DE145376C - - Google Patents

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DE145376C
DE145376C DENDAT145376D DE145376DA DE145376C DE 145376 C DE145376 C DE 145376C DE NDAT145376 D DENDAT145376 D DE NDAT145376D DE 145376D A DE145376D A DE 145376DA DE 145376 C DE145376 C DE 145376C
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
- JVi 145376 KLASSE Mq.
Nach dem Verfahren des Patentes 135332
wird bei der Behandlung von Cyanalkali mit Formaldehyd und Anilin in wässeriger oder wässeriger alkoholischer Lösung Phenylglycin gebildet.
Beim Nacharbeiten des in der genannten Patentschrift angeführten Beispieles, mit welchem 75 Teile einer 40 prozentigen Formaldehydlösung mit einer wässerigen Lösung von 50 Teilen Cyannatrium unter gutem Abkühlen vermischt werden und dann die Lösung nach dem Zusatz von 93 Teilen Anilin und Alkohol erhitzt wird, konnten nur etwa 60 Prozent der Theorie an Phenylglycin erhalten werden.
Noch ungünstigere Resultate wurden beim Einlaufenlassen der wässerigen Cyanalkalilösung in das gut gerührte, auf dem Wasserbad erwärmte Gemisch von Anilin und Formaldehyd erhalten. Daß bei letzterem Verfahren weniger Phenylglycin entsteht, ist leicht begreiflich, da beim Erhitzen von Anilin mit Formaldehyd leicht Polymerisationsprodukte gebildet werden.
Dagegen wurde gefunden, daß man eine sehr gute Ausbeute an Phenylglycin erzielt, wenn man das in alkalisch-alkoholischer Lösung dargestellte Methylendianilin mit Cyanalkali behandelt.
Wird nämlich eine alkoholische Lösung von 2 Mol. Anilin mit 1 Mol. einer etwa 40 prozentigen wässerigen Formaldehydlösung vermischt, die Flüssigkeit zum Kochen erhitzt und dann eine wässerige Cyanalkalilösung einfließen gelassen, so findet zwar eine lebhafte Reaktion statt, indessen übersteigen die Ausbeuten an Phenylglycin auch nach diesem Verfahren 60 Prozent nicht.
Versetzt man dagegen die alkoholische Anilinlösung mit Alkalilauge oder auch mit einer Alkalicarbonatlösung, bringt dann den Formaldehyd hinzu und nach dem Erhitzen bis zum Kochen die Cyanalkalilösung, so bekommt man das Phenylglycin in fast quantitativer Ausbeute.
55
Es bildet sich hierbei aus dem Anilin und dem Formaldehyd zuerst das Methylendianilin und dieses reagiert mit Cyanalkali etwa wie folgt:
i. C6H6NHCH2NHC6H5 -\- KCN + H2O = 60
N + KOH -f C6H5NH2. 2. C6HsNHCH2CN + KOH -f H2O = C6H6NHC H2C 0OK + NH3.
Das Methylendianilin ist zuerst von Eb erhardt und Walter (Ber. d. Deutsch. Chem. Ges. 27, S. 1805) erhalten worden, indem sie auf 2 Mol. Anilin 1 Mol. Formaldehyd bei Anwesenheit von Alkali, dessen Mengen sehr gering sein können, einwirken ließen.
Man kann das krystallisierte Methylendi-
anilin ebensogut für die Darstellung des Phenylglycins verwenden, indem man eine alkoholische Lösung da\^on mit einer wässerigen Cyanalkalilösung kocht, nur bringt die Isolierung desselben keine Vorteile mit sich.
Beispiel. Ein Gemisch von 186 kg Anilin
(2,1 MoL), 200 1 Alkohol und 5 1 3oprozentiger Kali- oder Natronlauge wird mit 80 kg einer 37,9prozentigen Formaldehydlösung versetzt und die Lösung erwärmt; bei Siedetemperatur des Alkohols läßt man dann die vorher erwärmte Cyanalkalilösung, z. B. 132 1 einer 49,3 prozentigen Cyankaliumlösung, einfließen.
Es erfolgt eine ziemlich lebhafte Reaktion unter Ammoniakentwickelung und nach halbstündigem Erwärmen tritt vollständige Lösung ein. Darauf wird der Alkohol abdestilliert
ao und das Anilin mit Wasserdampf übergetrieben. Die Lösung des phenylamidoessigsaüren Salzes wird zur Trockene eingedampft.
Die Ausbeuten an Phenylglycin übersteigen Prozent der Theorie.
Verwendet man in obigem Beispiel statt Anilin äquivalente Mengen von dessen Homologen, so gelangt man, ebenfalls mit sehr guten Ausbeuten, zu den 'Homologen des Phenylglycins.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Darstellung von Phenylglycin oder dessen Homologen, darin bestehend, daß man in einer alkalisch-alkoholischen Lösung 2 Mol. Anilin oder 2 Mol. von dessen Homologen mit 1 Mol. Formaldehyd bezw. 1 Mol. Methylendiarylamin und 1 Mol. Cyanalkalilösung erhitzt.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0036161A3 (en) * 1980-03-19 1982-02-03 Basf Aktiengesellschaft Process for the preparation of alkali salts of phenyl glycine
AU737929B2 (en) * 1996-12-24 2001-09-06 Weir Minerals Netherlands B.V. Pump system

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0036161A3 (en) * 1980-03-19 1982-02-03 Basf Aktiengesellschaft Process for the preparation of alkali salts of phenyl glycine
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