DE143952C - - Google Patents

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DE143952C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01PMEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
    • G01P3/00Measuring linear or angular speed; Measuring differences of linear or angular speeds
    • G01P3/64Devices characterised by the determination of the time taken to traverse a fixed distance

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Unknown Time Intervals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 74 6. $/ ί
Die Vorrichtung, welche den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet, ist dazu bestimmt, von Zeit zu Zeit die Geschwindigkeit anzuzeigen, mit welcher ein beliebiges Fahrzeug sich fortbewegt, woran der neue Apparat angebracht wird. Die Konstruktion des letzteren gründet sich auf das folgende bekannte Prinzip:
Ein Beobachter, welcher auf dem Fahrzeug sich befindet, dessen Fortbewegungsgeschwindigkeit er mit Hülfe eines in der Hand gehaltenen Chronographen feststellen will, kann ziemlich genau diese Geschwindigkeit ausrechnen, indem er sich nach den Kilo- bezw. Hektometersteinen richtet, die allgemein am Rande von Landstraßen angebracht sind. Es genügt für die fragliche Bestimmung vollständig, daß die in Rede stehende Person in dem Moment, wo sie vor einem solchen Maßstein vorbeifährt, den Zeiger des Chronographen spielen läßt, und daß sie denselben wieder anhält, wenn sie den nächsten Maßstein erreicht hat. Wenn man beispielsweise annimmt, daß die beiden erwähnten Maßsteine hektometrisch angeordnet sind, d. h. voneinander eine Entfernung von 100 m haben, und daß die von dem Chronographenzeiger angegebene Zeit 5 Sekunden beträgt, so wird eine einfache Rechnung ergeben, daß das Fahrzeug sich mit einer Geschwindigkeit von 72 km in der Stunde fortbewegt hat. Der neue Apparat gründet sich in seiner Wirkungsweise auf die vorstehend gekennzeichnete Bestimmung.
Die vorliegende Erfindung besteht darin, daß die bisher von Hand bewegte Schaltvorrichtung des Chronographen selbsttätig durch eines , der Räder des Fahrzeuges bewegt wird.
Die Anzeigescheibe trägt in bekannter Weise außer der Zeitskala eine für eine ganz bestimmte Meßstrecke gültige Geschwindigkeitsskala.
Eine Ausführungsform des neuen Apparates ist auf der beiliegenden Zeichnung beispielsweise veranschaulicht, und stellen die einzelnen Figuren folgendes dar:
Fig. ι und 2 Oberansicht und Schnitt nach der Linie X-X des Geschwindigkeitsanzeigers ohne seine Antriebsvorrichtungen,
Fig. 3 Rückansicht des Anzeigers, von dem der Gehäuseboden abgenommen gedacht ist,
Fig. 4 Ansicht der Vorrichtung, wodurch von einem Fahrzeugrad aus die zentrale Hohlspindel des Chronographen bewegt wird und
Fig. 5 schematische Darstellung, die Anwendung des neuen Apparates an einem automobilen Fahrzeug in der Weise veranschaulichend, daß eine Bewegungsübertragung von einem Automobilrad nach dem Geschwindigkeitsanzeiger vorgesehen ist.
In dem Gehäuse A ist ein Chronographenuhrwerk beliebiger Art angeordnet, dessen Achse a, worauf der zum üblichen Antrieb des Chronographenzeigers dienende .Trieb aufgesteckt ist, mit einem 15zähnigen Rad B versehen ist. Zwischen die Zähne dieses Rades B kann bei jeder Umdrehung einer Scheibe C
ein Stift c eingreifen, welcher auf letzlerer befestigt ist. Diese Scheibe bildet ein festes Ganzes mit einem konischen Zahnrad C1, in welches ein konischer Trieb ρ eingreift, der selbst durch eine Schraube ohne Ende P angetrieben wird. Die Spindel ί dieser Schraube ruht in einem Lagerböckchen S und ist durch eine biegsame Welle D mit einer in Fig. 5 zu sehenden Achse d verbunden. Letzterer wird die Bewegung des Fahrzeugrades R mittels einer Scheibe r mitgeteilt, die man sich mit dem genannten Rade fest verbunden denken muß und die durch Friktion eine auf die Achse d aufgekeilte kleine Scheibe r1 in Rotation versetzt. Die Achse d kann in einer kleinen Docke E sich frei umdrehen, die auf einer lose auf der Achse des Rades r gelagerten Stange befestigt ist. Eine auf die Achse d aufgeschraubte Mutter e gestattet es, diese Achse gegen den Mittelpunkt der Scheibe r vorzurücken oder von diesem zu entfernen, derart, daß die Umdrehungszahl der kleinen Scheibe r1 genau geregelt werden kann, und zwar in der Weise, daß der Stift c, welcher das Rad B bewegt, eine Umdrehung macht, während eine Weglänge durchlaufen wird, die der beliebig wählbaren' Maßeinheit entspricht, wodurch der gesamte, vom Fahrzeug zurückgelegte Weg ausgedrückt werden soll.
Beim gezeichneten Ausführungsbeispiel sind die Antriebsverhältnisse so gewählt, daß der Stift c eine Umdrehung macht, während das Rad R eine Abrollungslänge von 250 m bestimmt.
Der Stift c ist nicht direkt auf der Scheibe C befestigt, sondern vielmehr auf einem Arm F, der auf den Zapfen f an der genannten Scheibe C lose aufgesteckt ist und in seinem Ausschwingungsvermögen durch eine Schraube^ begrenzt ist. Eine Feder g gibt dem Stift c das Bestreben, sich immer zwischen die Zähne des Rades B einzulegen; dahingegen äußert der Stift c die Wirkung eines Schaltzeuges, wenn das Fahrzeug rückwärts sich bewegt,
d. h. er bewegt in diesem Falle das Rad B nicht.
Auf der Spindel der Schraube ohne Ende P ist ein Arm befestigt, welcher bei jeder Umdrehung dieser Schraube auf einen der Zweige des Sternrades H einer Vorrichtung K wirkt (s. besonders Fig. 3), die den durchlaufenen Weg registriert, derart, daß man gleichzeitig die Angabe der Tageszeit durch das übliche Werk der Chronographenuhr und die Angabe der erreichten Geschwindigkeit und der vom Fahrzeug durchlaufenen Weglänge erhält.
Das in dem Gehäuse A eingeschlossene Werk ist, wie bereits erwähnt wurde, ein beliebiges Chronographenuhrwerk und wird zweckmäßig in ein doppeltes Gehäuse V V1 eingesetzt. Die in bekannter Weise ausgeführten Organe zum Aufziehen und Zeigereinstellen sind außen an dem genannten Doppelgehäuse angeordnet. Der Drücker u, welcher an dein Remontoirknopf angebracht ist und auf die Hohlspindel η durch die üblichen Hebel einwirken kann, gestattet, den Chronographen auch in der üblichen Weise zu benutzen. Die einzige Abänderung, welche an dem Werk der Chronographenuhr getroffen ist, besteht in dem bereits erläuterten Rädchen B, welches auf der Achse a der Hohlspindel η befestigt ist.
Bei jeder von dem Rad C1 vollendeten Umdrehung, die 250 von dem Fahrzeugrad R durchlaufenen Metern entspricht, wird der Stift c das Rädchen B um einen Zahn weiter schalten, wodurch regelmäßig folgende Bewegungen herbeigeführt werden:
Die Ingangsetzung des Chronographenzeigers, seine Wiederanhaltung auf Null,
seine erneute Ingangsetzung usw. in dem ganzen Zeitraum, während dessen das Fahrzeug sich vorwärts bewegt.
Der neue Apparat leistet somit durchaus dieselbe Arbeit, die eine chronometrierende Person ausführen könnte, und zwar mit dem einzigen Unterschied, daß alle Operationen sich selbsttätig vollziehen, daß also der Fahrzeugführer nichts weiter zu tun hat, als die Geschwindigkeit abzulesen, welche der Zeiger N auf den Teilungen M-m angibt, wobei dieser Zeiger selbstverständlich während einer gewissen Zahl von Sekunden stillstehen bleibt, die demjenigen Zeitraum entspricht, welchen das Rad R braucht, um die oben erwähnte Einheitsstrecke von 250 m jeweilig zu durchlaufen.
Ein Apparat der beschriebenen Art kann an irgend einem automobilen oder anderen Fahrzeug angebracht werden, welches sich zu Land, auf Schienen oder nicht, zu Wasser oder in der Luft fortbewegt. Zu Wasser wird der Apparat mit dem Logbrett verbunden, während er in der Luft mit einer Schraube oder mit einem beliebigen Rad in Verbindung gebracht wird, welches Organ ein Bewegung erzeugendes bei einem automobilen, lenkbaren Aerostat ist oder durch Luftströmung in anderen Fällen bewegt wird.
Die Art und Weise, in der von einem der beweglichen Organe des Fahrzeuges dessen Fortschrittsbewegung auf die Antriebsvorrichtung des Chronographen übertragen wird, kann ganz beliebig sein. Man kann z. B. diesen Antrieb elektrisch bewirken oder auch pneumatisch mit Hülfe irgend einer geeigneten Einrichtung, die von einem Rade des Fahrzeuges oder irgend einem anderen beweglichen Teil des letzteren angetrieben wird.
Die Anzeigevorrichtung .K, welche den durchlaufenen Weg angibt, kann beliebiger Kon-
struktion sein und braucht mit dem Geschwindigkeitsanzeiger nicht verbunden zu sein. Diese Verbindung ist jedoch außerordentlich nützlich, und zwar besonders wegen der Regelung der Anordnung für die Bewegungsübertragung.
Die Weglängeneinheit, nach der die Messungen stattfinden, kann selbstverständlich beliebig sein, d. h. es kann z. B. nach Meilen, nach Knoten usw. gemessen werden, und man kann einen Bruchteil oder die ganze Einheit als Grundlage für die Bewegungsübertragung auf den Chronographen benutzen, wobei natürlich jeweilig die Teilung auf der Anzeigescheibe und die Dimension der Räder, Schrauben und anderen beweglichen Teile in entsprechende Übereinstimmung zu bringen sind.
Die Formen und Dimensionen der einzelnen Organe des beschriebenen Apparates ebenso wie die für dessen Ausführung angewendeten Materialien können natürlich nach Bedarf und Umständen geändert werden.

Claims (1)

  1. Patent-An Spruch:
    Geschwindigkeitsanzeigevorrichtung für Fahrzeuge mit gewöhnlichem Chronographen, der die Geschwindigkeit durch Angabe des zur Zurücklegung einer bekannten Weglänge gebrauchten Zeitraumes mittels eines durch eine Schaltvorrichtung in und außer Tätigkeit setzbaren und in die Nullstellung zurückführbaren Zeigers mißt und der außer der Zeitskala noch eine für eine ganz bestimmte Meßlänge gültige Geschwindigkeitsskala trägt, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltvorrichtung von einem Laufrade oder anderem beweglichen Teil des Fahrzeuges aus mittels geeigneter Übertragungsorgane selbsttätig bewegt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE883969C (de) * 1940-11-05 1953-07-23 Atlas Werke Ag Vorrichtung zum Messen der Fahrtgeschwindigkeit, insbesondere von Schiffen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE883969C (de) * 1940-11-05 1953-07-23 Atlas Werke Ag Vorrichtung zum Messen der Fahrtgeschwindigkeit, insbesondere von Schiffen

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