DE154602C - - Google Patents

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DE154602C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M17/00Prepayment of wireline communication systems, wireless communication systems or telephone systems
    • H04M17/02Coin-freed or check-freed systems, e.g. mobile- or card-operated phones, public telephones or booths
    • H04M17/026Constructional features

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Computer Security & Cryptography (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Control Of Vending Devices And Auxiliary Devices For Vending Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Verbergen der Induktorkurbel eines Telephonapparates, um den Gebrauch des Telephons nur nach Einwurf einer Münze freizugeben. Zu diesem Zweck ist an derjenigen Seite des Telephonapparates, an welcher sich die Kurbel befindet, eine mit einer Tür versehene Verschlußkapsel auf die Kurbel gesetzt und so an der Wand befestigt, daß man nur
ίο bei geöffneter Tür zur Kurbel gelangen kann. Der Verschlußmechanismus für diese Tür ist in bekannter Weise so angeordnet, daß ein von außen zugänglicher Hebel dieselbe nur dann öffnet, wenn ihm durch Einlegen einer Münze ein Angriffspunkt gegen den Riegel der Verschlußvorrichtung gegeben ist. Von bekannten Einrichtungen dieser Art unterscheidet sich die vorliegende Ausführung wesentlich dadurch, daß die Drehachse derjenigen Tür, welche die Verschlußkapsel schließt, an ihrem Kopfende einen Querschlitz trägt, in welchen hinein der Riegel, welcher rechtwinklig zu der genannten Drehachse verschiebbar ist, eingreift, wenn die Verschlußkapseltür geschlossen ist. Der Riegel, welcher mittels eines Vorsprunges gegen eine Kurbel der Drehachse drückt, um' : die Verschlußkapseltür zu öffnen, dient daher •gleichzeitig als Organ zum Öffnen der Verschlußkapseltür und . zum Sichern der Ver-Schlußstellung, so* daß bei verschlossener Stellung eine sehr erhebliche Widerstandsfähig-• keit des Verschlusses gegen unbefugtes Öffnen vorhanden ist.
In der Zeichnung ist Fig. 1 eine Seitenansicht der Verschlußvorrichtung im geschlossenen Zustande, dargestellt als Schnitt nach A der Fig. 2 und gesehen in Richtung des Pfeiles x, und Fig. 2 eine Flächenansicht dazu. Fig. 3 zeigt dieselben Teile nach erfolgtem Einwurf einer Münze und während des Öffnens des Klappenverschlusses. Fig. .4 ist ein Einzelteil in Seitenansicht. Fig. 5 ist ein Grundriß zu Fig. 2. Die beiden kleinen Nebenfiguren unterhalb der Fig. 5 sind Wiederholungen von Einzelteilen derselben Figur in derselben Stellung. Fig. 6, eine Ergänzung zu Fig. 3, zeigt die dort dargestellten Teile im Augenblicke der Beendigung der öffnenden Bewegungen. Die kleinen Nebenfiguren unterhalb der Fig. 6 sind dieselben Teile, welche unterhalb der Fig. 5 sich befinden, jedoch in entsprechend veränderter Stellung. Endlich ist Fig. 7 die Gesamtdarstellung einer neben dem Telephonapparat angebrachten Verschlußvorrichtung·. '
Neben dem Telephonapparat 1 (Fig. 7) wird der die Induktorkurbel 2 verhüllende Blechkasten 3 an der Wand befestigt. Derselbe ist an der dem Telephonkasten zugewendeten Seite offen und an der gegenüberliegenden Seite mit einer um 90° um eine senkrechte Achse drehbaren Tür 4 versehen, an welcher ein senkrechter Zapfen 5 befestigt ist und in Kurbeischleife 6 des darüber befindlichen Verschlußapparates 7,9, 10 eingreift. Diese Kurbelschleife 6 ist auch in Fig. 1,2 und 5 ersichtlich und an dem unteren Ende einer sehr widerstandsfähigen Welle 8 starr
befestigt, so daß der Verschluß im allgemeinen auch kräftigeren Öffnungsversuchen zu widerstehen vermag. Da die senkrechte Drehachse der Tür 4 des unteren Kastens 3 mit der senkrechten Welle 8 der oberen Verschlußvorrichtung mittelpunktsgleich gelagert ist, so machen beide Teile stets gleiche Winkeldrehüngen. In Fig. 7 ist die Blechklappe bei 4' in geöffnetem Zustande dargestellt, entsprechend der Stellung der Teile 5' und 6'.
Der obere Apparat (Fig. 7) ist in der Weise angeordnet, daß an der Wand zunächst ein Blechkasten ohne Deckel befestigt wird. Derselbe besteht aus einem Bodenblech 9 (Fig. ι und 5) und der Zarge 10 (siehe auch Fig. 7) und dient gleichzeitig" als Behälter zum1 Auffangen der eingeworfenen Münze. Die eigentlichen Verriegelungsmechanismen nebst Einwurfapparat sind an der vorderen Deckplatte 7 des Kasten angebracht und können in der Weise mit dem Gehäuse 9, 10 verbunden werden, daß zwei kurze, rechteckige Lappen 11 an der Oberkante des Bleches 7 in entsprechende Schlitzlöclier des oberen Zargenteiles eingreifen, während nahe bei der Unterkante der Deckplatte 7 ein Schloß 12 befestigt ist, dessen Riegel 13 mittels des bei 14 (Fig. 7) einführbaren Schlüssels hinter eine am unteren Zargenteil befestigte Schließkappe greift.
Die bereits erwähnte Welle 8 ist bei 15 und 16 gelagert und kann um ungefähr 900 derart gedreht werden, daß gegen die an ihrem oberen Ende befindliche Kurbel 17 der in einem horizontal verschiebbaren Riegel 18 befestigte Stift 19 drückt, während die Drehrichtung im entgegengesetzten Sinne durch eine Feder 20
. selbsttätig bewirkt wird, die in eine an der Welle 8 befestigte Öse 21 eingreift. Der Riegel 18 hat aber nicht nur die Aufgabe, die Welle 8 in die öffnende Stellung herumzudrehen, sondern auch die Welle und mit ihr die Tür 4 zu verriegeln. Zu diesem Zwecke ist an dem Kopfende der Welle 8 ein Einschnitt 22 (siehe besonders Fig. 1, 6 und die Nebenfiguren unterhalb der Fig. 5 und 6), sowie an der unteren Kante des Riegels 18 ein Blechstück 23 angeordnet, welches in der Stellung Fig. 5 sich in den Spalt 22 hineinschiebt, so daß die Welle 8 nur dann in die öffnende Stellung. Fig. 6 gedreht werden kann; wenn der Riegel 18 ganz nach rechts, d. h. im Sinne des Pfeiles y (Fig. 6) geschoben worden ist.
Der Riegel 18 ist nicht von außen unmittelbar zugänglich, sondern mittels des um den festen Punkt 24 schwingbaren Hebels 25 zu bewegen, wenn man letzteren aus der Stellung Fig. 2 in die Stellung Fig. 6 hinüberdreht. Zu diesem Zwecke ist ein durch einen kreisbogenförmigen Schlitz 26 der Deckplatte 7 nach außen durchtretender Knopf 27 am Hebel 25 starr befestigt, der aber untätig hin- und herbewegt wird, solange keine Münze eingeworfen ist. An dem Riegel 18 ist nämlich die Einwurfsklappe 28 festgenietet, in welche hinein die Münze durch den Schlitz 29 (Fig. .2, 3, 4 und 6) nur dann gelangen kann, wenn der Riegel 18 die in Fig. 2 gezeichnete Stellung besitzt. Durch ein unterhalb des Riegels 18 an der Deckplatte 7 befestigtes Winkelstück oder eine Lasche 30 (Fig. 2, 3, 4 und 6) wird die eingeworfene Münze bis auf weiteres zurückgehalten, d. h. verhindert, gänzlich durch die an ihrer unteren Seite völlig offene Einwurfsklappe 28 hindurchzufallen. Diese Lasche 30 ist sehr genau, und zwar so eingepaßt, daß eine bestimmte Münze, beispielsweise ein 5-Pfennigstück, zurückgehalten wird (siehe Fig. 4), während eine andere Münze, die einen nur um ein Geringes kleineren Durchmesser besitzt, im vorliegenden Beispiele ein 1-Pfennigstück, glatt durchfällt, weil es nicht groß genug ist, um von der Laschenkante 30 festgehalten zu werden. Andererseits verhindert der Apparat das Einwerfen größerer Münzen dadurch, daß der Einwurfschlitz 29 solche nicht durchläßt. Solange sich keine Münze in der Einwurfsklappe 28 befindet und die an deren Unterkante vorgesehene Aussparung (Fig. 4) ausfüllt, hat das obere Ende des Hebels 25 keinen Angriffspunkt für den Riegel, und man kann dann den Hebel mittels des Knopfes 27 be- ; liebig hin- und herbewegen, ohne den geringsten Einfluß auf die Riegelstellung auszuüben, wie durch die punktiert gezeichnete Stellung des Hebels 25 in Fig. 2 angedeutet ist. Steckt aber eine Münze darin, so drückt der Daumen 31 des Hebels 25 unmittelbar gegen dieselbe und, also mittelbar erst, gegen den Riegel 18. Letzterer zieht dabei zuerst seinen unteren Lappen 23 aus dem Kopfschlitze 22 der Welle 8 heraus und gibt also diese frei (Stellung Fig. 3). In demselben Augenblick ist der Stift 19 zur Anlage an den Kurbelzapfen 17 gelangt, und indem er diesen bei seiner weiteren Bewegung verdrängt, dreht er die Welle 8 um 900 herum (Stellung Fig. 6). In dieser Endstellung wird der Riegel 18 bis auf weiteres dadurch gesichert, daß hinter seine Kante bei 32 eine Feder 33 schnappt (Fig. 6), die mit ihrem unteren Ende bei 34 an die Deckelplatte 7 festgenietet ist. In diesem Zustande ist die Klappe 4 (Fig. 7) in die Lage 4' aufgeklappt. Die Induktorkurbel 2 des Telephonapparates ist frei und kann benutzt werden.
Nach beendetem Gespräch drückt man auf den Knopf 35 (Fig. 7), der, wie aus Fig. 1 bis 6 hervorgeht, an die Feder 33 angenietet ist. Hierdurch wird der Riegel 18 wieder freigegeben und dadurch selbsttätig in seine
Anfangsstellung· zurückgeführt, indem der von der Feder 36 beherrschte Hebel 25 mit seinem oberen Ende gegen den am Riegel 18 befestigten Stift 37 drückt und ihn rückwärts schiebt. Gleichzeitig dreht sich hierbei auch die Welle 8, veranlaßt durch die Feder 20, in ihre Anfangsstellung zurück, und die Riegelkante 23 schiebt sich wieder in die Kopfnut 22 der Welle 8 ein, so daß diese und auch die Klappe 4 nun in der Verschlußstellung· gesichert sind.
Das Herausfallen der durch den Schlitz 29 in die Klappe 28 eingeworfenen Münze nach geschehenem Öffnen der Verschlußvorrichtung wird dadurch ermöglicht, daß an der Lasche 30 eine geringe Absetzung der vorderen Gleitkante bei 38 (Fig. 2, 3, 4 und 6) vergesehen ist. Solange der Hebel 25 mit einiger Kraft gegen die Münze-gepreßt wird, wird diese von ihm durch Reibung gehalten. Sollte indessen jemand den Hebel 25 aus Unkenntnis nicht bis zur vollständigen Entriegelung hinübergeschoben haben, so kann die Münze beim Nachlassen des Hebeldruckes trotzdem noch nicht herausfallen, weil sie ja dann noch nicht die Absetzung 38 erreicht hat. Ist aber diese erreicht, so schnappt die Feder 33 hinter die Riegelkante 32, und nun kann man den Hebelknopf 27 loslassen, der Hebeldaumen 31 hält die Münze nicht mehr fest, und diese fällt nun in den unteren Teil des Kastens hinab.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Telephonverschlußvorrichtung, bei welcher eine die Induktorkurbel des Telephonapparates verbergende Kapsel erst nach Einwurf einer Münze geöffnet werden kann, wobei die Münze selbst das Kupplungsglied zwischen einem von Hand zu bewegenden Hebel und dem Öffnungsmechanismus der Kapsel bildet, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse (8) der Verschlußkapseltür (4) an ihrem Kopfende mit einem Querschlitz (22) versehen ist, in welchen hinein im Ruhestande ein rechtwinklig zur Achse verschiebbarer Riegel (18,23) zu dem Zwecke eingeführt werden kann, um die Welle (8) in ihrer Verschlußstellung· zu sichern.
  2. 2. Verschlußvorrichtung nach An-Spruch I, gekennzeichnet durch eine Schnappfeder (33), welche den die Klappenwelle (8) drehenden Riegel (18) in seiner öffnenden Stellung so lange festhält, bis sie durch einen außerhalb des Gehäuses (7) zugänglichen Knopf (35) zurückgedrängt und der Riegel 18 von ihr befreit wird.
  3. 3. Verschlußvorrichtung nach Anspruch ι mit einer am Riegel 18 senkrecht zu dessen Bewegungsrichtung befestigten Münzeinwurfsklappe, dadurch gekennzeichnet, daß letztere (28) während der Riegelverschiebung an einer unbeweglichen, parallel zur Richtung der Riegelverschiebung liegenden Lasche (30) vorbeistreift, deren Streif kante die in die Klappe (28).. hineingeworfene Münze bis zum Punkte der äußersten Riegelstellung zurückhält, wo sie, am Ende der Streichkante anlangend, freigegeben wird und herunterfallen kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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