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Einrichtung zur Befestigung von Federzungen, insbesondere für Zungenfrequenzmesser
Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung zur Befestigung von Federzungen, insbesondere
für Zungenfrequenzmesser, bei der die wirksame Zungenlänge veränderlich einstellbar
ist. Es ist an sich bekannt, zur Einstellung von Federzungen Spannzangen zu verwenden,
die die Federzungen an ihren Einspannenden umgreifen. Diese Art der Einstellung
findet sowohl bei Frequenzrelais als auch bei Zungenfrequenzmessern Verwendung.
Es ist bei Zungenfrequenzmessern bekannt, die freie Länge einer Federzunge über
einen großen Bereich zwecks Messung einer unbekannten Schwingungsfrequenz zu verändern.
Vielfach besteht aber die Aufgabe, eine Federzunge auf eine vorgegebene Frequenz
abzustimmen bzw. einzujustieren und in dieser abgestimmten Lage ein für allemal
festzuhalten. Dazu sind die bekannten Konstruktionen zur Veränderung der freien
Zungenlänge zwecks Messung nicht geeignet. Für den Zweck der Eininstierung einer
Federzunge auf eine vorgegebene Frequenz ist es beispielsweise bei Zungenfrequenzrelais
mit U-förmig gekrümmten Federzungen bekanntgeworden, die Federzunge mit einem Langloch
zu versehen und in einer fixen Einspannung so lange zu verschieben, bis die gewünschte
Zungenfrequenz erreicht ist. Diese Konstruktion hat jedoch insbesondere bei Anwendung
von Zungenfrequenzmessern mit mehreren benachbart angeordneten Federzungen den Nachteil,
daß die Zungenvorderkanten bzw. die dort befestigten Fähnchen nach der Abstimmung
nicht mehr in einer Ebene liegen. Vor allem dieser Nachteil läßt sich erfindungsgemäß
dadurch vermeiden, daß eine in Längsrichtung der Zunge verschiebbare mit Langlöchern
versehene Spannzange vorgesehen ist, die die Federzunge umgreift, und daß Spannzange
und Federzunge mittels einer einzigen die Federzunge in einer bestimmten Lage fixierenden
Schraube am Zungenträger befestigt sind.
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Da bei der erfindungsgemäßen Konstruktion die Zunge im Zungenträger
unverrückbar festgehalten ist und die Einspannung bei gelöster Klemmschraube verschoben
werden kann, bleiben die Zungenvorderkanten auch nach der Abstimmung in einer Ebene.
Bei Frequenzmessern mit am Zungenträger nebeneinander angeordneten Federzungen ist
es weiter von Vorteil, den Zungenträger, wie an sich bekannt, mit spitzem Winkel
zur Reihe der Zungenvorderkanten anzuordnen, wodurch die Länge der einzelnen Zungen
in Anordnungsrichtung zu- bzw. abnimmt. Es ist dadurch ermöglicht, daß die Klemmschraube
bei allen Zungen nahe der die freie Zungenlänge festlegenden Klemmstelle der Einspannung
angreifen kann. Die Erfindung zeichnet sich durch einen besonders geringen konstruktiven
Aufwand und einfachen Aufbau aus und gewährleistet neben der Beibehaltung der Lage
der
Zungenvorderkanten bei der Abstimmung eine besonders rasche und genaue Einjustierung
der Federzungen auf eine vorgegebene Frequenz. Diese Abstimmung der erfindungsgemäß
befestigten Federzungen läßt sich besonders einfach und rasch mittels eines Hilfsgerätes
durchführen, das aus einem Bügel, der an einen mit dem Zungenträger fest verbundenen
Teil ansetzbar ist und aus einem am Bügel verschiebbaren Läufer besteht, der eine
Stellschraube trägt, die an der Einspannung der Federzunge angreift und diese bei
Verdrehung verschiebt.
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Die Erfindung wird im folgenden an Han;d der Figuren der Zeichnung
näher erläutert. Als Ausführungsbeispiel ist dabei die Befestigung der Federzungen
eines Zungenfrequenzmes&ers gewählt. In den Fig. 1 und 2 ist dile erfindungsgemäße
Befestigungseinrichtung teils in Ansicht und teils im Schnitt von der Seite und
von oben wiedergegeben, während die Fig. 3 und 4 eine Konstruktionsvariante zusammen
mit einem Hilfsgerät zur Zungenabstimmung darstellen.
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In den Figuren der Zeichnung sind mit 1 die Federzungen bezeichnet,
die nebeneinander auf einem Zungenträger 2 angeordnet sind. Der Zungenträger ist
bei 3 an der Seitenwand 4 befestigt.
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Über die einzelnen Federzungen ist eine Einspannung 5 längsverschiebbar,
die die zugehörige Federzunge nach Art einer Zange umgreift, und deren
oberer
und unterer Teil, wie aus der Zeichnung ersichtlich, durch eine Zwischenlage im
Abstand gehalten werden, wodurch sich eine Parallelführung längs der Zungen ergibt.
Die drei Teile der Einspannung sind in geeigneter Weise miteinander verbunden, z.
B. verschweißt.
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Die Einspannungen 5 sind mit Langlöchern 6 oder auch mit Schlitzen
od. dgl. für eine Klemmschraube 7 versehen. Die Klemmschraube durchsetzt auch die
zugehörige Federzunge, in der ein dem Querschnitt der Klemmschraube angepaßtes Loch
vorgesehen ist, so daß die Federzunge auch bei nicht angezogener Klemmschraube ihre
Lage nicht verändern kann. Die Abstimmung der Federzungen auf eine vorgegebene Frequenz
erfolgt durch entsprechende Verschiebung der Einspannungen 5, womit sich die wirksame
freie Zungenlänge verändert.
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In Fig. 2 liegt der Zungenträger parallel zur Vorderkante der Zungen
1. Wie vor allem Fig. 4 zeigt, kann der Zungenträger 2 auch mit spitzem Winkel zur
Reihe der Zungenvorderkanten angeordnet sein, wodurch die Länge der einzelnen Federzungen
in Anordnungsrichtung zu- bzw. abnimmt. Dadurch ergibt sich von vornherein eine
verschiedene Zungenlänge, die die Abstimmung der einzelnen Zungen durch Verschiebung
der Einspannungen 5 erleichtert.
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In den Fig. 3 und 4 ist außerdem eine Ausführungsform für ein Hilfsgerät
zur Abstimmung der Federzungen dargestellt. Dieses Hilfsgerät besteht aus einem
Bügel 8, der an dem mit dem Zungenträger fest verbundenen Teil 4 ansetzbar ist.
Am Bügel 8 ist ein Läufer 9 verschiebbar, der eine Stellschraube 10 trägt, die an
den Einspannungen 5 angreift. Bei Verdrehen der Stellschraube wird die Einspannung,
an der die Stellschraube gerade angreift, so lange verschoben, bis die für die gewünschte
Frequenz erforderliche wirksame freie Zungenlänge erreicht ist. In dieser Stellung
wird dann die Einspannung und zugleich auch die Federzunge durch Anziehen der zugehörigen
Klemmschraube 7 fixiert. Ist ein Vor- oder Rückschieben der Einspannungen durch
Verdrehen der Stellschraube 10 erwünscht, so kann in der Einspannung, wie in Fig.
4 für einen Fall angedeutet ist, ein Loch 11 vorgesehen sein, in das ein geeigneter
hakenförmiger (hier nicht gezeichneter) Fortsatz der Stellschraube 10 eingreift.
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Bei Verdrehen der Stellschraube 10 in der einen Richtung wird dann
die Einspannung vorgeschoben und die wirksame Zungenlänge verkleinert. Bei Verdrehen
der Stellschraube in der anderen Richtung wird die Einspannung zurückgezogen und
die wirksame Zungenlänge vergrößert. Nach Einjustierung der Einspannung für die
eine Zunge wird der Läufer 10 am Bügel 8 zur nächsten Zunge verschoben und auch
diese auf die geschilderte Weise abgestimmt. Die Abstimmung läßt
sich dabei in kürzester
Zeit und mit großer Genauigkeit vornehmen.
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Am Bügel 8 ist weiter eine kammartige Führung 12 vorgesehen, deren
Zähne 13 in die Spalte zwischen den Einspannungen bzw. den Federzungen eingreifen.
Es ist dadurch verhindert, daß sich die Zungen bzw. die Einspannungen bei gelöster
Klemmschraube um diese während des Abstimmens verdrehen und ihre parallele Anordnung
verlieren. Durch die kammartige Führung 12 werden die Zungen und die Einspannungen
zugleich auch so gehalten, daß sie bei Angreifen der Stellschraube 10 auch nicht
durch eine Kippbewegung nach unten oder oben ausweichen können.
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PATETANSPROCE: t. Einrichtung zur Befestigung von Federzungen, insbesondere
für Zungenfrequenzmesser, bei der die wirksame Zungenlänge veränderlich einstellbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine in Längsrichtung der Zunge verschiebbare,
mit Langlöchern versehene Spannzange vorgesehen ist, die die Federzunge umgreift,
und daß Spannzange und Federzunge mittels einer einzigen die Federzunge in einer
bestimmten Lage fixierenden Schraube am Zungenträger befestigt sind.