DE15841C - Steuerung für Dampfmaschinen mit zwangläufiger Schlufsbewegung der Ventile - Google Patents

Steuerung für Dampfmaschinen mit zwangläufiger Schlufsbewegung der Ventile

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DE15841C
DE15841C DENDAT15841D DE15841DA DE15841C DE 15841 C DE15841 C DE 15841C DE NDAT15841 D DENDAT15841 D DE NDAT15841D DE 15841D A DE15841D A DE 15841DA DE 15841 C DE15841 C DE 15841C
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DENDAT15841D
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M. kuchenbecker in Schweidnitz in Schlesien
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L31/00Valve drive, valve adjustment during operation, or other valve control, not provided for in groups F01L15/00 - F01L29/00
    • F01L31/08Valve drive or valve adjustment, apart from tripping aspects; Positively-driven gear
    • F01L31/10Valve drive or valve adjustment, apart from tripping aspects; Positively-driven gear the drive being effected by eccentrics

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT,
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. Mai 1881 ab.
Die Wirkungsweise der vorliegenden Steuerung in ihrer Anwendung auf Dampfvertheilung durch Ventile geht aus Fig. ι bis 6 hervor.
Es sind zwei Ventile für. den Dampfeintritt und zwei Ventile für den Dampfaustritt, in gewöhnlicher Weise angeordnet, vorausgesetzt. Die Bewegung derselben erfolgt durch zwei Excenter von der zur Cylinderaxe parallelen Steuerwelle K aus. Jedes Excenter steuert ein Einlafs- und das zugehörige Auslafsventil wie folgt:
Das Excenter A ist im Punkt L mit dem um C schwingenden Hebel B verbunden, von welchem aus, im Punkt H angreifend, die Stange HM, die das Auslafsventil, Fig. 6, öffnet und schliefst, nach abwärts geht. Im Hebel B befindet sich eine nach einem Kreisbogen geformte Coulisse mit einem Gleitstück D, dessen Lage von der Einwirkung des Regulators abhängig ist. Das Gleitstück ist durch zwei parallele Zugstangen F, mit dem Punkt F eines um den Punkt G der Excenterstange schwingenden Hebels F G verbunden.
Die Bahnen, welche die Punkte LFG dieses Mechanismus beschreiben, sind in Fig. 3 dargestellt.
Für die Bewegung des Einlafsventils wird die
Curve des Punktes F benutzt. Dieselbe ist abhängig von der Stellung des Gleitstücks D in der Coulisse des Hebels B, und ist für jede
<? Stellung eine andere.
Fig. 3 zeigt diese Curve bei den äufsersten Gleitstückstellungen D und D\ Ist Punkt 19 derjenige Punkt, bei welchem die Ventilerhebung mittelst der Druckstange F N beginnen soll, gleichgültig, welche Stellung das Gleitstück D hat, so mufs die Coulisse nach einem Kreisbogen vom Radius FD mit Punkt 19 als Mittelpunkt gekrümmt sein.
Dreht sich das Excenter in dem durch den Pfeil bezeichneten Sinne, und fafst man die verschiedenen Stellungen des Gleitstücks D ins Auge, so findet man, dafs die Bewegung des Punktes F in der Richtung der Druckstange FN nach Weg und Zeit eine um so geringere ist, je mehr das Gleitstück sich dem Drehpunkt C der Coulisse, und eine um so gröfsere, je mehr es sich dem Angriffspunkt L der Excenterstange nähert. Es kann durch Verschiebung des Gleitstücks nach einer oder der anderen Richtung jeder beliebige Füllungsgrad erreicht werden.
Wollte man die Stange FN direct mit dem Ventil in Verbindung bringen, so würde man, um bei den kleinen Füllungsgraden die nöthigen Einströmungsquerschnitte zu erhalten, sehr grofse Ventile anwenden müssen. Die Einrichtung, die diesen Uebelstand beseitigen soll, und vermittelst welcher die Ventile ohne bedeutende Anstrengung des beschriebenen Steuermechanismus geöffnet und vollkommen zwangläufig wieder geschlossen werden, ist folgende:
Die Druckstange FN, Fig. 1, greift zunächst an ein eigenthümlich geformtes Hebestück O, Fig. 4, welches wiederum einen entsprechend geformten Hebel P bewegt, durch den die Ventilstange Q gehoben wird. Zu Anfang der Ventilbewegung legt sich der Hebel O bei f an den Hebel P an. Die Hebelverhältnisse sind dann derartige, dafs das Ventil mit geringem Kraftaufwand vom Sitz abgehoben wird. Sobald das Ventil gelöst ist, berührt auch sofort die Nase des Hebels O bei / l die ent-

Claims (2)

sprechend geformte Nase des Hebels P, und nun findet ein schnelles Heben statt, bis die Vorderfläche von Oan/ abgeglitten ist. Die höchste Stellung des Ventils ist erreicht (siehe Fig. 5). Beim Rückwärtsgang der Stange N wird durch das Anschlagen der Nase bei /3 ein rascher Schlufs bewirkt. Das Ventil kann jedoch nicht direct auf den Sitz aufschlagen, sondern wird durch die Curve/1^ abgefangen, die es ebenso allmälig auf den Sitz fallen läfst, wie die Erhebung stattgefunden hat. Mittelst dieses Mechanismus erhält man rasche und grofse Ventilerhebung. Damit Unreinigkeiten (Sandtheile, welche von dem Dampf mit fortgerissen werden, u. dergl.) den Ventilsitzen, sowie dem Steuermechanismus vermöge der zwangsweisen Schlufsbewegung der Ventile nicht gefährlich werden können, ist der Kreuzkopf S aus zwei über einander verschiebbaren Büchsen hergestellt. Eine Grundbüchse T ist fest auf die Ventilstange aufgeschraubt. Ueber diese schiebt sich eine Hülse U mit den beiden Angriffszapfen für den Hebel P, die vermöge einer kleinen starken Feder gegen den oberen deckelartigen Rand der Grundbüchse T geprefst wird. Bleibt nun ein fester Körper zwischen dem Ventil und Sitz bei der Schlufsbewegung haften, so wird der äufsere Theil U des Kreuzkopfes die Feder zusammendrücken. Die Bewegung der Auslafsventile ist aus Fig. 6, 7 und 8 ersichtlich. Die Anwendung der neuen Steuerung auf Schieber und Corlifshähne ist durch Fig. 9, 10 und 11 veranschaulicht. Paten τ-An Sprüche:
1. Der in Fig. 1, 2 und 3 dargestellte und vorstehend beschriebene Mechanismus zur Steuerung von Dampfventilen, Schiebern etc.
2. Die in Fig. 4, 5 und 6 dargestellte und vorstehend beschriebene eigenthümliche Hebelanordnung zum Anheben und zur Hubbegrenzung, sowie zur zwangläufigen Schlufsbewegung von Ventilen, Schiebern etc.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DENDAT15841D Steuerung für Dampfmaschinen mit zwangläufiger Schlufsbewegung der Ventile Active DE15841C (de)

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