in gleicher Weise, wie ^1 an eine dritte (nicht gezeichnete) Station weiterzugeben, also nach Belieben eine End- oder Zwischenstelle zu bilden. Für eine derartige Station ist ein" Empfänger nach Fig. 2 unmittelbar verwendbar.
Fig. 2 stellt selbstverständlich nur eine mögliche Ausführungsform für den Empfänger
dar, weicher beispielsweise, auch — unter Anwendung der bekannten Kontaktwerke als Geber an Stelle der Tasten — als Drehfeldfernzeiger oder Motorapparat nach den bekannten Systemen ausgebildet werden kann.
Es ist nur erforderlich, daß die erfindungsgemäße Einwirkung des Geberorgans auf den Empfänger stattfindet, was in jedem Falle mittels mechanischer oder elektrischer Kupplung erzielt werden kann.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Sicherheitsschaltung für Fernkommandoanlagen , bei welchen der Befehl durch Zwischenstellcn weitergegeben wird, dadurch gekennzeichnet, daß der auf der Zwischenstelle (H) angeordnete Empfänger (^1) derart in Abhängigkeit von dem zur Weitergabe des Signals dienenden Geber (t) angeordnet ist, daß beim Betriebe des Gebers (t) zugleich eine der Bewegung des Geberorganes entsprechende Zurückführung des Empfängers (^1) bewirkt wird, zum Zwecke, durch die Einstellung des Empfängers in die Ruhelage die richtige Weitergabe des Befehls anzuzeigen.
2. Sicherheitsschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der in Richtung der Befehlsweitergabe liegende letzte Empfänger (^2), welcher in der Kornmandostellung verbleibt, bei Einstellung eines neuen Kommandos am vorhergehenden Empfänger (\x) mittels einer hierbei ausgelösten elektromagnetischen Vorrichtung (p) augenblicklich in die Nullstellung zurückgeführt wird, zum Zwecke, die richtige Einstellung des nächsten Kommandos zu sichern.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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