DE1452010C3 - - Google Patents

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DE1452010C3
DE1452010C3 DE19641452010 DE1452010A DE1452010C3 DE 1452010 C3 DE1452010 C3 DE 1452010C3 DE 19641452010 DE19641452010 DE 19641452010 DE 1452010 A DE1452010 A DE 1452010A DE 1452010 C3 DE1452010 C3 DE 1452010C3
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Charles Eugene Paris Gillet
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Description

Die Erfindung betrifft eine Reduzierwalzwerksan!age, bestehend aus einer Vielzahl von auf unabhärgigen Rahmen befestigten und zu Paketen zusammengeklemmten, eine Mehrzahl von Bearbeitungswalzen tragenden und einzeln angetriebenen Walzgerüsten, bei der die Pakete zusammen mit den mit Rädern versehenen Rahmen auf ortsfesten Bahnen horizontal von den Antriebseinheiten aus der Betriebsstellung in eine Bereitschaftsstellung außerhalb der Walzlinie ausfahrbar sind und bei der feststehende We.linstummeln der Antriebseinheiten mit Antriebswellen der Walzgerüste durch gemeinsam lösbare Kupplungen verbunden sind.
Bei der bekannten Walzwerksanlage ähnlich vorstehender Bauart sind Gerüste jeweils für sich auf dem Rahmen befestigt (DT-AS 1 054 409). Bei einer anderen bekannten Anlage ist ein Rahmen mit horizontalen Gerüsten mit einem Rahmen mit vertikalen Gerüsten verklammert (DT-PS 881 185). Zwar bildet jeder Rahmen mit seinen Gerüsten eine Einheit. Der Rahmen mit den vertikalen Gerüsten kann von dem Rahmen mit den horizontalen Gerüsten getrennt werden. Zusammenmontiert sind dann die Gerüste ineinander verschachtelt, bilden aber kein Paket miteinander, ebenso wie auch bei der anderen bekannten Walzwerksanlage die Gerüste das Paket nicht untereinander, sondern mit dem Rahmen bilden. Insgesamt müssen bei den bekannten Walzwerksanlagen aufwendige Maßnahmen für die sichere starre und genaue Befestigung der Gerüste auf dem Rahmen getroffen werden, und jedes einzelne Gerüst muß für sich angebracht und justiert werden.
Es ist aber auch schon bekannt, einen Reserverahmen mit Gerüsten um einen Zapfen aus der Walzwerksanlage herauszuschwenken. Diese Anordnung
ίο dient dem Zweck, Reparaturarbeiten, Justierarbeiten und Umrüstungen schnell durchführen zu können, erfordert aber viel Platz für den Vorgang des Ausfahrens.
Es ist ferner bekannt (DT-PS 938 304), einzelne
Walzgerüste mit Hilfe einer Fixiereinrichtung seitlich von oben in einem C-förmig ausgebildeten Rahmen festzuklemmen. Hierbei ist es schwierig, die Walzgerüste gegen die beim Walzvorgang auftretenden seitlichen Stöße dauerhaft zu sichern.
ao Es ist schließlich auch bekannt (DT-Gbm 1873 621), einzelne Walzgerüste in Nuten jeweils zugeordneter, einzelner aneinandergrenzender Grundplatten aufzuschieben. Die Grundplatten sind mit Hilfe von La- t sehen ziehharmonikaartig auseinanderfahrbar. Hieras bei werden die Walzgerüste nur in den Nuten gehalten, was bei längerer seitlicher Stoßbeanspruchung keine hinreichende Sicherung der exakten Lage der Walzgerüste gewährleistet.
Außerdem sind bei einer bekannten Walzanlage (FR-PS 1 071 966) bereits einzelne Horizontalwalzgerüste, durch in Bohrungen der Gerüste geführte Zuganker miteinander verbunden.
Nachdem eine Zusammenfassung der Gerüste zu einem Paket und deren Befestigung auf einem Sockel (FR-PS 1 071 966) nicht Kern der vorliegenden Erfindung ist, ergibt dieser Stand der Technik zusammen mit der bekannten Walzanlage mit ausfahrbarem Rahmen (DT-AS 1054 409) die für den Erfindungsgegenstand maßgebende Ausgangslage.
Der Erfindung liegt hiervon ausgehend, die Aufgabe zugrunde, die Gerüste zu einer kompakten Einheit zusammenzufassen, in die sie starr und mit großer Präzision durch einfache Maßnahmen eingegliedert werden können. [ i
45. Die Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß zur Befestigung der Walzgerüste auf den Rahmen die Walzgerüste mittels Zylinder gegen ortsfeste Anschläge kraftschlüssig klemmbar sind und zur Zentrierung zusätzlich Keilvorrichtungen, bestehend aus Hydraulikzylindern, Keilen, Ansätzen und öffnungen vorgesehen sind, wobei zum Auflösen der Pakete jedem Rahmen eine Walzgerüst-Verschiebevorrichtung in Form von Hydraulikzylindern und Zahnstangen zugeordnet ist.
Mittels der Zahnstangeneinrichtung können sämtliche Einzelgerüste nach Lösung ihrer gemeinsamen Verklammerung zueinander auf Abstand gebracht werden, wodurch der Austausch einzelner Gerüste aus einem Satz von Gerüsten erleichtert wird. Die Zahnstangen der Walzgerüst-Verschiebe-Vorrichtung :n zum Auflösen der Pakete können Zähne aufweisen, die in Ausnehmungen der Walzgerüste eingreifen. Die Teilung der Zähne ist hierbei größer als der Mittenabstand der Walzgerüstausnehmungen voneinander.
· Vorzugsweise sind die Rahmen auf einem Traggerüst mit Rädern in Walzrichtung verfahrbar. Die Arbeitsweise der Anlage nach der Erfindung erhält dadurch eine hohe Genauigkeit, daß die Walzgerüste
3 4
an den einander gegenüberliegenden Seiten zur Erzie- Zähne 17a in am unteren Teil der Gerüste vcrgesehe-
lung des notwendigen Walzgerüstabstandes Ansätze nen Ausnehmungen 5b eingreifen (s. Fig. 9 und 10).
tragen. Der so ausgerüstete Rahmen trägt außerdem die
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Sammelbehälter der Schmierleitungen des Kühlwas-
Erfindung dargestellt. Es ist 5 £ers für die Rollen und die verschiedenen (nicht ge-
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine erste Ausführungs- zeigten) Teile des Hydrauliksystems,
form mit einer Antriebseinheit und einer Walzeinheit, Die cberen und unteren Flächen der Traggerüste
Fig. 2 eine Seitenansicht von Fig. 1 in Pfeilrich- srnd mit je einer trapezförmigen Rinne 27 und einer
tung F, g'atten Fiihiungsfläche 28 versehen, von denen die
Fig. 3 eine Ansicht nach Fig. 13 in Pfeilrichtung F1, 10 Rinnen 27 mit cer ohen eiwähnten Führungi schiere 7
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht eines Walz- und die Für.rurg;f:ächen28mit der Führun£s:cl.i.ne8
gerüstes, zusammenarbeiten.
Fig. 5 ein Schnitt entlang Linie V-V von Fig. 1, Mit zwti Ansätzen 29 an diesen oberen und unteren
Fig. 6 eine Einzelheit im Schnitt entlang Linie VI-VI Flächen, in deren ölfrurgen ein entsprechender Keil
von Fig. 1, 15 15 paßt, wird das Gerüst auf dem Rahmen befestigt.
Fig. 7 eine Ansicht entsprechend Fig. 6 für eine Auf den einander gegenüberliegenden vertikalen
andere Arbeitsstellung, Flächen der Walzgerüste sind Ansätze 31 vorgesehen.
Fig. 8 ein Schnitt entlang Linie VIII-VIII von An Hard der Fig. 5, 6 und 7 wird die Voirichtung
Fig- 1> zum Zusammenkuppeln der Welle 24 jeder Walze mit
Fig. 9 ein Schnitt entlang Linie IX-IX von Fig. 5, ao der Hauptwelle 25 der Antriebseinheit im einzelnen
Fig. 10 die Ansicht nach Fig. 9 in einer anderen beschrieben.
Betriebsstellung, Auf jeder Welle 24 ist eine Muffe 33 aufgekeilt, die
Fig. 11 eine andere Ausführungsform der Erfindung, Jn der Nähe eines der Enden eine abgerundete Ver-
Fig. 12 eine Seitenansicht von Fig. 2 in Richtung zahnung 34 trägt, die mit einer geradflankigen Innen-
des Pfeiles J2 und - 25 verzahnung 35 zusammenarbeitet, die am Ende der
Fig. 13 eine Draufsicht auf die gesamte Reduzier- Kupplungsmuffe 26 eingefräst ist. Die Muffe 26 besitzt
walzwerksanlage. : an dem anderen Ende außerdem innere Längsnuten 36,
In den Zeichnungen, insbesondere den Fig. 1 und 2, mjt denen eine äußere Kugelverzahnung 37 zusammenist der Standort der (nicht gezeigten) Antriebseinheit arbeitet, die am Ende einer auf die Hauptwelle aufgemit A und die erfindungsgemäße Walzeinheit mit B 30 keilten Muffe 38 eingefräst ist. Eine Druckfeder 39 ist bezeichnet. zwischen einer mit der Muffe 26 kraftschlüssig ver-
Die durch einen Motor 1 angetriebene Antriebs- bundenen Druckscheibe 40 und einer mit dem Ende einheit enthält zwei Reihen Wellen 25, die versetzt der Muffe 38 kraftschlüssig verbundenen S;b.2ibe 41 angeordnet sind. Die Wellen ragen aus einem Ge- eingefügt. Diese Feder 39 ist im ausgekuppelten Zuhause 2 heraus, das auf einem Sockel befestigt ist, auf 35 stand der Kupplung zusammengedrückt, und zwar dem unter anderem ein feststehendes Traggerüst 3 durch ein Kupplungsstück 42, das von den auf den ruht. Zu diesem Traggerüst gehören zwei Träger 3a, entgegengesetzten Seiten des Gehäuses 2 (s. Fig. 1) 3b, die einen Rahmen 4 tragen, auf dem die austausch- angebrachten hydraulischen Antriebszylindern 43 anbaren Gerüste 5, 5a der Walzeinheit befestigt sind. getrieben wird.
Es wird bemerkt, daß die Gerüste 5 Walzgerüste 40 Auf den einander gegenüberliegenden Längskanten
sind, während die Gerüste 5a in dem Fall, wo nicht des Kupplungsstückes 42 sind halbrunde Auflager 44
alle obigen Gerüste zusammen eingesetzt werden, das versetzt angeordnet (s. Fig. 8), die die oben beschrie-
Erzeugnis im Zuge des Abwalzens an den Ausgang benen Kupplungsmuffen 26 aufnehmen,
der Walzeinheit befördern. In der Ausführung ist die £s wird bemerkt, daß an jeder Kupplungsvorrich-
Tiefe der Gerüste 5a doppelt so groß wie die der Walz- 4S tung eine halbelastische Vorrichtung angebracht ist,
gerüste 5. Die Walzgerüste 5 setzen sich aus zwei Ge- die geringe Abweichungen zwischen den Achsen der
rüsthälften 18, 18a zusammen. Wellen 25 und 24 des entsprechenden Rollengerüstes
Der Rahmen 4 besteht aus zwei Trägern 4a und Ab ausgleicht.
(s, Fig. 3 und 5), an deren oberem Teil eine Platte 6 Diese halbelastische Vorrichtung ist auf folgende (s. Fig. 5) befestigt ist. Auf dieser Platte liegen zwei 50 Weise ausgebildet: Auf dem Ende der Welle 25 ist eine Längsführungsschienen 7 und 8, die das genaue Ein- Hülse 45 befestigt, an der ein elastischer Ring 46 vorstellen der oben erwähnten Gerüste 5, 5a ermöglichen. gesehen ist, dessen Umfang in der Bohrung 47 der
An einem Ende trägt der Rahmen 4 eine Endplatte 9 Muffe liegt.
mit Buckeln 9 a als Anschläge und an dem entgegen- Der Aufbau der Walzgerüste geht wie folgt vor sich:
gesetzten Ende eine Stützplatte 10. Zweckmäßiger-35 Nachdem mit Hilfe der Kolbenstangen 13 a der Zylin-
weise haben diese Platten Versteifungenil. Die der 13 (die Zylinder 12 werden außer Betrieb gehalten)
Platte 10 trägt hydraulische Vorrichtungen mit Zy- der Rahmen 4 mit dem Traggerüst 3 verriegelt ist,
lindern 12 und Kolben 12 a (s. F i g. 8,9 und 10). werden die Walzgerüste auf die Führungsschienen 7
An dem Rahmen 4 befestigte Zylinder 13 verriegeln und 8 des Rahmens 4 gestellt, wobei darauf geachtet
diesen mit dem Traggerüst 3 (s. Fig. 11) durch ihre Bo werden muß, daß die Gerüste der geraden Reihe gegen-
Kolben 13a und über die Laschen 3c, die an den über denen der ungeraden Reihe so angeordnet sind,
Trägern 3a, 36 des Traggerüstes 3 befestigt sind daß die Walzen eines Gerüstes gegenüber denen des
(s. Fig. 5). folgenden Gerüstes um 60° versetzt sind. Durch die in
Im übrigen trägt der Rahmen 4 eine Reihe von den trapezförmigen Rinnen 27 und auf der Führungs-Hydraulikzylindern 14, vcn denen jeder einen Keil 15 65 fläche 28 laufenden Führungsschienen 7 und 8 sind (s. Fig. 5) zum Verriegeln des Gerüstes auf dem die Gerüste automatisch aus gerichtet. Nun werden die Rahmen antreibt, sowie Hydraulikzylinder 16 zur Keile 15 eingebracht und mit Hilfe der Zylinder 12 Längsverschiebung von zwei Zahnstangen 17, deren die Gerüste auf dem Rahmen 4 gegen die Endplatte 9
und die Ansätze 31 verriegelt, die zwischen den Gerüsten genügend Raum lassen, um bei Bedarf ein Werkzeug, z. B. einen Schweißbrenner, einzuführen. Wie weiter oben erwähnt, sind die Zahnstangen 17 bei diesem Vorgang gegenüber den Gerüsten in der zurückgezogenen Stellung, d. h., ihre Zähne sind nicht im Eingriff.
Auf diese Weise entsteht eine Einheit, die auf die Antriebieinheit A hinbewegt werden muß, und deren Vei Schiebung mit Hilfe einer Brücke oder dadurch bewerkstelligt werden kann, daß die Rahmen 4 mit Rädern ausgerüstet sind und sich auf einem beweglichen Gestell befinden, das mit einem geeigneten Verschiebemechanismus verbunden ist.
Bei jeder Verschiebungsart wird das Kupplungsstück
42 von den Zylindern 43 freigegeben, wenn die Wellen 25 mit den Wellen 24 der Rollengerüste 5, Sa ausgerichtet sind. Zu diesem Zeitpunkt bewirken die Federn 39 automatisch das Eindrücken der Verzahnung der Kupplungsvorrichtung.
Die Kupplungen werden umgekehrt auf gleiche We'si mit Hilfe der Zylinder 43 gelöst.
Die Walzeinheit kann alsdann zurückgezogen und durch eine vorher vorbereitete Einheit ersetzt werden.
Wenn nur einzelne Gerüste, z. B. die Endgerüste ausgewechselt werden müssen, z. B. gegen solche mit Polierwalzen, so genügt es, die Federn 39 durch das Kupplungsstück 42 und mittels der Hydraulikzylinder
43 zusammenzudrücken und so die Kupplungen zu lösen. Mit Hilfe der von den Zylindern 16 bewegten Zahnstangen 17 können jetzt die Gerüste gelöst, auseinandergerückt und durch andere Gerüste ersetzt werden. Zum'Anheben wird eine Hebevorrichtung an die Ansätze 3i"angehakt und die Einheit schließlich zusammengepreßt und verriegelt.
Weiter oben wurde erwähnt, daß die Walzeinheit möglicherweise mit Rädern versehen und an eine Verschiebevorrichtung angeschlossen werden könnte. Die Fig. 1, 2 und 12 zeigen als Beispiel eine solche Ausführung. „
Der Rahmen 4 enthält eine erste Reihe von zur Walzrichtung parallel ausgerichteten Rädern 50 sowie eine zweite Reihe von Rädern 51, die senkrecht zu diesen ausgerichtet sind.
Die Verschiebevorrichtung enthält zwei senkrecht zur Walzrichtung liegende Horizontalträger 52 (F i g. 2), die mittels der Hydraulikzylinder 53 in der Höhe verstellbar sind. An einem Ende sind die Träger 52 unter dem das Gerüst tragenden Fahrgestell in Arbeitsstellung im Trägergerüst 3 eingefügt.
Obenauf haben die Träger 52 eine Laufbahn 54 für die Räder 51 des gerüsttragenden Rahmens.
Entlang dem Träger 52 läuft eine mit Stiften 56 versehene endlose Kette 55, die mit den schwenkbar auf dem Rahmen 4 angebrachten Armen 4c zusammenarbeitet. Diese Arme nehmen den die Gerüste tragenden Rahmen auf folgende Weise mit. Die Ketten 55 sind zwischen einem Antriebsrad 57 und einem lose auf der Achse laufenden, spannbaren Kettenrad 57a angebracht. Die Antriebsräder jeder Kette werden durch einen Motor 58 mit Getriebe angetrieben.
Die Antriebseinheit mit Getriebe hat zwei unter jedem Träger angeordnete Gruppen von Winkelhebeln 59, 59 a, die auf Achsen 60 befestigt sind und sich in an einem Rahmen 62 befestigten Lagern 61 drehen. Alle zu einer Gruppe gehörenden Hebel sind einerseits im Gelenkpunkt 63 an einem der zu tragenden Träger und andererseits im Gelenkpunkt 64 an einer mit dem Kolben 53a des Antriebszylinders 53 verbundenen Gelenkstange 65 (Fig. 3) angelenkt.
Ferner ist eine senkrecht zum Träger 52 verlaufende Auslösebahn 66 vorgesehen. Die Schienen dieser Bahn führen die Räder 50 des Rahmens mit den Gerüsten und sind zu einem noch zu beschreibenden Zweck über den Punkt 66a (Fig. 13) verlängert. Die Schienen sind so hoch angebracht, daß die Träger 52 einen Rahmen mit Gerüsten an dieser Stelle abnehmen oder aufsetzen können. Ein Abstellrahmen 67 ist senkrecht zu den Trägern 52 gegenüber der Walzeinrichtung und jenseits der Auslösebahn 66 vorgesehen.
Der z. B. aus geschweißtem Profilmaterial bestehende Rahmen 67 ist in einer solchen Höhe angebracht, daß die, wie oben beschrieben, bewegbaren Träger 52 einen Rahmen mit Gerüsten dort abnehmen oder aufsetzen können (Stellung c, entsprechend der gestrichelten Linie in Fig. 13). Auf jeden Fall befindet sich ein Rahmen mit Gerüsten auf dem genannten Abstellrahmen merklich höher als der ein Gerüst tragende Rahmen in seiner Betriebsstellung, so daß letzterer Rahmen ausgelöst werden kann, ohne daß der auf dem Rahmen 67 befindliche berührt wird.
Ein Pneumatikzylinder 68, dessen Achse mit der Auslösebahn 66, 66 a parallel verläuft, gewährleistet die Verschiebung des ein Gerüst tragenden Rahmens auf dieser Bahn.
Um die Betriebsweise der Vorrichtung zu erklären, sei angenommen (Fig. 13), daß ein die Gerüste tragender Rahmen sich in Walzposition α zwischen einem an sich bekannten Tunnelofen 69 und einer Schere 70 befindet, während ein zweiter Rahmen mit Gerüsten, der vorher vorbereitet wurde, die Stellung b auf dem Abschnitt der Auslösebahn 66a einnimmt.
Nachdem der gerüstetragende Rahmen in der Arbeitsstellung α entriegelt ist, werden die Träger 52 mit Hilfe der Antriebsvorrichtung 53 und der Hebel 59, 59a um einen gewissen Betrag gehoben, so daß die auf ihnen befestigten Schienen die Räder 51 abstützen und den Rahmen von dem Traggerüst 3 abheben, um seine Übertragung in Stellung c auf dem Abstellrahmen 67 mit Hilfe der Förderketten 55 und der Arme 4c zu ermöglichen.
Zu diesem Zeitpunkt wird der in Wartestellung b befindliche Rahmen auf der Bahn 66 mit Hilfe der Antriebsvorrichtung 68 in die Stellung d gebracht. Anschließend werden die Träger 52 durch erneutes Inbetriebsetzen der Antriebsvorrichtung 53 und der Winkelhebel 59, 59a angehoben, um den Rahmen auszulösen und ihn durch die Ketten 55 in die Stellung α (Fig. 13) zu verschieben. Die Träger 52 werden dann heruntergelassen, und der Rahmen wird auf das Traggerüst 3 abgestellt; dieses wird mit dem Rahmen 4 verriegelt; mit Hilfe des Kupplungsstückes 42 erfolgt das Kuppeln und der Walzvorgang kann beginnen.
Selbstverständlich kann an Stelle der oben angegebenen Betriebsfolge a, c, b, d, α die Folge α, d, b, c, a angewendet werden.
Z. P. behält die Anordnung der oben beschriebenen Gerüste ihre Gültigkeit, wie immer die Form und der Aufbau der einzelnen Gerüste sein mag; dies gilt besonders für die Anzahl der Walzen, die Antriebseinrichtung sowie die zum Walzen erforderlichen Drehmomente an jeder der Rollen.
Die genannte, an dem Walzgerüst angeordnete Antriebseinheit kann z. B. wie folgt beschaffen sein: a) Sie besteht aus einer einzigen Eingangswelle, die eine der Walzroll;n trägt und durch Getriebe die
anderen, auf Sekundärwellen angebrachten Rollen antreibt, oder
b) sie besteht aus einer Eingangswelle, die durch die
Walzrolle durchgeführt ist und diese entweder direkt oder sie, wenn sie auf einer Sekundärwelle angebracht ist, über ein Getriebe antreibt.
Weiter wird bemerkt, daß man die Träger 52 zum
Entfernen und Anheben der Fahrgestelle durch einen
Antriebszylinder 53 heben kann, aber auch die Räder
51 mit Hilfe von an einigen Stellen der Radachsen 51 angebrachten Zylindern 71 vertikal verschieben kann (wie in Fig. 11 und 12) gezeigt.
In diesem Fall sind die Schienen zur Verschiebung des Rahmens alle in derselben Ebene angeordnet.
Schließlich kann die an Hand der Fig. 6 beschriebene Kupplung — besonders für Walzwerke mit geringer Kapazität — vereinfacht werden, indem das Gehäuse 2 global verschoben wird.
Hierzu 9 Blatt Zeichnungen
609 617/357

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Reduzierwalzwerksanlage, bestehend aus einer Vielzahl von auf unabhängigen Rahmen befestigten und zu Paketen ζ usammengeklemmten, eine Mehrzahl von Bearbeitungswalzen tragenden und einzeln angetriebenen Walzgerüsten, bei der die Pakete zusammen mit den mit Rädern versehenen Rahmen auf ortsfesten Bahnen horizontal von den Antriebseinheiten aus der Betriebsstellung in eine Bereitschaftsstellung außerhalb der Walzlinie ausfahrbar sind und bei der feststehende Wellenstummel der Antriebseinheiten mit Antriebswellen der Walzgerüste durch gemeinsam lösbare Kupplungen verbunden sind, dadurchgekennzeichnet, daß zur Befestigung der Walzgerüste (5, 5a) auf den Rahmen (4) die Walzgerüste (5, 5 a) mittels Zylinder (12) gegen ortsfeste Anschläge (9) kraftschlüssig klemmbar sind und zur Zentrierung zusätzlich Keilvorrichtungen bestehend aus Hydraulikzylindern (14), Keilen (15), Ansätzen (29) und öffnungen (30) vorgesehen sind, wobei zum Auflösen-der Pakete jedem Rahmen (4) eine WaIzgerüst-Verschiebe-Vorrichtung in Form von Hydraulikzylindern (16) und Zahnstangen (17) zugeordnet ist.
2. Reduzierwalzwerksanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnstangen (17) der Walzgerüstverschiebevorrichtungen zum Auflösen der Pakete Zähne (17a) aufweisen, die in Ausnehmungen (ßb) der Walzgerüste (5, 5a) eingreifen, und^ daß die Teilung der Zähne größer ist als der Mittenabstand der Walzgerüstausnehmungen (5b) voneinander.
3. Reduzierwalzwerksanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,, daß die Walzgerüste (5, 5a) an den einander gejgenüberliegenden Seiten zur Erzielung des notwendigen Walzgerüstabstandes Ansätze (31) tragen.
DE19641452010 1963-07-25 1964-07-25 Reduzier-walzwerksanlage Granted DE1452010B2 (de)

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