DE14551C - Verfahren zur Bereitung von Cacaomasse - Google Patents

Verfahren zur Bereitung von Cacaomasse

Info

Publication number
DE14551C
DE14551C DENDAT14551D DE14551DA DE14551C DE 14551 C DE14551 C DE 14551C DE NDAT14551 D DENDAT14551 D DE NDAT14551D DE 14551D A DE14551D A DE 14551DA DE 14551 C DE14551 C DE 14551C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cocoa
mass
cocoa mass
preparation
alkalis
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT14551D
Other languages
English (en)
Original Assignee
O. RÜGER in Lockwitzgrund bei Dresden
Publication of DE14551C publication Critical patent/DE14551C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23GCOCOA; COCOA PRODUCTS, e.g. CHOCOLATE; SUBSTITUTES FOR COCOA OR COCOA PRODUCTS; CONFECTIONERY; CHEWING GUM; ICE-CREAM; PREPARATION THEREOF
    • A23G1/00Cocoa; Cocoa products, e.g. chocolate; Substitutes therefor
    • A23G1/02Preliminary treatment, e.g. fermentation of cocoa

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Confectionery (AREA)

Description

ί I.
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist durch praktische Erfahrung festgestellt, dafs durch Behandlung des Cacaos mit Alkalien bei Fabrikation von Cacaopulver, also des entölten Cacaos, eine bedeutende Qualitätsverbesserung zu erzielen ist. Es wird hierdurch nicht allein der dem Cacao anhaftende erdige Geschmack entfernt und das eigentliche Aroma des Cacaos zur vollen Entwickelung gebracht, sondern auch die Ausgiebigkeit des Materials geradezu verdoppelt. So bedarf es z. B. zur Herstellung einer Tasse Getränkes 10 g nicht alkalinischen Pulvers, während von dem mit Alkalien behandelten für ein Getränk von nämlicher Güte 5 g genügen.
Dieses Verfahren des Aufschliefsens von Cacaopulver durch Alkalien ist nicht neu; dasselbe hat aber bisher bei der Cacaomasse, welche zur Chocoladenfabrikation verwendet wird, keine Anwendung finden können, weil diese Masse, entgegengesetzt dem Cacaopulver, das im Cacao bis zu 35 pCt. enthaltene Fett der sogenannten Cacaobutter vollständig enthält, während es bei dem Cacaopulver abgeprefst ist. Die Gegenwart dieses Fettes in der Cacaomasse hat bisher die Anwendung der auflösenden Alkalien verhindert, weil letztere in wässeriger Lösung zugeführt werden und jede Verbindung mit Wasser die bindende Kraft der Cacaomasse beeinträchtigt; sie läfst sich dann nicht in Tafeln formen, wie sich auch ihre weitere Verreibung zu Tafelchocolade unmöglich macht.
Um nun die Aufschliefsung der zur Chocoladenfabrikation zu verwendenden Cacaomasse durch Alkalien zu bewirken und doch die bindende Kraft der Cacaomasse wieder herzustellen, schlage man folgendes Verfahren ein.
Die Entölung der Cacaomasse geschieht in der Weise, dafs die durch Vermahlung der geschälten Cacaobohnen gewonnene Cacaomasse durch Erwärmung in eisernen Kesseln flüssig gemacht, hierauf eine Lösung kohlensaviren Kalis oder kohlensauren Natrons in chemisch reinem Zustande nach Höhe von 2 pCt. der zu behandelnden Cacaomasse zugesetzt und die Mischung mindestens 3 Stunden in dem erwärmten Kessel stehen gelassen wird; sodann wird das Cacaoöl abgeprefst.
Die weitere neue Behandlung der entölten und durch Alkalien aufgeschlossenen Masse besteht nun darin, dafs die Prefskuchen zerkleinert und auf Horden ausgebreitet werden, um in einem durch Dampfheizung erwärmten Raum bei einer Temperatur bis zu 48 ° C. während 24 Stunden die wässerigen Bestandteile verflüchtigen und die chemische Umsetzung sich vollziehen zu lassen. Diese Umsetzung besteht darin, dafs das kohlensaure Alkali sich mit dem Cacaofett theils emulgirt, theils mit den pflanzensauren und mineralischen Salzen der Cacaobohnensubstanz sich verbindet, so dafs nach dem Veraschen des Cacaopräparates sich nur ungefähr die Hälfte des angewendeten kohlensauren Alkalis als solches wiederfindet. Nach erfolgter Trocknung der entölten und aufgeschlossenen Cacaomasse wird die früher durch Auspressen entfernte Cacaobutter wieder in er-
wärmten Kesseln flüssig gemacht, um mit den entölten und getrockneten Bestandtheilen wieder vereinigt zu werden. Es ergiebt sich daraus eine Cacaomasse, welche die durch den Zusatz der in Wasser gelösten Alkalien verloren gegangene Bindekraft wieder erlangt hat, ein voll entwickeltes Aroma besitzt und bedeutend ausgiebiger ist.

Claims (1)

  1. PATENT-Anspruch:
    Das Verfahren, die Cacaomasse für die Chocoladenfabrikation mit Alkalienlösung zu behandeln, nach Entölung der Masse die zugeführten wässerigen Theile durch Wärme zu verflüchtigen und sodann durch Wiederzusetzen der Cacaobutter zu der Cacaomasse die alte Bindekraft der letzteren wieder herzustellen.
DENDAT14551D Verfahren zur Bereitung von Cacaomasse Active DE14551C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE14551C true DE14551C (de)

Family

ID=291631

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT14551D Active DE14551C (de) Verfahren zur Bereitung von Cacaomasse

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE14551C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE14551C (de) Verfahren zur Bereitung von Cacaomasse
DE317738C (de)
DE703475C (de) Verfahren zur Herstellung von geruchlich einwandfreien Futtermitteln durch Kochen von Fischen, Fischteilen oder Fischabfaellen
DE155108C (de)
DE171887C (de)
DE3331445A1 (de) Herstellungsverfahren von milchschokolade von geringer keimzahl, charakteristischem geschmack und reduzierter conchierdauer
DE62471C (de) Verfahren zur Herstellung von trockenem Fischmehl aus frischem Fettfischmaterial
DE736714C (de) Verfahren zur Herstellung von hochwertigen Genuss-, Nahrungs- und Futtermitteln
DE301679C (de)
DE93394C (de)
DE519828C (de) Verfahren zur Gewinnung von OEl aus stark wasserhaltigen Fischstoffen
DE546371C (de) Verfahren zur Herstellung von in der Siedehitze bestaendigen edestinhaltigen Hanfsamenauszuegen
DE357694C (de) Verfahren zum Entsaeuern von Fetten und OElen
DE148668C (de)
DE374746C (de) Verfahren zur Gewinnung eines milchaehnichen Auszuges aus Sojabohnen und aehnlichen Samen oder Samengemischen
DE880539C (de) Verfahren zur Aufbereitung von Kartoffeln fuer Futterzwecke
AT85397B (de) Verfahren zur Herstellung einer Speisewürze aus Milch.
DE751038C (de) Pastenfoermige Handreinigungs- und Koerperpflegemittel
DE742225C (de) Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln
AT84483B (de) Verfahren zur Herstellung eines Extraktes aus Getreidekeimen.
AT87135B (de) Verfahren zur Herstellung von kaffeinhaltigen Kaffee-Ersatzmitteln.
AT24381B (de) Verfahren zur Herstellung einer unlöslichen Seife, deren Beschaffenheit eine leichte Abscheidung des Glyzerins ermöglicht.
DE705999C (de) Verfahren zur Herstellung eines Naehrmittels aus Eicheln
AT50309B (de) Verfahren zur Gewinnung von wasserfreiem Natriumhydrosulfit.
DE334589C (de) Verfahren zum Entbittern von Lupinensamen, Rosskastanien u. dgl.