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Hydraulische Presse.
Gegenstand der Erfindung ist eine hydraulische Presse, die besonders für die Lederindustrie bestimmt ist. Die Presse besitzt ausser dem Hauptkolben. durch dessen Belastung der endgültige Druck erreicht wird, noch einen Hilfskolben erheblich geringeren Querschnittes, durch den der Hauptkolben angehoben wird, um vor der Einwirkung des grossen Druckes den Zylinder des Hauptkolbens mit Druck- flüssigkeit zu füllen. Gemäss der Erfindung ist dieser Hilfskolben vom Hauptkolben getrennt und wirkt zugleich als Ventil derart, dass er den Zustrom des Druckmittels zum Hauptkolben eröffnet, wenn dieser sich in der Nähe seiner Arbeitsstellung befindet.
Zweckmässig ist eine Feder zwischen dem llilfskolhen
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Grundriss eine zur Maschine gehörende Steuervorrichtung, Fig. Ï zeigt eine vereinfachte Aus- führungsform, Fig. 6 zeigt eine Seitenansicht zu Fig. 5, Fig. 7 zeigt eine Einzelheit im waag- rechten Schnitt.
Bei der in Fig. 1-4 dargestellten Ausführungsform der Presse ist eine obere Druckplatte 2 vorgesehen, die von einem C-förmigen Rahmen 4 getragen wird und mittels einer Dampfzuleitung 6, 8 erhitzt werden kann. Die untere Druckplatte 10 wird von einem Kolben 12 getragen, wobei eine bewegliche Verbindung zwischen dem Kolben und der Platte vorhanden ist, beispielsweise in Form einer kugeligen Druckfläche 14 an der Platte 10, welche in eine entsprechend gestaltete hohlkugelförmige Fläche 76 am oberen Ende des Kolbens 12 eingreift. Infolgedessen kann die untere Platte sich gegenüber der oberen Platte einstellen, wenn das Werkstück ungleichmässige Dicke hat.
Der Kolben 1. ist in einem Zylinder 7S beweglieh und konzentrisch zu ihm ist ein Hilfs- oder Füllkolben 20 (Fig. 2) angeordnet. Dieser Hilfs- kolben ist in einem Zylinder 22 beweglich, welcher eine Zuleitung 24 für die Druckflüssigkeit besitzt. Beim Zulauf dieser Druckflüssigkeit geht der Hilfskolben 20 nach oben und hebt den Hauptkolben 72 und mit diesem die Platte 10 bis ein auf diese Platte 10 aufgelegtes Werkstück gegen die Druckplatte 2 gepresst wird.
Damit der Hilfskolben 12 ohne Rücksicht auf die Dicke des zwischen den Platten 10 und 2 eingefügten Werkstückes bis in die Nöhe des Endes seines Hubes gebracht wird. ist eine nachgiebige oder Totgangsverbindung zwischen den beiden Kolben eingefügt. Diese nachgiebige Verbindung umfasst eine Feder 26, die um einen dünneren Teil 28 des Kolbens 20 herumgewunden ist. Um die Feder 26 zu spannen, ist ein Federteller 30 verschiebbar auf dem Kolbenteil 28 aufgesetzt und eine Mutter 32 auf das mit Gewinde versehene Ende des Teiles aufgeschraubt, so dass der Federteller. 30 verstellt werden kann, um den gewünschten Druck auf die Feder 26 auszuüben. Zweckmässig wird die Spannung der Feder 26 so gewählt, dass sie das Gewicht des Kolbens 12 und der Platte 10 etwas übertrifft.
Wenn daher die Platte 10 ihren Pressdruck gegen die Platte 2 beginnt, so dass der Kolben 12 den Widerstand des Werkstückes erfährt, so wird die Feder 26 zusammengedrückt und ermöglicht. dass sich der Hilfskolben 20 weiter aufwärts stets bis zu der gleichen Stelle bewegt, ohne Rücksicht auf die Dicke des Werkstückes. In dem Hilfskolben 20 sind ein oder mehrere Durchgänge 34 angebracht welehe von einer mittleren Bohrung. 36 des Hilfskolbens ausgehen, die am unteren Ende gegenüber der Kolbenkammer 22 offen ist. Gegen Ende der Aufwärtsbewegung des Hilfskolbens eröffnen diese Durchgänge. 37 den Weg in die Kammer 18 des Hauptkolbens.
In diesem Augenblick wird in dieser Kammer der Druck im Zylinder 22 wirksam und steigt allmählich auf die volle Höhe an, so dass der gewünschte Druck auf das Werkstück zwischen den Platten erreicht wird.
Während der Kolben 1 : 2 durch den Hilfskolben 20 angehoben wird, läuft Flüssigkeit der Kammer 18 durch ein Rohr 40 zu, welches durch ein Rohr 42 gespeist wird. wobei ein in einem Ventilgehäuse 7J
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von der Pumpe herankommende Flüssigkeit fliesst zum Behälter zurück. Sobald der Durchgang 68 geöffnet wird, fällt der Druck in dem Zylinder 22 und zugleich in dem Rohr 62 hinter dem Kugelventil 66.
Infolgedessen kehrt der Kolben 20 in seine Anfangsstellung zurück und der Hauptkolben folgt in der
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Ventil 44 öffnet, wodurch ein genügend grosser Durchlass zur schnellen Entleerung des Zylinders 18 geschaffen wird, bis die Platte 10 in ihre Anfangsstellung zurückgekehrt ist. Jetzt wird das gepresste Werkstück abgenommen, ein neues eingefügt und der Arbeitsgang wiederholt.
Die Ausführungsform nach Fig. a, 6 und 7 ist gegenüber der vorbeschriebenen etwas vereinfacht.
Sie besitzt eine obere Platte 102, die von einem schweren überhängenden Gestellteil 104 getragen wird, der durch Schraubenbolzen 106 mit dem unteren Gestellteil 108 verbunden ist. Um den Gestellteil 7M
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angeordnet. Die mit der oberen Platte 102 zusammenwirkende untere Pressplatte 112 ist durch eine Kugellagerung 114, 116 mit einem Druckkolben 118 verbunden. Dieser ist flüssigkeitsdicht in dem Druckzylinder 120 geführt.
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im Querschnitt gezeichnet ist. Dieser Hilfskolben 122 hat sehr viel geringeren Durchmesser als der Kolben 118 und verschiebt sich in einem Zylinder 124.
Wenn eine Druckflüssigkeit durch ein Rohr 126 und einen Kanal dz in das untere Ende des Zylinders 124 eingeleitet wird, so geht der Hilfskolben 122
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Ein Durchgang 130 (Pig. 7), der mit dem Rohr 1 : 26 Verbindung hat, ist an einer dem Arbeiter bequem liegenden Stelle vorgesehen. Wenn dieser Durchgang 130 geschlossen wird (Fig. 5 und 7). so muss die Druckflüssigkeit aus der Pumpe 128 in den Zylinder 124 des Hilfskolbens 122 austreten. Um den Druck
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Rohr 146 in den Zylinder 120 übertreten kann.
Das Ventil 148 ist am unteren Ende einer Spindel 152 befestigt, mit welcher ein Teller ! 3j fest verbunden ist, der in einer einen mittleren Teil der Spindel umgebenden Kammer beweglich ist. Eine in dieser Kammer enthaltene, auf den Teller 154 drückende
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Teiles der Aufwärtsbewegung des Kolbens 118 durch eine Verbindung mit diesem Kolben offengehalten. Diese Verbindung besteht aus einem Hebel 116, der bei 162 an Lenkern 164 verzapft ist, die ihrerseits bei 166 am Ventilgehäuse 168 verzapft sind.
Der Hebel 160 besitzt eine flache Vertiefung zur Aufnahme
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Ende des Hebels 160 wird von einer Pfanne aufgenommen, die in einem am Kolben 118 in der Nähe des oberen Endes befestigten Glied 170 ausgebildet ist. Zweckmässig besteht das abgerundete Ende der Ventilspindel 152 aus einem besonderen Teil 169, welches auf die Ventilspindel 152 einstellbar auf-
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das Glied 169 etwas nach unten gedreht. so dass der Durchgang 150 entsprechend früher geschlossen wird.
Der Hilfskolben 122 dient gleichzeitig- als Kolbenventil und macht das früher übliche besondere Ventil zur Zulassung des Druckes zu dem Hauptkolben überflüssig. Zu diesem Zweck sind im Hilfs-
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eng und haben die Form von Schlitzen, deren längere Abmessung in der Längsrichtung des Hilfskolbens 122 liegt. Wenn der Hilfskolben sich seiner obersten Stellung nähert, so werden die unteren Teile der Durch- gänge 172 allmählich und fortschreitend freigegeben, so dass der Flüssigkeitsdruck im Zylinder 124 sich auf den Zylinder 120 fortpflanzen kann. Infolgedessen wird der Hochdruck der Pumpe unmittelbar auf den Kolben 118 übertragen.
Die Anordnung ist so gewählt, dass im Augenblick der Eröffnung der Durchgänge 172 das Ventil 148 geschlossen ist, so dass die Druckflüssigkeit im Zylinder 120 unter dem Kolben 118 eingeschlossen ist. Bei allmählich zunehmender Eröffnung der Kanäle tritt die Druckflüssigkeit schneller in den Raum innerhalb des Zylinders 120 und die Aufwärtsbewegung des Kolbens 118 nimmt allmählich zu. Dadurch wird eine glatte und ununterbrochene Aufwärtsbewegung des Kolbens 118
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durch das Ventil 174 hindurch in ein Rohr 178, welches in den Behälter 144 mündet.
Wenn die Presse sieh bei unten stehendem Kolben 118 in Ruhe befindet, so kann ein Werkstück zwischen die obere Platte 102 und die untere Platte 112 eingefügt werden. Zu dieser Zeit kreist die
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Flüssigkeit durch den Durchgang 130 und das Rohr 142 in den Behälter 144, aus dem die Pumpe 128 mittels eines Rohres 180 ansaugt, zurückfliesst. Wenn der Arbeiter die Pressung beginnen will, dreht er das Handrad rechts herum, so dass das Ventil 140 den Durchgang 130 schliesst. Dadurch wird sofort der Rücklauf der Flüssigkeit zum Behälter TU unterbrochen und die Druekflüssigkeit vermittels des Rohres 126 in dem Zylinder 124 durch den Durchgang 127 am unteren Ende des Zylinders geleitet.
Der Hilfskolben beginnt seine Aufwärtsbewegung und hebt den Hauptkolben 118. Während der Aufwärtsbewegung des Kolbens 118 wird Flüssigkeit aus dem Behälter 144 in den Zylinder 120 eingeleitet, da der Durchgang 150 im Rohr 146 offen ist. Selbst wens das Ventil M. S nicht durch den Hebel 160 niedergedrückt würde, so würde es doch vom Flüssigkeitsstrom nach unten gehalten infolge der Saugwirkung des aufwärtsgehenden Kolbens 118. Bei Annäherung des Kolbens 118 und Hilfskolbens 122 an die obere Hubgrenze, werden die Durchgänge 172 freigegeben und gleichzeitig der Durchgang 160 durch das Ventil 148 geschlossen.
Sobald der Kolben im wesentlichen seine obere Hl1bgrenze erreicht hat, baut sich ein Druck im Zylinder 120 auf, dessen Höhe von der Einstellung des Ventils 174 abhängt. Der Arbeiter kann jedoch die Pressung bei jeder Druckhöhe unterbrechen. Die Presszeit kann vom Arbeiter nach Belieben bestimmt werden, um die Pressung zu beenden, braucht er nur das Handrad 132 nach
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und das Rohr 14 : 2 in den Behälter 144 zurückfliesst. In diesem Fall bewegen sich die Kolben 118 und 122 nach unten, indem das Druckmittel zuerst durch die Durchgänge 172 entweicht und das Ventil 148 zwang- läufig durch den Kolben 118 geöffnet wird. so dass der Druck im Zylinder 120 vollständig verschwindet.
Es wird also der Rückfluss der Druckflüssigkeit durch die Kanäle 172 eingeleitet bis der grosse Kolben einen bestimmten Teil seiner Abwärtsbewegung ausgeführt hat und während des Restes der Abwärtsbewegung des Kolbens kann die Flüssigkeit frei durch das Ventil 148 austreten, bis der Kolben seine Anfangsstellung erreicht hat. Wenn dies geschehen ist, wird das gepresste Werkstück abgenommen und ein neues eingelegt.
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Druckleitung steuert.