DE1683C - Bestandtheile einer künstlichen Metallhand - Google Patents

Bestandtheile einer künstlichen Metallhand

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DE1683C
DE1683C DE1683DA DE1683DA DE1683C DE 1683 C DE1683 C DE 1683C DE 1683D A DE1683D A DE 1683DA DE 1683D A DE1683D A DE 1683DA DE 1683 C DE1683 C DE 1683C
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arm
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joint
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Description

1877.
Klasse 30.
OSCAR DALISCH in BERLIN. Bestancltheile einer künstlichen Metallhand.
Zusatz - Patent zu No. 294 vom 27. Juli 1877.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. November 1877 ab. Längste Dauer: 17. März 1891.
Fig. i, 2, 3, 4 stellen einen künstlichen Arm für Amputation des Oberarmes vor, bei welchem die Gelenke eines natürlichen Armes möglichst ersetzt sind. " Die Befestigung des Armes an dem Körper geschieht, nachdem der doppelte Schulterträger A und AA, welcher durch ein quer über den Rücken des Patienten führendes elastisches Band ζ verbunden ist und durch seine rund genähten mittelst Gummischlauch gegen den Schweifs der Achselhöhlen geschützten beiden Riemen y auf den Schultern befestigt wurde, durch das Einschnallen des Stumpfes in die Oberarmhülse B. Der künstliche Arm ist mittelst Saite an den Träger A A an den Oesen x\ x2, xz in Form eines Gelenkes so befestigt, dafs derselbe durch den Stumpf im Achselgelenk möglichst frei beweglich ist. Die Oberarmhülse besteht aus zwei Theilen B und C, welche bei w durch ein Ringgelenk drehbar mit einander verbunden sind. Diese Drehung, zum Ersatz der Drehung des Armes im Achselgelenk dienend, mufs mit Hülfe der gesunden Hand geschehen und wird durch zwei am unteren Theile C und einen am oberen Theile der Hälfte B befestigte, übergreifende Zähne v\ z<2, v3 auf ein Viertel der Kreisbewegung beschränkt.
An dem unteren also drehbaren Theile des Oberarmes C sind etwa % einer aus Neusilber gedrückten Halbkugel u eingelöthet, welche die bei Biegung des Armes rückwärts im Ellenbogengelenk sonst zwischen den Ober- und Unterarmhülsen entstehende Oeffnung verschliefst. Die ebenfalls aus schwachem Neusilber gearbeitete Unterarmhülse JD ist an dem unteren Theile der Oberarmhülse C mittelst zwei gegenüberliegender Scharniere t beweglich befestigt, sowie auch im Handgelenk durch ein drehbares Ringgelenk s mit der Hand B verbunden. Diese Drehung der Hand im Handgelenk wird durch einen seitwärts an der Hand, Fig. 2, 3 und dem Gelenkringe des Unterarmes befestigten zweiten kleinen Zahnr1, r2 auf eine ganze Umdrehung beschränkt und ist.diese Bewegung mit Hülfe der anderen Hand zu bewirken. Die Bewegung der Finger in den einzelnen Gelenken geschieht nach Angabe des Patentes No. 294 durch Scharnierstäbe und wird hierbei durch Luftdruck ausgelöst. An der Oberarmhülse B ist auf der zur Befestigung des Stumpfes dienenden Lederklappe q eine aus rothem Gummi gefertigte gröfsere Luftdruckblase /, welche zuvor mit sämischem Leder überzogen wurde, befestigt und mit ihrem Schlauchansatz über ein an der Oberarmhülse B angelöthetes Bleirohr 0 aufgeschoben und verdichtet. Dieses Bleirohr führt von hier schräg nach innen in den unteren Theil der Oberarmhülse C, bleibt stets mit seiner Mündung senkrecht unter dem an dem Gelenkringe w befestigten Zähnchen υ' und reicht nicht ganz bis an die an der Aufsenseite der unteren Oberarmhülse C sichtbaren Oesen i, 2 nach innen hinab. An dem Bleirohre ο ist noch ein zweites kürzeres und schwächeres Stückchen Bleirohr η angelöthet, auf welchem ein kleines Stückchen Gummischlauch m dicht aufgeschobn ist, welches durch eine Schraube I fest und luftdicht, zusammengequetscht bezw. verschlossen werden kann. Von dem inneren der Mitte des Armes zugewendeten Ende des Bleirohres 0 führt ein Gummischlauch k nach einer zweiten kleineren Gummiblase i und ist mit dieser mittelst eines kleinen Röhrchens \i k, Fig. 7) dicht vereint. Diese kleine Gummiblase i befindet sich zwischen zwei Metallplatten A und g, wovon letztere in der Hand befestigt ist und sich seitwärts an derselben zwei Führungen für den Bügel /, an welchem die Platte h angeschraubt ist, befinden. An dem Bügel / befinden sich die Scharniere, zwischen welche die nach den letzten Fingergliedern führenden Scharnierstäbe eingeschoben sind, welche letztere die Bewegung der Finger bewirken. Zwischen die Metallplatte g und den Bügel / ist eine Spiralfeder e befestigt, welche den Bügel / von der Platte g abdrückt, somit die Finger öffnet und gleichzeitig durch die an demselben befestigte Platte h die sich zwischen g und h befindende Gummiblase i zusammendrückt. Durch den kleinen Gummischlauch m wird nun soviel Luft eingeblasen, dafs die Kraft der Feder gerade noch ausreicht, die Finger offen zu erhalten, was, nachdem mehr Luft eingetreten ist, durch
die Schraube / zu reguliren ist. Wird nun auf die Gummiblase p ein Druck ausgeübt, welcher, da dieselbe dicht unter der Achselhöhle zwischen den Stumpf und Körner zu liegen kommt, also durch das Andrücken des Stumpfes gegen denselben leicht geschieht, so dehnt die zusammengeprefste Luft, durch das Rohr ο und den Schlauch k in die Blase i geleitet, dieselbe aus (vgl. Fig. 4), wodurch der Fingerschlufs sofort bewirkt wird, welcher um so kräftiger wirkt, als die Blase p zusammengedrückt wird und ebenso lange als der Druck andauert.
Fig. 5 stellt einen künstlichen Vorderarm für Amputations-, Fig. 6 einen solchen für Geburtsverstümmelung mit Ellenbogen- und diesem sehr nahe gelegenem Handgelenk vor, bei welchen die Fingerbewegung ebenfalls durch Luftdruck ausgelöst wird. Da sämmtliche Theile beider Arme wie in dem Oberarme Fig. 1, 2, 3, 4 enthalten sind, so sind dieselben durch die gleichen Buchstaben bezeichnet. Durch Fig. 6 wird ersichtlich, dafs die Luftdruckblase /, auf welche der zum Fingerschlufs und zum Festhalten von Gegenständen erforderliche Druck ausgeübt werden mufs, sowie auch das kleine Luftbehältnifs i und die Verbindungsröhren 0 und k, je nachdem es die Anlage des künstlichen Ersatzes erfordert, verlegt, ebenso auch in Form und Gröfse verändert werden können. Ferner können je nach dem Wunsche des Patienten, wie durch die Zeichnung ersichtlich wird, sämmtliche oder auch nur einzelne Finger der Hand beweglich angefertigt werden. Die innere Einrichtung des Armes wird durch Fig. 3 und 4, da ein Theil der Armhülle als entfernt gedacht ist, leicht verständlich. Der vordere in Fig. 4 sichtbare Ausschnitt des Armes im Ellenbogengelenk wird durch eine schwache Lederklappe verschlossen erhalten. Die Bewegung des Armes im Ellenbogengelenk, Fig. ι, 2, 3, 4, wird durch die Vor- und Rückwärtsbewegung beider Schultern erzielt. Der Schulterträger A und A A ist, wie schon gesagt, durch ein elastisches Band ζ quer über den Rücken verbunden, welches, wenn die Schultern zurückgebogen, schon straff ist, sich jedoch, wenn dieselben vorgebogen, bezw. die Brust einwärts gezogen wird, sich noch mehr als 4 cm ausdehnt. An dem Schulterträger A befindet sich eine Oese d, an welcher ein nicht elastischer Zug, die Darmsaite c befestigt ist, dieselbe führt von hier über das elastische Band ζ nach dem Schulterträger A A über ein an demselben befestigtes Röllchen b1 weiter über das an der Oberarmhülse B befestigte Röllchen b"1 durch die tiefer an derselben befindliche Führung α von hier über das Ringgelenk w und· tritt durch ein senkrecht unter dem Zähnchen r2 mittelst einer starken Oese 1 verrundetes Loch in den inneren Raum des drehbaren Oberarmtheiles C ein, geht von hier (vgl. Fig. 4) oberhalb der Schlauchverbindung k und der Ellenbogengelenkkugel u sich um ein an der Unterarmhülse D befestigtes Röllchen b3 schlingend in entgegengesetzter Richtung zurück, tritt durch das senkrecht unter dem Zähnchen v3 befindliche Loch 2 aus dem Innern des Oberarmtheiles C wieder heraus und wird kurz über dem Oberarmgelenk w bei f zu einer Schleife zusammengeknüpft. Diese an und für sich einfache Vorrichtung ist, da durch die Drehung des Armes im Ringelenk w die Spannung des Saitenzuges c nicht verändert wird, sehr zweckmäfsig.
Findet durch Vorbeugung einer oder beider Schultern eine Verkürzung des Saitenzuges c statt, so wird der Arm im Ellenbogengelenk, wenn derselbe bis zu einem stumpfen Winkel von 1500 gebogen war, gerade, während, wenn derselbe mehr (Stumpfwinkel von 140 °) gebogen ist, er bis zu einer spitzwinkligen Stellung von ca. 80 ° gekrümmt wird und in seiner Stellung so lange erhalten bleibt, als die Verkürzung des Saitenzuges stattfindet. Die Spannung des Saitenzuges hat mithin bei einer stumpfwinkligen Armstellung von 145° den Todten- bezw. Scharnierdrehpunkt des Ellenbogengelenkes zu überwinden. Die in Anwendung gebrachten kleinen Theile, als Röllchen, Oesen, Zähnchen, Bügel, Platten u. s. w. sind zum deutlicheren Verständnisse der Zeichnung in Fig. 7 mit den betreffenden Buchstaben versehen, nochmals einzeln und in verschiedenen Stellungen gezeichnet.
Hierzu ι Blatt Zeichnurigen.
DE1683DA 1877-11-27 1877-11-27 Bestandtheile einer künstlichen Metallhand Expired - Lifetime DE1683C (de)

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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2429866A (en) * 1946-10-02 1947-10-28 Broste Alfred Mechanical finger
US2442530A (en) * 1946-03-18 1948-06-01 Frank V Eberle Hydraulically operated artificial body member
US2457305A (en) * 1946-01-30 1948-12-28 Frank L Dale Artificial hand
US2545947A (en) * 1949-06-07 1951-03-20 Felip Jeanne Artificial pneumatic hand
US5800572A (en) * 1996-05-24 1998-09-01 Loveall; William H. Arm socket and attached hand prosthesis

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