DE148480C - - Google Patents

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DE148480C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09JADHESIVES; NON-MECHANICAL ASPECTS OF ADHESIVE PROCESSES IN GENERAL; ADHESIVE PROCESSES NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE; USE OF MATERIALS AS ADHESIVES
    • C09J105/00Adhesives based on polysaccharides or on their derivatives, not provided for in groups C09J101/00 or C09J103/00
    • C09J105/04Alginic acid; Derivatives thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Jellies, Jams, And Syrups (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung klarer Agarlösungen. Das Verfahren besteht darin, daß man Agar-Agar in Gegenwart geringer Mengen organischer Säuren unter Druck erwärmt, wobei völlige Lösung eintritt und sich die trübenden Verunreinigungen abscheiden bezw. zusammenballen, so daß nach dem Filtrieren durch ein Heißfilter eine
ίο völlig wasserklare Lösung resultiert.
Durch Kochen mit Wasser allein lassen sich nur ι bis 2prozentige Lösungen herstellen, welche überdies ziemlich schwer filtrierbar sind.
Kochen mit Wasser allein unter Druck führt zu höchstens 4 bis 5prozentigen Lösungen, wobei die Lösung schwer vor sich geht und härtere Teile der Agarstücke sich gar nicht lösen, sondern in nur gequollenem Zustand in der Lösung schwimmen und die Filtration erschweren.
Kochen mit Wasser in Gegenwart von Mineralsäuren oder viel freier organischer Säure gibt rasch hochprozentige Lösungen, wobei jedoch, wie bereits bekannt, Inversion des Körpers unter Verlust des Erstarrungsvermögens nebenhergeht.
Kochen mit Wasser unter Druck in Gegenwart von geringen Mengen organischer Säure, bei Zitronensäure höchstens 1 Prozent (auf die trockene Agarsubstanz bezogen), ergibt bis ioprozentige homogene Lösungen, wobei sich die unlöslichen Trübungen oft flockig zusammenballen und ein vollkommenes Abfiltrieren gestatten, so daß ein völlig klares Filtrat resultiert.
Bei dieser Behandlungsweise bleiben alle charakteristischen Vorzüge des Agar-Agar vor Gelatine bestehen, nämlich das Vermögen, außerordentlich rasch zu sehr harter Gallerte zu erstarren — eine 1 prozentige Agarlösung erstarrt annähernd bei gleicher Temperatur wie eine 8 prozentige Gelatinelösung — und die hervorragende Widerstandsfähigkeit gegen Fäulnis. Außerdem sind Agargallerten gleicher A^iskosität wesentlich heller als entsprechende Gelatinegallerten. Man hat bereits versucht, Agarlösungen dadurch herzustellen, daß man Agar-Agar in Wein einweichte bezw. damit zur Lösung brachte. Nach diesem Verfahren kann man hochprozentige Agarlösungen nur auf Kosten der Konsistenz erzielen, d. h. man muß eine erhebliche Inversion in den Kauf nehmen. Andererseits soll auch das oben beschriebene Verfahren für verdünnte Lösungen gar nicht in Frage kommen, sondern ein Mittel an die Hand geben, konzentrierte Lösungen, wie sie für manche Zwecke, z. B. für die Darstellung photographischer Schichten unbedingt notwendig sind, herzustellen. Nur mittels des oben beschriebenen Verfahrens sind klare Agarlösungen bei größerer Konzentration herzustellen und gerade die verhältnismäßig hoch konzentrierten Agarlösungen sind es, welche für die Technik allein in Frage kommen.
Es soll im folgenden das Verfahren an einem Beispiel beschrieben werden:
60 g Agar-Agar werden etwa 10 bis 12 Stunden in kaltem Wasser eingeweicht, sodann das überschüssige Wasser möglichst abgepreßt, mit frischem Wasser auf 1000 g aufgefüllt und 0,4 bis 0,5 g Zitronensäure hinzugefügt. Die Masse wird sodann im Papin'schen Topf im Wasserbad etwa 30 Minuten gekocht. Es setzen sich grobe Faserbestandteile ab, welche zunächst durch Kolieren entfernt werden. Die Flüssigkeit wird dann durch ein beispielsweise mit Zellulosefiltermasse beschicktes heizbares Filter mit oder .ohne Druck filtriert. Es resultiert ein völlig klares Filtrat, welches zwischen 35 bis ° C. zu einer klären festen Gallerte erstarrt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    - Verfahren zur Herstellung klarer Agarlösungen, dadurch gekennzeichnet, daß Agar-Agar mit. den notwendigen Mengen Wasser und einer organischen Säure unter Druck erhitzt wird, wobei der Säurezusatz 1,5 Prozent der trockenen Agarsubstanz nicht übersteigt.
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