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Obstpflücker.
Es sind bereits Obstpflüeker bekannt geworden, die zwei gegeneinander bewegbare, konkave, aus elastischem Werkstoff bestehende Greifer besitzen, durch Schnurzug geöffnet und durch Federkraft geschlossen werden. Die konstruktive Durchbildung der bekannten Obstpflücker dieser Gattung weist aber Mängel auf, die insbesondere in der Benutzung als mehr oder weniger schwere Nachteile zu werten sind. Sie besitzen nämlich dornenartige abstehende Hebel od. dgl., an welchen einerseits die Schnurzüge und anderseits die Zugfedern befestigt sind. Der Nachteil dieser dornenartig ab- stehenden Hebel ist nun darin zu sehen, dass ein Hängenbleiben des Obstpflückers im Geäst während dessen Benutzung nicht zu vermeiden ist. Abgesehen von der schwierigen Hantierung in solchen Fällen ist das Abbrechen kleiner Äste wohl nie zu vermeiden.
Die Erfindung vermeidet die Nachteile dieser bekannten Obstpflücker dadurch, dass beide
Greifer an abgewinkelten Trägern angeordnet sind, die einarmige Hebel bilden, von denen der eine fest und der andere beweglich an der Stoekhtilse angeordnet ist und die an den Knickstellen Ver- steifungslasehen besitzen, in die die Enden der Schliessfeder eingehändigt sind, wobei an der Versteifungslasche des beweglichen Traghebels auch die Betätigungsschnur angreift.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, u. zw. stellen die Fig. 1 und 2 zwei Längsansichten einer vorteilhaften Ausführungsform dar. Im besonderen zeigt Fig. 2 eine Ansicht des Erfindungsgegenstandes gemäss der in Fig. 1 angegebenen Pfeilrichtung.
Die Greifer 1 und 2 werden gemäss dem Ausführungsbeispiel von einem Ringkörper 3 gebildet, welcher zur Befestigung eines die Konkavform bildenden Teiles 4 des Greifers dient. Dieser Teil 4 besteht vorzugsweise aus einem elastischen Werkstoff, wobei insbesondere Leder oder Gummi verwendet wird. Die Befestigung des Teiles 4 am Ringkörper 3 kann auf mannigfache Art erfolgen und wird beim Ausführungsbeispiel durch eine Naht 5 vorgenommen. Die Hohlflächen 6,7 der beiden Greifer sind gegenüberstehend angeordnet. An jedem Ringkörper ist ein abgewinkelter Träger 8, 9 starr angeschlossen. Der eine Träger, beispielsweise der mit 8 bezeichnete, bildet mit einer konischen Hülse 10 eine starre Einheit.
An den Knickstellen 11, 12 der Träger 8, 9 sind Versteifutigslaschen-M, j angeordnet. Jede dieser Lasehen besitzt eine Bohrung 15, welche zur Aufnahme einer Zugfeder 16 dient. Das freie Ende des abgewinkelten Trägers 9 ist zu einer Öse 17 umgebogen, welche eine Drehlagerung 18 vermittelt. Eine in der Lasche 14 angeordnete weitere Bohrung dient zur Aufnahme eines beispielsweise S-förmigen Hakens 19, an welchem der Schnurzug 20 befestigt ist. In die konische Hülse 10 ist nach an sich bekannter Art eine Holzstange 21 od. dgl. eingesetzt und mittels Stift 22 fixiert. Das Ende des Schnurzuges reicht bis zum freien Ende der Stange M, woselbst eine weitere Befestigung des Schnurzuges erfolgt.
Durch entsprechenden Zug an der Schnur 20 wird die Zugkraft der Feder 16 überwunden und der Greifer 2 in der Richtung des Pfeiles 23 vom Greifer 1 abgeschwenkt.
In die sich hiebei bildende Öffnung zwischen den Greifern wird die zu erntende Frucht eingebracht, worauf die Zugschnur entlastet und der Greifer 2 gegen den Greifer 1 bzw. die Frucht sich zurück- bewegt. Wie aus der soeben beschriebenen Wirkungsweise des Obstpflückers hervorgeht, wird ledig- lich ein einziger Greifer bewegt, während der andere Greifer seine Lage in bezug zum Stock 21 nicht ändert. Durch diese Ausbildung ist eine besondere Schonung der zu erntenden Frucht gegeben, weil bei weit geöffnetem Obstpflücker der feststehende Greifer unter die zu erntende Frucht gebracht werden kann. Die die Konkavform bildenden Teile 6,7 umfassen die zu erntende Frucht mit ziemlich grosser Fläche, was durch ihre kugelkappenförmige Gestalt bedingt ist.
Bei Verwendung von elastischem
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diese zu quetschen oder zu drucken. Die verhältnismässig grossen Flächen der die Frucht umfassenden
Teile der Greifer gewährleisten eine gute Umklammerung der Frucht bei geringstem spezifischen Flächendruck.