DE158309C - - Google Patents

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DE158309C
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lead acetate
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09CTREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK  ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
    • C09C1/00Treatment of specific inorganic materials other than fibrous fillers; Preparation of carbon black
    • C09C1/14Compounds of lead
    • C09C1/16White lead

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das Bleiweiß wurde bisher außer nach der holländischen Topf- und der deutschen Kammermethode nach dem französischen Verfahren durch Fällen der basischen Bleiacetatlösung mittels Kohlensäure (vergl. auch die britischen Patentschriften 22460/95 und 8820/00 und die amerikanische Patentschrift 548566) erzeugt, nach welchem zwar ein schönes, jedoch wie im Muspratt, IV. Auflage, Bd. 1, S. 1686 unter b) angegeben, weniger deckendes Produkt, als nach der holländischen Methode erhalten wird. Der Grund für die geringere Deckkraft dürfte darin zu finden sein, daß, wie aus dem Handbuch der anorg. Chemie von Dammer II, 2, S. 567 folgt, der aus Bleiacetat mit Kohlensäure erhaltene Niederschlag kristallinisch ist. Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet nun ein Verfahren zur Herstellung eines möglichst gut deckenden, gleichzeitig aber schön weißen Bleiweißes.
Das Verfahren besteht darin, daß ζ. B. in eine Lösung von 250 g Bleiacetat in 650 g Wasser 100 g Bleioxyd, aufgeschlämmt mit 100 g Wasser, fein verteilt werden und daß durch die so hergestellte Suspension Kohlensäure oder kohlensäurehaltige Gase geleitet werden. Die durch das Bleioxyd gelb gefärbte Emulsion wird schon nach kurzer Zeit des Einleitens der Kohlensäure entfärbt, und die Beendigung des Verfahrens gibt sich dadurch kund, daß das Gemisch eine nur noch schwach alkalische Reaktion zeigt. Das gebildete Bleiweiß ist amorph, setzt sich langsam und wird in einer Filterpresse oder dergl. abgepreßt, gewaschen und getrocknet.
In der amerikanischen Patentschrift 562437 ist zwar ebenfalls ein Verfahren zur Herstellung von Bleiweiß beschrieben, bei welchem fein pulverisiertes Bleioxyd in eine Lösung von basischem Bleiacetat in dem erforderlichen Mengenverhältnis und bei einer Temperatur von 27 bis 710 C. eingetragen wird. Jedoch wird zunächst die Ausscheidung von kristallinischem, dreibasischem Bleiacetat abgewartet, und hierauf erst wird durch diese Masse Kohlensäure geleitet. Das auf der Oberfläche der Kristalle sich bildende Bleiweiß verhindert die vollständige Umwandlung des dreibasischen Bleiacetates. Es wird also ein unreines und ebenfalls schlecht deckendes Bleiweiß erhalten.
Von der sogenannten englischen Methode, nach welcher das Bleioxyd mit geringen Mengen Bleiacetatlösung angefeuchtet und der so erhaltene Teig, welcher sehr schnell fest wird, in einem besonderen, mit Knetvorrichtung versehenen Apparat der \ Wirkung der Kohlensäure ausgesetzt wird, unterscheidet sich das vorliegende Verfahren dadurch, daß das Bleioxyd in der Bleiacetatlösung nur suspendiert wird, daß infolge der Verwendung des Überschusses an Acetatlösung das Festwerden der reagierenden Masse verhindert
und große Kraft erfordernde Rühr- und Knetvorrichtungen vermieden werden und daß die Reaktion ungemein rasch erfolgt.
An Stelle der Bleiacetatlösung können auch andere lösliche Acetate, Nitrate oder dergl. verwendet und an Stelle der reinen Kohlensäure auch mit Vorteil kohlensäurehaltige Gase aller Art benutzt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: Verfahren zur Darstellung von Bleiweiß, dadurch gekennzeichnet, daß Bleioxyd in der Lösung eines geeigneten Bleisalzes, wie Bleiacetat, -nitrat und dergl., suspendiert und die Suspension mit Kohlensäure oder kohlensäurehaltigen Gasen behandelt wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6161623A (en) * 1996-04-25 2000-12-19 Shin; Dong-Won Method and apparatus for controlling fire and smoke

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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