AT124851B - Hydraulische Presse. - Google Patents

Hydraulische Presse.

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AT124851B
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Description


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  Hydraulische Presse. 



   Gegenstand der Erfindung ist eine hydraulische Presse, die besonders für die Lederindustrie bestimmt ist. Die Presse besitzt ausser dem Hauptkolben. durch dessen Belastung der   endgültige Druck   erreicht wird, noch einen Hilfskolben erheblich geringeren Querschnittes, durch den der Hauptkolben angehoben wird, um vor der   Einwirkung des grossen Druckes   den Zylinder des   Hauptkolbens mit Druck-   flüssigkeit zu füllen. Gemäss der Erfindung ist dieser Hilfskolben vom Hauptkolben getrennt und wirkt zugleich als Ventil derart, dass er den Zustrom des Druckmittels zum Hauptkolben eröffnet, wenn dieser sich in der Nähe seiner Arbeitsstellung befindet.

   Zweckmässig ist eine Feder   zwischen dem llilfskolhen   
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   Grundriss   eine zur Maschine gehörende Steuervorrichtung, Fig. Ï zeigt eine vereinfachte Aus-   führungsform,   Fig. 6 zeigt eine Seitenansicht zu   Fig. 5, Fig. 7   zeigt eine Einzelheit im   waag-   rechten Schnitt. 



   Bei der in Fig.   1-4   dargestellten   Ausführungsform   der Presse ist eine obere Druckplatte 2 vorgesehen, die von einem C-förmigen Rahmen 4 getragen wird und mittels einer   Dampfzuleitung   6, 8 erhitzt werden kann. Die untere Druckplatte 10 wird von einem Kolben 12 getragen, wobei eine bewegliche Verbindung zwischen dem Kolben und der Platte vorhanden ist, beispielsweise in Form einer kugeligen   Druckfläche   14 an der Platte   10,   welche in eine entsprechend gestaltete   hohlkugelförmige Fläche 76 am   oberen Ende des Kolbens 12 eingreift. Infolgedessen kann die untere Platte sich gegenüber der oberen Platte einstellen, wenn das Werkstück ungleichmässige Dicke hat.

   Der Kolben 1. ist in einem Zylinder 7S beweglieh und konzentrisch zu ihm ist ein Hilfs- oder Füllkolben 20 (Fig. 2)   angeordnet. Dieser Hilfs-   kolben ist in einem Zylinder 22 beweglich, welcher eine Zuleitung 24 für die   Druckflüssigkeit   besitzt. Beim Zulauf dieser Druckflüssigkeit geht der Hilfskolben 20 nach oben und hebt den Hauptkolben 72 und mit diesem die Platte 10 bis ein auf diese Platte 10 aufgelegtes Werkstück gegen die Druckplatte 2 gepresst wird. 



   Damit der Hilfskolben 12 ohne Rücksicht auf die Dicke des zwischen den Platten 10 und 2 eingefügten Werkstückes bis in die Nöhe des Endes seines Hubes gebracht wird. ist eine nachgiebige oder Totgangsverbindung zwischen den beiden Kolben eingefügt. Diese nachgiebige Verbindung umfasst eine Feder 26, die um einen dünneren Teil 28 des Kolbens   20   herumgewunden ist. Um die Feder 26 zu spannen, ist ein Federteller 30 verschiebbar auf dem Kolbenteil 28 aufgesetzt und eine Mutter 32 auf das mit Gewinde versehene Ende des Teiles aufgeschraubt, so dass der Federteller. 30 verstellt werden kann, um den gewünschten Druck auf die Feder 26 auszuüben. Zweckmässig wird die   Spannung der   Feder 26 so gewählt, dass sie das Gewicht des Kolbens 12 und der Platte 10 etwas übertrifft.

   Wenn daher die Platte 10 ihren   Pressdruck   gegen die Platte 2   beginnt, so dass   der Kolben 12 den Widerstand des Werkstückes erfährt, so wird die Feder 26 zusammengedrückt und ermöglicht. dass sich der Hilfskolben 20 weiter aufwärts stets bis zu der gleichen Stelle bewegt, ohne Rücksicht auf die Dicke des Werkstückes. In dem Hilfskolben   20   sind ein oder mehrere Durchgänge 34 angebracht welehe von einer mittleren Bohrung. 36 des Hilfskolbens ausgehen, die am unteren Ende gegenüber der Kolbenkammer 22 offen ist. Gegen Ende der Aufwärtsbewegung des Hilfskolbens eröffnen diese   Durchgänge.     37 den Weg   in die Kammer 18 des Hauptkolbens.

   In diesem   Augenblick   wird in dieser Kammer der   Druck im   Zylinder 22 wirksam und steigt allmählich auf die volle Höhe an, so dass der gewünschte Druck auf das Werkstück zwischen den Platten erreicht wird. 



   Während der Kolben   1 : 2 durch   den Hilfskolben 20 angehoben wird, läuft Flüssigkeit der Kammer 18 durch ein Rohr 40 zu, welches durch ein Rohr 42 gespeist wird. wobei ein in einem   Ventilgehäuse 7J   
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 von der Pumpe herankommende Flüssigkeit fliesst zum Behälter zurück. Sobald der Durchgang 68 geöffnet wird, fällt der Druck in dem Zylinder 22 und zugleich in dem Rohr 62 hinter dem Kugelventil 66.

   Infolgedessen kehrt der Kolben 20 in seine Anfangsstellung zurück und der Hauptkolben folgt in der 
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 Ventil   44   öffnet, wodurch   ein genügend grosser Durchlass   zur schnellen Entleerung des Zylinders 18 geschaffen wird, bis die Platte 10 in ihre   Anfangsstellung zurückgekehrt ist.   Jetzt wird das   gepresste     Werkstück   abgenommen, ein neues eingefügt und der Arbeitsgang wiederholt. 



   Die Ausführungsform nach Fig. a, 6 und 7 ist   gegenüber   der vorbeschriebenen etwas vereinfacht. 



  Sie besitzt eine obere Platte 102, die von einem schweren   überhängenden   Gestellteil 104 getragen wird, der durch Schraubenbolzen 106 mit dem unteren Gestellteil   108 verbunden   ist. Um den   Gestellteil 7M   
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 angeordnet. Die mit der oberen Platte 102   zusammenwirkende   untere Pressplatte   112 ist durch   eine Kugellagerung 114, 116 mit einem Druckkolben 118 verbunden. Dieser ist flüssigkeitsdicht in dem Druckzylinder   120   geführt. 
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 im Querschnitt gezeichnet ist. Dieser Hilfskolben 122 hat sehr viel geringeren Durchmesser als der Kolben 118 und verschiebt sich in einem Zylinder 124.

   Wenn eine   Druckflüssigkeit durch   ein Rohr 126 und einen Kanal   dz   in das untere Ende des Zylinders   124   eingeleitet wird, so geht der Hilfskolben   122   
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 Ein   Durchgang 130 (Pig.   7), der mit dem Rohr   1 : 26 Verbindung hat,   ist an einer   dem Arbeiter bequem   liegenden Stelle vorgesehen. Wenn dieser Durchgang 130 geschlossen wird (Fig. 5 und 7). so   muss   die Druckflüssigkeit aus der Pumpe   128   in den Zylinder   124   des Hilfskolbens 122 austreten. Um den Druck 
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 Rohr 146 in den Zylinder 120 übertreten kann.

   Das Ventil 148 ist am unteren Ende einer Spindel 152 befestigt, mit welcher ein Teller   ! 3j   fest verbunden ist, der in einer einen mittleren Teil der Spindel umgebenden Kammer beweglich ist. Eine in dieser Kammer enthaltene, auf den Teller 154 drückende 
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 Teiles der Aufwärtsbewegung des Kolbens 118 durch eine Verbindung mit diesem Kolben offengehalten. Diese Verbindung besteht aus einem Hebel 116, der bei 162 an Lenkern 164 verzapft ist, die ihrerseits bei 166 am Ventilgehäuse 168 verzapft sind.

   Der Hebel 160 besitzt eine flache Vertiefung   zur Aufnahme   
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 Ende des Hebels 160 wird von einer Pfanne aufgenommen, die in einem am Kolben 118 in der Nähe des oberen Endes befestigten Glied 170 ausgebildet ist.   Zweckmässig besteht   das abgerundete Ende der Ventilspindel   152   aus einem besonderen Teil   169,   welches auf die Ventilspindel 152 einstellbar auf- 
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 das Glied 169 etwas nach unten gedreht. so dass der Durchgang 150 entsprechend früher geschlossen wird. 



   Der Hilfskolben   122 dient gleichzeitig- als Kolbenventil   und macht das früher übliche besondere Ventil zur Zulassung des Druckes zu dem Hauptkolben überflüssig. Zu diesem Zweck sind im Hilfs- 
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 eng und haben die Form von Schlitzen, deren längere Abmessung in der   Längsrichtung des   Hilfskolbens 122 liegt. Wenn der   Hilfskolben sich seiner obersten   Stellung nähert, so werden die unteren Teile der Durch-   gänge 172 allmählich   und fortschreitend freigegeben, so dass der Flüssigkeitsdruck im Zylinder 124 sich auf den Zylinder 120 fortpflanzen kann. Infolgedessen wird der Hochdruck der Pumpe   unmittelbar   auf den Kolben 118 übertragen.

   Die Anordnung ist so gewählt, dass im Augenblick   der Eröffnung   der Durchgänge 172 das Ventil 148 geschlossen ist, so dass die Druckflüssigkeit im Zylinder 120 unter dem Kolben 118 eingeschlossen ist. Bei allmählich zunehmender Eröffnung der Kanäle      tritt die Druckflüssigkeit schneller in den Raum innerhalb des Zylinders   120 und   die   Aufwärtsbewegung   des Kolbens 118 nimmt allmählich zu. Dadurch wird eine glatte und ununterbrochene Aufwärtsbewegung des Kolbens 118 
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 durch das Ventil 174 hindurch in ein Rohr 178, welches in den Behälter 144 mündet. 



   Wenn die Presse sieh bei   unten   stehendem Kolben 118 in Ruhe befindet, so kann ein   Werkstück   zwischen die obere Platte 102 und die untere Platte 112 eingefügt werden. Zu dieser Zeit kreist die 
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 Flüssigkeit durch den Durchgang 130 und das Rohr 142 in den Behälter 144, aus dem die Pumpe 128 mittels eines Rohres 180 ansaugt, zurückfliesst. Wenn der Arbeiter die Pressung beginnen will, dreht er das   Handrad rechts   herum, so dass das Ventil 140 den Durchgang 130 schliesst. Dadurch wird sofort der Rücklauf der Flüssigkeit zum Behälter   TU   unterbrochen und die   Druekflüssigkeit   vermittels des Rohres   126   in dem Zylinder 124 durch den   Durchgang 127   am unteren Ende des Zylinders geleitet. 



  Der Hilfskolben beginnt seine   Aufwärtsbewegung und   hebt den Hauptkolben 118. Während der Aufwärtsbewegung des Kolbens 118 wird   Flüssigkeit aus   dem Behälter 144 in den Zylinder 120 eingeleitet, da der Durchgang   150 im   Rohr 146 offen ist. Selbst wens das Ventil   M. S nicht durch   den Hebel 160 niedergedrückt würde, so würde es doch vom Flüssigkeitsstrom nach unten gehalten infolge der Saugwirkung des   aufwärtsgehenden   Kolbens 118. Bei Annäherung des Kolbens 118 und Hilfskolbens 122 an die obere Hubgrenze, werden die Durchgänge 172 freigegeben und gleichzeitig der Durchgang   160   durch das Ventil 148 geschlossen.

   Sobald der Kolben im wesentlichen seine obere   Hl1bgrenze erreicht   hat, baut sich ein Druck im Zylinder 120 auf, dessen Höhe von der Einstellung des Ventils 174 abhängt. Der Arbeiter kann jedoch die Pressung bei jeder   Druckhöhe   unterbrechen. Die Presszeit kann vom Arbeiter nach Belieben bestimmt werden, um die Pressung zu beenden, braucht er nur das Handrad   132 nach   
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 und das Rohr   14 : 2 in   den Behälter 144 zurückfliesst. In diesem Fall bewegen sich die Kolben   118   und 122 nach unten, indem das Druckmittel zuerst durch die Durchgänge 172 entweicht und das   Ventil 148 zwang-   läufig durch den Kolben 118   geöffnet wird. so   dass der Druck im Zylinder 120 vollständig verschwindet. 



  Es wird also der   Rückfluss   der   Druckflüssigkeit durch   die Kanäle 172 eingeleitet bis der grosse Kolben einen bestimmten Teil seiner Abwärtsbewegung ausgeführt hat und während des Restes der Abwärtsbewegung des Kolbens kann die Flüssigkeit frei durch das Ventil 148 austreten, bis der Kolben seine Anfangsstellung erreicht hat. Wenn dies geschehen ist, wird das gepresste Werkstück abgenommen und ein neues eingelegt. 
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 Druckleitung steuert.

Claims (1)

  1. 2. Hydraulische Pressanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hilfskolben mit Durchgängen versehen ist. die vom Hilfskolben bei der Annäherung an die oberste Stellung geöffnet werden und den Übertritt der hoch gespannten Druckflüssigkeit aus dem Hilfskolbenranm in den Hauptkolbenraum gestatten.
    3. Hydraulische Pressanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Hilfskolben und dem Hauptkolben eine Feder eingeschaltet ist, welche eine zusätzliche Aufwärtsbewegung des Hilfskolbens gestattet, wenn der Hauptkolben durch Zusammentreffen mit dem Werkstück zum Stillstand kommt.
    4. Hydraulische Pressanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllventil, welches die freie Verbindung zwischen dem Hauptkolbenraum und dem diesen beim Anheben des Hauptkolbens speisenden Druckmittelbehälter steuert, eine Verbindung mit dem Hauptkolben bzw. der Druckplatte besitzt, so dass die Eröffnung des Ventils von der Stellung des Hauptkolbens beeinflusst wird.
    5. Hydraulische Pressanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen dem Hanptkolben und dem Ventil einstellbar ist.
AT124851D 1929-09-28 1930-09-22 Hydraulische Presse. AT124851B (de)

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