DE13628C - Präzisionsventilsteuerung mit Compressionsventilen - Google Patents
Präzisionsventilsteuerung mit CompressionsventilenInfo
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- DE13628C DE13628C DENDAT13628D DE13628DA DE13628C DE 13628 C DE13628 C DE 13628C DE NDAT13628 D DENDAT13628 D DE NDAT13628D DE 13628D A DE13628D A DE 13628DA DE 13628 C DE13628 C DE 13628C
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
- E21D3/00—Raising shafts, i.e. working upwards from the bottom
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14: Dampfmaschinen. f\
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. September 1880 ab.
Die Ventile, welche den Dampfein- und Auslafs reguliren, sitzen in den Cylinderdeckeln,
und zwar sind in Fig. 1 die beiden oberen Ventile A Einlafs- und die beiden unteren Auslafsventile.
Jedes Einlafsventil ist mit dem Luftbuffer C versehen und steht durch den zweiarmigen
Hebel B nebst Blattfeder mit einem Ende der Stange D in Verbindung, Fig. 2.
Am anderen Ende von D ist die mit einem Vorsprung versehene Feder E angenietet. Dieser
Vorsprung fängt sich an der Stahlplatte F, welche mit dem Bügel S fest verbunden ist.
Dieser Bügel hat nach beiden Seiten röhrenartige Verlängerungen S1 S1 von viereckigem
Querschnitt, welche in den Lagern ί hin- und hergleiten. Innerhalb von S1 S1 bewegt sich
das Ende der Stange D mit der daran befestigten Feder E. Der Bügel S sammt seinen
Verlängerungen .S1 S1 erhält eine hin- und hergehende
Bewegung durch das Excenter G mit Gleitstück JT. Die hohle Spindel T, Fig. 3, auf
welcher das Excenter aufgekeilt ist, und welche mittelst Kegel- und hyperboloidischer Räder von
der Hauptwelle aus bewegt wird, trägt am unteren Ende eine Herzscheibe Q, durch welche
der Austritt des Dampfes auf bekannte Weise regulirt wird. Die in der Spindel T steckende
Stange V nimmt an der Drehung von T Theil, kann aber auch in ihrer Längsrichtung hin-
und hergeschoben werden. Dies geschieht durch den Regulator der Maschine und es greifen die
bezüglichen Uebertragungsorgane am unteren Ende der Stange V an. Gegen das obere Ende
von V, welches mit zwei Schraubengängen versehen ist, wird das mit einer Nase und zwei
Knaggen versehene Stück K durch die Feder M stets angedrückt. Bei dem jedesmaligen Einfallen
der Nase von K in den Gewindegang von V werden die Federn E durch die Knaggen
von K an D angeprefst, so dafs dann E nicht mehr von F zurückgehalten wird. Die grofse
Blattfeder an B kommt darauf zur Geltung und schliefst das Einlafsventil rasch. Die bezüglichen
Stellungen der Steuerung sind aus den Fig. 2, 4 und 5 ersichtlich. Fig. 2 zeigt die
Stellung für den todten Punkt der Kurbel; beide Ventile sind geschlossen und beide Federn E sind
von den Plättchen.Ffestgehalten. Bei der Drehung
des Excenters G in dem Sinne des Pfeiles bewegt sich der Rahmen >S von links nach rechts.
Die Stange D auf der linken Seite wird von S, da E von F festgehalten wird, mitgenommen
und das linke Einlafsventil geöffnet, bis die Nase an K in den Gewindegang von V einschnappt,
wodurch E zurückgedrängt und das Ventil geschlossen wird. Während der Bügel S
von links nach rechts geht, kann derselbe- auf das rechtsseitige Ventil keinerlei Einflufs üben,
dasselbe bleibt geschlossen, da F die Feder E des rechtsseitigen Ventiles nicht mitnehmen
kann, wie Fig. 4 andeutet. Fig. 5 zeigt die Stellung, bei welcher die Nase von K in einen
Schraubengang von V durch die Feder M (welche natürlich stärker ist, als Feder E) hineingedrängt
worden ist.
Das Einschnappen der Nase K in die Gewindegänge von V erfolgt, je nachdem der
Regulator letztere vor- oder zurückgeschoben hat, früher oder später, wodurch der Füllungsgrad kleiner oder gröfser wird. Fig. 7 veranschaulicht
die Stellungen von DEF und K
zu einander in schiefer Ansicht.
Ganz unabhängig von diesem Steuermechanismus wirkt im vorderen und hinteren Cylinderdeckel
je ein vom Erfinder »Compressionsventil« genannter Apparat. Fig. ι zeigt denselben
in geschlossener, Fig. 6 (in vergröfsertem Mafsstabe) in geöffneter Stellung. Das Gehäuse O,
durch Konus und Mutter U im Cylinderdeckel eingedichtet, enthält ein Ventil N. Dasselbe
gleitet theils in O, theils in der Schlufsschraube P. Das Oeffhen dieses Ventils erfolgt
durch Anstofsen des Dampfkolbens an dasselbe, das Schliefsen durch den in O einströmenden
Dampf. Durch dieses Compressionsventil soll folgendes erreicht werden: Das Excenter G soll gegen die Kurbel wenig über
900 Voreilung haben, und die Auslafsventile sollen möglichst spät geschlossen werden, um
die Compression auf ein Minimum zu reduciren; und damit kein Stofs in der Maschine durch
plötzlich einströmenden Dampf entsteht, soll durch Anstofsen des Kolbens an das Ventil N
und Oeffnen desselben ein langsames Voreinströmen des Dampfes bewirkt und dadurch die
nöthige Compression erzeugt werden. Infolge dieser Anordnungen soll in dem Indicatordiagramm
für die Compressionscurve ein fast rechter Winkel gegen die Abscissenaxe sich zeigen. Der Vortheil soll besonders hervortreten
bei Maschinen, welche zeitweilig mit Condensation und zeitweilig mit Abdampf arbeiten.
Claims (4)
1. Die Anordnung der Ein- und Auslafsventile als liegende Ventile in, den Deckeln des
Dampfcylinders.
2. Die Präcisionssteuerung der Einlafsventile,
bestehend aus den Stangen D mit den mit Nasen versehenen Federn E, welche von
den Stahlplatten F zurückgehalten werden. Die Stahlplatten F sind mit dem Rahmen 5
verbunden, der durch das Excenter G sammt Gleitstück H eine hin- und hergehende
Bewegung erhält.
3. Die Auslösevomchtung bei dieser Steuerung, bestehend aus dem auf den Schraubengängen
der Stange V, welche vom Regulator der Maschine in ihrer Längsrichtung hin- und hergeschoben werden kann, reitenden,
mit einer Nase und zwei Knaggen versehenen und durch die Feder M stets
an V angeprefsten Stück K, welches beim Einfallen in die Gewindegänge von V das
Auslösen von Έ aus F und infolge dessen das plötzliche Schliefsen des Ventils bewirkt.
4. Das »Compressionsventil« N, in seinem Gehäuse O und der Schlufsschraube P gleitend,
welches durch das Anstofsen des Dampfkolbens geöffnet, durch den einströmenden Dampf geschlossen wird und den
Zweck hat, ein langsames Voreinströmen des Dampfes zu bewirken.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen!-
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE13628C true DE13628C (de) |
Family
ID=290771
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT13628D Active DE13628C (de) | Präzisionsventilsteuerung mit Compressionsventilen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE13628C (de) |
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