DE14050C - Neuerungen an Gasbereitungs Apparaten - Google Patents
Neuerungen an Gasbereitungs ApparatenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
KAISERLICHES
Zur Ausführung meiner Erfindung wende ich eine verticale Gasretorte oder eine Reihe von
Retorten an, die in horizontale Abtheilungen eingetheilt sind, welche thatsächlich gerade so viele
Destillationskammern bilden, die seitliche Oeffnungen an ihren Verbindungen haben, durch
welche das in denselben beziehungsweise erzeugte Gas in einem mit dem auswendigen
Standrohr {stand-pipe) verbundenen Kanal tritt, um notwendigerweise durch eine darüber befindliche
heifse Masse zu gehen. Auf geeignete Weise mit Scharnieren versehene Verschlüsse
sind am Kopf und am Boden der Retorten angebracht; die am Kopf behufs Einwerfens der
Kohlen und die am Boden zur Entladung der Koaks. Die so construirte Retorte oder Reihe
von Retorten werden in einer Kammer postirt, die Wärme haltende Wände hat, durch welche
Kammer die Wärme und Verbrenmmgsproducte eines Heizofens sich ihren Weg durch rundlaufende Durchgänge nach dem Kamine bahnen.
Der ganze Bau wird durch Säulen oder Träger hoch genug gehalten, dafs Handwagen oder
Schiebkarren darunter fahren können, um die Koks aufzunehmen, wenn sie aus den Retorten
entladen werden sollen, und über demselben befindet sich ein Geleise, von welchem aus die
Retorten beschickt werden können. Derselbe Zweck kann mit einer einzelnen Retorte erreicht
werden, die nicht in Abtheilungen getheilt ist, die aber mit geeigneten seitlichen
Oeffnungen ihrer Länge nach zum Entweichen des erzeugten Gases nach den Kanälen versehen
ist.
Die Erfindung besteht erstens darin, in einem Gasbereitungsappa'rate eine verticale Retorte
oder Reihe von Retorten, die in verschiedenen Höhen seitliche Oeffnungen für den Austritt des
Gases haben, welche sich an Kanäle anschliefsen, die nach den Standrohren führen, und eine
Wärme haltende Kammer zu combiniren, die mit dem Ofen in Verbindung steht und mittelst
Durchtheilung in eine Reihe von Unterkammern eingetheilt ist, wodurch die Verbrennungsproducte
veranlafst werden, einen Rundlauf um oder an der Retorte oder den Retorten entlang
nach dem Schornsteine zu nehmen.
Die Erfindung besteht zweitens darin, die Retorte mit horizontalen Abtheilungen zu construiren,
deren gegenüberliegende Ränder eingeschnitten sind, so dafs sie seitliche Oeffnungen
in der Retorte bilden, wenn ihre verschiedenen Abtheilungen in ihre gehörigen bezüglichen
Lagen gebracht werden.
Die beiliegenden Zeichnungen zeigen in Fig. ι einen Längenschnitt des neuen Apparates durch
die punktirte Linie 1-2 der Fig. 2. Fig. 2 ist ein Durchschnitt des Apparates durch die punktirte
Linie 3-4, Fig. 1. Fig. 3 ist ein Längsschnitt durch die .punktirte Linie 5-6, Fig. 2.
Fig. 4 und 5 sind Querschnitte, die beziehungsweise durch die punktirten Linien 7-8 und 9-10,
Fig. 2, gezogen sind. Fig. 6, 7, 8 und 9 sind Schnitte vom Apparat . und stellen einige Modificationen
seiner Construction dar. Fig. 10 zeigt weitere Modificationen in der Anordnung der
verschiedenen Theile des Apparats. Fig. 11 und 12 sind Ansichten von Theilen des Apparats
im vergröfserten Mafsstabe. Fig. 13 und 14
zeigen eine abweichende Anordnung der Theile des Apparats. Fig. 15 und 16 sind vergröfserte
Ansichten von Theilen der Erfindung und zei-
gen weitere Modificationen in der Construction derselben.
Dieselben Buchstaben bezeichnen in allen Ansichten die gleichen Theile.
In den Fig. i, 2, 3, 4 und 5 ist A die
Grundplatte des Apparats, die von den Säulen B in solcher Entfernung vom Boden getragen
wird, dafs Schubkarren oder Wagen unter die Retorten gefahren werden können. C C sind
die Retorten, die in verticaler Richtung von der Grundplatte A bis zur Deckelplatte D reichen.
Die Retorten befinden sich in einer Kammer, deren Wände durch E dargestellt sind, und der
ganze Bau wird auf geeignete Weise zusammengehalten. Die Retorten C sind mit horizontalen
Abtheilungen construirt, und die gegenüberliegenden Seiten der Abtheilungen sind mit
Ansätzen und entsprechend geformten Vertiefungen versehen, so dafs sie gasdichte Verbindungen
herstellen. Die vorerwähnten seitlichen Oeffhungen, die mit α bezeichnet sind, können
auf irgend eine passende Weise in den Retorten angebracht werden; aber die beste Methode ist,
die gegenüberliegenden Enden der Abtheilungen einzuschneiden und die Einschnitte einander
gegenüberzubringen, wenn die Abtheilungen in ihre Position gebracht werden. FF sind die
Kanäle, in welchen die Gase von den Retorten ihren Weg finden. Die Kanäle sind aus Ziegeln
hergestellt und können mit Eisen, wie in Fig. 15 gezeigt, gefüttert werden. Wenn Kanäle F
zwischen die Retorten gelegt werden, so kann ein einzelner Kanal das Gas aus den Retorten
auf jeder Seite derselben aufnehmen, aber eine Durchtheilung, wie sie mit punktirten Linien in
Fig. 15 angedeutet ist, kann, wenn verlangt, angewendet
werden, um die Retorten zu isoliren. tr ist ein Heizofen von irgend einer für den
Zweck geeigneten Construction, um die Verbrennungsproducte in die Kammer und um die
Retorten gelangen zu lassen. Damit die Verbrennungsproducte aus dem Ofen gehörig in
der Kammer vertheilt werden, und um Verlust durch den directen Eintritt dieser Producte in
den Schornstein zu vermeiden, theile ich die Wärme haltende Kammer vermittelst horizontaler
Durchtheilungen b in eine Anzahl Unterkammern ein und versehe jede Durchtheilung mit einer
Oeffnung c für den entweder direct oder durch eine der anderen Kammern erfolgenden Eintritt
der Verbrennungsproducte des Ofens. HH sind die Retortenverschlüsse, die mit Handhebeln
d verbunden sind, wodurch die ersteren bequem beim Füllen und Entleeren der Retorten
von oben oder unten aus abgenommen werden können. Gewichte e werden bei den an den
unteren Verschlüssen angebrachten Hebeln angewendet, um dem Inhalte der Retorten das
Gegengewicht zu halten. Bei dem in den Fig. 6 und 7 veranschaulichten Apparate ist eine einzelne
Retorte von ringförmiger Form, die mit einem äufseren ringförmigen Gaskanal versehen
ist, angewendet, und die Verbrennungsproducte vom Ofen werden durch eine centrale Oeffhung
nach aufwärts geführt und kehren aufsen am Gaskanal entlang zurück. Die Retorte ist indessen
mit mehreren Speisungs- und Entladungsöffnungen, die wie vorstehend beschriebene Verschlüsse
haben, versehen.
Der Apparat ist weiter in den Fig. 8 und 9 dahin abgeändert, dafs eine Reihe von Retorten
um eine centrale Oeffnung arrangirt sind, die nach dem Ofen führt, und dafs die Gaskanäle
zwischen den Retorten angebracht sind. Ein ähnliches Arrangement ist in den Fig. 13 und
14 dargestellt, aber in diesem Falle ist das untere Ende der Retorten nach aufsen gebogen.
Beim Beschicken der Retorten werden die oberen Verschlüsse abgenommen und die Retorten
mit Kohlen gefüllt, worauf dann die Verschlüsse wieder aufgesetzt werden.
Um die Retorten zu entleeren, nachdem das Leuchtgas aus der Kohle gewonnen ist, wird es
nur nöthig, die unteren Verschlüsse abzunehmen, worauf die Koks vermöge ihrer Schwere in
darunter aufgestellte Kokswagen fallen.
Sollte es beim Entleeren des Inhalts der Retorten passiren, dafs Koksstücke in den seitlichen
Oeffhungen sitzen bleiben, so können diese Oeffnungen ausgeschrägt werden, wie in
Fig. 16 gezeigt ist; und für den Fall, dafs Koks an der Innenfläche der Retorten sitzen bleiben,
so können Kolben ähnlich dem, der in derselben Figur veranschaulicht ist, angebracht werden,
welche dann in die Retorten hinuntergelassen werden können, um die anhaftenden Koksstücke zu entfernen.
Bei dieser Erfindung beschränke ich mich nicht auf die Anwendung ,eines Heizofens von
irgend einer besonderen Construction oder auf eine bestimmte Art und Weise der Anwendung
der zur Gaserzeugung erforderlichen Hitze, oder auf die Anwendung eines Heizofens überhaupt,
da in den Retorten oder auf andere, von der oben beschriebenen verschiedene Weise erzeugtes
Gas in das Innere des Mantels geleitet und darin gefeuert werden kann. Ferner beschränke
ich mich nicht auf irgend eine besondere Construction oder Anbringungsweise der Durchtheilungen, welche die Wärme haltende
Kammer in eine Reihe von mit einander verbundenen Unterkammern theilen, in welche die
Verbrennungsproducte aus dem Ofen nach und nach auf ihrem Wege nach dem Schornstein
geleitet werden.
Von bereits bekannten unterscheidet sich der vorbeschriebene Apparat dadurch, dafs die Retorte
oder Reihe von Retorten seitliche, in verschiedene Höhen an dem Umfang der Retorten
angebrachte Oeffnungen und Kanäle zur Aufnahme des durch die seitlichen Oeffnungen ausgetretenen
Gases haben, welche Kanäle das Gas
nach einem Standrohr führen, während das Ganze dieses Apparats in eine Wärme haltende
Kammer eingeschlossen ist, in welcher Durchtheilungen angebracht sind, welche diese Kammer
in eine Reihe von Unterkammern theilen, und die Verbrennungsproducte, die von einem
Ofen nach dieser Kammer strömen, vertheilen.
Claims (1)
- P ATENT-Ansprüche:i. In einem Gasbereitungsapparate eine verticale Retorte oder Reihe von Retorten, die in verschiedenen Höhen seitliche OefFnungen für den Austritt des Gases aus den Retorten haben, indem die genannten OefFnungen sich an Kanäle schliefsen, welche nach dem Standrohr führen, während das Ganze ineine mit einem Heizofen in Verbindung stehende, Wärme haltende Kammer eingeschlossen ist, welche vermittelst Durchtheilungen in mit einander communicirende Unterkammern getheilt ist, welche die Verbrennungsproducte auf ihrem Wege vom Ofen nach dem Schornsteine um die Retorten herum oder an denselben entlang vertheilen.Eine Gasretorte, die mit horizontalen Abtheilungen construirt ist, welche an ihren gegenüberliegenden Rändern mit Einschnitten versehen sind, um seitliche OefFnungen in der Retorte zu bilden, wenn ihre verschiedenen Abtheilungen in ihre gehörigen diesbezüglichen Lagen gebracht werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE14050C true DE14050C (de) |
Family
ID=291170
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT14050D Active DE14050C (de) | Neuerungen an Gasbereitungs Apparaten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE14050C (de) |
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- DE DENDAT14050D patent/DE14050C/de active Active
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