DE197602C - - Google Patents

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DE197602C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L21/00Use of working pistons or pistons-rods as fluid-distributing valves or as valve-supporting elements, e.g. in free-piston machines
    • F01L21/04Valves arranged in or on piston or piston-rod

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

KAISERLICHTS"
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 197602 ^- KLASSE 14 d. GRUPPE
MICHAIL LORENTI in BUKAREST.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. Mai 1905 ab.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist
eine Schiebersteuerung, welche namentlich für Zwillingsmaschinen, und zwar besonders für Zwillingsdampfpumpen, Anwendung finden soll.
Die Erfindung gehört zu derjenigen Art von Steuerungen, bei welchen durch Bewegung einer hin und her gehenden Schieberstange — die Bewegung kann beispielsweise
ίο unmittelbar von der Kolbenstange abgeleitet sein — ein zylindrischer Körper in Drehbewegung versetzt wird, der die Abschlüsse und Eröffnungen der Dampfkanäle veranlaßt. Das Neue an der Erfindung besteht darin, daß der von der gegenüberliegenden Kolbenstange gedrehte zylindrische Körper selbst als Schieber dient, daß er also nicht nur die Bewegung auf einen besonderen Schieber überträgt, wie dies bei bekannten Steuerungen der Fall ist, welche dadurch aber verwickelter werden.
Da bei der Drehung des Schiebers die durch den Dampfdruck verursachte Reibung zu überwinden ist, so ist es von Wichtigkeit, lange Hebelarme zu verwenden, um die Drehung.hervorzubringen. Dies wird dadurch ermöglicht, ■ daß man die Schieberstangen bzw. ihre Armansätze von außen in entsprechende Kurven des zylindrischen Schiebers eingreifen läßt. Hierdurch wird auch ermöglicht, daß man in besonderer Weise ausgeführte Expansionsschieber verwenden kann.
Auf den beiliegenden Zeichnungen sind einige Ausführungsformen der neuen Erfindung zur Darstellung gebracht, und zwar ist in der
Fig. ι eine einfache Rundsteuerung ohne Expansion im Zylinderquerschnitt, in den Fig. 2, 3 und 4 eine Rundschiebersteuerung mit Expansion dargestellt, und !zwar ist
Fig. 2 ein Längsschnitt durch den Schieberkasten und einen Zylinder,
Fig. 3 ein Querschnitt und
Fig. 4 eine Oberansicht bei teilweisem Schnitt durch den Schieberkasten.
Wie aus den Figuren ersichtlich ist, ist mit jeder Kolbenstange α ein Arm b fest verbunden, an denen sich die Schieberstangen c befinden. An diesen Schieberstangen sind innerhalb der Schieberkästen Arme d angeordnet, die an ihren Enden vorteilhaft Rollen e besitzen, um die Reibung zu vermindern. Diese Rollen greifen in Führungsnuten f des zylindrischen Schiebers g, gl. Diese Nuten sind so ausgebildet, daß beim Hin- und Herbewegen der Schieberstange eine Drehbewegung des zylindrischen Körpers g um seine Längsachse stattfindet. Bei Fig. 3 ist der zylindrische Körper nicht vollständig, sondern besitzt Aussparungen. Im vorliegenden Fall ist die Anordnung so getroffen, daß die Schieberstange, welche mit der einen Kolbenstange α zusammenhängt, den zum Zylinder der zweiten Kolbenstange a1 (nicht gezeichnet) gehörenden Schieber in Bewegung setzt, während für die andere Schieberstange das ent-
gegengesetzte gilt. Dies wird hier dadurch erreicht, daß die Teile d in eigenartiger Weise gekröpft sind.
An dem durch die Arme d bewegten zylindrischen Körper g, gl sind auch die Einlaß- und Auslaßöffnungen für den Dampf ausgebildet, so daß der Körper gleichzeitig der Schieber für die Dampfmaschine ist. In den Fig. 2, 3 und 4 greift der Teil e nur durch
ίο die eine Wandung des Zylinders g, während er in Fig. ι beispielsweise durch beide Wandungen greift. Dies letzte hat natürlich zur Voraussetzung, daß die Kurven/ auf beiden Seiten des zylindrischen Körpers in entsprechender Weise, aber in entgegengesetztem Sinne verlaufen, damit die Drehbewegungen des Körpers g stattfinden können.
Aus den Fig. 2, 3 und 4 ist ersichtlich, auf welche Weise bei diesen Ausführungsformen der Expansionsschieber verstellbar eingerichtet ist. In einem durch ein Handrad m von außen beweglichen rahmenartigen Teil ν sind zwei winkelartig aufeinander zugehende Schlitze 0, o1 ausgebildet, in welche die Lappen ^, ρ1 der Expansionsschieber q, ql hineinragen. Bewegt man in Fig. 4 den Rahmen ν nach unten, so werden die Lappen voneinander entfernt, bewegt man ihn'nach oben, so wird ihre Entfernung verringert. Der Stützbock 1 verhindert die Längsverschiebung der Handradspindel.
Die Vorteile der neuen Erfindung bestehen darin, daß man es infolge der Kurvenanordnung f in der Hand hat, den Schiebern solche Bewegung zu erteilen, wie sie für die Dampfverteilung augenblicklich gerade vorteilhaft sind. Außerdem besteht der Vorteil geringster Raumerfordernis. Wichtig ist bei höheren Dampfdrücken auch der von außen erfolgende Angriff der Arme d, da hierdurch lange Hebelarme d, demnach geringe Beanspruchungen der Schieberstangen c entstehen, und die Möglichkeit gewährt wird, den Expansionsschieber anzuwenden.
Die dargestellten Ausführungsformen können in der mannigfachsten Weise Abänderungen erfahren. Beispielsweise können statt der Nut/" Rippen am Zylinder g vorhanden sein, wofür die Arme d in entsprechender Weise auszubilden wären. Gegenüber den bekannten Steuerungen ähnlicher Art mit zentraler Anordnung der Schieberstangen im Schieberinnern bietet die Erfindung den Vorteil, daß bei Zwillingspumpen der eine Kolben den gegenüberliegenden Schieber bewegt und dadurch der Nachteil langer und gekreuzter Dampfkanäle vermieden wird.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Schiebersteuerung, bei der der Schieber mittels eines von einer hin und her gehenden Schieberstange gedrehten zylindrischen Körpers bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der von der gegenüberliegenden Kolbenstange gedrehte zylindrische Körper (g) selbst als Schieber ausgebildet ist.
2. Schiebersteuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Schieberstangenansätze (d) von außen in die in der Zylinderoberfläche ausgefrästen Kurven (f) eingreifen.
3. Schiebersteuerung nach Anspruch 1 mit Expansionsschieber, dadurch gekennzeichnet, daß an diesem angeordnete Lappen (ρ, ρ1) in zwei schräg zueinander angeordnete Führungen (ο, ολ) eines Führungsstückes (v) eingreifen, so daß durch Bewegung des letzten eine Verstellung der Lappen eintritt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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