DE152129C - - Google Patents

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DE152129C
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piston
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    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A43—FOOTWEAR
    • A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D21/00—Lasting machines
    • A43D21/02—Lasting machines with one single lasting gripper

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

ty
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Λ!152129 KLASSE 71c ή 'ti /■
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Februar 1903 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Greifer- oder Zangenaufzwickmaschinen für Schuhwerk. Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung, vermittels welcher die Greifervorrichtung oder Zange außer Tätigkeit gesetzt werden kann, wenn sie nicht gebraucht wird, beispielsweise beim Aufzwicken des Fersenteils des Schuhes, welches. gewöhnlich mittels eines kombinierten Drückers und Zweckenträgers
ίο geschieht, ohne Anwendung der Greifervorrichtung oder Zange, da diese das Oberleder am Fersenteil des Schuhes nur aus ihrer richtigen Lage herausziehen würde.
Da in den bis jetzt konstruierten Maschinen die Zange während des Aufzwickens des Fersenteils immer noch fort arbeitete, mußte der Arbeiter den Schuh während des Aufzwickens des Fersenteils so halten, daß die Zange den Rand des Oberleders nicht ergreifen konnte, oder den Schuh bei jeder Abwärtsbewegung der Zange zurückziehen und dann schnell wieder in die Lage zurückbringen, in welcher der hin- und hergehende Drücker auf ihn einwirken konnte. Befindet sich der Leisten in einem Leistenträger, so kann der Arbeiter sich keiner dieser beiden Aushilfsmittel bedienen. Ferner hat die nutzlose Betätigung der Zange eine unnötige Abnutzung der Maschine zur Folge. Dadurch nun, daß die Zange während des Aufzwickens des Fersenteils außer Tätigkeit gesetzt wird, werden alle diese Nachteile beseitigt, und der Arbeiter kann das Aufzwicken des Absatzteils ohne Rücksicht auf die Zange vornehmen, oder er kann einen Leistenträger anwenden, in welchem Falle der Schuh selbsttätig den Aufzwickwerkzeugen dargeboten wird und der Arbeiter nur den Vorschub des Schuhes zu bewirken hat, um die verschiedenen Teile des Oberleders nacheinander den Aufzwick- \ werkzeugen darzubieten.
In den beiliegenden Zeichnungen ist die vorliegende Ausführungsform der Erfindung in Verbindung mit einer Aufzwickmaschine bekannter Form veranschaulicht.
Fig. ι ist eine Seitenansicht der Maschine.
Fig. 2 ist eine Vorderansicht und
Fig. 3 eine Seitenansicht der vorliegenden Ausführungsform der Erfindung.
Fig. 4 ist ein Schnitt nach Linie 4-4 der Fig. 2.
Fig. 5 und 6 sind Einzelheiten.
In der vorliegenden Ausführungsform der Erfindung wird die Zange dadurch außer Tätigkeit gesetzt, daß die Auf- und Abwärtsbewegung derselben eingestellt wird. Die Auf- und Abwärtsbewegung der Zange ζ, ζ geschieht vermittels eines Hebels 1, auf dessen Vorderende dieselbe angeordnet ist. Das Hinterende des Hebels ι ist vermittels einer Feder 2 mit einer Stange 3 einer Platte 4 (vergl. Fig. 1 und 2) verbunden!1* Die Platte 4 trägt eine Reibrolle 5, die in eine Kurvennut einer auf der Hauptwelle 6 der Maschine losen Kurvenscheibe 7 eingreift. In der Kurvenscheibe befindet sich ein durch Feder 80 belasteter Kolben 8, welcher in eine Öffnung eines auf der Hauptwelle 6 festsitzenden Kragens 9 eingreift (vergl. Fig. 4). Kolben 8
(2. Auflage, ausgegeben am 5. Oktober igoS.)
ist mit einem Stift io versehen, welcher durch einen Schlitz ii in der Mantelfläche der Kurvenscheibe 7 hindurchragt. Eine keilförmige Ausrückvorrichtung 12 (Fig. 2 und 3) ist auf einer in festen Lagern 130 liegenden Welle 13 v befestigt, so daß sie durch Drehung dieser Welle in die Bewegungsbahn des Stiftes 10 eingestellt werden kann und somit, indem dieser Stift an der geneigten Fläche des Keils entlang gleitet, den Kolben 8 aus dem Loch des Kragens 9 zieht und so die Kupplung des Kragens 9 und der Kurvenscheibe 7 ausrückt. Hierbei.schlägt der Stift 10 gegen die Schulter 14 des Keils und bringt die Kurvenscheibe 7 stets in derselben Stellung zum Stillstand, und zwar wenn die Zange gehoben ist. Die Drehung der Welle 13 geschieht mittels eines Handgriffs 15 einer senkrechten, bei 160. gelagerten Welle 16, welche durch Schnecke 17 und Schneckenrad 18 mit der Welle 13 in Verbindung steht.
Wenn der. Arbeiter das Aufzwicken des Absatzteils des Schuhes vornehmen will, dreht er einfach den Handgriff 15 in der ehien Richtung, so daß die Ausrückvorrichtung 12 in die Bahn des Stiftes 10 gelangt, wodurch, infolge Ausrückens der Kupplung des Kragens 9 und der Kurvenscheibe 7 die Auf- und Abwärtsbewegung der Zange eingestellt wird. Ist das Aufzwicken des Absatzteils vollendet und will der Arbeiter -das Aufzwicken des Vorderteils des Schuhes vornehmen, so dreht er den Handgriff 15 in der entgegengesetzten Richtung, und die Auf- und Abwärtsbewegung der Zange tritt von neuem ein.
Beim Aufzwicken des Absatzteils werden bekanntlich durch Verschieben der Zweckenzuführung, welche mit zwei Kanälen versehen ist, in welche Zwecken zweier verschiedenen Längen abwärts gleiten, kürzere Zwecken eingeschlagen, die Randführung wird zurückgezogen, damit die Zwecken weiter vom . Rand eingetrieben werden, und der Treiberhub, der bei Bearbeitung des Vorderteils des Schuhes verkürzt wurde, wird wieder verlängert, damit die Zwecken am Absatzteil völlig eingetrieben werden. Die hierzu nötige Einstellung wird vom Arbeiter besorgt, wenn er im Begriff ist, den Absatzteil auf zuzwicken.
Gleichzeitig muß er auch die oben beschriebene Einstellung bewirken, durch welche die Auf- und Abwärtsbewegung der Zange eingestellt wird.
Alle diese Einstellungen geschehen in der vorliegenden Ausführungsform vermittels eines und desselben Handgriffes 15. Dieser ist auf der Welle 16 befestigt und mit einer scheibenförmig verbreiterten Nabe 19 versehen, in der der exzentrische Schlitz 23 (Fig. 5 und 6) angebracht ist. In diesen greift ein Stift, der an einer Platte 20 hervorragt, welche um den Zapfen 200. drehbar an der Lagerplatte 160 angebracht ist. Diese Platte ist mittels eines exzentrischen, durch Handgriff 201 drehbaren Zapfens mit einem Lenker 21 verbunden, dessen anderes Ende an der doppelten Zweckenzuführung 22 angreift und diese vor dem Mundstück 202 hin- und herschiebt. Das Ende der Platte 20 greift, mittels eines Gabelstückes 203 über einen Zahn 204, der an der in 160 gelagerten Welle 205 befestigt ist. Am unteren Ende derselben ist ein gabelförmiger Hebel 25 angebracht, der über einen Stift 206 greift, welcher sich an dem hinteren Ende des in Fig· 5 und 6 angedeuteten Randführungsträgers 207 befindet und diesen in der Schlitzführung 208 vorwärts und rückwärts bewegen kann. Am oberen Ende der Welle 16 ist ein Hebel 26 angebracht, der mit Lenker 27 die beiden Scheiben 28, 29 in Bewegung setzt. Letztere sind durch eine Verzahnung miteinander verbunden und fassen bei geschlossener Stellung (Fig. 5) so um die Treiberstange, daß ein daran angebrachter Kopf 30 (Fig. 1) in bestimmter Höhe aufgefangen wird. Bei geöffneter Stellung (Fig. 6) lassen die Platten den Treiberstangenkopf tiefer herabfahren, so daß er seinen vollen Hub ausführen kann. Eine ähnliche Stellvorrichtung für Aufzwickmaschinen ist durch Patent 112384 bekannt geworden, von welchem sich die vorliegende hauptsächlich dadurch unterscheidet, daß eine weitere Einstellung, nämlich die Einrückung der Zangenbewegung, mit dieser verbunden ist.
Wird also der Handgriff 15 in die in Fig. 1 und 6 veranschaulichte Stellung gedreht, so wird die Zweckenzuführung so verschoben, daß kurze Zwecken für den Absatzteil geliefert werden; die Randführung wird zurückgezogen, die Scheiben 28,29 werden geöffnet, um dem Treiber zu gestatten, seinen vollen Hub auszuüben, und die Ausrückvorrichtung 12 wird in die Bahn des Stiftes 10 gebracht, um die Auf- und Abwärtsbewegung der Zange aufzuheben. Die Maschine ist nun zum Aufzwicken des Absafzteils bereit. Wird der Handgriff 15 dagegen in der entgegengesetzten Richtung gedreht (vergl. Fig. 2 und 5), so wird die Zweckenzuführung in die Stellung gebracht, in welcher lange Zwecken zugeführt werden, die Randführung vorgeschoben, die Scheiben 28,29 werden geschlossen, so daß sie den Hub des Treibers' verkürzen, und die Ausrückvorrichtung 12 wird aus der Bahn des Stiftes 10 entfernt, so daß die Auf- und Abwärtsbewegung der Zange stattfinden kann. Dies ist die Einstellung beim Aufzwicken · des Vorderteils des Schuhes.
Eine andere Ausführungsform der Erfin-

Claims (5)

dung wäre eine solche, bei welcher die Zange durch Einstellen einer anderen ihrer Bewegungen außer Tätigkeit gesetzt wird, beispielsweise durch Einstellen der Vor- und Rückwärtsbewegung derselben. Pa τ ε ν τ - A ν s ρ r ü c η ε :
1. Eine Greifer- oder Zangenaufzwickmaschine für Schuhwerk, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifervorrichtung oder Zange (z, z) während einer beliebigen Anzahl von Maschinengängen durch Ausrücken der sie bewegenden Antriebvorrichtung außer Wirksamkeit gesetzt werden kann.
2. Eine Aufzwickmaschine nach Anspruch i, bei der . die Greifervorrichtung oder Zange (z, z) durch Außereingriffsetzen des die Auf- und Abwärtsbewegung derselben bewirkenden Mechanismus und der den letzteren betätigenden Antriebvorrichtung außer Wirksamkeit gesetzt wird.
3. Eine Aufzwickmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die die Greifervorrichtung oder Zange betätigende Antriebvorrichtung eine mittels einer Kupplung (8, 9) mit ihrer Antriebswelle (6) verbundene Kurvenscheibe (7) einbegreift und die Kupplung mittels einer Ausrückvorrichtung (12, 10) nach Belieben ausgerückt werden kann.
4. Eine Aufzwickmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die die Greifervorrichtung oder Zange (z, z) betätigende Antriebvorrichtung eine Kurvenscheibe (7), welche auf ihrer Antriebswelle (6) drehbar ist und mittels eines federbelasteten Kolbens (S) mit einem auf der Antriebswelle (6) festsitzenden Kragen
(9) verbunden werden kann, sowie einen Keil (12) einbegreift, welch letzterer in die Bewegungsbahn eines am Kolben (S) angebrachten Ansatzes (10) gebracht werden kann, um den Kolben aus dem Kragen (9) zurückzuziehen, wobei der Ansatz gegen eine Schulter (14) auf dem Keil schlägt und die Kurvenscheibe stets in derselben Lage anhält.
5. Eine Aufzwickmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der die Ausrückung des Zangenantriebes bewirkende Mechanismus (15, 16) gleichzeitig auch die übrigen beim Ausrücken der Zange erforderlichen Umstellungen (z. B. Verstellung der Zweckenlänge. Verschiebung der Randführung, Veränderung des Treiberhubes) alle oder zum Teil hervorbringt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Ergänzungsblatt zur Patentschrift 152129, Klasse 71c.
Durch Entscheidung des Kaiserlichen Patentamts vom 8. Oktober 1908, bestätigt durch Entscheidung des Reichsgerichts vom 30. Oktober 1909, ist das Patent durch Streichung der Ansprüche 1, 2 und 5 teilweise für nichtig erklärt worden.
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