DE273667C - - Google Patents

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DE273667C
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acid
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B21/00Nitrogen; Compounds thereof
    • C01B21/08Hydrazoic acid; Azides; Halogen azides

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 273667 KLASSE 12«. GRUPPE
Dr. HERMANN STAUDINGER in ZURICH.
sauren Salzen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. Mai 1913 ab.
In der Patentschrift 205683 ist ein Verfahren zur Darstellung von Stickstoffwasserstoffsäure beschrieben, nach dem man diese Säure dadurch gewinnen kann, daß man auf Hydrazinhydrat bzw. Hydrazinsalze Salpetrigsäureester bzw. salpetrige Säure und Alkohol in alkalischer Lösung einwirken läßt.
Es wurde nun gefunden, daß die Stickstoffwasserstoffsäure ebenfalls in guter Ausbeute entsteht, wenn man auf Hydrazinhydrat bzw. Hydrazinsalze die Nitrosamine von sekundären Aminen, wie Diphenylnitrosamin, in alkalischalkoholischer Lösung zur Einwirkung bringt. Die Reaktion erfolgt langsam in der Kälte, rascher beim Erwärmen, und zwar nach folgender Gleichung:
(Ce-HS)2NNO + NH2NH2-I-NaOH
= (C6 HJ.NH + N3Na + 2H2 O.
Die Reaktion ist neu, und es war nicht zu erwarten, daß das Diphenylnitrosamin bei dieser Reaktion ähnlich wie Amylnitrit reagieren würde.
Das Verfahren unterscheidet sich vorteilhaft von dem oben angegebenen, da man nach ihm sehr leicht stickstoffwasserstoffsäure Salze in reinem Zustand herstellen kann. Weiter ist die Anwendung des Diphenylamins billiger und bequemer wie die des Amylalkohols.
Beispiel I.
Eine Lösung von 1 Mol. Natron in 20 Teilen Äthylalkohol bzw. Methylalkohol gibt man zu ι Mol. Hydrazinhydrat und läßt eine konzentrierte Lösung des Diphenylnitrosamins in Alkohol zu der heißen Reaktionslösung langsam zufließen. Nach mehrstündigem Kochen scheidet sich stickstoffwasserstoffsaures Natrium in annähernd reiner Form aus der Reaktionslösung aus und wird nach dem Erkalten ab- genutscht. Ausbeute 70 Prozent.
Aus der Mutterlauge kann man nach Abdampfen des Alkohols noch geringe Mengen Stickstoffwasserstoffsäure erhalten, und zwar behandelt man mit Wasser und filtriert von dem ungelösten Diphenylamin ab. Aus dem wässerigen Filtrat erhält man nach Zusatz von verdünnter Schwefelsäure geringe Mengen Stickstoffwasserstoffsäure. Das zurückgewonnene Diphenylamin ist fast rein und kann nach dem Trocknen von neuem zur Darstellung von Diphenylnitrosamm verwandt werden.
Das vorliegende Verfahren läßt sich auch in der Weise abändern, daß man, statt reines Diphenylnitrosamin anzuwenden, eine alkoholische Lösung von Diphenylamin mit der berechneten Menge der salpetrigen Säure bzw. der berechneten Menge Natriumnitrit und Salzsäure versetzt und die dadurch entstandene Lösung von Diphenylnitrosamin wie oben zur Darstellung von Stickstoffwasserstoffsäure benutzt.
Beispiel II.
Statt des freien Hydrazins kann man auch Hydrazinsalze anwenden und ändert dann das
Verfahren folgendermaßen ab. Hydrazinsulfat wird mit der zehnfachen Menge Alkohol, in dem 3 Mol. Natriumhydroxyd gelöst sind, übergössen. Zu der heißen Lösung wird wieder wie oben eine Lösung von Diphenylnitrosamin zulaufen gelassen und 7 Stunden gekocht. Dabei scheidet sich ein Gemisch von stickstoffwasserstoffsaurem Natron und Natriumsulfat aus. Zur Aufarbeitung kann man hier direkt den Alkohol abdestillieren, aus dem Rückstand durch Behandeln mit Wasser die Natriumsalze extrahieren und so von dem Diphenylamin trennen. Nach dem
/ Filtrieren der wässerigen Lösung versetzt man mit der berechneten Menge Schwefelsäure und destilliert die Stickstoffwasserstoffsäure mit den Wasserdämpfen ab. Ausbeute etwa Prozent.
Statt Natriumhydroxyd bzw. Kaliumhydroxyd kann mit dem gleichen Erfolg Soda bzw. Pottasche verwandt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Darstellung von Stickstoffwasserstoffsäure bzw. stickstoffwassersto ff sauren Salzen, dadurch gekennzeichnet, daß man Hydrazinhydrat bzw. Hydrazinsalze mit Nitrosaminen von sekundären Aminen, wie Diphenylamin, in alkoholischer Lösung unter Zusatz von Alkali oder Alkalicarbonat zur Reaktion bringt.
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