DE192789C - - Google Patents

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DE192789C
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piston
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04BPOSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
    • F04B39/00Component parts, details, or accessories, of pumps or pumping systems specially adapted for elastic fluids, not otherwise provided for in, or of interest apart from, groups F04B25/00 - F04B37/00
    • F04B39/08Actuation of distribution members

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Fluid-Pressure Circuits (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT..
PATENTSCHRIFT
KLASSE 27h. GRUPPE
in PHILADELPHIA.
Ventilsteuerung für Gebläseniaschinen oder Kompressoren. Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. Mai 1907 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Gebläsemaschinen oder Kompressoren, bei •denen das Lufteinlaßventil des Kompressionsraumes oder -Zylinders während des Kompressionshubes offen gehalten werden kann. Eine derartige Einrichtung ist bekanntlich notwendig, wenn es erwünscht ist, während des Anlassens der Maschine Vorsorge dafür zu treffen, daß keine Kompressionsarbeit geleistet werden muß, ζ. B. im Falle des Antriebes solcher Maschinen durch Explosionsoder andere Kraftmaschinen, die bei Belastung nicht gut angelassen werden können. Das Vorhandensein einer derartigen Einrichtung bzw. ihre Benutzung ist auch in jenen Arbeitsperioden vorteilhaft, in denen der Behälter für die Aufnahme der verdichteten Luft schon einen genügend hohen- Druck besitzt, weil in diesen Perioden unnützer Arbeitsaufwand vermieden wird.
Gemäß der Erfindung werden nun die doppelarmigen Schwinghebel, die in bekannter Weise durch hin und her gehende Daumenstücke bewegt werden und ihrerseits die Ventile verstellen, so angeordnet, daß ihre Drehpunkte nicht auf einem festen Zapfen sitzen, sondern verschiebbar angeordnet sind. Durch die Verschiebung des Drehpunktes aber können die Schwinghebel in eine solche Stellung gebracht werden, in der beide Hebelarme außerhalb des Bewegungsbereiches der hin und her gehenden Daumenstücke sich befinden und in der die Ventile offen sind. Die Ausführungsform gestaltet sich am einfachsten so, daß die Hebel auf einem Exzenter schwingen, der von Hand oder selbsttätig verstellt werden kann.
In den beiliegenden Zeichnungen zeigt Fig. ι die Seitenansicht einer Gebläsemaschine oder eines Kompressors mit der neuen An-Ordnung in ihrer Gesamtheit. Fig. 2 ist ein Querschnitt durch eines der Lufteinlaßventile mit seiner Steuerung. Fig. 3 gibt in ähnlicher Darstellung wie Fig. 1 eine etwas geänderte Ausführungsform einer mit der neuen Einrichtung versehenen Gebläsemaschine, bei der der Kompressorzylinder, nur teilweise eingezeichnet ist. Fig. 4 zeigt eine weitere abgeänderte Ausführungsform der Ventilsteuerung und die Fig. 5 und 6 geben in vergrößertem Maßstabe den Ventilsteuerungshebel selbst in zwei verschiedenen Stellungen.
Die in Fig. 1 dargestellte Gebläsemaschine selbst, bei der die Anwendung der Erfindung und deren Konstruktion erläutert ist, bildet nicht den Gegenstand der vorliegenden Erfindung, ist vielmehr im wesentlichen bekannt (z. B. aus der amerikanischen Patentschrift 784122).
A ist der doppeltwirkende Kofnpressorzylinder mit den Receivern B und B und den dazugehörigen Ein- und Auslaßventilen an beiden Enden. Diese in der Fig. 1 nicht mit dargestellten Ventile können von beliebiger Ausführungsform, z. B. wie Fig. 2 zeigt, als drehbare Ventile ausgebildet sein, bei denen
ein Drehkörper C mit Durchlaßöffnungen C1 versehen ist, welche die Fortsetzung der Durchlaßöffnungen C2 des Ventilgehäuses bilden oder diesen gegenüber verstellt werden können. Die Ventilstangen D sind an dem einen Arm der drehbar gelagerten Doppelhebel E angelenkt, deren Arme mit den Reibungsrollen E1 E'2 versehen sind.
Gemäß der vorliegenden Erfindung sind
ίο nun bei all den dargestellten Ausführungsformen diese Doppelhebel E auf einem Exzenter F gelagert, das. seinerseits auf einer Achse F1 sitzt.
Beim regelmäßigen Betrieb befindet sich das Exzenter F in einer solchen Stellung, daß die Ventilstange D und demgemäß auch das mit ihr verbundene Ventil C hin und her bewegt wird, wenn das Steuerungsorgan G mit dem Daumen G2 und der Daumenstange G1 hin und 'her bewegt wird. Durch die Anlaufflächen G3 und G* des Daumens G2 werden dabei die Reibungsrollen E2 bzw. E1 auf den Rücken des Daumens gehoben und dabei der Doppelhebel E in Schwingungen versetzt, wodurch das Ventil C abwechselnd geöffnet und geschlossen wird.
In Fig. 5 ist in vollen . Linien diejenige Lage der einzelnen Teile dargestellt, in denen das Ventil offen ist, während die mit punktierten Linien gezeichnete Stellung der Schlußstellung des Ventiles entspricht. Wird nun durch Drehung der Achse F1 mit dem Exzenter F in die in Fig. 6 gezeichnete Lage der Drehpunkt des Schwinghebels E gehoben, so kommt dieser in eine Stellung, in der beide Enden sich außerhalb des Bewegungsbereiches des Daumens G2 befinden, und der Schwinghebel mit dem Ventil wird deshalb auch bei . der fortgesetzten Hin- und Her-Schiebung des Steuerungsorganes G mit dem Daumen in Ruhe bleiben.
Die Achsen F1 können in Konsolen H gelagert werden, die am Kompressorzylinder A befestigt sind und zugleich die Schlittenführungen für die Steuerungsdaumen G tragen (Fig. 3). Die Daumenstangen G1 sind in beliebiger Weise mit den Daumen verbunden und werden von dem Maschinengetriebe, der Bewegung des Kompressorkolbens entspre-
.50 chend, bewegt.
Die Verdrehung der Achsen -F1 kann in mannigfacher Weise, von Hand oder selbsttätig, bewirkt werden. Gemäß der Ausführungsform Fig. ι erfolgt die Drehung durch Kurbelarme F2,. die durch Stangen I1, P und J3 mit einem Handhebel /4 verbunden sind. An den Handhebel greift außer der Stange P noch eine Stange P an, die mit einem Kolben J verbunden ist. Dieser bewegt sich in einem Zylinder J1, dessen unteres Ende durch eine Rohrleitung J2 mit einem der Receiver B des Kompressors in Verbin- · dung steht. Der Druck im Receiver überträgt sich also auf den Kolben /. Zur Führung des Gestänges ist ein Gelenk 78 vorgesehen, der Handhebel 7* ist bei I7 an das Maschinengestell angelenkt.
Die Wirkungsweise bei dieser Ausführungsform ist die folgende: Sollen beim Anlassen der Maschine die Lufteinlaßventile ohne Rücksieht auf den Receiverdruck offen gehalten werden, so wird der Handhebel /* in der Richtung des Pfeiles nach aufwärts bewegt. Dadurch werden die Exzenterachsen F1 aus der in Fig. 1 und Fig. 5 dargestellten Lage in die in Fig. 6 dargestellte Lage gebracht, so daß die Schwinghebel E außerhalb des Bereiches der Steuerungsdaumen kommen. Ist die Maschine angelaufen und soll nun Luft komprimiert werden, so legt man den Hebel/4 in die Stellung Fig. 1 zurück und die Einlaßventile werden nun abwechselnd geöffnet und geschlossen. Übersteigt alsdann der Receiverdruck ein bestimmtes Maß, so wird durch den Kolben J der Schwinghebel wieder in die Lage der Fig. 6 gebracht.
Eine zweite Ausführungsform ist in Fig. 4 dargestellt. Hier ist auf der Achse F1 einfach ein Handhebel K angeordnet, von dem aus die Achse verstellt wird. Die Schwinghebel der beiden Ventile können hier jeder für sich verstellt werden.
Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform. Hier ist auf jede Achse F1 ein Kurbelarm L gesetzt, der durch eine Pleuelstange L\ mit einem Differentialkolben M verbunden ist. Die Kolben M verschieben sich in Zylindern M1, die am Gestell befestigt sind. Beide Zylinderenden sind mit Öffnungen M2 und M3 versehen, die durch Rohrleitungen M4 und M5 an eine DruckluftleitungN angeschlossen sind. Die Rohrleitungen Af4 führen zu denjenigen Zylinderenden, in denen der größere Querschnitt des Kolbens M liegt und auf die der Kolben sich zu bewegen muß, um den Schwinghebel E aus der Stellung der Fig. 6 in die Stellung der Fig. 5 zu bringen. Ein Dreiweghahn O ist in die Rohrleitung Ai4 eingeschaltet, der entweder von. Hand oder aber durch eine selbsttätige Vorrichtung ahnlieh der Anordnung des Zylinders J1 in Fig. 1 verstellt werden kann. Wird der Hahn O in eine solche Lage gebracht, daß die Rohrleitung Mi an das Druckluftrohr N angeschlossen ist, so wirkt der Luftdruck auf die 115' größere Kolbenfläche und überwiegt daher den Druck, der von der Rohrleitung M5 aus konstant auf die kleinere Kolbenfläche ausgeübt wird. Der Kolben wird daher aus dem Zylinder herausgetrieben, also in die Stellung der Fig. 3 gebracht, und dadurch kommen die Schwinghebel E in diejenige
Lage, in der die Einlaßventile offen bleiben. Wird der Hahn O dagegen so gestellt, daß er den Zufluß vom Druckluftrohr N aus abschließt und dafür die Rohrleitung M4 mit dem Außenraum verbindet, so überwiegt der konstante Druck auf die kleinere Kolbenfläche und treibt den Kolben in den Zylinder hinein, wodurch der Schwinghebel E in die Betriebsstellung Fig. 5 gebracht wird. In Fig. 3 ist diese Stellung bei dem links gezeichneten Zylinder dargestellt, während sich der Kolben des rechts gezeichneten Zylinders in einer solchen Stellung befindet, daß der Schwinghebel E gehoben ist. .
Die Ausführuhgsform Fig. 3 ermöglicht auf einfache Weise die Verstellung der Schwinghebel durch mechanische Kraft, was bei sehr großen Maschinen von erheblicher Bedeutung ist.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Steuerung für Gebläsemaschinen oder Kompressoren, bei der die Ventile durch : drehbar gelagerte, von hin und her gehenden Steuerungsdaumen bewegte, doppelarmige Schwinghebel gesteuert wenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehungsachse der Schwinghebel nicht fest gelagert ist, sondern so verschoben werden kann, daß die Schwinghebel durch die Bewegung der Steuerungsdaumen nicht mehr beeinflußt werden.
  2. 2. Steuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwinghebel (E) auf verstellbaren Exzentern (F) gelagert sind (Fig. 5 und 6).
  3. 3. Steuerung, nach Anspruch 1 bzw. 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschiebung der Drehachsen (F1J der Schwinghebel durch ein Gestänge (J1, J2, J3) bewirkt wird, das sowohl von Hand (Fig. 4 und 1) als auch von einem Kolben (J) aus bewegt werden kann, der in einem an den Kompressorzylinder bzw. den Receiver angeschlossenen Zylinder (J1) sich verschiebt und daher bei der Erreichung eines bestimmten Kompressionsdruckes bewegt wird (Fig. i).
  4. 4. Steuerung nach Anspruch 1 bzw. 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschiebung der Drehachsen der Schwinghebel durch einen Differentialkolben (M) bewirkt wird, dessen beide Druckflächen unter dem Einfluß eines Druckmittels stehen, so daß der Kolben nach der einen Seite verschoben wird, wenn das Druckmittel auf beide Kolbenseiten wirkt, aber nach der anderen Seite, wenn das Druckmittel von der größeren Kolbenfläche abgeschnitten wird (Fig. 3).
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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