DE16661C - Registrirendes Voltameter - Google Patents
Registrirendes VoltameterInfo
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Classifications
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01R—MEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
- G01R22/00—Arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. electricity meters
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Registrirendes Voltameter,
In allen Systemen, in denen den Consumenten Elektricität für Beleuchtungs-, Betriebsund
andere Zwecke geliefert wird, ist es erforderlich, den von jedem Consumenten verbrauchten
Betrag an elektrischem Strom genau bestimmen zu können.
Dieses Messen des Stromes soll nicht allein automatisch stattfinden, sondern soll sich auch
so durch Registriren oder Zählen kennzeichnen, wie dies beim Gas- oder Wassermessen der
Fall ist.
Gegenstand dieser Erfindung ist ein Apparat zum Messen der Elektricität, welcher, ganz allgemein
ausgedrückt, in der Anwendung zweier an einem Waagebalken hängender und in eine Ablagerungszelle eintauchender Platten besteht,
welche Theile so mit anderen Einrichtungen in Verbindung stehen, dafs die Ablagerung von
Metall auf einer dieser Platten eine Schwingung des Waagebalkens hervorruft, wodurch ein Hubzähler
oder anderer Registrirapparat und eine Einrichtung zur Umschaltung der Stromrichtung
durch die Zelle in Bewegung gesetzt wird.
Fig. ι zeigt theilweise in perspectivischer Ansicht,
theilweise im Grundplan den Apparat und die dazu gehörenden Theile, während
Fig. 2 eine Modification dieser Anordnung ist.
A, Fig. i, ist eine zweckentsprechend angeordnete
Zelle, mit Deckel B versehen, auf welchem der Waagebalken α auf der Axe b sich
befindet, die auf dem Deckel in passenden Lagern ruht. An den Enden des Balkens a
hängen die Platten C C\ welche die Anode und die Kathode der Zelle bilden. Am Ende
der Axe b hängt der Hebelarm d, auf dem das Gewicht el verschoben und festgestellt
werden kann.
Der Arm d hat an seinem unteren Ende Contactspitzen, die gegen die Stellschrauben 8, 9
anstofsen können, durch welche ihre Bewegung begrenzt wird.
EE1 sind zwei Elektromagnet«, deren Pole
sich gegenüberstehen und auf die am Hebel F sitzende Armatur einwirken. Hebel F hat
bei k seinen Drehpunkt und schwingt zwischen den beiden Magneten; er ist durch sein unteres
Ende mit dem Hubzähler verbunden, den er bei jeder Schwingung in Bewegung setzt.
Am oberen Ende sitzt F zwischen den Zinken eines gegabelten Hebels D, der bei i
seinen Drehpunkt hat; an dem oberen Ende dieses Hebels ist Arm g befestigt, welcher zwischen
den Contactfedern ff1 sitzt, die in Verbindung
mit e eine Umschaltung bilden.
h ist eine kleine, an einem Ende mit einer Nase versehene Feder, die hinter einen Vorsprung
an D mit genügender Kraft greift, um dessen zufällige Bewegung zu verhindern. 1, 2
sind die Hauptleiter, von denen die Leiter 15, 16
an die Verwendungsstelle abzweigen.
Von 15 aus ist ein Stromkreis durch die Ablagerungszelle mittelst ii^·/1 12 CC1 13/
«14 gebildet, wobei die Stromrichtung in der
Zelle durch den Contact von ff1 und e in der
Umschaltung bestimmt wird. Zwischen 11 und 14 ist in 15 ein Widerstand Ji1 eingeschaltet,
der so eingerichtet ist, dafs er einen bestimmten Bruchtheil des gesammten, durch
ΐ5 hindurchgehenden Stromes durch die Zelle
hindurchleitet.
Ein Stromkreis für die Magnete B Έ1 ist als
Parallelschaltung von 15, 16 angeordnet durch
15 3 D und dann in der eineri Stellung von D
durch /451 5 9</io 16, oder in der anderen
Stellung von D durch 15 3 D P E 6 7 8iioi6.
■ In 10 ist der Widerstand H eingeschaltet,
der im Verhältnifs zu dem Widerstand in dem Hauptstromkreise so eingerichtet ist, dafs nur
ein geringer Strom durch E E1 hindurchgeht, der nur zur Erregung dieser Magnete zu genügen
braucht.
Kurzschliefsungen von E nach E1 mit den
Widerständen r rx sind zu dem Zweck angebracht, um den Inductionsstrom aufzunehmen
und um die Funkenbildung an den Contactspitzen zu verringern.
Die Wirkung der beschriebenen Anordnung ist folgende: Angenommen, dafs die Theile
sich in der in Fig. 1 gezeichneten Stellung befinden und der Strom so durch die Zelle hindurchgeht,
dafs C die Anode und C1 die Kathode bildet.
Nach Mafsgabe der Metallablagerung auf C1 wird diese Platte schwerer wie C, bringt dadurch
d aus der Verticalen, bis d gegen Schraube 9 anstöfst, worauf der Stromkreis
durch E1 über 101/9 5 4^3 geschlossen
wird.
E1 zieht F an, welcher den Hubzähler in
Bewegung setzt; bei der Bewegung nach E1 trifft F gegen D an, unterbricht dadurch die
Stromschliefsung bei / und schliefst den Strom bei Z1; gleichzeitig wird der Arm g in entgegengesetzte
Richtung bewegt, welcher f1 verläfst
und dadurch dieser Feder gestattet, mit. e in Contact zu kommen, während gleichzeitig g
mit / in Berührung kommt, wodurch der Contact zwischen / und e aufgehoben wird und
der Strom durch die Zelle die entgegengesetzte Richtung erhält.
C1 wird hierdurch Anode, das auf derselben abgelagerte Metall löst sich ab und lagert sich
auf C, welche schliefslich schwerer wird und eine Wiederholung des eben beschriebenen Vorganges
verursacht.
Die Umschaltung und der Hubzähler können auch direct durch d betrieben werden; die dargestellte
Anordnung ist jedoch genauer und empfindlicher, und werden namentlich schädliche
Funken durch dieselbe sehr vermindert, wenn nicht ganz vermieden.
In Fig. 2 ist K ein zweckentsprechender Behälter, in welchem eine Axe sich dreht, auf
der die Platten η op etc. in radialer Stellung befestigt sind, die in die Flüssigkeit O eintauchen.
Die Platten sind von einander isolirt und ist jede an einem Commutator befestigt.
m m} sind Commutatorfedern, die gegen die
Commutatoren der Platten anliegen. Die Leiter 19, 20 führen nach m m1 und bilden
einen Zweigstromkreis des Hausstromkreises. Angenommen, dafs der Strom in solcher Richtung
geht, dafs η die Anode und p die Kathode ist, so wird, wenn p durch Ablagerung
belastet wird, diese Platte in der Flüssigkeit niedersinken und eine Drehung veranlassen, die
sich im Hubzähler markirt. Diese Bewegung hat 0 mit m in Contact gebracht, wodurch ο
die Anode wird, und r in Contact mit m1, so
dafs r die Kathode wird. Sobald r belastet wird, erfolgt wieder eine Drehung, wodurch /
Anode und s Kathode wird, worauf das auf ersterer abgelagerte Metall sich auflöst.
In beiden dargestellten Anordnungen wird jede Platte abwechselnd Anode und Kathode,
die eine Ablagerung zu dem Zwecke erhält, damit sie wieder davon befreit wird, wobei die
Thatsache der Ablagerung Anordnungen in Bewegung setzt, welche den. Wechsel sowohl, als
auch die Registrirung des Wechsels veranlafst. Die Registrirvorrichtung H kann so eingerichtet
sein, dafs sie Stromeinheiten anzeigt, oder da das Verhältnifs zwischen Strom und Gasverbrauch
für Beleuchtungszwecke bekannt ist, kann die Registrirvorrichtung auch den cubischen
Gasverbrauch angeben, der bezüglich der Lichterzeugung dem Stromquantum gleichwerthig
ist.
Die dargestellten Einrichtungen sind in einen Zweigstromkreis eingeschaltet angeordnet, so
dafs nur ein Theil des Stromes hindurchgeht; sie können jedoch selbstverständlich auch direct
in den Stromkreis eingeschaltet werden. Die den Mechanismus in Bewegung setzenden Stromkreise
sind hier in Parallelschaltung angeordnet; sie können jedoch auch Batterie-Localstromkreise
sein. Ferner können die mechanischen Bewegungen durch Uhrwerk erfolgen,
das durch den Waagebalken regulirt oder betrieben wird.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Die angegebene Art und Weise, den elektrischen Strom dadurch zu messen, dafs ein bestimmter Antheil des Stromes durch eine Zersetzungszelle (Metallvoltameter) geleitet wird, deren ausbalancirte Elektroden an einer drehbaren Axe befestigt sind und eine Drehung dieser Axe bewirken, sobald unter der elektrolytischen Wirkung des Stromes eine gewisse Gewichtsdifferenz beider Elektroden erreicht ist und dafs durch diese Drehung der Axe der registrirende Zählapparat in Thätigkeit gesetzt, gleichzeitig aber die Richtung des Stromes in der Zersetzungszelle umgekehrt wird.Die beschriebene und in Fig. ι dargestellte Ausführungsform dieser Einrichtung, gekennzeichnet durch:a) den an der Axe des Waagebalkens befestigten, zwischen den Contactpunkten 8 und 9 spielenden Arm d;b) die beiden Elektromagnete E und E1 mit ihrer gemeinschaftlichen Armatur, den gegabelten Hebel D mit Fortsatz g, welcher durch die federnde Klinke h sicher nach rechts und links gelegt wird, die Contactpunkte /Z1 und die Umschaltervorrichtung e ff1.Die in Fig. 2 dargestellte Modification des Apparates.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE16661T | 1880-11-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE16661C true DE16661C (de) | 1882-01-27 |
Family
ID=33426346
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE188016661D Expired DE16661C (de) | 1880-11-23 | 1880-11-23 | Registrirendes Voltameter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE16661C (de) |
-
1880
- 1880-11-23 DE DE188016661D patent/DE16661C/de not_active Expired
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