DE140264C - - Google Patents

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DE140264C
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DE
Germany
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cylinder
air
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speedometer
bell
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Expired
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DE1901140264D
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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01PMEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
    • G01P3/00Measuring linear or angular speed; Measuring differences of linear or angular speeds
    • G01P3/26Devices characterised by the use of fluids
    • G01P3/28Devices characterised by the use of fluids by using pumps

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE
Durch die Patentschrift 608 ist ein Geschwindigkeitsmesser bekannt geworden, bei welchem Luft durch eine Pumpe unter eine oben geschlossene Stahlglocke gedrückt wird, die in einem ringförmigen, mit Quecksilber gefüllten Raum eines eisernen Behälters steht und darin nach Art einer Gasometerglocke auf- und abgehen kann. Der ringförmige Spalt des Behälters ist dreiviertel seiner Höhe mit Quecksilber gefüllt. Wird durch das Fahrzeug die Luftpumpe in Bewegung gesetzt, so strömt Luft in den durch Quecksilber abgesperrten Raum unter die Glocke und diese muß sich heben. Die eingepumpte Luft entströmt wieder aus der Glocke durch ein Ventil, welches durch die auf- bezw. abgehende Bewegung der Glocke nicht direkt, sondern vermittels einer besonderen mechanischen Vorrichtung in Tätigkeit gesetzt wird.
Die Absperrflüssigkeit verursacht verschiedene Nachteile; z. B. können dadurch, daß sie teilweise verdunstet oder verschüttet wird, Fehler entstehen.
Das Ausströmungsventil des älteren Apparates und sein Bewegungsmechanismus sowie die Führung der Stahlglocke rufen Reibungswiderstände hervor, welche die genaue Registrierung beeinträchtigen und einen ruhigen, von Hin- und Herschwankungen freien Hoch- und Niedergang des bewegten Zylinders verhindern.
Diese Nachteile sollen durch vorliegende Erfindung' beseitigt werden, da hierbei weder eine Absperrflüssigkeit noch ein das Ausströmungsventil beeinflussender Mechanismus erforderlich ist. Der neue Geschwindigkeitsmesser ist auf der beiliegenden Zeichnung in den Fig. 1 und 2 durch einen senkrechten und wagerechten Schnitt dargestellt.
Der Geschwindigkeitsmesser wird in bekannter Weise in Tätigkeit gesetzt durch eine am Wagengestell angebrachte Luftpumpe, deren Kolben unter Vermittelung eines geeigneten Übertragungswerkes von einer Wagenachse aus angetrieben wird, und deren Drucköffnung durch eine Rohr- bezw. Schlauchleitung mit dem eigentlichen Geschwindigkeitsmesser verbunden ist.
Letzterer besteht aus den beiden konzentrischen , möglichst luftdicht aufgeschliffenen Metallzylindern α und b, einem Zeiger c und einer Skala d. Der innere Zylinder α steht fest, ist an beiden Enden offen und am unteren Ende mit der zur Luftpumpe führenden Leitung e verbunden. Der äußere Zylinder b ist in der Höhenrichtung auf dem Zylinder a verschiebbar, besitzt seitlich einen schmalen Längsschlitz f, in welchen ein am Zylinder α festsitzenden Ansatz g eingreift, und ist an seinem oberen Ende geschlossen. Der Zylinder b ist mit dem Zeiger c ausgestattet, welcher sich vor der Skala d bewegt. Der Ansatz g führt den Zylinder b und begrenzt dessen auf- und absteigende Bewegung.
Die von der Pumpe geförderte Luft strömt durch die Leitung e und den inneren Zylinder α gegen die obere Abschlußplatte des äußeren Zylinders b, welcher einen schweren Gewichtskörper bildet, verdichtet sich unter dem konstanten Gegendruck desselben und hebt ihn nach Überschreitung dieses Gegendruckes in die Höhe, wobei der obere Teil des Schlitzes f mehr oder weniger freigelegt wird.
Die bei derselben Umdrehungsgeschwindigkeit pro Zeiteinheit nachgeförderte Luftmenge entweicht durch diese Schlitzteile ins Freie. Wächst die Geschwindigkeit des Wagens, so steigt der Zylinder b unter gleichzeitiger Vergrößerung der freien Schlitzhöhe, so daß die durch die größere Geschwindigkeit vermehrte Luftmenge einen entsprechend weiteren Ausgang findet. Verringert sich umgekehrt die Gesch windigkeit, so fallt der Zylinder b unter entsprechender Verkleinerung der freien Schlitzhöhe. Die geringste Geschwindigkeitsänderung bewirkt eine sofortige Vermehrung oder Verminderung der in der Zeiteinheit geförderten Luftmenge und daher ein sofortiges Steigen oder Fallen des Zylinders b sowie der mit ihm verbundenen Zeigervorrichtung e. Die verschiedenen Geschwindigkeiten werden auf der Skala d empirisch festgestellt.
Da der Druck gegen die Kopffläche des schweren und sehr stabilen Zylinders b wirkt, so ist jede weitere Führung desselben außer der auf dem Zylinder α entbehrlich, und da ferner die jeweils erforderliche Größe der Ausgangsöffnung f lediglich durch die Bewegungen des Zylinders b freigelegt wird, so ist auch jeder besondere Mechanismus zum Öffnen und Schließen des Luftausganges entbehrlich. Infolgedessen wird nicht allein die Bauart des Apparates außerordentlich vereinfacht, sondern es entfallen auch alle Reibungsmomente, welche die Darstellung des reinen durch die Luftpumpe erzeugten Druckes beeinträchtigen. Diese beiden Vorteile entspringen auch dem Umstände, daß bei dem großen Zylinderhub und bei der großen Schlitzlänge die Zeigervorrichtung unmittelbar, d. h. ohne Zahnräder- oder Hebelübersetzung, am Zylinder b angebracht werden kann, womit noch der weitere Vorteil verbunden ist, daß die Zeigervorrichtung auf einem kräftigen Luftpolster ruht und daher unter Stoßen und Erschütterungen wenig zu leiden hat. Da somit alle Hülfsmittel in Wegfall kommen, wird der Gegendruckzylinder b ausschließlich von dem Pumpendruck beeinflußt, und dies hat die für den praktischen Gebrauch wichtige Folge, daß die wirkliche Geschwindigkeit mit großer Genauigkeit angezeigt wird, daß der Zeiger (bezw. der Zylinder b) bei wechselnder Geschwindigkeit ohne- Hin- und Herschwanken stetig fällt oder steigt, bei gleichbleibender Geschwindigkeit aber vollkommene Ruhe bewahrt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Auslaßventil mit Anzeigevorrichtung für Geschwindigkeitsmesser mit Luftpumpe, dadurch gekennzeichnet, daß ein oben geschlossener Zylinder (b) auf einem in seinem Innern befindlichen und als Durchfluß für die zuströmende Luft dienenden zweiten Zylinder (a) unmittelbar bezw. ohne Absperrflüssigkeit gleitet und einen Längsschlitz ffJ besitzt, welcher als Ausströmungsöffnung für die Luft dient und von dem Innenzylinder (a) der jeweiligen Geschwindigkeit entsprechend mehr oder weniger freigelegt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1901140264D 1901-11-12 1901-11-12 Expired DE140264C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE140264T 1901-11-12

Publications (1)

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DE140264C true DE140264C (de) 1903-04-09

Family

ID=34608424

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1901140264D Expired DE140264C (de) 1901-11-12 1901-11-12

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DE (1) DE140264C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2727388A (en) * 1952-08-02 1955-12-20 Elematic Equipment Corp Flow meter
US3090221A (en) * 1960-11-14 1963-05-21 Carl J Philipps Test apparatus and hydraulic systems

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2727388A (en) * 1952-08-02 1955-12-20 Elematic Equipment Corp Flow meter
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