DE1563C - Kassenschrank mit Allarmvorrichtung - Google Patents
Kassenschrank mit AllarmvorrichtungInfo
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B45/00—Alarm locks
- E05B45/06—Electric alarm locks
Landscapes
- Burglar Alarm Systems (AREA)
Description
1878.
Klasse 74.
HEINRICH WEYER in WIESBADEN. Kasse η sch rank mit Alarmvorrichtung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5· Januar 1878 ab.
Die Neuerung an den vorliegenden Kassenschränken besteht in der Sicherung derselben gegen
Einbruch durch Zuhülfenahme der Elektricität und zwar soll diese Einrichtung bewirken:
1. Sicherung gegen Anbohren,
2. Sicherung gegen Aufsperren der Schlösser und
3. Sicherung gegen unberechtigtes Verrücken und Fortbewegen des Schrankes.
In Fig. ι—4 der beiliegenden Zeichnung sind
die Einrichtungen ersichtlich bezüglich der Sicherung gegen Anbohren.
Auf der inneren Seite der äufseren Seitenwände, der Decke und der Rückwand sitzt je
ein Kautschukrahmen und auf dem Rahmen eine isolirte 3 mm starke Eisenplatte. Zwischen
dieser Eisenplatte und der äufseren Wand liegt eine Stahlblechplatte von 3 mm Dicke. Dieselbe
ist an ihrer einen Seite in zwei Spitzen beweglich und wird durch einen, der jeweiligen Gröfse
der Wandfläche entsprechenden, auf Kautschuk ausgeübten Federdruck gegen die äufsere Wand
gedrückt. Werden nun, gleichviel an welchem Punkte, Bohrversuche gemacht, so wird, nachdem
die äufsere Wand durchbohrt, der Bohrer auf die Stahlplatte stofsen und dieselbe mit ihrem, der
Drehungsaxe gegenüberliegenden, mit. Messingplatte und Platinkegel versehenen Punkte, demjenigen
der isolirten Platte und ebenfalls mit Messingplatte und Platinkegel versehenen Punkt
derart nähern, dafs die Kegel sich berühren und hierdurch der Strom einer Batterie geschlossen
wird. Infolge dessen wird eine Lärmglocke in Bewegung gesetzt, die so lange fortläutet, als
der Druck des Bohrers währt. Von jedem Plattenpaare aus laufen zwei isolirte Drähte
durch die Holzaschefütterung nach der Rückwand zu, wo sie auch mit den Drähten der
Schlofscontacte zusammentreffen und mit denselben in zwei Drähten vereinigt durch den unteren
Theil der Rückwand treten, von wo sie zur Batterie gehen. In die Leitung werden eine
oder mehrere Lärmglocken an einem bezw. mehreren vom Eigenthümer zu bestimmenden
Orten eingeschaltet.
In Fig. 5 ist die Sicherung gegen Aufsperren der Schlösser dargestellt.
Es sei α bis h die Breite des Thürumfanges
und in der vorderen Seite des Umfanges das Hauptschlofs (combinirtes Brahma-Chubbschlofs)
und in der hinteren Seite das sogen. Hinterschlofs (Chubbschlofs) eingeschoben. Von der
hinteren Einrichtung der beiden Schlösser ist auf der Zeichnung nichts zu sehen, da beide
von den Schlofsdecken verdeckt sind. Die beiden sichtbaren Contactherstellungsschlösser liegen
in dem Raum zwischen den. Schlössern selbst und der äufseren Thürwand. Die Schiebriegel
mit dem Schlüssellochverschlufs sind an der inneren Seite der äufseren Thürwand, die
Hebel und Contactstifte auf den Schlofsdecken befestigt.
Die Function dieser Theile ist folgende: Man nehme an, das Hauptschlofs werde verschlossen
und der Schlüssel abgezogen. Sodann werde das Hinterschlofs vorgeschlossen, wobei sich
dessen Riegel c c c nach links schiebt, die Schlüssellochöffnung d in diesem Riegel seitwärts
gedrückt und dem in dem Riegel eingesetzten Stahlwinkel f Platz gemacht wird. Der
eine Schenkel des letzteren deckt alsdann das eigentliche Schlüsselloch, während der andere
sich dem Druckstift g gegenüberstellt. Der Stahlwinkel bezw. Winkelhebel ist an seiner
Ecke auf einer Axe drehbar und überträgt, wenn von aufsen durch das Schlüsselloch auf denselben
gedrückt wird, diesen Druck durch seinen anderen Schenkel auf den Stift g. Der Mitnehmerstift
h desselben Riegels schiebt sich ebenfalls nach vorn und läfst dadurch den Ansatz
i des Contactstiftes k k frei, der jedoch seinerseits auch durch den Haken / arretirt ist.
Nachdem nun der Schlüssel des Hinterschlosses abgezogen ist, wird, um dieses Schlüsselloch
ebenfalls zu verschliefsen, ein auf der äufseren Seite der Thür sitzender, verzierter Messingknopf
ergriffen und mit dem Daumen auf dessen, nicht im mindesten auffallende kleine Mittelrosette ein
kräftiger Druck ausgeübt, infolge dessen der mit dieser Rosette aus einem Stück bestehende
Stift und mit ihm der bis zur Feder m m reichende innere Theil des Knopfes dieselbe aus
der Nuth η des äufseren Knopfschaftes aushebt und den Knopf freigiebt. Derselbe wird alsdann
nach unten von links nach rechts gedreht, bis die Feder in die Nuth 0 einschlägt und
steht derselbe alsdann wieder fest. Dadurch hat der Schiebriegel p p p dieselbe Manipulation
am Schlüsselloch des Hinterschlosses vollbracht,
wie sie oben am Schlüsselloch des Hauptschlosses beschrieben wurde.
Wird nun ein Oeffhungsversuch am Schlüsselloch des Hauptschlosses gemacht und irgend
ein Druck dagegen ausgeübt, so wird der vor dem Schlüsselloch liegende Schenkel des Stahlwinkels
/ sich nach innen bewegen, diese Bewegung auf den anderen Schenkel übertragen, welcher seinerseits den Stift g nieder- und dadurch
den Stift ν υ aufwärts drückt. Der Haken / wird hierdurch gehoben, der Contactstift
k k frei und durch die Feder w nach vorn
gestofsen, wodurch mittelst zweier Federn der Contact hergestellt wird. Diese Vorrichtung
ist beim Hauptschlofs nicht eingezeichnet, indem sie bei A am Hinterschlofs ersichtlich ist.
Das Läuten der Glocke wird so lange währen, bis durch den Knopf das Schlüsselloch des
Hinterschlosses frei gemacht, und dasselbe aufgeschlossen ist, wobei einerseits der Mitnehmerstift
h durch den Ansatz i den Contactstift k k auf seine richtige Lage zurückführt und andererseits
das Schlüsselloch des Hauptschlosses wieder frei gegeben wird.
Es werde weiter angenommen, der Schrank sei wieder vollständig verschlossen und es werde
nun der Versuch des Aufsperrens am Hinterschlofs gemacht. Es folgt dann derselbe Vorgang,
wie beim Hauptschlofs. Der eine Schenkel des Stahlwinkels q geht bei einem Druck
nach innen, der andere nach unten, drückt dadurch den Stift r abwärts, den Stift .? aufwärts,
dieser giebt den Contactstift t frei, der dann durch die Feder u nach vorn gestofsen wird
und durch die Berührung der beiden Platinplättchen χ und y den Strom in den Drähten
s und z* schliefst. Auch' dieser Contact dauert so lange, bis das Schlüsselloch des Hinterschlosses
mittelst Knopf frei gemacht und dasselbe aufgeschlossen ist, wodurch der Hebel B
am Riegel c c c des Hinterschlosses den Contactstift t durch den Stift «2 auf seine richtige
Lage zurückführt und gleichzeitig das Schlüsselloch des Hauptschlosses freigiebt.
Ebenso kann der Contact durch Oeffnungsversuche an beiden Schlössern zugleich hergestellt
werden, ohne dafs dies Unregelmäfsigkeiten beim Schlofsmechanismus hervorbrächte.
Bei gröfseren Schränken kommen noch zwei Schlösser hinzu, eins ober- und eins unterhalb
des Hauptschlosses, die in gleicher Weise gesichert werden können. Der Erfinder sieht jedoch
davon ab und verschliefst deren Schlüssellöcher nur durch Stahlplatten mittelst zweier
Hebelarme, in Verbindung mit dem Hinterschlofs.
Es wäre auch die ganze Thürfiäche an der inneren Seite leicht mit derselben Sicherheitsvorrichtung,
wie die Seitenwände, Decke und Rückwand zu versehen. Der Erfinder glaubt jedoch, dafs dies unnöthig ist, da durch dieselbe
fast nie gebohrt wird, weil einestheils die Schlofstheile und andererseits die Tresorthüren und
Tresorrahmen als Hindernisse im Wege stehen und jene Einrichtungen den Schrank nur theurer
machen würden.
Sicherung gegen Verrücken und Fortbewegen des Schrankes.
Der Zweck dieser Sicherung besteht einestheils darin, zu verhüten, dafs die Leitung nicht zerstört
werden kann, wenigstens nicht in der Nähe des Schrankes. Das möglichst verdeckte
Anbringen der übrigen Leitung, und ohne dafs dritte Personen den Zweck derselben kennen,
ist Sache des Schrankeigenthümers und des
Fabrikanten; ebenso die Placirung der aus zwei Elementen bestehenden Batterie. Anderentheils
soll diese Sicherung es anzeigen, wenn der Dieb den Schrank zu irgend einem anderen Zwecke
vom Platze wegrückt. Die beiden isolirten Leitungsdrähte treten an dem unteren Theile
der Rückwand hervor. Diese Drähte werden von einer in der Rückwand verschraubten undgehärteten
Stahlbüchse mit 6 mm starker Wandung umgeben. Es reicht diese Stahlbüchse ein beträchtliches
Ende in die Mauer hinein. Um die beiden Drähte in der Büchse liegt eine vielfach
gewundene Drahtspiralfeder, die einerseits an der Rückwand befestigt ist, andererseits aber
eine Contactfeder innerhalb der Mauer oder auf der entgegengesetzten Seite derselben festhält.
Wird der Schrank nun abgerückt, so spannt sich die Spirale und zieht die Contactfeder
an, welche ihrerseits auf gewöhnlichem Wege die Batterie schliefst. Die Feder in der
Stahlbüchse läfst ein ziemlich weites Abrücken des Schrankes zu, indem sie sich immer mehr
dehnt, ohne dafs die Batterie geöffnet wird, was nur durch ein Zerreifsen geschehen kann.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1563T | 1878-01-04 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE1563DA Expired - Lifetime DE1563C (de) | 1878-01-04 | 1878-01-04 | Kassenschrank mit Allarmvorrichtung |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE1563C (de) |
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1878
- 1878-01-04 DE DE1563DA patent/DE1563C/de not_active Expired - Lifetime
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