DE221582C - - Google Patents
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- B30B15/16—Control arrangements for fluid-driven presses
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
— ΛΙ221582.-KLASSE
58«. GRUPPE
INSHEFFIELD(YoRK5EnGl.).
Dampf hydraulische Presse mit nur einem Handsteuerhebel. Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. August 1907 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf hydraulische Pressen mit Dämpftreibapparat und bezweckt
eine Vereinfachung der Handhabung derselben, indem für alle Bewegungen der Presse, sowohl
für langsamen, langdauernden Preßdruck als auch für kurze rasche Schläge, nur ein. einziger
Handsteuerhebel, wie bekannt, zur Verwendung gelangt und keine besonderen Vorrichtungen
für die Herstellung verschiedener Dampf-
id wege erforderlich sind, nm beim Übergang vom
Arbeiten mit langsamem Preßdruck zum Arbeiten mit raschen Schlägen oder umgekehrt
die Rückführungszylinder entsprechend zu steuern.
Gemäß der Erfindung erfolgt die Regelung der Dampfzufuhr zu dem Dampftreibzylinder
und zu den Rückführungszylindern durch besondere Ventile, von denen die für den ersteren
bestimmten Ventile unter Spielraum mit dem Handhebel gekuppelt sind, während die Ventile
für die Rückführungszylinder mit demselben Handhebel mittels einer selbsttätigen.
Ausschaltvorrichtung verbunden sind. Es wird dadurch erzielt, daß der. Dampf bei raschen
Schlägen zu den Rückführungszylindern zugelassen, dagegen aus denselben während des
ersten Teiles eines lange Zeit wirkenden Preßhubes ausgelassen werden kann.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung dargestellt. Fig..i stellt schematisch die
Gesamtanordnung der Presse dar, wobei der Handsteuerhebel in Ruhestellung ist. Fig. 2
zeigt in größerem Maßstabe die Anordnung des Handhebels mit den von ihm betätigten Ventilen.
Die Fig. 3, 4, 5, 6 und 7 zeigen verschiedene Stellungen des Handhebels, wobei
das Regelventil für den Dampfeinlaß und -auslaß nach den Rückführungszylindern der Presse
sowie die Verbindung zwischen diesem Ventile und dem Hebel in verschiedenen Stellungen ·
dargestellt sind. Fig. 8 zeigt eine Einzelheit einer anderen Ausführungsform des Ventils in
größerem Maßstabe.
Oberhalb des Ambosses 1 befindet sich der
Preßkopf 2, welcher mit dem in dem Zylinder 4 befindlichen Preßkolben 3 fest verbunden ist.
Die in den Rückführungszylindern 5,5 verschiebbaren Kolben 6, 6 sind durch Stangen
7, 7 mit dem Preßkopf 2 verbunden. In dem Dampftreibzylinder 9 ist ein Kolben 8 verschiebbar,
welcher mittels der Kolbenstange 10 mit dem hydraulischen Preßkolben Ii des
Treibapparates verbunden ist. Der Kolben 11 ist in dem Zylinder 12 verschiebbar, von welchem aus eine Leitung 13 zu dem hydra uli-
sehen Preßzylinder 4 führt.
Bei ■ der dargestellten Ausführungsform erfolgt die Steuerung des Dampfeintritts und
-austritts bei dem Dampftreibzylinder 9 durch zwei Doppelsitzventile 14 und 15. Der Dampf
tritt bei 16 in die Kammer 17 des Einlaßventiles
14 ein und gelangt, wenn dieses geöffnet ist, durch einen Kanal 18 in die Kammer
19 des Auslaßventiles 15, welche ständig
durch einen Kanal 20 mit dem unteren Teile des Zylinders 9 in Verbindung steht. Der
Dampfzulaß und -auslaß bei den Rückführungszylindern 5 wird durch einen einzelnen
Steuerschieber, hier einen Doppelkolben 21 geregelt,
dessen Kammer 22 durch einen Kanal 23 von der Kammer 17 des Ventiles 14 des
Dampftreibapparates den Dampf erhält und durch das Rohr 24 und dessen Abzweigungen
25 mit den Rückführungszylindern 5 in Verbindung steht. Für den Dampf auslaß von den
Ventilkammern 19 und 22 sind zu dem Hauptauslaßrohr 28 führende Kanäle 26 und 27 vor-
gesehen.
Das Hauptdruckrohr 13 der hydraulischen
Presse ist durch eine Leitung 30 mit einem Windkessel 29 verbunden. Diese Leitung ist
durch ein Ventil 31 abgesperrt, welches durch den Druck im Röhre 13 für gewöhnlich geschlossen
gehalten wird. Das Ventil 31 kann jedoch selbsttätig durch den Druck im Windkessel
29 angehoben- werden, so daß die Leitung 13 und die Zylinder 4 und 12 mit Wasser
ao gefüllt werden, wenn der Preßkolben 3 durch sein eigenes Gewicht niedergleitet und so eine
Saugwirkung in dem Zylinder 4 herbeiführt. Wenn dieser mit Wasser gefüllt ist und der
Kolben 3 zur Ausführung eines neuen Preßhubes allein von den Rückzugzylindern 5 angehoben
werden soll, so muß das Ventil 31 geöffnet werden, so daß Wasser zu dem
Windkessel 29 zurückfließen kann. Dieses Öffnen des Ventiles 31 kann bewirkt werden
durch Einlaß eines Druckmittels in einen Zylinder 32, in welchem ein mit dem Ventil 31
gekuppelter Kolben 33 verschiebbar ist. Der Zutritt und der Auslaß des Druckmittels zu
und aus dem Zylinder 33 wird mittels einer Schiebersteuerung 34 bewirkt, die in einer
Kammer 35 angeordnet ist und durch eine Leitung 36 mit dem Druckmittel gespeist wird
(Fig. 2). Für gewöhnlich.hält der Schieber 34 eine Verbindung zwischen dem Auspuffrohre 37
und der Leitung 38, welche zu dem Hilfszylinder 32 führt, aufrecht, so daß das Ventil 3.1
auf seinem Sitz bleibt. Wenn dagegen Wasser von dem Rohre 13 in den Windkessel 29 überströmen
soll, wird der Schieber 34 verschoben, um das Auslaßrohr 37 zu schließen und das
Einlaßrohr 38 zu öffnen, so daß das Druckmittel zu dem Zylinder 32 strömen kann. Die
Bewegung des Schiebers 34 erfolgt gegen den Druck eines Gewichtes 39, welches den Schieber
34 in der in Fig. 1 und 2 dargestellten Nprmalstellung zu halten sucht, durch den
Handhebel 40, welcher derart geschwenkt werden kann, daß er gegen einen mit dem Schieber
in gelenkiger Verbindung stehenden Anschlag 41 trifft. Bei kleinen Pressen braucht das Ventil
31 für die Rückführung des Wassers durch das Rohr 13 zu dem Windkessel nicht durch
ein besonderes Druckmittel betätigt zu werden, sondern die Betätigung kann durch starre
oder durch Zugorgane von dem Handhebel 40 aus erfolgen.
Der Hebel 40 ist um einen festen Punkt 42 schwingbar und mit zwei kurzen Armen 43
und 44 versehen, die mit verschiedenen Mechanismen gekuppelt sind, um die Ventile 14, 15
und 21 zu verschieben. Die Ventile 14 und 15
für den Dampftreibzylinder stehen zugleich unter der Wirkung einer Stellsteuerung, welche
eine zu weit gehende Aufwärtsbewegung des Dampftreibkolbens 8 verhindert, indem sie die
Zuführung von Dampf zu dem Zylinder 9 beim Aufwärtshub des Kolbens 8 an einem solchen
Punkte des Hubes absperrt, welcher durch die j eweilige Einstellung des Handhebels 40 bestimmt
wird. Zu diesem Zwecke stehen die Spindeln 45 und 46 der Ventile 14 und 15 mittels
Schleifen bei 47 und 48 mit einem zweiarmigen, um einen festen Zapfen 50 drehbaren
Hebel 49 in Verbindung, von dem ein Arm mittels eines Lenkers 51 bei 52 an einen Hebel 53
angeschlossen ist, dessen freies Ende mittels einer Koppelstange 54 zu der Stellsteuerung
führt. Das'Ventil 14 ist ständig durch ein Gewicht 55 belastet/ welches den auf den Querschnitt der Spindel 45 wirkenden Dampfdruck
ausgleicht.
Die Stellsteuerung besteht aus einer Stange 56, welche sich längs des Druckkolbens 11 erstreckt,
wobei eine an dem Kolben 11 sitzende' Druckrolle 57 auf die Stange 56 wirkt, um sie
allmählich bei der Kolbenverschiebung aus der einen Schräglage nach der entgegengesetzten
hin parallel zu verschieben. , Die Stange 56 ist bei 58 und 59 an Winkelhebel angelenkt, welche
um feste Punkte 60, 61 drehbar sind und deren andere Arme 62, 63 mittels einer mit Gegengewicht
65 versehenen Koppelstange 64 verbunden sind. Das Gegengewicht sucht die Stange 56 stets in der Stellung, die in Fig. 1
dargestellt ist, zu halten. Der Arm 62 des einen Winkelhebels ist mit der Koppelstange 54 verbunden,
welche an dem Hebel 53 angreift, wie bereits erwähnt wurde.
Bei der Ruhestellung der einzelnen Teile, d. h. bei Schluß der Ventile, wie in Fig. 1 und 2
dargestellt ist, nimmt der Handhebel 40 eine mittlere Stellung 40s ein. Beim Umlegen des
Hebels 40 in irgendeine Stellung nach links vollendet der Preßkopf 2 einen Arbeitshub.
Wenn nämlich der Handhebel in irgendeine Stellung nach links bewegt ist, d.h. in der
Richtung des Pfeiles χ (Fig. 2), so wird der Kolben 8 so weit nach oben gehen, bis das
Dampfeinlaßventil 14 durch die Rolle 57 abgesperrt wird, wobei die zugeordnete Lage der
Rolle 57 am Hebel 56 je" nach der Größe der Linksstellung des Handhebels 40, wie in der
Patentschrift 174815 eingehend erläutert ist,,. verschieden ist. Es wird somit infolge der bekannten
Stellsteuerung der Kolben 8 verhin- iao dert, über den ihm durch die Einstellung des
Handhebels 40 zugewiesenen Arbeitshub hin-
auszugehen. Wenn der Handhebel 40 völlig in die äußerste Linksstellung umgelegt ist, so
wird durch die Stellsteuerung immer noch bewirkt, daß sich das Dampfventil 14 schließt,
bevor der Kolben das Ende seines Aufwärtshtibes
erreicht hat, wodurch die Wirkung des Dampfes und auch des Kolbens 8,10,11 selbst
allmählich abnimmt und kein plötzliches Anhalten erfolgt. .■'..■■■..
Der Schieber 21 für die Rückführungszylinder 5 steht für gewöhnlich nicht in fester Verbindung
mit dem Handhebel 40, sondern ruht auf einem Ringe 66 in der Dampfableitung 27, so daß der Dampf Zutritt zu den Rückführurigszylindern
5, 5 hat. Aus dieser Stellung kann das Schieberventil 21. bei einem bestimmten
Ausschlage des . Handhebels nach links angehoben werden, so daß die Dampfzufuhr zu den
Rückführungszylindern abgesperrt und die letzteren mit dem Auslaßrohr 27, 28 in Verbindung
gesetzt werden. Dazu muß aber zunächst der Handhebel nach rechts, d. i. in der
Richtung des Pfeiles y geschwenkt werden, bis eine an den Arm 44 des Hebels 40 angeschlossene
Schieberstange 67 selbsttätig mit einer dieselbe aufnehmenden Hülse 68 gekuppelt
wird, die mit der Spindel 69 des Ventils 21 in Verbindung steht. Wenn nun der Handhebel
nach links bewegt wird, so wird das Ventu 21 an der Aufwärtsbewegung des Armes 44
teilnehmen, bis durch eine besondere Hilfsvorrichtung die Schieberstange' 67 von der
Hülse 78 selbsttätig entkuppelt wird, worauf bei weiterer Bewegung des Handhebels 40
nach links das Ventil 21 wieder in die normale Stellung zurückfällt.
Die Hilfsvorrichtung, durch welche die Schieberstange 67 und die Hülse 68 selbsttätig
in oder außer Verbindung miteinander gebracht werden, besteht aus einem Sperrbolzen
70, welcher quer in einer öffnung der Hülsenwandung verschiebbar ist und durch eine
Feder 71 beständig nach innen gedrückt wird, so daß er mit einer Aussparung 72 an der
Schieberstange 67 in Eingriff gelangen kann, wenn die letztere in die Hülse 68 eingeschoben
wird. An der Hülse 68 ist ein Winkelhebel 73 angelenkt, dessen einer Arm mit dem Sperr-
■ bolzen 70 in Eingriff steht. Beim Anheben der Hülse 68 kann der andere Arm des Winkelhebels
73 gegen einen einstellbaren Anschlag 74 treffen, wodurch infolge Drehung des Hebels 73
der Sperrbolzen 70 aus dem Einschnitt 72 herausgezogen wird, so daß mit der Hülse 68
das Ventil 21 in die Ruhestellung auf den Sitz 66 zurückfällt. ' '
Wenn die Teile in der in Fig. 1 dargestellten
Stellung stehen, mit dem Handhebel in der mittleren Stellung 4oa und den Kolben 11, 8
und 3 in tiefster Stellung, und wenn die hydraulischen
Zylinder 12 und 4 sowie das Verbindungsrohr 13 mit Wasser gefüllt sind, kann bei
geschlossenem Ventil 31 keine Aufwärtsbewegung des Kolbens 3 durch Damp feinlaß zu
den Zylindern 5 erzielt werden. Wenn jedoch
die Presse in Bewegung gesetzt werden soll, so muß zunächst Wasser aus dem Rohr 13 herausgelassen
werden, um mittels der Zylinder 5 den Kolben 3 und dessen Kopf 3 anzuheben
und das Arbeitsstück auf den Amboß 1 zu bringen. Zu diesem Zweck muß der Schieber 34
in der bereits beschriebenen Weise verschoben werden, um durch Eintritt des Druckmittels
in den Zylinder 33 das Ventil 31 zu öffnen, wofür der Handhebel 40 von seiner Stellung 40^
nach rechts, also in der Richtung des Pfeiles y umgelegt, werden muß, bis er die Stellung 40*
(Fig. 3) erreicht hat. Der Arm 43 des Hebels hebt hierbei den Ansatz 41 an und bewirkt
durch Verschiebung des Schiebers 34, daß das Druckmittel unter den Kolben 33 gelangt, wodurch
das Ventil 31 geöffnet und der Widerstand gegenüber der Aufwärtsbewegung des
Kolbens 3 und 6 beseitigt wird.
"Wenn sich der Handhebel in der Stellung 40*
oder rechts davon befindet, so wird seine weitere Verstellung, und zwar sowohl der Richtung
als auch dem Ausschlag nach, davon abhängen, ob mit langsamen Preßhüben oder
mit kurzen raschen Schlägen gearbeitet werden soll. In letzterem Falle muß bekanntlich
unterhalb der Kolben 6, 6 ständig ein elastisches Kissen von Dampf vorhanden sein, wobei
ein Auslaß aus den Zylindern 5 nicht erforderlich ist. Der Handhebel muß hierfür
nach links von seiner Mittelstellung 40* verstellt werden, in eine Lage zwischen Mittelstellung
4oa und der äußersten Stellung links 40°
(Fig. 4), welche der vollen Öffnung- des Ventiles 14 entspricht. Bei Einstellung des Handhebeis
in eine solche Stellung, und-nur bei einer solchen, wird bewirkt, daß der Kolben 3
rasch unter Überwindung des Dampfdruckes seitens der Kolben 6 heruntergetrieben wird,
was zu wiederholten raschen Schlagen führt, wenn durch rasches Rückstellen des Handhebels
nach 40* der Kolben 3 wieder rasch gehoben wird. Soll indes die Presse mit langsamen
Preßdrücken arbeiten, so ist es nötig, die Rückführungszylinder 5 so vom Dampf zu entleeren,
daß der Preßkopf 2 langsam gesenkt wird, und die Zylinder 5 auch während des
ersten Teiles des Arbeitshubes, d. h. während des Leerganges beim Vorhube des Preßkolbens 3,
oder so lange geleert zu lassen, bis das Dampfeirilaßventil
14 des Dampftreibapparates etwas geöffnet ist, wodurch verhindert wird, daß der
Preßkopf durch die Rückführungszylinder 5 angehoben wird,, ehe der Arbeitshub begonnen
hat. Es ist ferner wünschenswert, Dampf in
die Rückführungszylinder auch während des Preßhubes einzulassen, wodurch die Kraft, mit
welcher der Kolben niedergedrückt wird, nicht wesentlich beeinträchtigt wird. Es wird hierdurch
ein elastisches Dampfkissen unter dem Kolben erhalten, so daß nach der Preßarbeit
ein rasches Anheben des Kolbens erfolgt.
Wenn die Presse mit langsamen Hüben arbeiten soll, muß der Handhebel 40 über die
Stellung 40* nach rechts hinaus in seine rechte Endstellung 40^ (Fig. 5) bewegt werden. Älsdann
greift der Sperrbolzen 70 in die Nut 72 an der Schieberstange 67 ein. Wenn der Handhebel
durch die Stellung 40* nach rechts hindurchgeführt wird, so wird das Ventil 31 geöffnet
sein, wie oben auseinandergesetzt ist, und der Kolben 3 wird angehoben. Wenn jedoch
die Schieberstange 67 mit der Hülse 68 gekuppelt ist, so wird die Umkehr des Handhebels
nach links bewirken, daß der Schieber 21 angehoben wird, bis bei Erreichung der Stellung
4oc des Handhebels (Fig. 6) der Dampf
von den Rückführungszylindern 5 abgeschnitten und diese für das Ausströmen geöffnet werden.
Es kann dann der angehobene Preßkopf 2 unter der Wirkung der Schwere bis auf das
Werkstück niedergehen, während gleichzeitig Wasser aus dem Windkessel 29 in die Leitung
13 angesaugt und somit die hydraulische Hochdruckleitung gefüllt wird. Durch Weiterbewegung
des Handhebels nach links wird das Ventil 21 völlig für den Auslaß geöffnet und
bleibt in dieser Stellung während des Leerniederganges des Preßkopfes und der Vorpressung
festgehalten, welche beginnt, sobald der Handhebel die unwirksame Stellung 40"
überschritten hat und das Dampfyentil 14 sich zu öffnen beginnt. Wenn indes der Handhebel
die. Stellung 40/ erreicht (Fig. 7), wobei der Winkelhebel. 73 gegen den Anschlag 74 trifft,
wird der Sperrbolzen 70 herausgezogen, und das Ventil 21 kann nach unten gehen, wobei
es die Zylinder 5 gegenüber dem Auslaß absperrt und Dampf unter die Kolben 6 eintreten
läßt, so daß während des eigentlichen Preßhubes des Kolbens 3 (währenddessen der
Handhebel von 40/ auf 4OC, entsprechend der
Länge des gewünschten Hubes, verstellt sein möge) in den Zylindern 5 ein Dampfkissen .
vorhanden ist. Nach Vollendung eines jeden langen Arbeitshubes der Presse wird der Handhebel
in die Endstellung 40^ rechts von seiner Mittelstellung 40^ zurückbewegt, wodurch der
Dampfauslaß 15 des Dampftreibapparates geöffnet und die Sperrung der Glieder 67,68
durch den federnden Bolzen 70 wieder vollzogen wird.
Wenn beim Arbeiten der Presse mit kurzen Hüben gefunden werden sollte, daß der Preßkopf
2 zu hoch steht, so muß der Handhebel zunä'chst in die äußerste Stellung 40^ umgelegt
und alsdann nach links bewegt werden, wodurch der Schieber 21 nach dem Auspuff 27
öffnet und der Preßkopf auf das Werkstück heruntergehen kann, bevor mit den kurzen
Hüben fortgefahren wird.
Wenn die Teile wieder in die Ruhestellung nach Fig. 1 zurückgebracht werden sollen, so
muß der Handhebel zuerst in die Stellung 40^
umgelegt werden und dann in die Mittelstellung 40^ gebracht werden, so daß zuerst aller Dampf
aus den Zylindern 9 und 5 austreten kann, aber kein Dampfeintritt oder -austritt später stattfinden
kann.
Es wird bemerkt, daß beim Gebrauch der vorliegenden Erfindung der Verlust an Zeit,
wie er bisher für den Übergang von langen Arbeitshüben zu kurzen raschen Schlägen oder umgekehrt
vorhanden war, beseitigt ist, was sehr wesentlich ist, da die Zahl solcher Wechsel und
infolgedessen der Verlust von nutzbarer Zeit beim Schmieden eines jeden Stückes ganz beträchtlich
sein kann. Der Arbeiter an der Presse findet auch, daß es zu seinem eigenen Vorteil ist, mit kurzen Schlägen zu arbeiten,
da dieses weniger Mühe macht, als den Handhebel, wie bei der Arbeit mit langen Hüben
nötig ist, um seinen ganzen Hub zu bewegen. Infolgedessen wird stets eher die Neigung vorhanden
sein, mit der Presse in kurzen und raschen Schlägen zu arbeiten, wodurch eine weitere Ersparnis hinsichtlich der Zeit und des
Dampfverbrauches herbeigeführt wird. An Zeit wird insofern gespart, als beim Arbeiten
mit langen Hüben der Preßkopf unnötig weit hochgehoben werden kann. Beim- Arbeiten
mit kurzen Schlägen wird auch Dampf gespart, da der Dampfdruck ständig zu den Rückführungszylindern
zugelassen wird,' wodurch die Kondensation in den letzteren verringert wird.
Ein weiterer Vorteil besteht in dem leichten und einfachen Arbeiten der Presse, da der
Führer der Presse im Stande ist, beide Hände für die Bewegung des Handhebels zu verwenden.
Wenn ferner die Stellsteuerung für die Regelung der Dampfventile 14 und 15 des Dampftreibapparates
benutzt wird, so findet keine Leerbewegung des Handhebels beim Arbeiten mit diesen Ventilen statt, da die Stellsteuerung sich
im Hebel 53 am Gelenk bei 43 frei bewegen kann, so daß die Arbeit des Handhebels während
der Betätigung dieser Ventile weit geringer ist als bei Pressen gewöhnlicher Art.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Dampfhydraulische Presse mit nur einem Handsteuerhebel, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerschieber (21) der Rückführungszylinder (5) mit dem Handsteuerhebel (40,43,44) durch eine selbsttätige Sperrvorrichtung (67, 68, 70, 71, 72) in Verbindung steht, die beim Arbeiten mit kleinen schnellen Preßhüben gelöst ist, so daß der in Ruhe verbleibende Steuerschieber (21)den Dampfdurchlaß (23,24) zu den Rückführungszylindern (5) offen läßt, die jedoch zum Arbeiten mit großen langsamen Preßhüben durch Schwenken des Handhebels (40) über die Stellung (40*) für Rückhub hinaus in die eine Endstellung (401^) eingerückt wird, so daß nunmehr bei den Stellungen des Handhebels (40) für Vorhub und Preßdruck der mitbewegte Steuerschieber(21) den Dampfeinlaß (23) abschließt und den Dampfauslaß (27) öffnet, die Rückzugszylinder also leer bleiben, bis bei einer gewissen Stellung (40/) des Handhebels für Preßdruck die Sperrvorrichtung mittels eines Anschlages (73,74) wieder gelöst wird, der Steuerschieber (21) in seine Ruhelage zurückfällt und von neuem Dampf in die Rückführungszylinder (5) eintritt.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE221582C true DE221582C (de) |
Family
ID=482546
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT221582D Active DE221582C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE221582C (de) |
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- DE DENDAT221582D patent/DE221582C/de active Active
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