DE1445865C - 1,4 substituierte 1,2,4,5, Te trahydro 3H 1,4 benzodiazepinon (2) derivate - Google Patents
1,4 substituierte 1,2,4,5, Te trahydro 3H 1,4 benzodiazepinon (2) derivateInfo
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- DE1445865C DE1445865C DE19621445865 DE1445865A DE1445865C DE 1445865 C DE1445865 C DE 1445865C DE 19621445865 DE19621445865 DE 19621445865 DE 1445865 A DE1445865 A DE 1445865A DE 1445865 C DE1445865 C DE 1445865C
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Description
Patentansprüche:
1. 1,4-substituierte 1,2,4,5-Tetrahydro - 3H-l,4-benzodiazepinon-(2)-derivate
der allgemeinen Formel
in der R eine niedere Alkylgruppe, R1 ein Wasserstoffatom
oder eine niedere Alkylgruppe, R2 eine niedere Alkyl- oder niedere Alkenylgruppe, R3 ein
Wasserstoff-, Chlor- oder Fluoratom und R4 ein Chlor- oder Bromatom bedeutet, und deren Säureadditionssalze.
2. l,4-Dimethyl-5-(2-fluorphenyl)-7-chlor-l,2, 4,5-tetrahydro-3 H-1,4-benzodiazepinon-(2).
3. Verfahren zur Herstellung der Verbindungen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
man in an sich bekannter Weise eine Verbindung der allgemeinen Formel
| R I |
CO \ |
-R1 | (H) |
| I N — |
|||
| / -N |
|||
| CH- | |||
| \ CH / |
|||
in der R, R1, R3 und R4 die im Anspruch 1 angegebene
Bedeutung haben, in Abwesenheit eines Säurebindemittels mit einem niederen Alkyl- oder
Alkenylester behandelt und erwünschtenfalls die erhaltene Verbindung in ein Säureadditionssalz
überführt.
4. Pharmazeutische Präparate, bestehend aus einer Verbindung gemäß Anspruch 1 und üblichen
pharmazeutischen Träger- und/oder Hilfsstoffen.
Die Erfindung betrifft 1,4-substituierte 1,2,4,5-Tetra- 35 eine Verbindung der allgemeinen Formel
hydro-3H-l,4-benzodiazepinon-(2)-deriväte der allgemeinen Formel
45
CH — R1 (II)
in der R eine niedere Alkylgruppe, R1 ein Wasserstoffatom
oder eine niedere Alkylgruppe, R2 eine niedere Alkyl- oder niedere Alkenylgruppe, R3 ein Wasserstoff-,
Chlor- oder Fluoratom und R4 ein Chlor- oder Bromatom bedeutet, Säureadditionssalze dieser Verbindungen,
ein Verfahren zu ihrer Herstellung und pharmazeutische Präparate.
Der Begriff niederes Alkyl bezieht sich auf geradkettige oder verzweigte niedere Alkylgruppen, wie
Methyl, Äthyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, tert-Butyl. Der Ausdruck niederes Alkenyl bezieht
sich auf Gruppen, wie Allyl, Butenyl (eingeschlossen die verschiedenen Isomeren).
Das Verfahren gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise
in der R, R1, R3 und R4 die vorstehend angegebene
Bedeutung haben, in Abwesenheit eines Säurebindemittels mit einem niederen Alkyl- oder Alkenylester
behandelt und erwünschtenfalls die erhaltene Verbindung in ein Säureadditionssalz überführt.
Geeignete Alkylieru.ngs- und Alkenylierungsmittel sind niedere Alkylhalogenide und niedere Alkenylhalogenide,
wie die Bromide und Chloride. Andere geeignete Alkylierungsmittel sind Di-(nieder-Alkyl)-sulfate,
wie Dimethylsulfat oder Diäthylsulfat.
Die erhaltenen Verbindungen bilden Säureaddi-' tionssalze mit anorganischen oder organischen Säuren,
z. B. Halogenwasserstoffsäure, wie Chlorwasserstoffsäure oder Bromwasserstoffsäure, mit anderen
Mineralsäuren, wie Schwefelsäure, Phosphorsäure, Salpetersäure, und mit organischen Säuren, wie Wein-
säure, Citronensäure, Camphersulfonsäure, Äthansulfonsäure,
Toluolsulfonsäure, Salicylsäure, Ascorbinsäure, Maleinsäure, Bernsteinsäure, Mandelsäure,
Ameisensäure, Essigsäure.
Die erfindungsgemäßen Benzodiazepin - Derivate besitzen sedative, muskelrelaxierende und antikonvulsive
Eigenschaften. Sie können als Heilmittel, z. B. in Form pharmazeutischer Präparate Verwendung
finden, welche sie in Form der Base oder ihrer Salze in Mischung mit einem für die enterale oder parenteral ι ο
Applikation geeigneten pharmazeutischen, organischen oder anorganischen inerten Trägermaterial,
z. B. Wasser, Gelatine, Milchzucker, Stärke, Magnesiumstearat, Talk, pflanzliche öle, Gummi, PoIyalkylenglykole,
Vaseline, enthalten. Die pharmazeutischen Präparate können in fester Form, z. B. als
Tabletten, Dragees, Suppositorien, Kapseln, oder in flüssiger Form, z. B. als Lösungen, Suspensionen
oder Emulsionen, vorliegen. Gegebenenfalls sind sie sterilisiert und bzw. oder enthalten Hilfsstoffe, wie
Konserivierungs-, Stabilisierungs-, Netz- oder Emulgiermittel, Salze zur Veränderung des osmotischen
Druckes oder Puffer.
Durch Prüfung der antikonvulsiven und muskelrelaxierenden, bzw. sedierenden Wirkung von erfindungsgemäßen
Verbindungen im Pentamethylentetrazol-Test und im Test an der geeigneten Ebene konnte
festgestellt werden, daß diese Verbindungen im Vergleich zu dem aus der französichen Patentschrift 839 M
bekannten l-Methyl-S-phenyl^-chlor-l^-dihydro-3H-l,4-benzodiazepinon-(2)
eine ausgeprägte Wirkungsspezifität bezüglich Antikonvulsivität zeigen. Dieser Befund ist von großer Tragweite, da ein sehr
großes Bedürfnis nach Mitteln zur Behandlung von epileptischen Anfällen besteht, wobei mit der Behändlung
nicht gleichzeitig auch eine ungünstige Beeinflussung der Motilität des Patienten eintritt. Die erfindungsgemäßen
Verbindungen kommen dieser Forderung weitgehend entgegen, da die zwar stets noch
vorhandene sedierende Wirkungskomponente durch die antikonvulsive Wirkungskomponente dominiert
wird.
Die folgenden Beispiele veranschaulichen das erfindungsgemäße Verfahren; alle Temperaturen sind
in Grad Celsius angegeben.
Eine Mischung von 10 g l-Methyl-5-phenyl-7-chlor-1,2,4,5
- tetrahydro - 3 H -1,4 - benzodiazepinon - (2) und 7,9 g Allylbromid in 50 ml N,N-Dimethylformamid
wird 16 Stunden auf einem Dampfbad unter Rückfluß erhitzt. Nach Entfernung des Lösungsmittels
unter vermindertem Druck wird das zurückbleibende öl in Äther aufgenommen und durch eine kurze
Kolonne von 50 g neutralem Aluminiumoxyd (Aktivitätsgrad I) filtriert. Das Eluat wird eingedampft und
der Rückstand aus Hexan umkristallisiert, wobei man l-MethyM-allyl-S-phenyl-V-chlor-l^^S-tetrahydro-3H-l,4-benzodiazepinon-(2)
in Form von weißen Nadeln vom Schmelzpunkt 108,5 bis 109° erhält. Ausbeute: 57%.
Eine Lösung von 0,7 g l-Methyl-5-phenyl-7-chlor-1,2,4,5
- tetrahydro - 3 H -1,4 - benzodiazepinon - (2) in 10 ml Methanol wird während IV2 Stunden mit 1,02 g
Methyljodid unter Rückfluß erhitzt. Nach Entfernung des Lösungsmittels unter vermindertem Druck und
Aufnahme des Rückstandes in Äther wäscht man mit Wasser und trocknet über wasserfreiem Natriumsulfat.
Der Äther wird entfernt und der ölige Rückstand aus Hexan umkristallisiert. Man erhält 1,4-Dimethyi
- 5 - phenyl - 7 - chlor -1,2,4,5 - tetrahydro - 3 H-l,4-benzodiazepinon-(2),
das bei 90 bis 91° schmilzt. Ausbeute: 31%.
In analoger Weise können l,4-Dimethyl-5-(2-fluorphenyl)-7-chlor-l,2,4,5-tetrahydro-3H-l,4-benzodiazepinon-(2),
Schmelzpunkt 124 bis 125°, · 1,4-Dimethyl - 5 - phenyl - 7 - brom -1,2,4,5 - tetrahydro - 3 H-l,4-benzodiazepinon-(2),
Schmelzpunkt des Hydrochloride 166 bis 172°, und l,4-Dimethyl-5-(2-fluorphenyl) - 7 - brom -1,2,4,5 - tetrahydro - 3 H -1,4 - benzodiazepinon-^),
Schmelzpunkt 134 bis 135°, hergestellt werden.
Claims (4)
1. 1,4-substituierte 1,2,4,5-Tetrahydro-3 H-l,4-benzodiazepinon-(2)-derivate
der allgemeinen Formel
CH — R1 (I)
in der R eine niedere Alkylgruppe, R1 ein Wasserstoffatom
oder eine niedere Alkylgruppe, R2 eine niedere Alkyl- oder niedere Alkenylgruppe, R3 ein
Wasserstoff-, Chlor- oder Fluoratom und R4 ein Chlor- oder Bromatom bedeutet, und deren Säureadditionssalze.
2. l,4-Dimethyl-5-(2-fluorphenyl)-7-chlor-l,2, 4,5-tetrahydro-3 H-1,4-benzodiazepinon-(2).
3. Verfahren zur Herstellung der Verbindungen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
man in an sich bekannter Weise eine Verbindung der allgemeinen Formel
CH-R1 (II)
in der R, R1, R3 und R4 die im Anspruch 1 angegebene
Bedeutung haben, in Abwesenheit eines Säurebindemittels mit einem niederen Alkyl- oder
Alkenylester behandelt und erwünschtenfalls die erhaltene Verbindung in ein Säureadditionssalz
überführt.
4. Pharmazeutische Präparate, bestehend aus einer Verbindung gemäß Anspruch 1 und üblichen
pharmazeutischen Träger- und/oder Hilfsstoffen.
Die Erfindung betrifft 1,4-substituierte 1,2,4,5-Tetra- 35 eine Verbindung der allgemeinen Formel
hydro-3H-l,4-benzodiazepinon-(2)-deriväte der allgemeinen
Formel
45
-R1 (II)
in der R eine niedere Alkylgruppe, R1 ein Wasserstoffatom
oder eine niedere Alkylgruppe, R2 eine niedere Alkyl- oder niedere Alkenylgruppe, R3 ein Wasserstoff-,
Chlor- oder Fluoratom und R4 ein Chlor- oder Bromatom bedeutet, Säureadditionssalze dieser Verbindungen,
ein Verfahren zu ihrer Herstellung und pharmazeutische Präparate.
Der Begriff niederes Alkyl bezieht sich auf geradkettige öder verzweigte niedere Alkylgruppen, wie
Methyl, Äthyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, tert.-Butyl. Der Ausdruck niederes Alkenyl bezieht
sich auf Gruppen, wie Allyl, Butenyl (eingeschlossen die verschiedenen Isomeren).
Das Verfahren gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise
in der R, R1, R3 und R4 die vorstehend angegebene
Bedeutung haben, in Abwesenheit eines Säurebindemittels mit einem niederen Alkyl- oder Alkenylester
behandelt und erwünschtenfalls die erhaltene Verbindung in ein Säureadditionssalz überführt.
Geeignete Alkylierungs- und Alkenylierungsmittel sind niedere Alkylhalogenide und niedere Alkenylhalogenide,
wie die Bromide und Chloride. Andere geeignete Alkylierungsmittel sind Di-(nieder-Alkyl)-sulfate,
wie Dimethylsulfat oder Diäthylsulfat.
Die erhaltenen Verbindungen bilden Säureadditionssalze niit anorganischen oder organischen Säuren,
z. B. Halogenwasserstoffsäure, wie Chlorwasserstoffsäure oder Bromwasserstoffsäure, mit anderen
Mineralsäuren, wie Schwefelsäure, Phosphorsäure, Salpetersäure, und mit organischen Säuren, wie Wein-
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US14952761 | 1961-11-02 | ||
| US149527A US3136815A (en) | 1959-12-10 | 1961-11-02 | Amino substituted benzophenone oximes and derivatives thereof |
| DEH0047192 | 1962-10-22 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1445865A1 DE1445865A1 (de) | 1969-03-13 |
| DE1445865C true DE1445865C (de) | 1973-04-19 |
Family
ID=
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