DE162134C - - Google Patents

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DE162134C
DE162134C DE1903162134D DE162134DA DE162134C DE 162134 C DE162134 C DE 162134C DE 1903162134 D DE1903162134 D DE 1903162134D DE 162134D A DE162134D A DE 162134DA DE 162134 C DE162134 C DE 162134C
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DE1903162134D
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12HPASTEURISATION, STERILISATION, PRESERVATION, PURIFICATION, CLARIFICATION OR AGEING OF ALCOHOLIC BEVERAGES; METHODS FOR ALTERING THE ALCOHOL CONTENT OF FERMENTED SOLUTIONS OR ALCOHOLIC BEVERAGES
    • C12H1/00Pasteurisation, sterilisation, preservation, purification, clarification, or ageing of alcoholic beverages

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)
  • Seasonings (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 6 tf.
Es ist eine allbekannte Tatsache, daß Wein, Branntwein, Likör, Essig und Essenzen durch eine gewisse Alterung vollkommener " werden. " Deshalb 'ist die Industrie gezwungen, solche Stoffe oft Jahre lang lagern zu lassen. Es beruht dieser Alterungsvorgang auf der Umwandlung fuselartiger Bestandteile in aromatische. Man kann diesen. Vorgang, dessen einzelne Phasen eingehend ίο noch nicht erforscht sind, als eine Art Oxydation betrachten.
Längst schon wurde es als dringendes Bedürfnis empfunden, diese Art der Veredelung künstlich zu beschleunigen, und es.sind auch eine ganze Reihe von dahingehenden Versuchen gemacht worden, die aber alle mit einem negativen Resultat endigten.
Es wurden zu diesem Zwecke die be- - treffenden Flüssigkeiten mit Luft oder Sauerstoff zusammengebracht, auch wurden Induktionsströme angewendet. Nach einem anderen Verfahren werden die Flüssigkeiten mit Wasserstoffsuperoxyd gemischt und dann Induktionsströmen ausgesetzt.
Kurz, alle diese verschiedenen Behandlungsweisen waren nicht geeignet, ein brauchbares Produkt zu liefern, weil die Oxydation oft schon bei der Bearbeitung selbst, manchmal etwas später, sich als eine zu weitgehende Zersetzung erwies.
Vorliegende Erfindung beseitigt nun diese Übelstände und liefert ausgezeichnete und vollständig haltbare Flüssigkeiten.
Das neue Verfahren beruht auf der An-Wendung von Sauerstoff und Influenzelektrizität.
Durch eingehende Versuche wurde nachgewiesen, daß Induktionsströme nicht zu gebrauchen sind, sondern daß lediglich durch die als Influenzelektrizität (statische Elektrizität) bezeichnete Äußerung elektrischer Kräfte im Verein mit Sauerstoff die neue, vorzügliche Wirkung hervorgebracht wird.
Zur Ausübung des Verfahrens wird in die Flüssigkeiten Sauerstoff eingeleitet unter gleichzeitiger, während dieses Vorganges andauernder Entwicklung von Influenzelektrizität.
Aus einem fuseligen Branntwein wird nach dem eben erläuterten Verfahren eine Flüssigkeit von gutem Geruch und Geschmack erzielt.
Neuer Kognak, Arrak, Rum, Kirschwasser, Slibowitza (Zwetschenbranntwein) bekommt, auf diese Weise behandelt, den vollkommenen aromatischen Geruch und Geschmack, der die alten abgelagerten Sorten kennzeichnet, so daß auch der gewiegteste Kenner nicht in der Lage ist, einen abgelagerten Branntwein von dem nach dem neuen Verfahren behandelten zu unterscheiden.
Junge Weine nehmen nach der Behandlung den lieblichen Geruch und vollen Geschmack alter Jahrgänge an.
Ebenso wie bei den oben angeführten Flüssigkeiten hat sich" das neue Verfahren bei Essenzen sehr gut bewährt.
Ein ganz frisch, durch einfaches Mischen der ätherischen öle mit Alkohol bereitetes kölnisches Wasser nimmt nach der Behändlung den feinen harmonischen Geruch eines alten an, während man vor der Behandlung beinahe jedes einzelne ätherische öl heraus-
(2. Auflage, ausgegeben am 20. April igcq.l
riechen kann. Andere alkoholische Parfüms verhalten sich ebenso.
Essig, der jung ebenfalls noch Bestandteile hat, die Geruch und Geschmack beeinträchtigen, wird nach dem neuen Verfahren ebenfalls vervollkommnet.
Es wird durch vorliegende Erfindung, ohne späteren Schaden für die Flüssigkeit, eine tatsächliche Veredelung erzielt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Veredelung von Produkten der weingeistigen, essigsauren und milchsauren Gärung, sowie von alkoholischen Essenzen, gekennzeichnet durch die Behandlung dieser Flüssigkeiten mit elementarem Sauerstoff und Influenzelektrizität.
    Berlin, gedruckt in der reichsdruckerei.
DE1903162134D 1903-07-23 1903-07-23 Expired - Lifetime DE162134C (de)

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AT26686D AT26686B (de) 1903-07-23 1904-03-21 Verfahren zur Veredelung von Gärungsprodukten.

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