DE161952C - - Google Patents
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
- C10B49/00—Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated
- C10B49/02—Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated with hot gases or vapours, e.g. hot gases obtained by partial combustion of the charge
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Description
wqmihim/ ha
edaaao
Um aus Kohlen oder anderen gasreichen Brennstoffen die leichtestflUchtigen Bestandteile
auszuscheiden, bringt man dieselben in Ofenkammern, Retorten o. dgl., in welchen
sie bis ungefähr zur Entzündungstemperatur oder auch geringer erhitzt werden, und zwar
entweder von außen' oder dadurch, daß man heiße Gase hindurchleitet und die Brennstoffe
dadurch abschwelt.
ίο Auch ist die Verkohlung von Holz, Torf usw. in geschlossenen Behältern mittels Hindurchleitens
heißer Gase unter Überdruck bekannt.
In ähnlicher Weise wird bei vorliegendem Verfahren vorgegangen, um gasreiche Brennstoffe
für eine rauchlose Verbrennung geeignet zu machen, sowie überhaupt zu verbessern.
Die Behandlung der Brennstoffe mit den heißen Gasen erfolgt auch hier unter
so hohem Druck. Der Brennstoff soll aber dabei seine Form nicht verändern, nicht verkoken
oder verkohlen; es sollen lediglich die leichtestflUchtigen Bestandteile des Brennstoffes
entweichen. Dieses letztere wird durch den hohen Gasdruck begünstigt.
Zu diesem Zweck werden die Brennstoffe (Stein- oder Braunkohle) z. B. in eine mit
einem Ablaßventil versehene Retorte o. dgl. eingebracht und dann mittels eines Kompressors
o. dgl. heiße Gase in die Retorte gepreßt.
Durch den erzeugten Druck wird die Temperatur erhöht und die Gase scheiden
sich schneller aus.
Den hohen Druck kann man auch dadurch erzielen, daß man in die Retorte heiße Gase
führt und danach sämtliche Ventile schließt. Durch Einwirken der heißen Gase scheiden
sich nun die in den Brennstoffen enthaltenen leichtestflUchtigen Kohlenwasserstoffe usw.
aus, dadurch steigt der Druck in der Retorte; genügt dies aber nicht, so kann
auch die Retorte von außen beheizt werden. Steigt der Druck in der Retorte zu hoch,
so können die überschüssigen Gase durch Sicherheitsventile abblasen.
Die Brennstoffe werden in beiden Fällen so lange in der Retorte gelassen und den
heißen Gasen ausgesetzt, bis die Kohlenwasserstoffe usw. aus denselben ausgeschieden
sind, ohne daß jedoch die Form der Kohle wesentlich verändert wird und diese doch
verhältnismäßig gasreich bleibt, also gewissermaßen künstlicher Anthrazit erzeugt ist, welcher
nicht zusammenschmilzt wie der Koks bei der Gasfabrikation usw. Letzterer verändert
bekanntlich seine ursprüngliche Form vollständig und wird gasarm, weil er längere
Zeit in Glut gestanden hat.
Nachdem die Kohlenwasserstoffe usw. ausgeschieden sind, werden die Gase abgeführt
und die kohlenwasserstoffarmen Brennstoffe aus der Retorte entfernt, worauf die Beschickung
von neuem erfolgen kann.
Bei diesem Verfahren kann man die Temperatur so regeln, daß gerade nur die
leichtestflUchtigen Bestandteile zur Ausscheidung kommen. Gleichzeitig ist aber der
Druck so stark zu wählen, daß, wenn die Gase abgelassen werden, dem Brennstoff bei
der Druckverminderung zu seiner Abkühlung genügend Wärme entzogen wird.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:I. Verfahren, gasreiche Brennstoffe durch Austreibung der leichtestflüchtigen Bestandteile vermittels Durchleitens heißer ίο Gase zu verbessern, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung der Brennstoffe mit den heißen Gasen unter hohem Druck erfolgt.
- 2. Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der nötige Druck in dem verwendeten Behälter durch dessen völligen Abschluß und Absperren des Gaseinlasses nach Einleiten einer gewissen Gasmenge infolge der durch das Gas bewirkten Verflüchtigung von Kohlebestandteilen erzeugt wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE161952C true DE161952C (de) |
Family
ID=427783
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT161952D Active DE161952C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE161952C (de) |
-
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