DE137486C - - Google Patents

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DE137486C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63JDEVICES FOR THEATRES, CIRCUSES, OR THE LIKE; CONJURING APPLIANCES OR THE LIKE
    • A63J13/00Panoramas, dioramas, stereoramas, or the like

Landscapes

  • Other Liquid Machine Or Engine Such As Wave Power Use (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 137486 KLASSE 77g.
Panorama.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. Januar 1902 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Panorama, bei welchem ein in einen Raum eingebautes, auf der inneren und äufseren Fläche mit entsprechender Malerei versehenes Gehäuse benutzt wird, und bei welchem die Beschauer aufserhalb des Gehäuses auf um dasselbe ringsherum angeordneten Sitzen und im Innern desselben auf einer von einer Hohlsäule getragenen Bühne Platz nehmen. Das wesentliche Merkmal des Gehäuses ist, dafs es aufser einer Drehung um die senkrechte Mittelachse auch gleichzeitig eine steigende oder fallende Bewegung macht. Zufolge dieser eigenartigen Bewegung des Gehäuses wird bei den im Innern desselben sitzenden Personen der Eindruck hervorgerufen, als ob es still stände und sie selbst in einem Fahrzeuge im Kreise herumgefahren und dabei hochgehoben und wieder herabgelassen würden, während bei den um das Gehäuse- herumsitzenden Beschauern der Anschein erweckt wird, als ob sie periodisch das Gesichtsfeld wechseln, da sich dem Auge immer neue Theile des Panoramabildes darbieten.
Das auf der inneren und äufseren Fläche mit entsprechender Malerei versehene Kugelgehäuse α der Figur ist in einem ringsum mit Sitzen versehenen, nach aufsen abgeschlossenen Raum eingebaut. In das Innere des Kugelgehäuses ragt eine Hohlsäule b, auf deren oberem Ende eine ebenfalls mit Sitzen ausgestattete Bühne oder Plattform c angeordnet ist, die mittels einer in die Hohlsäule b eingebauten Treppe d zugänglich ist.
Das Gehäuse α ist an seinem oberen Theile mit einer Verschraubung e versehen, in welche eine mit Bohrung f und Nuth g ausgestattete Büchse h so eingeschraubt ist, dafs ihr oberer, mit Flansch h versehener Theil ein Stück aus dem Gehäuse hervorragt. Mittelst dieser Büchse h ist das Gehäuse α auf Kugeln i in einem tellerförmigen Ringe k gelagert, welcher seinerseits durch über Rollen I, m geführte, durch Gewichte η beschwerte Seile ο gehalten wird. Diese Gewichte η sind so bemessen, dafs sie zusammen etwas schwerer als das Kugelgehäuse selbst und infolge dessen bestrebt sind, das Gehäuse stets nach oben zu ziehen. Die Anzahl und Schwere der Gewichte richtet sich in jedem Falle nach dem Gewicht des Kugelgehäuses und der mit ihm verbundenen Theile. Mehrere dieser im Kreise um das Kugelgehäuse angeordneten Gewichte η sind nach unten hin mit einer Stange ρ versehen, die an ihrem unteren Ende je einen Kolben q tragen. Letztgenannte Kolben q gleiten in Cylindern r, an deren unteren Enden je ein Zuflufshahn s und ein Abflufshahn t angeordnet sind. In der Hohlsäule des Kugelgehäuses a ist eine stehende Welle u angebracht, die durch die Bohrung f der Büchse h hindurchgeht und oben von einem Halslager ν gehalten wird. Diese Welle u, welche, auf irgend eine Weise von aufsen angetrieben, die Drehung des Kugelgehäuses um die senkrechte Achse vermittelt, ist an ihrem oberen Theile mit einem Federkeil w versehen, der in der Nuth g der Büchse h geführt ist und bezweckt, dafs die
der Welle mitgetheilte Drehbewegung auf das Kugelgehäuse übertragen wird (siehe Querschnitt N-N).
Die Wirkungsweise der Anlage ist folgende: Das durch die Schwere der Gewichte η für gewöhnlich in gehobener Stellung befindliche Kugelgehäuse α wird vermittelst der Welle u in Drehung versetzt. Werden die Zuflufshähne 5 der Cylinder r mit einer Druckwasserleitung in Verbindung gebracht und geöffnet, so werden durch das einströmende Druckwasser die Kolben q in den Cylindern r und mit ihnen die durch die Stangen ρ verbundenen Gewichte η einporgetrieben. Da hierdurch der Schwerkraft der Gewichte naturgemäfs entgegen gewirkt wird, so beginnt sich das Kugelgehäuse, welches nun das Uebergewicht bekommt, nach Mafsgabe des Emporgehens der Kolben allmählich zu senken. Beim Oeffnen der Abfhifshähne t und Schliefsen der Zuflufshähne s entströmt den Cylindern r das Druckwasser und es beginnen sich die Kolben darin zn senken, was wiederum ein Emporgehen des Kugelgehäuses zur Folge hat.
Auf diese Weise wird durch abwechselndes Oeffnen und Schliefsen der Zu- und Ablaufhähne ein Heben und Senken des Kugelgehäuses hervorgerufen. Der Drehbewegung des letzteren wird hierbei keinerlei Hindernifs in den Weg gelegt, da die Nuth g der Büchse h beständig über dem federnden Keil w der Antriebswelle 11 entlang gleitet.
Denkt man sich ein Zuggestänge vom Zuflufshahn s bis in die senkrechte Bewegungsebene oberhalb des Gehäuses α und ein solches vom Abflufshahn t nach dem unteren Theile des Gehäuses reichend, so ist es leicht, durch das vom Druckwasser bewegte Gehäuse und dieses Zuggestänge jedesmal kurz vor Erreichung der höchsten oder tiefsten Stellung die Hähne selbstthätig zu öffnen und zu schliefsen, so dafs das Auf- und Absteigen des Gehäuses nur unter dem Einflufs des Druckwassers vor sich geht.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Panorama, gekennzeichnet durch ein auf der inneren und äufseren Fläche bemaltes, um die senkrechte Mittelachse drehbares und lothrecht auf- und abwärts bewegbares Kugelgehäuse, um welches herum und in dessen Innerem feststehende Sitze angeordnet sind.
    2, Panorama nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs das Gehäuse für die lothrechte Verschiebung durch Gewichte (n) ausbalancirt ist, welche durch an ihnen befindliche Kolben (q) mit Cylindern (r) in Verbindung stehen, in welchen sich der Wasserzuflufs und Abflufs selbsttätig so regelt, dafs ein Heben und Senken der Kolben herbeigeführt und. somit das Kugelgehäuse in senkrechter Richtung aufwärts oder abwärts bewegt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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