DE33485C - Einrichtung zum Anzeigen der Geschwindigkeits-Veränderungen auf gröfsere Entfernungen - Google Patents
Einrichtung zum Anzeigen der Geschwindigkeits-Veränderungen auf gröfsere EntfernungenInfo
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01P—MEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
- G01P3/00—Measuring linear or angular speed; Measuring differences of linear or angular speeds
- G01P3/26—Devices characterised by the use of fluids
- G01P3/28—Devices characterised by the use of fluids by using pumps
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patenttrt im Deutschen Reiche vom 31. August 1884 ab.
Zweck dieser Erfindung ist, die Geschwindigkeit einer Maschine oder dergleichen durch
Luftpressung oder Luftverdünnung, welche in einem zu der zu messenden Geschwindigkeit
bestimmten Grade erzeugt wird, mittelst einer Rohrleitung an einem in gröfserer Entfernung
aufgestellten Manometer oder Registrirapparat zum Ausdruck zu bringen. Die Erzeugung
dieses am Manometer gemessenen Luftdruckes bezw. der Luftverdünnung, durch welche die
Geschwindigkeit zum Ausdruck gebracht wird, erfolgt durch eine Vorrichtung, welche während
der Bewegung der zu messenden rotirenden Welle Luft in eine Rohrleitung hineinprefst
oder aus derselben ansaugt (Luftpumpe, Ventilator, Ejector etc.), und die Regulirung dieses
Luftdruckes derart, dafs derselbe der Geschwindigkeit entspricht, geschieht durch einen der zu
messenden Geschwindigkeit proportional bewegten Centrifugalapparat und mittelst eines in
die Luftleitung eingeschalteten offenen Ventils.
Die für diesen Zweck construirten Apparate sind in beiliegender Zeichnung dargestellt.
In Fig. ι wird der durch die Centrifugalkraft hervorgebrachte Druck irgend eines Regulators
durch die Stange 0 auf den Kolben k übertragen, welcher auch durch ein gewelltes Blech
oder eine Membran ersetzt werden kann. An diesem Kolben befindet sich das Ventil v, welches
die Oeffnung y in dem Cylinder ρ mehr oder weniger verschliefst.
Durch das Rohr r1 tritt die durch eine
Pumpe comprimirte Luft in den Cylinder ein und drückt gegen den Kolben. Das Rohr r
führt nach dem Beobachtungsort.
Steigt nun die Geschwindigkeit der Maschine, so wird die Stange ο vorwärts bewegt und es
schliefst sich durch Ventil ν die Oeffnung y, wodurch im Cylinder ρ ein gröfserer Druck ent-,
steht, welcher durch das Rohr r auf den Manometer übertragen wird. Nimmt die Geschwindigkeit
ab, dann wird der Kolben durch den Luftdruck zurückgedrängt und hierdurch das Ventil wieder mehr geöffnet.
In Fig. 2 ist der Kolben k durch eine Membran ersetzt und zugleich die Wirkungsweise
des Centrifugalregulators ersichtlich. In Fig. 3 ist angenommen, dafs in der Rohrleitung verdünnte
Luft wirkt, im übrigen aber ist die Einrichtung analog der vorbeschriebenen.
In Fig. 4 ist das Rohr r2, welches mit der Rohrleitung r1 für die comprimirte und dem
nach dem Manometer leitenden Rohr r verbunden ist, so angebracht, dafs die untere Mündung
in der Ruhe genau mit dem Spiegel der" Flüssigkeit abschneidet. In diesem Falle kann ein
Luftdruck in dem Rohrsystem nicht entstehen, da die Luft durch das offene Ende entweichen
würde. Steigt die Flüssigkeit in dem Gefäfs d, dann wird die Mündung des Rohres r2 durch dieselbe
abgesperrt und die Luft kann erst dann wieder entweichen, wenn der Luftdruck in r2 gleich
dem Druck der Flüssigkeitssäule über der Rohrmündung ist. Wird nun die Flüssigkeit in
einem bestimmten Verhältnifs zur Geschwindigkeit gehoben (durch eine Centrifugalpumpe
oder durch einen Regulator mittelst Kolben, wie Fig. 4 a zeigt), dann nimmt der Luftdruck
in demselben Verhältnifs zu.
In den vorbeschriebenen Vorrichtungen kann der durch die Geschwindigkeit erzeugte Druck
auch durch einen verstellbaren Hebel übertragen werden. Ebenso kann während der Thätigkeit
des Apparates die Länge des Hebels, durch welchen der Druck übertragen wird, in einem
bestimmten Verhältnifs zur Geschwindigkeit durch den Apparat selbstthätig verändert werden,
wodurch bewirkt wird, dafs der Luftdruck in einem anderen Verhältnifs zu dem
durch die Geschwindigkeit erzeugten Druck zu- und abnimmt.
In dem Apparat Fig. 5 tritt die comprimirte Luft des Rohres r1 unter das Ventil ν und
gegen den Kolben k; das Rohr r führt nach dem Beobachtungsorte. Durch die zu messende
Geschwindigkeit des Regulators wird ein der Geschwindigkeit entsprechender Druck erzeugt,
welcher auf die Peripherie des Rades h in der Richtung des Pfeiles übertragen wird. Hierdurch
wird vermittelst der Rolle n, der Schleife und der Kolbenstange der Kolben k bewegt,
ebenso durch die Rolle n1 das Gewicht P zur Belastung des Ventils. In der gezeichneten Lage
ist der Apparat in Ruhe; es wird, da das Gewicht auf dem Drehungspunkt des Hebels ruht,
das Ventil nicht belastet, und es kann daher, die Luft aus der Rohrleitung frei entweichen. Wird
nun das Gewicht P durch die Rolle w1 vorwärts
geschoben, dann wird in demselben Verhältnifs das Ventil belastet, und es steigt der Luftdruck
in der Rohrleitung und auch gegen den Kolben k. Da aber durch die Rolle η zugleich
auch der Kolben vorwärts gezogen wird, so wächst einmal proportional dem Luftdruck
der Widerstand des Kolbens, und durch das Entfernen der Rolle vom todten Punkt nimmt
auch der Hebelarm der Rolle in demselben Verhältnifs zu; es ändert sich folglich der
Widerstand gegen den Regulator nach dem Quadrat des Luftdruckes.
Die Einrichtung zur Regulirung des Luftdruckes durch eine Flüssigkeitssäule, wie bei
Fig. 4 beschrieben, als auch die Bewegung eines Gewichtes zur Belastung eines Ausflufsventils
kann dahin modificirt werden, dafs dieselbe durch die Bewegung eines sich hierzu eignenden Geschwindigkeitsmessers bewirkt wird.
, In der Einrichtung nach Fig. 6 wirkt der, ' durch die zu messende Geschwindigkeit erzeugte
Druck eines Regulators bei C gegen den in c drehbaren Hebel a; der Luftdruck in I
gegen die gewellte Platte d wird durch die Gradführung χ (Evans'schen Lenker) vermittelst
der Rolle η auf den Hebel α übertragen. Wird die Luft in I geprefst, so steigt in dem
durch Rohr r1 mit I verbundenen Gefäfs y
der Schwimmer u proportional diesem Druck und bewegt zugleich die mit der Schwimmerstange
verbundene Rolle. Die Verbindung der Rolle mit der Stange ist derartig, dafs dieselbe
sich seitlich in einem Schlitz bewegen kann. Da nun.der Druck der Platte d derartig auf
den Hebel · übertragen wird, dafs mit dem Luftdruck die Länge des Hebelarmes, auf welchen
der Luftdruck wirkt, gleichmäfsig zunimmt,, so nimmt der Druck des Hebels bei C
nach dem Quadrat des Luftdruckes zu. Das Rohr r2 steht mit der Luftpumpe, r mit dem
Manometer in Verbindung; ν ist ein entlastetes Ventil oder Schieber und wird hierdurch die
Gröfse des Luftdruckes regulirt. Nimmt die Geschwindigkeit zu, so wird die Platte d durch
den Regulator zurückgedrängt und zugleich durch die Stange i das Ventil ν geschlossen. Der
Luftdruck steigt in /, und zwar so lange, bis derselbe der Centrifugalkraft das Gleichgewicht
hält. Nimmt umgekehrt die Geschwindigkeit ab, so wird das Ventil geöffnet und die Luft
entweicht so lange, bis das Gleichgewicht stattfindet.
Statt des Schwimmers kann auch eine andere Einrichtung zum Hervorbringen einer Bewegung,
welche dem Luftdruck proportional ist, angewendet werden, z. B. ein Kolben, welcher
sich in einem Cylinder bewegt und eine Feder zusammendrückt, wie bei einem gewöhnlichen
Indicator.
Eine analoge Einrichtung ist in Fig. 7 dargestellt; hier ist angenommen, dafs die Luft
verdünnt wird, der Regulator drückt in der Richtung des Pfeiles b'ei C auf den bei c drehbaren
Hebel a. Wird die Luft in dem Rohrsystem verdünnt und dadurch ebenfalls in y,
so sinkt der Schwimmer u und zieht den mit der Kolbenstange bei c1 drehbar verbundenen
Hebel b abwärts, und zwar proportional der Luftverdünnung. Das an einem Winkelhebel
befestigte Gewicht P drückt auf den Hebel b, und zwar beim Stillstand der Welle, wie in
der Figur, senkrecht auf den Drehpunkt c1. Durch das Sinken des Schwimmers wird der
Drehpunkt c1 weiter nach unten verschoben und dadurch proportional dieser Bewegung der
Arm des Hebels b, an, welchem das Gewicht P wirkt, verlängert. In demselben Verhältnifs
wird auch der Hebelarm α länger, auf welchen
der Druck des Gewichtes P durch b übertragen wird. Der Druck des Hebels b auf den Hebel α nimmt proportional und der Druck des
Hebels α bei c nach dem Quadrat des Luftdruckes
zu, also nimmt der Luftdruck proportional der Geschwindigkeit zu und ab.
. Der Drehpunkt c1 wird durch einen Evansschen
Lenker geführt.. Mit dem Rohrr1 steht
eine Luftdruckregulirvorrichtung in Verbindung, welche analog der vorbeschriebenen sein kann.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Geschwindigkeitsmesser, bei welchem mittelst eines Gebläses in einer Luftleitung eine die Geschwindigkeitsanzeige bewirkende Spannung erzeugt wird und die Spannung dadurch der jeweiligen Geschwindigkeit angepafst wird, dafs ein der zu messenden Geschwindigkeit proportional bewegter Centrifugalkraft-Apparat die Menge der ausströmenden Luft mittelst eines in die Leitung eingeschalteten offenen Ventils entsprechend regulirt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE33485T | 1884-08-31 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE33485C true DE33485C (de) | 1885-10-28 |
Family
ID=34608240
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE188433485D Expired DE33485C (de) | 1884-08-31 | 1884-08-31 | Einrichtung zum Anzeigen der Geschwindigkeits-Veränderungen auf gröfsere Entfernungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE33485C (de) |
-
1884
- 1884-08-31 DE DE188433485D patent/DE33485C/de not_active Expired
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