DE166608C - - Google Patents
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- DE166608C DE166608C DENDAT166608D DE166608DA DE166608C DE 166608 C DE166608 C DE 166608C DE NDAT166608 D DENDAT166608 D DE NDAT166608D DE 166608D A DE166608D A DE 166608DA DE 166608 C DE166608 C DE 166608C
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01R—MEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
- G01R23/00—Arrangements for measuring frequencies; Arrangements for analysing frequency spectra
- G01R23/02—Arrangements for measuring frequency, e.g. pulse repetition rate; Arrangements for measuring period of current or voltage
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- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Measurement Of Mechanical Vibrations Or Ultrasonic Waves (AREA)
Description
PATENTAMT.
Bei mehreren, unter gleichen Bedingungen hergestellten, anscheinend kongruenten, elastischen
Federbändern kann man beobachten, daß sie mit verschieden großer maximaler Resonanzamplitude auf periodische Erregerkräfte
ansprechen. Genaue Untersuchungen haben bewiesen, daß eine Hauptschwierigkeit darin zu erblicken ist, die Befestigung, d. h.
das Einspannen oder Aufschrauben der Federbänder, derart vorzunehmen, daß die Wurzelfläche
überall unter gleichartigem Drucke aufliegt bezw. diesem gleichartigen Drucke auch während der Schwingungen ausgesetzt
ist; physikalisch ausgedrückt, muß demnach das Dekrement infolge eines ungleichen
Dämpfungsfaktors ebenfalls ungleich ausfallen. Die praktische Bedeutung dieses Übelstandes
ist eine mannigfache, und ist anderen Ortes bereits hervorgehoben worden.
Der naheliegende Gedanke, die übliche Form der Harmoniumszunge zu benutzen,
wobei die Biegung oberhalb der wesentlich dickeren Wurzel stattfindet, führt zu keiner
befriedigenden Lösung. Ein Verdicken der Wurzel nach Fig. 1 im Zungenmaterial selbst
ist mechanisch kaum ausführbar, eine Verstärkung der Wurzel durch Aufnieten oder
Auflöten von Platten wird zu kostspielig; ein Schwächen der Biegungsstelle etwa mittels
Ouerstrichfeilens oder Schleifens (Fig. 1) ist ebenfalls aus vielen Gründen mißlich.
Auch das bisher als praktischer gehaltene Ausstanzen einer durch Fig. 2 gekennzeichneten
Form ist namentlich bei schmalen Zungen mit einer Reihe von Schwierigkeiten verknüpft, z. B. häufiges Erneuern der Stanzschnitte,
Verziehen in der Walzrichtung, Auftreten wälzender Schwingungsbilder u. dgl. Derartige Zungen erfordern, in Reihe nebeneinander
angeordnet, außerdem ungebührlich viel Raum.
Ein sehr zweckmäßiges, den Gegenstand vorliegenden Patentes bildendes Herstellungsverfahren
besteht darin, die Breite der aus Federband abgeschnittenen Zungen durch Ausstanzen, Schleifen o. dgl. über der Befestigungsstelle
zu schwächen, in dem Sinne, wie dies aus der Fig. 3 durch einige verschiedene Formen hervorgeht. Die Biegung
findet dann überwiegend an der schmäleren Stelle statt, so daß sich die Formenänderung
während des Schwingens praktisch nicht merklich auf die Befestigungsstelle überträgt,
wodurch die sonst beobachtete Lockerung der Befestigungsschrauben vermieden wird.
Neben Erreichung des Hauptzweckes, nämlich gleichmäßige Dämpfungsverhältnisse und
dadurch gleich große Maximalamplituden zu erzielen, lassen sich ferner noch einige wesentliche
Vorteile darin erkennen, daß die Fabrikation ganz bedeutend ökonomischer wird und daß bei elektromagnetischer Erregung
der gesamte magnetische Widerstand, namentlich bei mehreren nebeneinander angeordneten
Zungen, gegenüber der durch Fig. 2 dargestellten Form erheblich herabgesetzt wird.
Während nämlich die nach letzterer Figur gefertigten Zungenfedern sich nicht ohne relativ
große Zwischenräume anordnen ließen, bilden jetzt die aneinander gereihten Zungen
eine nahezu ununterbrochene Wand und können weit mehr Kraftlinien aufnehmen als bisher.
An die zu einem Resonanzinstrument
skalenartig aneinander gereihten Zungen wird aber noch eine weitere Anforderung gestellt,
nämlich die der bequemen Sichtbarkeit des Schwingens, und zwar in der Querschnittsprojektion der Zungen. Man hat dies dadurch
zu erreichen gesucht, daß das freischwingende Ende entweder rechtwinklig umgebogen
oder nach vorheriger Lochung mit einem zu einem Winkel umgebogenen Fähnchen von geeignetem Material vernietet wird.
Bei der ersten Methode muß zu diesem ZAvecke das Ende der aus hartem, nicht leicht
scharf umbiegbarem. Material hergestellten.
Zunge ausgeglüht werden, bei der anderen dagegen das Zungen ende gelocht, und sofern
nur eine einzige Niete in Anwendung kommt, zweckmäßigerweise auch mit den Fähnchen
verlötet werden. Beide Methoden sind umständlich und teuer, zumal sie erst nach Feststellung
der den gewünschten Schwingungszahlen entsprechenden Längen der Zungen ausgeführt werden können.
Bei dem nachstehend beschriebenen Verfahren der Herstellung einer abgestimmten
Zungenskala sind auch diese Umständlichkeiten umgangen worden, und die hierbei gewählte
Befestigung der Fähnchen bildet einen integrierenden Teil der Erfindung.
Je nach dem mit einer bestimmten Anzahl von Zungen zu erreichenden Meßbereich werden
die Resonanzintervalle variieren. Im allgemeinen kommen hierbei halbe oder ganze
Perioden in Betracht. Es hat sich erwiesen, daß es am zweckmäßigsten ist, die Länge der
Zungen nach ihren wachsenden Schwingungszahlen stetig abnehmen zu lassen. Da die
freischwingenden Zungenenden in einer Ebene liegen müssen, so folgt daraus, daß die
Zungenwurzeln an einer ansteigenden, starren Fußleiste befestigt werden müssen, die bei
Abstimmungsintervallen in ganzen Perioden steiler wird als bei einer gleichen Anzahl von
in halben Perioden abzustimmenden Zungen.
Die Herstellung der Zungen geschieht daher in der Weise, daß sie in annähernd richtiger
Länge aus gleich breitem Stahlfederband abgeschnitten, alsdann nach vorbeschriebener
Weise an der Biegungsstelle durch Stanzen geschwächt und gleichzeitig mit den für die
Befestigung der Wurzel notwendigen Lochungen versehen und nun sofort an die starre
"Leiste geschraubt werden.
Hiernach werden alle Zungen mit einem einzigen Drucke der Schlagschere auf die
richtige Länge abgeschnitten, da ein genaues Abgleichen auf die richtige Länge im einzelnen
sich schwer erzielen ließ und ein nachträgliches Justieren durch Feilen o. dgl. das
empfindliche Gefüge· der Zungen gefährden würde. Auch tritt hierbei leicht ein Verbiegen
der durch das Stanzen geschwächten Zunge ein. Letzteres wäre auch der Fall, wenn die anzusetzenden Fähnchen durch Niete
befestigt würden. Es wird deshalb, ohne daß die Zungen noch einmal abgenommen
werden, das freischwingende Ende jeder einzelnen Zunge mit einem Fähnchen aus dünnem
Material von der durch Fig. 4 dargestellten Form mittels einer geeigneten Druckvorrichtung
umpreßt. Der beim Abschneiden mittels Schlagschere an den Zungen verbliebene Grat sichert das Festsitzen des Fähnchens,
selbst ohne nachträgliche Lötung.
Derart hergestellte Zungenkämme vertundem bei genauer Auswahl des Materials und
vorher entsprechend berechneter Steigung der Fußleiste die Arbeit des Abstimmens auf ein
Minimum.
Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß nach diesem Verfahren auch solche Zungen oder
Zungenkämme hergestellt werden können, deren Schwingungen statt durch optische Beobachtungen bezw. neben der optischen
Beobachtung auch akustische Kontrolle gewähren sollen. In diesem Falle werden die
Zwischenräume der einzelnen Zungen etwas größer gewählt, so daß sie durch Querwände
ausgefüllt werden können, die nur so viel Spielraum gewähren, daß die Zungen bei
ihren Schwingungen gerade noch frei hindurchschlagen können. Bei einzelnen Zungen
kann der durch die tönenden Harmoniumzungen bekannt gewordene sogenannte Kasten in Anwendung kommen.
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung einzelner Zungen und skalenartig abgestimmter
Zungenkämme aus Federbändern für Resonanzapparate, dadurch gekennzeichnet, daß durch Verminderung der Breite des
Federbandes die Biegungsstelle oberhalb der Zungenwurzel örtlich eingeschränkt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Breitenverminderung
des Federbandes durch beliebig geformte Lochung oder seitliche Wegnahme von Material herbeigeführt wird.
3· Verfahren zur Herstellung skalenartig abgestimmter Zungen aus Federbändern
für Resonanzapparate, dadurch gekennzeichnet, daß die durch Aufschrauben auf. eine Fußleiste zu einem
Kamme vereinigten Zungen erst nachträglich gemeinsam auf die gewollte Länge abgeschnitten werden.
4. Verfahren zur Herstellung einzelner Zungen und skalenartig abgestimmter
Zungenkämme aus Federbändern für Resonanzapparate , dadurch gekennzeichnet, daß die zwecks leichterer Sichtbarmachung
der Schwingungen üblichen Fähnchen über die Kanten der freien Zungenenden gefalzt
sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE166608C true DE166608C (de) |
Family
ID=431991
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT166608D Active DE166608C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE166608C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1063705B (de) * | 1957-02-20 | 1959-08-20 | Siemens Ag | Einrichtung zur Befestigung von Federzungen, insbesondere fuer Zungenfrequenzmesser |
-
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1063705B (de) * | 1957-02-20 | 1959-08-20 | Siemens Ag | Einrichtung zur Befestigung von Federzungen, insbesondere fuer Zungenfrequenzmesser |
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