DE16482C - Verfahren zur Darstellung gelber, rother und violetter Farbstoffe durch Einwirkung der Diazoverbindungen des Amidoazobenzols und der Homologen sowie der Sulfosäuren dieser Körper auf Phenole, Naphtole, Dioxynaphtalin und deren Sulfosäuren; zum Theil unter Anwendung der nach dem unter P. R. Nr. 4186 patentirten Verfahren dargestellten Sulfosäuren - Google Patents

Verfahren zur Darstellung gelber, rother und violetter Farbstoffe durch Einwirkung der Diazoverbindungen des Amidoazobenzols und der Homologen sowie der Sulfosäuren dieser Körper auf Phenole, Naphtole, Dioxynaphtalin und deren Sulfosäuren; zum Theil unter Anwendung der nach dem unter P. R. Nr. 4186 patentirten Verfahren dargestellten Sulfosäuren

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DE16482C
DE16482C DENDAT16482D DE16482DA DE16482C DE 16482 C DE16482 C DE 16482C DE NDAT16482 D DENDAT16482 D DE NDAT16482D DE 16482D A DE16482D A DE 16482DA DE 16482 C DE16482 C DE 16482C
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R. KRÜ-GENER in Höchst a. M
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B31/00Disazo and polyazo dyes of the type A->B->C, A->B->C->D, or the like, prepared by diazotising and coupling
    • C09B31/02Disazo dyes
    • C09B31/06Disazo dyes from a coupling component "C" containing a directive hydroxyl group
    • C09B31/061Disazo dyes from a coupling component "C" containing a directive hydroxyl group containing acid groups, e.g. -CO2H, -SO3H, -PO3H2, -OSO3H, -OPO2H2; Salts thereof

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Das neue Verfahren bezweckt die Herstellung von Farbstoffen, deren Nuance reiner und klarer ist, die beständiger gegen Seife und Licht sind, und deren Färbekraft bedeutend gröfser ist, als die der bis jetzt hergestellten Naphtolfarben.
Um z. B. einen rothen Farbstoff herzustellen, der in der Nuance der reinen Cochenille fast gleichkommt, und der mit Ponceau 3 R bezeichnet werden soll, verfährt man folgendermafsen:
50 kg schwefelsaures Amidoazobenzol
-fiii -Λ^Λ H2 SO4) oder 47 kg salzsaures Salz werden in 230 kg rauchende Schwefelsäure von 14 pCt. Anhydridgehalt unter Abkühlen des Gefäfses langsam eingetragen und darauf im Wasserbade auf 60 bis 700 C. (im Innern) allmälig erwärmt so lange, bis eine Probe sich klar in Wasser löst; es hat sich alsdann die Disulfosäure des Amidoazobenzols gebildet. Man verdünnt mit. Wasser und neutralisirt mit Aetznatron.
Die Lösung des so erhaltenen Natronsalzes der Amidoazobenzoldisulfosäure wird mit 50 kg Salzsäure von 30 pCt. Gehalt angesäuert, stark abgekühlt (3 bis 50 C.) und mit noch so viel Wasser versetzt, dafs alle Krystalle sich lösen; dieser Lösung wird die berechnete Menge von 14 kg salpetrigsaurem Natron von 100 pCt., welches in 2 bis 3 Theilen Wasser gelöst ist, allmälig unter fortwährendem Abkühlen zugesetzt; es bildet sich dadurch die Diazoazobenzoldisulfosäure.
Andererseits löst man 29 kg ß-Naphtol mit 16 kg Aetznatron (100 pCt.) in so viel Wasser, dafs beim Erkalten Alles gelöst bleibt, kühlt darauf stark ab (3 bis 50 C.) und läfst nun die oben beschriebene Lösung, die Diazoazobenzoldisulfosäure, langsam unter Umrühren zufliefsen.
Der Farbstoff bildet sich sofort; er wird ausgesalzen, filtrirt, geprefst und durch Umlösen gereinigt.
Die Homologen des Amidoazobenzols, als: Amidoazotoluol und Amidoazoxylol, sowie Methyl- und Aethylamidoazobenzol, -toluol und -xylol nach obiger Beschreibung sulfurirt, diazotirt und mit ß-Naphtolnatron zusammengebracht, geben ebenfalls schöne orangerothe und rothe Farbstoffe. Das ß-Naphtol kann hierbei auch durch a-Naphtol, Phenol oder durch Dioxynaphtalin ersetzt werden.
Auch das Amidoazonaphtalin giebt bei gleicher Behandlung wie oben mit α und ß-Naphtol, mit Phenol und Dioxynaphtalin einen schön rothen Farbstoff.
Das Amidoazobenzol oder dessen oben erwähnte Homologen, sowie das Amidoazonaphtalin, mit salpetrigsaurem Natron und Salzsäure diazotirt, geben mit den Mono- oder Disulfosäuren der beiden Naphtole, der Dioxynaphtaline und des Phenols Farbstoffe, die in der Nuance von roth bis violett variiren und die
sich alle durch eine grofse Färbekraft auszeichnen.
Ferner habe ich noch folgende gemischte, neue Amidoazoverbmdungen hergestellt:
C6 H, N=N- C7 H6 (NH2), C6 H, N=N- Q H7 (NH2), C6 H, — N= N-C10B6 (NH2).
C7H1-N = N-C6H1 (NH2), C7 H1 N= N-C1H1 (NH2), C1 H7 — N=N-C10 H5 (NH2).
Q H9 — N=N- C6 H1 (NH2), C9 H9 — N=N- C1 H6 (NH2),
C8 H9 N= N— C10 H6 (NB2).
C10 B7 — N= N-C6B4, (NB2),
C10 B7 — N=N- C1 B6 (NB2), C10H7- N= N-QH7 (NB2).
In diese Körper kann Methyl und Aethyl, an Kohlenstoff gebunden, eingeführt werden; auch kann Methyl und Aethyl vorher in die betreffenden Amide eingeführt werden, undkönnen dann erst die gemischten Amidoazoverbmdungen hergestellt werden.
Ich beschreibe die Darstellung einer dieser gemischten Verbindungen; die Darstellung sämmtlicher oben in Formeln angeführten Verbindungen ist eine vollständig analoge.
Anilin wird mit der sehr genau berechneten Menge von salpetrigsaurem Natron und Salzsäure in Diazobenzolchlorid übergeführt; die Lösung dieses Chlorids wird der genau berechneten Menge von Xylidin unter kräftigem Umrühren zugemischt; es bildet sich dabei das Diazobenzolamidoxylol, welches durch Einwirkung von salzsaurem Xylidin in die isomere Amidoazoverbindung verwandelt wird.
C6 H5 — N= N-Q H7 (NH2).
Die Darstellung der Sulfosäuren der gemischten Amidoazoverbmdungen geschieht analog derjenigen der Disulfosäure des Amidoazobenzols, wobei man, wenn die Monosulfosäure hergestellt werden soll, so viel rauchende, 14 pCt. Anhydrid haltende Schwefelsäure nimmt, dafs der Anhydridgehalt in derselben einem gleichen Molecül der gemischten Amidoazoverbindung entspricht, und zur Darstellung der Disulfosäure entsprechend zwei Molecule Anhydrid nimmt.
C6 H5 — N= N-C7H6 (NH2)
Amidoazobenzoltoluol
TT
-+- 2 SO, =
Of)
Q H, N= N— C7 B, JjJ £ (NB2)
Amidoazobenzoltoluoldisulfosäure.
Nachdem man mit Wasser verdünnt hat, neutralisirt man mit Aetznatron und fällt das Natronsalz mit Kochsalz, oder man neutralisirt mit Kalkmilch und verwandelt das Kalksalz in das Natronsalz.
Die so erhaltenen Mono- und Disulfosäuren dieser sämmtlichen gemischten Amidoazoverbmdungen geben, mit salpetrigsaurem Natron und Salzsäure diazotirt, Diazoazoverbindungen, welche mit Naphtolen, Dioxynaphtalinen und Phenol gelbe, rothe, violette und blau-violette Farbstoffe geben.
Die Diazoverbindung der gemischten Amidoazoverbmdungen geben mit den Mono- und Disulfosäuren der Naphtole, der Dioxynaphataline und des Phenols ebenfalls Farbstoffe, welche in der Nuance röther oder bläulicher sind als die vorgenannten.
Aus Fr. Graf si er in Cannstatt (Württemberg), P. R. No. 4186, patentirten Sulfosäure (Mono) des Amidoazobenzols und seiner Homologen erhält man durch Diazotiren derselben (man nimmt dazu das im Handel unter dem Namen »Eehtgelb« vorkommende Natronsalz) und Einwirkenlassen auf α- und ß-Naphtol, Phenol und Dioxynaphtalin schöne rothe und violette Farbstoffe; von diesen ist der Farbstoff, den man bei Anwendung des ß-Naphtols erhält, der schönste.

Claims (2)

  1. Patent-Anspruch:
    ι . Herstellung von ■ Farbstoffen durch Einwirkung der Diazoazobenzoldisulfosäure auf Beta-Naphtol. Die Diazoazobenzoldisulfosäure kann ersetzt werden durch die entsprechenden. Verbindungen des Naphtalins und der homologen Benzole; das Beta-Naphtol kann ersetzt werden durch Alpha-Naphtol, Phenol oder Dioxynaphtalin. '
  2. 2. Herstellung von Farbstoffen durch Einwirkung des Diazoazobenzols oder dessen Homologen auf die Sulfosäuren des Alpha- und Beta-Naphtols, des Phenols und des Dioxynaphtalins.
DENDAT16482D Verfahren zur Darstellung gelber, rother und violetter Farbstoffe durch Einwirkung der Diazoverbindungen des Amidoazobenzols und der Homologen sowie der Sulfosäuren dieser Körper auf Phenole, Naphtole, Dioxynaphtalin und deren Sulfosäuren; zum Theil unter Anwendung der nach dem unter P. R. Nr. 4186 patentirten Verfahren dargestellten Sulfosäuren Active DE16482C (de)

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