DE14050C - Neuerungen an Gasbereitungs Apparaten - Google Patents

Neuerungen an Gasbereitungs Apparaten

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DE14050C
DE14050C DENDAT14050D DE14050DA DE14050C DE 14050 C DE14050 C DE 14050C DE NDAT14050 D DENDAT14050 D DE NDAT14050D DE 14050D A DE14050D A DE 14050DA DE 14050 C DE14050 C DE 14050C
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ch. F. dieterich in Baltimore (Maryland, V. St. A.)
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B27/00Arrangements for withdrawal of the distillation gases

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Feeding And Controlling Fuel (AREA)

Description

KAISERLICHES
Zur Ausführung meiner Erfindung wende ich eine verticale Gasretorte oder eine Reihe von Retorten an, die in horizontale Abtheilungen eingetheilt sind, welche thatsächlich gerade so viele Destillationskammern bilden, die seitliche Oeffnungen an ihren Verbindungen haben, durch welche das in denselben beziehungsweise erzeugte Gas in einem mit dem auswendigen Standrohr {stand-pipe) verbundenen Kanal tritt, um notwendigerweise durch eine darüber befindliche heifse Masse zu gehen. Auf geeignete Weise mit Scharnieren versehene Verschlüsse sind am Kopf und am Boden der Retorten angebracht; die am Kopf behufs Einwerfens der Kohlen und die am Boden zur Entladung der Koaks. Die so construirte Retorte oder Reihe von Retorten werden in einer Kammer postirt, die Wärme haltende Wände hat, durch welche Kammer die Wärme und Verbrenmmgsproducte eines Heizofens sich ihren Weg durch rundlaufende Durchgänge nach dem Kamine bahnen. Der ganze Bau wird durch Säulen oder Träger hoch genug gehalten, dafs Handwagen oder Schiebkarren darunter fahren können, um die Koks aufzunehmen, wenn sie aus den Retorten entladen werden sollen, und über demselben befindet sich ein Geleise, von welchem aus die Retorten beschickt werden können. Derselbe Zweck kann mit einer einzelnen Retorte erreicht werden, die nicht in Abtheilungen getheilt ist, die aber mit geeigneten seitlichen Oeffnungen ihrer Länge nach zum Entweichen des erzeugten Gases nach den Kanälen versehen ist.
Die Erfindung besteht erstens darin, in einem Gasbereitungsappa'rate eine verticale Retorte oder Reihe von Retorten, die in verschiedenen Höhen seitliche Oeffnungen für den Austritt des Gases haben, welche sich an Kanäle anschliefsen, die nach den Standrohren führen, und eine Wärme haltende Kammer zu combiniren, die mit dem Ofen in Verbindung steht und mittelst Durchtheilung in eine Reihe von Unterkammern eingetheilt ist, wodurch die Verbrennungsproducte veranlafst werden, einen Rundlauf um oder an der Retorte oder den Retorten entlang nach dem Schornsteine zu nehmen.
Die Erfindung besteht zweitens darin, die Retorte mit horizontalen Abtheilungen zu construiren, deren gegenüberliegende Ränder eingeschnitten sind, so dafs sie seitliche Oeffnungen in der Retorte bilden, wenn ihre verschiedenen Abtheilungen in ihre gehörigen bezüglichen Lagen gebracht werden.
Die beiliegenden Zeichnungen zeigen in Fig. ι einen Längenschnitt des neuen Apparates durch die punktirte Linie 1-2 der Fig. 2. Fig. 2 ist ein Durchschnitt des Apparates durch die punktirte Linie 3-4, Fig. 1. Fig. 3 ist ein Längsschnitt durch die .punktirte Linie 5-6, Fig. 2. Fig. 4 und 5 sind Querschnitte, die beziehungsweise durch die punktirten Linien 7-8 und 9-10, Fig. 2, gezogen sind. Fig. 6, 7, 8 und 9 sind Schnitte vom Apparat . und stellen einige Modificationen seiner Construction dar. Fig. 10 zeigt weitere Modificationen in der Anordnung der verschiedenen Theile des Apparats. Fig. 11 und 12 sind Ansichten von Theilen des Apparats im vergröfserten Mafsstabe. Fig. 13 und 14 zeigen eine abweichende Anordnung der Theile des Apparats. Fig. 15 und 16 sind vergröfserte Ansichten von Theilen der Erfindung und zei-
gen weitere Modificationen in der Construction derselben.
Dieselben Buchstaben bezeichnen in allen Ansichten die gleichen Theile.
In den Fig. i, 2, 3, 4 und 5 ist A die Grundplatte des Apparats, die von den Säulen B in solcher Entfernung vom Boden getragen wird, dafs Schubkarren oder Wagen unter die Retorten gefahren werden können. C C sind die Retorten, die in verticaler Richtung von der Grundplatte A bis zur Deckelplatte D reichen. Die Retorten befinden sich in einer Kammer, deren Wände durch E dargestellt sind, und der ganze Bau wird auf geeignete Weise zusammengehalten. Die Retorten C sind mit horizontalen Abtheilungen construirt, und die gegenüberliegenden Seiten der Abtheilungen sind mit Ansätzen und entsprechend geformten Vertiefungen versehen, so dafs sie gasdichte Verbindungen herstellen. Die vorerwähnten seitlichen Oeffhungen, die mit α bezeichnet sind, können auf irgend eine passende Weise in den Retorten angebracht werden; aber die beste Methode ist, die gegenüberliegenden Enden der Abtheilungen einzuschneiden und die Einschnitte einander gegenüberzubringen, wenn die Abtheilungen in ihre Position gebracht werden. FF sind die Kanäle, in welchen die Gase von den Retorten ihren Weg finden. Die Kanäle sind aus Ziegeln hergestellt und können mit Eisen, wie in Fig. 15 gezeigt, gefüttert werden. Wenn Kanäle F zwischen die Retorten gelegt werden, so kann ein einzelner Kanal das Gas aus den Retorten auf jeder Seite derselben aufnehmen, aber eine Durchtheilung, wie sie mit punktirten Linien in Fig. 15 angedeutet ist, kann, wenn verlangt, angewendet werden, um die Retorten zu isoliren. tr ist ein Heizofen von irgend einer für den Zweck geeigneten Construction, um die Verbrennungsproducte in die Kammer und um die Retorten gelangen zu lassen. Damit die Verbrennungsproducte aus dem Ofen gehörig in der Kammer vertheilt werden, und um Verlust durch den directen Eintritt dieser Producte in den Schornstein zu vermeiden, theile ich die Wärme haltende Kammer vermittelst horizontaler Durchtheilungen b in eine Anzahl Unterkammern ein und versehe jede Durchtheilung mit einer Oeffnung c für den entweder direct oder durch eine der anderen Kammern erfolgenden Eintritt der Verbrennungsproducte des Ofens. HH sind die Retortenverschlüsse, die mit Handhebeln d verbunden sind, wodurch die ersteren bequem beim Füllen und Entleeren der Retorten von oben oder unten aus abgenommen werden können. Gewichte e werden bei den an den unteren Verschlüssen angebrachten Hebeln angewendet, um dem Inhalte der Retorten das Gegengewicht zu halten. Bei dem in den Fig. 6 und 7 veranschaulichten Apparate ist eine einzelne Retorte von ringförmiger Form, die mit einem äufseren ringförmigen Gaskanal versehen ist, angewendet, und die Verbrennungsproducte vom Ofen werden durch eine centrale Oeffhung nach aufwärts geführt und kehren aufsen am Gaskanal entlang zurück. Die Retorte ist indessen mit mehreren Speisungs- und Entladungsöffnungen, die wie vorstehend beschriebene Verschlüsse haben, versehen.
Der Apparat ist weiter in den Fig. 8 und 9 dahin abgeändert, dafs eine Reihe von Retorten um eine centrale Oeffnung arrangirt sind, die nach dem Ofen führt, und dafs die Gaskanäle zwischen den Retorten angebracht sind. Ein ähnliches Arrangement ist in den Fig. 13 und 14 dargestellt, aber in diesem Falle ist das untere Ende der Retorten nach aufsen gebogen. Beim Beschicken der Retorten werden die oberen Verschlüsse abgenommen und die Retorten mit Kohlen gefüllt, worauf dann die Verschlüsse wieder aufgesetzt werden.
Um die Retorten zu entleeren, nachdem das Leuchtgas aus der Kohle gewonnen ist, wird es nur nöthig, die unteren Verschlüsse abzunehmen, worauf die Koks vermöge ihrer Schwere in darunter aufgestellte Kokswagen fallen.
Sollte es beim Entleeren des Inhalts der Retorten passiren, dafs Koksstücke in den seitlichen Oeffhungen sitzen bleiben, so können diese Oeffnungen ausgeschrägt werden, wie in Fig. 16 gezeigt ist; und für den Fall, dafs Koks an der Innenfläche der Retorten sitzen bleiben, so können Kolben ähnlich dem, der in derselben Figur veranschaulicht ist, angebracht werden, welche dann in die Retorten hinuntergelassen werden können, um die anhaftenden Koksstücke zu entfernen.
Bei dieser Erfindung beschränke ich mich nicht auf die Anwendung ,eines Heizofens von irgend einer besonderen Construction oder auf eine bestimmte Art und Weise der Anwendung der zur Gaserzeugung erforderlichen Hitze, oder auf die Anwendung eines Heizofens überhaupt, da in den Retorten oder auf andere, von der oben beschriebenen verschiedene Weise erzeugtes Gas in das Innere des Mantels geleitet und darin gefeuert werden kann. Ferner beschränke ich mich nicht auf irgend eine besondere Construction oder Anbringungsweise der Durchtheilungen, welche die Wärme haltende Kammer in eine Reihe von mit einander verbundenen Unterkammern theilen, in welche die Verbrennungsproducte aus dem Ofen nach und nach auf ihrem Wege nach dem Schornstein geleitet werden.
Von bereits bekannten unterscheidet sich der vorbeschriebene Apparat dadurch, dafs die Retorte oder Reihe von Retorten seitliche, in verschiedene Höhen an dem Umfang der Retorten angebrachte Oeffnungen und Kanäle zur Aufnahme des durch die seitlichen Oeffnungen ausgetretenen Gases haben, welche Kanäle das Gas
nach einem Standrohr führen, während das Ganze dieses Apparats in eine Wärme haltende Kammer eingeschlossen ist, in welcher Durchtheilungen angebracht sind, welche diese Kammer in eine Reihe von Unterkammern theilen, und die Verbrennungsproducte, die von einem Ofen nach dieser Kammer strömen, vertheilen.

Claims (1)

  1. P ATENT-Ansprüche:
    i. In einem Gasbereitungsapparate eine verticale Retorte oder Reihe von Retorten, die in verschiedenen Höhen seitliche OefFnungen für den Austritt des Gases aus den Retorten haben, indem die genannten OefFnungen sich an Kanäle schliefsen, welche nach dem Standrohr führen, während das Ganze in
    eine mit einem Heizofen in Verbindung stehende, Wärme haltende Kammer eingeschlossen ist, welche vermittelst Durchtheilungen in mit einander communicirende Unterkammern getheilt ist, welche die Verbrennungsproducte auf ihrem Wege vom Ofen nach dem Schornsteine um die Retorten herum oder an denselben entlang vertheilen.
    Eine Gasretorte, die mit horizontalen Abtheilungen construirt ist, welche an ihren gegenüberliegenden Rändern mit Einschnitten versehen sind, um seitliche OefFnungen in der Retorte zu bilden, wenn ihre verschiedenen Abtheilungen in ihre gehörigen diesbezüglichen Lagen gebracht werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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