DE137643C - Verfahren zur Ausscheidung des Protoplasmas aus de Hefe - Google Patents

Verfahren zur Ausscheidung des Protoplasmas aus de Hefe

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DE137643C
DE137643C DE1901137643D DE137643DA DE137643C DE 137643 C DE137643 C DE 137643C DE 1901137643 D DE1901137643 D DE 1901137643D DE 137643D A DE137643D A DE 137643DA DE 137643 C DE137643 C DE 137643C
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protoplasm
ethers
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DE1901137643D
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Hans Buchner
M Gruber
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    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23JPROTEIN COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS; WORKING-UP PROTEINS FOR FOODSTUFFS; PHOSPHATIDE COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS
    • A23J1/00Obtaining protein compositions for foodstuffs; Bulk opening of eggs and separation of yolks from whites
    • A23J1/18Obtaining protein compositions for foodstuffs; Bulk opening of eggs and separation of yolks from whites from yeasts
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L33/00Modifying nutritive qualities of foods; Dietetic products; Preparation or treatment thereof
    • A23L33/10Modifying nutritive qualities of foods; Dietetic products; Preparation or treatment thereof using additives
    • A23L33/14Yeasts or derivatives thereof

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Description

KAISERLICHES 7k
PATENTAMT.
C1 Vj ι
8^ ^e.
In der Patentschrift 113181 ist ein Verfahren beschrieben, welches bezweckt, durch Einwirkung' von Aetherdämpfen auf abgeprefste, feuchte Hefe die Ausscheidung ihres Zellinhaltes zu bewerkstelligen und darauf die Trennung des Zellsaftes in Eiweifs- und Extractstoffe auf leichte Weise, z. B. durch Erhitzen, wobei das Eiweifs coagulirt wird, bewirken zu können. Es wurde nun gefunden, dafs ebenso wie Aether fast alle bekannten organischen, für Hefeprotoplasma indifferenten Lösungsmittel im Stande sind, die Verflüssigung der Hefe in der gleichen Weise herbeizuführen. Hierher gehören z. B. Benzol, Toluol, Chloroform, Schwefelkohlenstoff, Essigäther, überhaupt alle Aether (Ester) der Fettsäuren, Aceton, Methyl- r propylketon, Methylalkohol, Glycerin./ Von den untersuchten, leichter zugänglichen Flüssigkeiten macht nur der Aethylalkohol eine Ausnahme, was sich wohl ohne Schwierigkeit aus den besonderen Beziehungen dieses Körpers zu der Hefe erklärt. In geringer Menge zur Einwirkung auf die feuchte Hefe gebracht, sind diese Substanzen im Stande, die Hefe meist in kurzer Zeit zu verflüssigen. Selbstverständlich hat man es hier mit einer Erscheinung zu thun, welche nichts Gemeinsames hat mit der Art, wie bisher organische Lösungsmittel zu der Verarbeitung von Hefe vorgeschlagen worden sind. Wie schon in der Patentschrift 113181 erwähnt, sind in der englichen Patentschrift .26985 vom Jahre 1897 Alkohol und Aether als geeignet zum Waschen von Hefe bezeichnet worden. Hierbei handelt es sich aber darum, die Hefe von äufserlich anhaftenden Stoffen zum Zwecke der weiteren Verarbeitung zu reinigen, während im vorliegenden Fall der Aether und die anderen Lösungsmittel einen physiologischen Reiz auf die lebende Hefezelle ausüben und diese dadurch zum Ausscheiden der inneren Bestandtheile veranlassen. Im vorliegenden Falle sind schon so geringe Mengen der Lösungsmittel (etwa 5 pCt. und weniger vom Gewicht der feuchten Hefe) im Stande, den Reiz hervorzubringen und die Ausscheidung herbeizuführen, dafs mittels ihrer ein Waschen der Hefe unmöglich wäre. Es ist besonders charakteristisch, dafs gerade bei dem vorliegenden Verfahren der günstigste Effect bei Anwendung von sehr wenig Lösungsmittel erzielt wird und man über 2 pCt. vom Gewicht der Hefe fast in keinem Falle hinauszugehen braucht. Es läfst sich dies wohl so erklären, dafs die geringe Menge des Agens zur Auslösung des Reizes und zum Beginn der alsbald lebhaft einsetzenden Säfteströmung ausreicht, ohne dafs sofort eine Abtödtung der lebenden Zellen erfolgt. Diese findet vielmehr erst nach und nach statt, wovon man sich durch zeitweise Entnahme von Proben und Prüfung auf die noch vorhandene Gährfähigkeit überzeugen kann. Je gröfser die Menge der einwirkenden Lösungsmittel gewählt wird, um so schneller wird die Hefe absterben; geht man zu ganz grofsen Mengen über, so erfolgt eine fast momentane Abtödtung und Gerinnung des Protoplasmas, worauf dann der Flüssigkeitsaustausch mit den leblosen Zellen nur noch sehr träge oder gar nicht mehr vor sich gehen kann. In diesem Sinne ist auch in der Patent-

Claims (2)

  1. schritt 113181 angegeben, dafs flüssiger Aether in Quantitäten, wie man ihn z. B. zum Waschen der Hefe anwenden würde, zur Gewinnung der Eiweifsstoffe der Hefe ungeeignet sei. Beschränkt man aber die Quantität des Aethers bezw. eines der anderen organischen Lösungsmittel auf die geringe angeführte Menge von etwa 2 pCt. und trägt man durch sofortiges inniges Verkneten Sorge, dafs sogleich eine weitgehende Verdünnung bezw. Vermischung stattfindet, so geht der Procefs glatt in der gewünschten Weise vor sich. Zweckmäfsig läfst man die verknetete Masse bei Kellertemperatur stehen; man beobachtet dann nach mehreren Stunden ein Steigen (Schäumen) der Masse, welches sich, wenn man den Schaum durch Rühren zum Niederfallen gebracht hat, noch mehrmals wiederholt; nach 24 Stunden ist häufig schon völlige Verflüssigung eingetreten, manchmal dauert es auch mehrere Tage, Unterschiede, die auf noch nicht näher aufgeklarten Verschiedenheiten der jeweils zur Verarbeitung kommenden Hefen zu beruhen scheinen.
    Anstatt die Hefe mit irgend einem der angeführten Lösungsmittel zu verkneten, kann man auch die Dämpfe desselben, so wie es in der Patentschrift 113181 für Aether beschrieben ist, auf die feuchte Hefe einwirken lassen. Indessen gebührt der zuerst beschriebenen Arbeitsweise, insbesondere sobald es sich um gröfsere Quantitäten handelt, der Vorzug.
    Die weitere Verarbeitung des Hefezellsaftes kann so, wie in der Patentschrift 113181 beschrieben, erfolgen, auch kann man, wenn blos die Gewinnung der Extractstoffe und nicht die der Eiweifsstoffe beabsichtigt ist, die verflüssigte Masse unter Zusatz von Wasser direct zum Sieden erhitzen, von den Hefezellresten und dem durch das Aufkochen ausgeschiedenen Eiweifs abfiltriren und das Filtrat durch Eindampfen auf den gewünschten Grad concentriren.
    Ρλτε ν τ-Α ν Sprüche:
    ι. Verfahren zur Ausscheidung des Protoplasmas aus der Hefe, dadurch gekennzeichnet, dafs feuchte, abgeprefste Hefe mit einem für Hefeprotoplasma indifferenten organischen Lösungsmittel wie Aether, Benzol, Toluol, Chloroform, Essigäther oder einem anderen Fettsäureäther, Schwefelkohlenstoff, Methylalkohol, Aceton, Methylpropylketon oder Glycerin in geringer Menge (etwa 5 pCt. und weniger vom Gewicht der feuchten Hefe) innig vermischt wird.
  2. 2. Eine Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs die abgeprefste Hefe mit den Dämpfen der unter 1. genannten Substanzen, soweit dieselben leicht flüchtig sind, ausschliefslich Aether, in gleicher Weise behandelt wird, wie es für Aether in Patentschrift 113181 beschrieben ist.
    /11} £93
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