DE14586C - Apparat zum Karburiren atmosphärischer Luft - Google Patents
Apparat zum Karburiren atmosphärischer LuftInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10J—PRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
- C10J1/00—Production of fuel gases by carburetting air or other gases without pyrolysis
- C10J1/02—Carburetting air
- C10J1/18—Carburetting air in rotary carburettors
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Description
KAISERLICHES
Der Apparat hat den Zweck, einen durch eine Gebläsevorrichtimg erzeugten Luftstrom mit
flüchtigen Kohlenwasserstoffen zu mischen, so dafs derselbe für Beleuchtungszwecke und zum
Betriebe von Gaskraftmaschinen gebraucht werden . kann. Zur Gebläsevorrichtung ist, wie
auch bei den schon bekannten, ähnlichen Apparaten, eine Wmdtrommel, wie die Mefstrommeln
in den nassen Gasmessern, benutzt, nur dafs zur Absperrung der einzelnen Abtheilungen
derselben nicht Wasser, sondern direct flüssige Kohlenwasserstoffe gebraucht werden,
um die Luft möglichst trocken zur Carburirung zu bringen, und die Verdunstungsoberfläche
der (an den Wänden der Trommel adhärirenden) flüssigen Kohlenwasserstoffe wesentlich zu
vergröfsern.
Ein cylindrisches Gehäuse A ist durch eine Scheidewand B in zwei Abtheilungen C und D
getheilt, welche nur durch einen horizontalen Schlitz α in der Scheidewand B mit einander
communiciren. Vor diesem Schlitz befindet sich in der Abtheilung D ziemlich in der ganzen
Länge desselben eine etwas schräg nach oben stehende Platte q. Durch die Mitte des ganzen
Apparates geht die Welle E, welche in der Abtheilung C die Windtrommel F, in der Abtheilung
D das Schöpfrad G, und aufserhalb des Gehäuses das Triebrad/ trägt. Am Vorderboden
K läuft die Welle in dem Lager k, und da, wo sie durch die Zwischenwand und den
Hinterboden H geht, in den Stopfbüchsen / und m. Die Windtrommel ist genau wie die
Mefstrommeln in den nassen Gasmessern construirt. Das Schöpfrad G besteht aus einer
verticalen bis nahe an die Wandung des Gehäuses reichenden Scheibe, welche seitlich am
äufseren Umfange die Schöpfkästen η trägt. Die Scheibe ist voll bis auf die zwischen den
Schöpfkasten befindlichen kleinen Löcher o. Vom Triebrad p wird die Welle nebst Windtrommel
und Schöpfrad durch das Gewicht Q mittelst des Uhrwerkes J in Umdrehung versetzt.
In dem Vorderboden K des Gehäuses ist eine Oeffhung b, welche durch ein gebogenes
Rohr c mit dem Innern der Windtrommel communicirt. Vor dieser Oeffnung befindet sich,
um die Communication der äufseren mit der inneren Luft bezw. den Kohlenwasserstoffdämpfen
beim Stillstande des Apparates zu verhindern, ein folgendermafsen constmirtes Saugventil
:
Ein luftdichter Kasten Z, welcher mit Glycerin bis zur Höhe g gefüllt wird, hat im
Boden und Deckel je eine Oeffnung; die im Boden befindliche Oeffnung d ist durch ein
Rohr / nach innen bis über das Niveau g verlängert und wird verschlossen durch eine mit
Schwimmkasten versehene Haube f. Die im Deckel befindliche Oeffnung wird durch ein
nach aufsen sich öffnendes Ventil h geschlossen. Dieses Ventil ist durch die Stange i fest mit
der Haube / verbunden. Die Stange i dient zugleich in ihrer Verlängerung zur1 Führung für
Ventil und Haube. Die Oeffnung r auf der Abtheilung Ό dient zur Abführung der carburirten
Luft, von wo sie durch einen gewöhnlichen Gasregulator und Rohrleitung dem Verbrauchsorte
zugeführt wird. Zwischen Regulator und Rohrleitung ist der Absperrhahn y eingeschaltet.
Die Oeffnung s auf der Abtheilung C dient zum Füllen des Apparates mit flüssigen Kohlenwasserstoffen.
Ein mit der Flüssigkeit gefülltes Gefäfs N, welches durch den Hahn t verschlossen
ist, wird auf den fest auf dem Gehäuse befindlichen Hahn u aufgeschraubt, und
durch Oeffnung beider Hähne die Flüssigkeit in den Apparat eingelassen.
Die im Vorder- und Hinterboden befindlichen, durch Schrauben verschlossenen Oeffnungen
ν ν dienen zum Entleeren des Apparates, während die durch Schraube w verschlossene
Oeffnung im Hinterboden, beim Füllen des Apparates geöffnet, als Ueberlauf die höchste zulässige
Füllung angiebt. Die Schraube λ: verschliefst die zum Füllen des Ventils nöthige Oeffnung.
Beim Gebrauch des Apparates wird derselbe zuerst vermittelst des Gefäfses N mit flüssigem
Kohlenwasserstoff gefüllt. Zuerst füllt sich die Abtheilung C, von da durch Ueberlauf durch
den Schlitz α (an den Stellen wo die Platte q fehlt) die Abtheilung D, bis durch das Ausfliefsen
aus der Oeffnung w die Füllung als beendet angezeigt wird.
Nachdem diese Oeffnungen geschlossen, das Saugventil zur richtigen Höhe mit Glycerin gefüllt,
das Uhrwerk aufgezogen und der Hahn y geschlossen ist, ist der Apparat fertig zum Gebrauch.
Nun beginnt die Wirkung des Apparates, indem die durch das Uhrwerk gedrehte Windtrommel durch das Rohr c und
das Ventil h Luft einsaugt und dieselbe dem Innern des Apparates zuführt, so dafs hier
eine der Schwere des Gewichtes Q entsprechende Pressung der Luft entsteht. Sobald diese Pressung
erreicht ist, steht der Apparat so lange still, bis durch Oeffnen des Hahnes y und Verbrauch
der geprefsten Luft an irgend einer Stelle der Rohrleitung eine Verminderung der Pressung
erfolgt und diese dann durch erneuerte Drehung der Windtrommel wieder ergänzt wird. Bei
dieser Drehung hebt das Schöpfrad fortwährend Theile der in der Abtheilung D befindlichen
Flüssigkeit in die Höhe, welche dann auf die Platte q herabfallen, über diese durch den
Schlitz α in die Abtheilung C laufen und, soweit
sie nicht von der Luft absorbirt werden, durch die freien Stellen des Schlitzes α nach D
zurückfliefsen. Das Blech q ist nur der Einfachheit halber in gleicher Höhe mit dem
Schlitz α angebracht, kann aber ebenso gut über
dem letzteren seine Stellung erhalten. Auch kann ferner an Stelle des Schöpfrades G ein
geeignetes Substitut, z. B. rotirende Bürsten, welche abgestrichen werden etc., gesetzt werden.
Auf die vorher beschriebene Weise wird der Flüssigkeitsstand in der Abtheilung C, so lange
überhaupt noch etwas Flüssigkeit in der Abtheilung D vorhanden ist, stets auf gleicher Höhe
erhalten, und aufserdem wird, da die von der Windtrommel gelieferte Luft ebenfalls sämmtlich
den Schlitz α und den durch das Schöpfrad G bewirkten Flüssigkeitsregen passiren mufs,
die Luft so innig mit der Flüssigkeit in Berührung gebracht, dafs sie so viel Dämpfe der
Flüssigkeit, als sie überhaupt in sich aufnehmen kann, absorbiren wird. Da die Luft nun vorher
nicht mit Wasser, wie bei früheren Apparaten, in Berührung gekommen ist, also keinen
Wasserdampf in sich hat aufnehmen können, so wird sie jedenfalls kohlenstoffreicher wie bei
früheren Apparaten sein.
Das Saugventil ist, wie vorhin beschrieben, so arrangirt, dafs ein durchaus sicheres Absperren
des Apparatinhaltes beim Stillstand desselben eintritt, dafs dasselbe sich leicht hebt
und nicht vibrirt. Die Wirkungsweise des Ventils ist folgende: Beim Ansaugen drückt die äufsere
Luft auf das Ventil //, zugleich aber auch unter die Haube f, welche, da sie bedeutend gröfser
als das Ventil ist, das Gewicht des letzteren, sowie den auf demselben lastenden Luftdruck
mit Leichtigkeit hebt, während die über dem Schwimmkasten befindliche Flüssigkeit, welche
in dem Zwischenraum zwischen Schwimmkasten und Rohr / nach unten fliefsen mufs, nur ein
allmäliges Heben gestattet. Aehnlich verhält es sich beim Aufhören des Saugens, wo die
Flüssigkeit wieder nach oben zurücktreten mufs und somit nur ein allmäliges Schliefsen des
Ventils erlaubt, so dafs Stöfse in der Luftzuführung vermieden werden. Hat die Spannung
im Apparat ihren höchstmöglichen Grad erreicht, so ist das Ventil vollständig geschlossen.
Claims (2)
1. Die Combination des Schöpfwerkes G in
Abtheilnng D mit der Abtheilung C, um neben der Aufrechterhaltung des Niveaus in
letzterer eine reichlichere Verdunstung der Kohlenwasserstoffe zu fördern.
2. Die Steuerungsvorrichtung für das Lufteinlafsventil h in Gestalt der im Kasten L angebrachten
Schwimmerhaube f, deren Luftfüllung vom Verhältnifs des äufseren Luftdruckes
zum Innendruck abhängt.
Alles dies wie vorher beschrieben.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE14586C true DE14586C (de) |
Family
ID=291666
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT14586D Active DE14586C (de) | Apparat zum Karburiren atmosphärischer Luft |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE14586C (de) |
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- DE DENDAT14586D patent/DE14586C/de active Active
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