DE111118C - - Google Patents
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- DE111118C DE111118C DENDAT111118D DE111118DA DE111118C DE 111118 C DE111118 C DE 111118C DE NDAT111118 D DENDAT111118 D DE NDAT111118D DE 111118D A DE111118D A DE 111118DA DE 111118 C DE111118 C DE 111118C
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01F—MEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
- G01F15/00—Details of, or accessories for, apparatus of groups G01F1/00 - G01F13/00 insofar as such details or appliances are not adapted to particular types of such apparatus
- G01F15/06—Indicating or recording devices
- G01F15/065—Indicating or recording devices with transmission devices, e.g. mechanical
- G01F15/066—Indicating or recording devices with transmission devices, e.g. mechanical involving magnetic transmission devices
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- Physics & Mathematics (AREA)
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- General Physics & Mathematics (AREA)
- Magnetically Actuated Valves (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Der auf beiliegender Zeichnung in Fig. 1 in senkrechtem Schnitt, in Fig. 2, 3 und 4 in
wagerechten Schnitten nach K-K, J-J und H-H der Fig. 1 dargestellte Wassermesser mit magnetischem
Antrieb unterscheidet sich von anderen ähnlichen Messern, z. B. dem nach Patent 1224, namentlich dadurch, dafs bei
demselben: die Magnetachse und die Flügelradachse nicht in einem einzigen Stücke durchgeht,
vielmehr die Bewegung des Flügelrades auf den Magneten erst durch ein zwischengeschaltetes
Rädertriebwerk übertragen wird.
Hierdurch ist es ermöglicht, dafs einerseits die den verhältnifsmäfsig schweren Magneten
tragende Achse unabhängig vom Flügelrad im Gehäuse gelagert und getragen wird, also ein
sonst zum Tragen des Magneten nothwendiger Schwimmer, wie bei Patent 1224, in Wegfall
kommen, andererseits der Magnet mit weit geringerer Geschwindigkeit laufen kann als das
Flügelrad. Durch diese Neuanordnung wird der Wassermesser mit magnetischem Antrieb
überhaupt erst praktisch brauchbar, so dafs er wirklich zum stets richtigen und genauen
Messen des durchgehenden Wassers dienen kann.
Bei dem Patent 1224 nämlich ist der Magnet
mit dem Schwimmer C fest verbunden und rotirt mit ihm, indem er von dem durch einen
ringförmigen Raum aufsen daran vorbeifliefsenden Wasser mitgerissen und so in Umdrehung
versetzt wird. Letztere Art und Weise, die Bewegung des Wassers, auf den Mechanismus
zu. übertragen, indem lediglich, die Adhäsion des Wassers am Umfange des Schwimmers
letzteren; und den unmittelbar auf ihm befestigten schweren Magneten in Umdrehung
versetzt, ist ungünstig und unzuverlässig. Besser ist es daher, die Uebertragung der
Wasserbewegung auf den Mechanismus durch ein Flügelrad oder eine Turbine stattfinden zu
lassen, wie es bei der gezeichneten Construction geschieht. Statt dieser eigenartigen Construction
und Anordnung des Flügelrades kann jedoch auch jede beliebige geeignete Construction und
Anordnung des Triebrades Anwendung finden. Das Gehäuse besteht aus zwei Theilen, dem
unteren oder Fufs A und dem oberen oder Aufsatz. Im Fufs A, an welchen die Ein-
und Ablaufstutzen α und b anschliefsen, liegt im oberen Theil ein senkrechter Cylinder B,
aufsen v.on einer Wandung des Fufsstückes so umschlossen, dafs dazwischen der Ringkanal
K gebildet, wird, mit welchem der Innenraum des Cylinders B durch am Umfang
vertheilte Oeffnungen h nahe seinem Oberrande in Verbindung steht. Der Cylinder B
ist nach unten verschlossen durch die hutförmige Platte C, welche zugleich die Lagerung
für die Turbinenachse bildet. Der unterhalb dieser Platte C im Fufs A liegende
Raum steht mit dem Innenraum des Cylinders B durch am Umfang der Hutkappe vertheilte
Oeffnungen i in Verbindung. Das Wasser tritt also durch den Stutzen α in den unteren
Raum des Fufses A, geht durch die Oeffnungen i ringsum in den Innenraum des Cylinders B und gelangt aus letzterem durch die Oeffnungen
h ringsum in den Ringkanal KK, wodurch
es dem Auslauf B zugeführt wird. Die Schaufeln m des Flügelrades D passen genau
in den zwischen dem Cylinder B und der
Kappe und Krampe der Hutplatte C gebildeten Raum, während sie mit ihrem oberen Rande
an den radialen, oberhalb der Hutplatte C sich erstreckenden Armen befestigt sind, die
von der Achse η ausgehen. Letztere ruht bei I auf einem federnden Steinlager und geht oben
durch eine den Innenraum des Cylinders B bezw. den ganzen Fufs A abschliefsende Platte
hindurch, welche zugleich die untere Platte des zwischen Flügelrad- und Magnetachse eingeschalteten
besonderen Laufwerkes bildet. Letzteres liegt bereits in dem oberen Theile G des Gehäuses, und zwar nebst dem Magneten ο
eingeschlossen durch eine Kappe q, welche den Fufs A ringsum gut abdichtet und den
Wasserraum von dem Uhrwerk trennt und abschliefst.
Das Laufwerk E besteht aus einem Trieb auf der Flügelradachse η zwischen der unteren
Platte und dem in einem auf letzterer befestigten Böckchen gebildeten Zapfenlager der
Achse n, einer seitlichen, unten durch ein grofses Rad mit dem erwähnten Trieb in Verbindung
gesetzten und oben wieder einen Trieb tragenden besonderen Welle, sowie der mit letzterem Trieb durch ein grofses Zwischenrad
verbundenen Magnetachse p, die genau senkrecht über der Flügelradachse steht und
ihr unteres Zapfenlager oberhalb des oberen Zapfenlagers der Flügelradachse in demselben
hierfür angebrachten Böckchen findet, während ihr oberes Lager ebenso wie das der seitlichen
Welle in der oberen Platte angeordnet ist. Oberhalb der letzteren dreht sich also mit
seiner Achse der Magnet o, geht dabei mit seinen Enden an einer stark verdünnten Stelle
oben an der Kappe q inwendig vorbei, während aufsen die Anker 5 der Armatur t an
derselben Stelle vorbeigehen, so dafs die magnetische Kraft auf sie einwirken kann. Die
Armatur hängt, mittelst eines aufgeschobenen Klemmbüchschens u befestigt, an der ersten
Achse des Zeigerwerkes, welche durch den Trieb ν letzteres bewegt.
Das Zeigerwerk ruht, von der mit der durchsichtigen Platte jv versehenen Kapsel umschlossen,
auf einer die Armatur umschliefsenden Haube r, welche sich auf einem entsprechenden
Absatz am oberen Ende der Haube q stützt und auf letztere aufgeschraubt ist.
Als Magnet ist hier ein System von zwei mit ihren geschlossenen Enden oder den Nullpunkten
einander zugekehrten oder mit einander verbundenen Hufeisen- oder Gabelmagneten gedacht, wobei durch die Mitte oder den Nullpunkt
des ganzen Systems die Drehachse geht. Ob die beiden Hufeisenmagnete getrennt hergestellt
und in der Mitte, wo sie einander zugekehrt sind, leitend oder nichtleitend verbunden
sind, oder aber ob das ganze System, wie gezeichnet, aus einem einzigen Stück Stahl
hergestellt ist, so dafs der Magnet eine Doppelgabel bildet, ist gleichgültig.
Die Arbeitsweise des Apparates ist folgende:
Das bei den Oeffnungen i in den Innenraum des Cylinders B einströmende Wasser
stöfst gegen die Schaufeln m des Flügelrades D und treibt so letzteres und dessen Achse um.
Von dieser wird durch das Vorgelege - Laufwerk E die Achse des Magnetsystems 0 in
gegenüber dem Flügelrade bedeutend verlangsamte Umdrehung versetzt; bei letzterer wird
nun durch die Anker s, welche bestrebt sind, ihre Stellung vor den Magnetenden einzuhalten
, die Armatur t mitgenommen; diese überträgt ihre Bewegung durch ihre Achse und
das Triebchen ν auf das Zeigerwerk.
Dadurch, dafs der Magnet nicht unmittelbar an dem Flügelrad oder an dessen Drehachse
befestigt ist, sondern erst durch Uebertragung vermittelst des besonderen Laufwerkes E in
Umdrehung versetzt wird, derart, dafs er eine bedeutend (etwa im Verhältnifs 1:10) geringere
Tourenzahl erhält als das Flügelrad, wird nach Ansicht des Erfinders Folgendes erreicht:
ι. Etwaige Fehler, z. B. durch Weiterlaufen des Flügelrades nach Hahnabschlufs, treten nur
im Verhältnifs verringert bei dem Magneten auf, verschwinden also fast beim Anzeigen.
2. Ein Weiterlaufen der Armatur bei stillstehendem Flügelrad und Magneten, wie es bei
der Einrichtung nach Patent 1224 infolge der grofsen Umdrehungszahl und lebendigen Kraft
der Armatur eintreten inufs, wird infolge der geringen Geschwindigkeit und entsprechend
geringen lebendigen Kraft der Armatur vermieden.
3. Die Armatur wird thatsächlich sofort von dem langsam sich in Bewegung setzenden
Magneten mitgenommen, auch wenn plötzlich der Ausflufs ganz weit geöffnet würde, so dafs
das Flügelrad bezw. der Schwimmer in schnellste Rotation geräth.
4. Das Flügelrad an und für sich bleibt leichter und unabhängiger von dem Magneten,
als wenn dieser unmittelbar oben darauf befestigt wäre, was namentlich für die Einleitung
der Bewegung des Rades wichtig ist, da das leichte und unabhängige Rad selbst auch beim
geringsten Wasserausflufs zu rotiren anfängt und, wenn eben in Bewegung, gesetzt, leichter
den Widerstand des Rädertriebwerkes und des Magneten überwindet, als wenn dies sofort im
allerersten Augenblick der Bewegung geschehen müfste.
Da, wie oben beschrieben ist, die Wandstärke der den Magneten enthaltenden Haube q
in ihrem oberen, zwischen den Magnetenden und den Ankern s liegenden Ring mit Rücksicht
auf wirksame Anziehung der Anker durch den Magneten möglichst dünn gemacht wird,
so befindet sich hier an dem Gehäuse eine
äufserst schwache Stelle, welche bei zu hohem Innendruck, wie er bei plötzlichem Hahnschlufs
infolge weiteren Zuströmens des Wassers aus dem Auslauf b leicht eintritt, zerspringen oder
reifsen könnte und dann den Wasserzutritt zum Zeigerwerk ermöglichte. Um diesem Uebelstande
vorzubeugen, ist es rathsam, vor dem Auslauf b ein Rückschlagventil anzubringen,
wie es auf der Zeichnung durch die Kugel c dargestellt ist. Natürlich würde auch jedes
andere Ventil, also eine Klappe oder dergl., genügen; die Kugel ist jedoch deshalb vorzuziehen,
weil sie unmittelbar und sofort sicher wirkt, ohne erst zu drosseln, wie es bei
anderen Ventilen eintreten würde.
An dem Flügelradgehäuse kann noch eine selbsttätige Regelungsvorrichtung für den
Messer angebracht sein; dieselbe besteht z. B. aus der Einlafsklappe d, dem unter dem Druck
der Feder g stehenden Stift / und dem Nebenkanal i für den durch den Stift f nach Bedarf
gestatteten Zutritt von Hemm wasser, welches auf die Flügelradschaufeln m wirkt.
Oben in dem Aufsatz oder Schutzgehäuse G befindet sich ein aufklappbarer, um O1 mittelst
Griffes C1 drehbarer Deckel a15 um die Zeigerstellung
beobachten zu können.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Wassermesser mit magnetischem Antrieb, dadurch gekennzeichnet, dafs der durch ein Flügelrad bezw. eine Turbine (D) bewegte Magnet (o) mit letzterem nicht unmittelbar verbunden ist oder auf ein und derselben Achse sitzt, sondern seine besondere, senkrecht über der Flügelradachse (η) gelagerte Achse (p) besitzt, welche von der Flügelradachse aus durch, ein Vorgelege-Laufwerk (E) so in Umdrehung versetzt wird, dafs sie bedeutend geringere Tourenzahlen macht als das Flügelrad, um so ein leichteres Anlaufen des letzteren, ein jeder zeitiges Mitnehmen der Armatur durch den Magneten und ein sofortiges Stillstehen der Armatur mit letzterem und dem Flügelrad beim Aufhören des Wasserausflusses zu gewährleisten.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE111118C true DE111118C (de) |
Family
ID=380880
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT111118D Active DE111118C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE111118C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0212000A1 (de) * | 1985-08-13 | 1987-03-04 | Kimmon Manufacturing Co., Ltd. | Flüssigkeitszähler |
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- DE DENDAT111118D patent/DE111118C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0212000A1 (de) * | 1985-08-13 | 1987-03-04 | Kimmon Manufacturing Co., Ltd. | Flüssigkeitszähler |
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