DE45027C - Steuerung für Luftcompressoren - Google Patents
Steuerung für LuftcompressorenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
- F04B—POSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
- F04B39/00—Component parts, details, or accessories, of pumps or pumping systems specially adapted for elastic fluids, not otherwise provided for in, or of interest apart from, groups F04B25/00 - F04B37/00
- F04B39/08—Actuation of distribution members
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
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- F04B49/02—Stopping, starting, unloading or idling control
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf Neuerungen an Ventilen für Luftcompressoren, Gebläsemaschinen
und ähnliche Apparate, durch welche die Wirkung des Auslafsventils eine automatische
und das Oeffnen desselben abhängig von dem relativen Drucke in dem Luftcylinder und dem
Recipienten wird, in welchen die geprefste Luft tritt, während der Schlufs des Ventils
durch Steuerorgane an der Maschine bestimmt wird.
In der beiliegenden Zeichnung ist Fig. 1 die Seitenansicht des einen Endes vom Cylinder
eines Luftcompressors, die Auslässe sind punktirt angedeutet.
Fig. 2 ist eine Hinteransicht.
Fig. 3, 4 und 5 veranschaulichen die Construction und Wirkungsweise des Auslafsventils.
A ist der Luftcylinder und B der Endkasten zur Aufnahme der Ventilkammern eines Einlafs-
und Auslafsventils.. Im Kasten B liegen ebenfalls die Kanäle, durch welche Luft in das Einlafsventil
geleitet wird und welche das Auslafsventil mit dem Recipienten verbinden.
Die Ventilsitze liegen so dicht wie möglich am Luftcylinder, so dafs der schädliche Raum
auf ein Minimum reducirt wird. Die Hähne C und D ersetzen bei dieser Ausführung die
Ventile, doch können auch andere Arten von Abschlufsorganen angewendet werden. C und D
werden hier durch eine Drehplatte Win Thätigkeit gesetzt, an deren Warzen die Treibstangen
R und i?1 angreifen, welche mittelbar
die Ventile verstellen, wie aus Fig. 1 ersichtlich ist. Die Platte W wird von einem Excenter
aus durch die Hauptwelle der Maschine in geeigneter Weise bewegt. Die Verbindung zwischen
der Platte W und dem Einlafsventile C ist stets eine feste und ruft jede Bewegung
der Platte eine entsprechende bestimmte Bewegung des Einlafsventils hervor. Die Wirkungsweise
des Einlafsventils C ist daher gleich der eines gewöhnlichen Schieberventils. Die
Platte W und das Auslafsventil D sind durch eine Stange R1 verbunden, deren hinteres Ende
in eine Führungsgabel ausläuft, in die der Arm des Ventils mit einem Stift α eingreift; der
Arm wird auf diese Weise nur dann bewegt, wenn die Stange R1 sich nach dem Cylinderkopfe
hin bewegt; das Ventil wird dann geschlossen. Wird nun die Bewegung der Platte umgesteuert, so bleibt Ventil D geschlossen
und wird durch einen Greifer oder eine Klinke L in dieser Lage gehalten, bis es freigegeben
wird und sich öffnen kann. Der Mechanismus, durch welchen das Auslafsventil bis zum geeigneten
Momente geschlossen gehalten und dann von demselben selbstthätig geöffnet wird, ist aus den Fig. 1, 3 und 4 ersichtlich.
Ein Arm E ist auf der Ventilspindel bezw. dem Hahnküken aufgekeilt oder sonstwie fest
damit verbunden; an oder nahe an dem äufseren Ende von E sitzt ein vorspringender Stift F
und ein Block G; das in dem Cylinder / sich bewegende Gewicht H ist mittelst Pleuelstange
an den Arm E gehängt, Fig. 1. /ist ein fester Zapfen, welcher den drehbaren Winkelhebel
L trägt. Der obere Arm M dieses Hebels L wird durch eine Feder N nach unten
gedrückt, so dafs der untere Greiferarm gegen den Block G gedrängt wird. O ist ein kleiner
Hülfstreibcylinder, dessen Kolben P eine Kolbenstange S trägt, welch letztere bis fast unter
den Arm M des Winkelhebels L reicht, wenn das Auslafsventil durch L geschlossen gehalten
wird. Die Länge der Kolbenstange ist so bemessen, dafs sie gegen M stöfst, sobald Kolben P
eine kleine Bewegung aufwärts macht; führt Kolben P einen Hub aus, so wird Arm M,
mithin auch Hebel L bewegt, das Ventil D wird freigegeben und sofort durch das auf den
Arm E wirkende Fallgewicht H ganz geöffnet.
Zur Einleitung dieser Bewegung ist das eine Ende des Cylinders O durch eine Röhre T
mit dem Recipienten und das andere Ende durch eine zweite Röhre U mit dem einen
Ende des Luftcylinders A verbunden, so dafs auf einer Seite des Kolbens P, welcher auch
durch ein Diaphragma ersetzt werden kann, stets der im Reservoir herrschende Druck und
auf der anderen Seite der auf der entsprechenden Kolbenseite des Luftcylinders vorhandene
Druck wirkt, und hieraus entwickelt sich die Wirkungsweise des Mechanismus, wie nachstehend
beschrieben ist:
Wenn Platte W und Stange R1 sich nach
dem Ventilkasten B hin bewegen, so wird das Auslafsventil D geschlossen, und sobald dies
geschehen, wird Greifer L durch die Feder N vorgedrängt und tritt mit dem Blocke G
in Eingriff, so dafs das Ventil geschlossen bleibt (s. Fig. 3). Wird die Bewegung von W
und J?1 umgesteuert, so gleitet das gabelförmige
Ende von R} auf dem Stifte frei zurück; das Ventil bleibt geschlossen, bis der Druck im
Luftcylinder und mithin auf der mit dem Luftcylinder durch die Röhre U verbundenen Seite
des Kolbens so stark geworden ist, um den auf der anderen Seite des Kolbens P lagernden
Recipientendruck zu überwinden. Sobald dies geschehen, wird Kolben P aufwärts getrieben,
wobei dann Kolbenstange S gegen den Arm M stöfst und damit den Haken L
von dem Blocke G zurückzieht. Hat diese Trennung stattgefunden, so wird durch die
Einwirkung des Gewichtes H, das Auslafsventil D sofort geöffnet und bleibt so lange
offen, bis es durch die Platte W und die Stange R1 wieder geschlossen wird.
Die Wirkungsweise der Ventile an einem Ende des Luftcylinders ist folgende:
Beim Beginne des Hubes befindet sich der Kolben im Luftcylinder A am Kopfende B
und fängt an, sich nach dem entgegengesetzten Ende des Cylinders hin zu bewegen. Zu
gleicher Zeit wird das Auslafsventil geschlossen, das Einlafsventil öffnet sich sehr schnell und
bleibt offen, bis der Kolben das Ende seines Hubes erreicht hat. Sobald der Kolben seinen
Hub rückwärts beginnt, wird das Einlafsventil geschlossen und die vor dem Kolben befindliche
Luft zusamnTengeprefst, bis der Druck gleich dem im Reservoir befindlichen Drucke
wird. Wird der Druck dann nur noch um ein Geringes stärker, so wird Hebel L durch
die Bewegung des Kolbens P ausgeklinkt und das Auslafsventil D durch die Einwirkung des
Gewichtes H geöffnet.
Ist das Auslafsventil offen, so setzt es dem Durchgange der Luft aus dem Luftcylinder in
das Reservoir keinen Widerstand mehr entgegen ' und wird daher keine weitere Arbeit
von der Triebkraft beansprucht. Nach dem Oeffhen des Auslafsventils befindet sich dasselbe
im Gleichgewicht, so dafs die zum Schliefsen desselben erforderliche Kraft sehr gering ist.
Das Gewicht H mufs ziemlich bedeutend sein, und daher werden die Abmessungen der
ganzen Einrichtung / H grofs. Man kann hier mit kleineren Abmessungen auskommen,
wenn man 1 als Vacuumbremscylinder ausbildet, bei welcher Einrichtung dann der Atmosphärendruck
auf H wirkt und beim Niedertreiben des Kolbens das Ventil öffnet. Auch kann, wie in Fig. 4 dargestellt, zum Oeffnen
des Ventils eine Feder benutzt werden, welche beim Ventilschlufs durch die Maschinenkraft gespannt
wird und nach der jedesmaligen Auslösung des Greifers zurückschnellt.
Beim Bau der Maschine kann der relative Druck im Reservoir und dem Luftcylinder, bei
welchem das Ventil sich öffnen soll, genau bestimmt und fixirt werden durch den Querschnitt,
den man der Stange S des Kolbens P giebt; denn wenn der Durchmesser der Stange
zunimmt, so verringert sich die wirksame Fläche derjenigen Seite des Kolbens P, mit
dem die Stange verbunden ist; die entgegengesetzte Fläche hat eine um diesen Betrag
gröfsere Druckfläche. Der Druck auf dieser entgegengesetzten Seite des Kolbens wird somit
mehr oder weniger dem Drucke auf der Seite, auf welcher die Stange S sitzt, überlegen
sein, und folglich wird das Auslafsventil sich gerade etwas vor dem Augenblicke öffnen,
in welchem der Druck im Luftcylinder und Reservoir einander gleich werden. Dasselbe
Resultat kann auch dadurch erreicht werden, dafs der Kolben P aus zwei Theilen von verschiedenem
Durchmesser hergestellt wird, Fig. 5. Das Verhältnifs zwischen den Flächen kann,
wenn erforderlich, ein umgekehrtes sein, so dafs das Ventil sich nur dann öffnet, wenn
der Druck im Cylinder etwas stärker ist als der Druck im Reservoir.
Um den relativen Druck, bei welchem das Auslafsventil sich öffnen soll, zu reguliren,
kann eine Feder oder ein Gewicht angewendet werden, welches der Bewegung des Kolbens
nach dem Arme M der Klinke L hin einen gröfseren oder geringeren Widerstand entgegensetzt.
Wenn hierzu Federdruck angewendet wird, so kann die Feder TV benutzt werden.
Eine Stellschraube Q, Fig. 4, ist dann so an-
Claims (3)
- geordnet, dafs sie gegen die Feder drückt, so dafs man die Kraft der Feder verändern kann. Wird ein Gewicht angewendet (Fig. 3 punktirt), so bringt man dasselbe zweckmä'fsig an einer Verlängerung von M verstellbar an.Bei beiden Anordnungen kann der Zeitpunkt des Oeffnens des Ventils so regulirt werden, dafs die beiden Druckstärken genau einander gleich oder der Druck im Cylinder etwas schwächer oder stärker ist als der Druck im Reservoir.Patenτ-Anspruch:
Eine Steuerung für Gebläse, gekennzeichnetgleichzeitig durch:i. die selbsttätige Oeffnung des von der Steuerung der Maschine geschlossenen Auslafsventils, welche hervorgerufen wird durch das Zusammenwirken einer Treibmit einer Auslösevorrichtung, wobei in einem geschlossenen Treibcylinder O der auf einer Seite unter dem Recipientendruck und auf der anderen Seite unter dem Compressionsdruck im Arbeitscylinder stehende Kolben oder das Diaphragma P unter Einwirkung dieser wechselnden Drucke bewegt und zwecks Oeffnung des Ventils so unter den einen Schenkel M eines drehbar gelagerten Winkelhebels gestofsen wird, dafs dessen anderer Schenkel L den bis dahin festgehaltenen Dreharm E des Ventils freigiebt, worauf dieser Arm E durch seine von einem Gewicht (Fig. 1) oder einer Feder (Fig. 4) hervorgerufene Bewegung die Oeffnung des Ventils bewirkt; - 2. die Regulirung des Druckes der geprefsten Luft durch eine einstellbare, nach Fig. 3 oder 4 (punktirt) ausgeführte Belastung des Armes M des Greifermechanismus, deren Widerstand die Kolbenstange des Treibcylinders behufs Oeffnung des Auslafsventils überwinden mufs, und
- 3. die Festsetzung eines bestimmten Verhältnisses zwischen Maximaldruck im Compressionscylinder und Recipientendruck durch die entsprechende Wahl der Querschnitte für den Kolben P und die Kolbenstange S im Treibcylinder O (Fig. 3), oder durch Anordnung eines aus Scheiben verschiedenen Durchmessers zusammengesetzten Kolbens P1 (Fig. 5) in dem entsprechend gestalteten Treibcylinder, welcher über und unter diesem Kolben mit dem Recipienten und dem Arbeitscylinder verbunden ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE45027C true DE45027C (de) |
Family
ID=320217
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT45027D Active DE45027C (de) | Steuerung für Luftcompressoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE45027C (de) |
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