DE13661C - Neuerungen an Drahlzügen - Google Patents

Neuerungen an Drahlzügen

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DE13661C
DE13661C DENDAT13661D DE13661DA DE13661C DE 13661 C DE13661 C DE 13661C DE NDAT13661 D DENDAT13661 D DE NDAT13661D DE 13661D A DE13661D A DE 13661DA DE 13661 C DE13661 C DE 13661C
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CH. H.'MORGAN in Worcester (Nordamerika)
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    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21CMANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
    • B21C47/00Winding-up, coiling or winding-off metal wire, metal band or other flexible metal material characterised by features relevant to metal processing only
    • B21C47/24Transferring coils to or from winding apparatus or to or from operative position therein; Preventing uncoiling during transfer
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    • B21C47/02Winding-up or coiling
    • B21C47/04Winding-up or coiling on or in reels or drums, without using a moving guide
    • B21C47/045Winding-up or coiling on or in reels or drums, without using a moving guide in rotating drums

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Unwinding Of Filamentary Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Diese Erfindung besteht in der Construction eines Drahtzuges, mittelst dessen starker Draht von den Walzen eines continuirlichen oder anderen Walzwerks aufgenommen, auf einen der Haspel der Maschine geleitet und dort vermittelst einer continuirlichen und automatischen Vorrichtung aufgewickelt werden kann, ohne den Apparat anzuhalten.
Ist der eine Haspel voll, so kann der Draht auf einen zweiten Haspel geleitet werden. Dieser Haspel oder diese Haspeln rotiren nämlich mit einer Geschwindigkeit, welche gerade genügt, den Draht nach dem Passiren der Walzen aufzuwickeln; oder die Zuführungsrohre zum Ableiten des Drahtes von den Walzen nach den Haspeln können drehbar und die Haspeln oder Behälter feststehend angeordnet werden.
Die Erfindung besteht ferner in der Hebe- und Transportvorrichtung, vermittelst welcher der aufgewickelte Draht von den Haspeln oder aus. den Behältern der Maschine, während der Draht noch heifs ist, herunter- bezw. herausgenommen und auf einen Karren, Wagen oder einen anderen zur Aufnahme desselben bestimmten Behälter befördert werden kann.
Fig. ι ist ein Grundrifs des in Fig. 2 im Aufrifs dargestellten Apparates.
Fig. 3 stellt einen Längsschnitt dar.
Fig. 4 ist ein Grundrifs der automatischen Führung, um den Draht abwechselnd von einem Haspel nach dem anderen zu leiten.
Fig. ,5 stellt einen Längsschnitt der in Fig. 4 dargestellten Führung dar. Fig. 6 ist ein Grundrifs zweier automatischer Haspeln und eines Karrens oder Wagens mit Drahtbunden beladen.
Fig. 7 stellt einen Aufrifs der in Fig. 6 gezeigten Theile dar.
Fig. 8 zeigt, wie mittelst der Hebe- und Tragvorrichtung, eine Rolle Draht auf einen Karren oder Wagen geladen wird.
Fig. 9 stellt einen Verticalschnitt durch einen der Haspeln dar, sowie auch die darüber liegende Hebe- und Tragvorrichtung.
Fig. 10 stellt im Grundrifs eine der Modificationen dar, welche an der Speise- oder Führungsvorrichtung angebracht werden kann.
Die Fig. 11 bis 15 stellen in vergröfsertem Mafsstabe verschiedene Theile des Apparates dar.
Fig. 16 stellt ebenfalls in vergröfsertem Mafsstabe einen Verticalschnitt eines Theiles der in Fig. 8 und 9 dargestellten Hebe- und Trag- Vorrichtung dar.
Die Fig. 17, 18 und 19 stellen in Oberansicht, Horizontalschnitt nach A-B in Fig. 18 und Längsschnitt einen Apparat für feststehende Haspelbehälter und rotirende Speiserohre dar.
Fig. 20 bis 23 stellen eine Modification des Apparates dar, bei welcher der äufsere Kreis der Haspelspeichen entbehrt werden kann.
Der in den Fig. 1, 2 und 3 dargestellte Apparat wird auf passenden Fundamenten errichtet. Das Gestell E und der Rahmen D tragen die Lager der mit Furchen versehenen Walzen F F eines continuirlichen Walzwerks für starken Draht. Diese Walzen werden auf übliche Weise ■ getrieben. Der von den Walzen F kommende Draht läuft durch ein kurzes, adjustirbares Leitrohr d und von da in und durch eine der adjustirbaren Führungsröhren Q Q. Hierdurch wird der Draht auf den betreffenden Haspel K zwischen die Speichen K2 K3 be-
fördert, welche den Draht fassen, wenn er aus dem Führungsrohr austritt. Dies adjustirbare Leitrohr d ist mit dem Theil e verbunden, welcher in einer an den Seiten der Lager EE befestigten geschlitzten Stange hin- und hergleitet und vermittelst einer Stellmutter g nach der Adjustirung festgehalten werden kann. Diese Adjustirung hat den Zweck, das Rohr d in eine Linie mit einer der Furchen auf den Walzen F zu bringen.
Die äufseren Enden der Röhren Q Q liegen in den Lagern R R, welche auf den am Gestell D befestigten Trägern Ji1Ji1 ruhen und sich auf denselben drehen.
Die Röhren gehen durch die Lager R R und ragen bis oberhalb des äufseren Kreises der Speichen K2 und werden dann so nach unten gebogen, dafs sie den Draht zwischen die Speichenkränze K2 und Kz führen.
Es ist zweckmäfsig, die gebogenen Theile der Röhren bei η η mit Scharnieren zu versehen, damit ihre äufseren Enden nach oben gedreht werden können, wenn ein fertiges Bund von dem Haspel entfernt wird.
Die inneren Enden der Röhren Q Q sind auf einem Gleitstück i befestigt, welches vor- und rückwärts in einer mit einer Nuth versehenen Schiene k geschoben werden kann.
Das Gleitstück i wird vermittelst eines mit Gelenkstück mit demselben wie auch mit dem Rahmen D bei m verbundenen Winkelhebels S3 bewegt, um jede der Leitröhren Q in Anschlufs mit der kurzen, adjustirbaren Röhre d zu bringen.
Die Rohre Q Q sollten nur lose in den Lagern R R ruhen, um den Theilen freie Endbewegung zu gestatten, wenn die Innenenden von einer Seite nach der anderen bewegt werden. Man kann Anschläge am Gleitstücke i befestigen, um das letztere im richtigen Augenblicke anzuhalten, wenn man die Richtung des Drahtes von dem einen Haspel auf den anderen wechselt.
Bei dieser Construction braucht der Arbeiter den mit Gelenk versehenen Winkelhebel .S3 nur umzusteuern, um das zweite Leitrohr in die geeignete Lage zu bringen, den Draht aufzunehmen und dem zweiten Haspel zuzuführen, auf welchen derselbe aufgewickelt wird. Während dieses Aufwickeins kann das vorher gebildete Bund durch die Hebevorrichtung entfernt werden, so dafs der erste Haspel wieder in den Stand gesetzt wird, den Draht aufzuwickeln und Zeitverlust vermieden wird.
Sollte es wünschenswerth sein, eins dieser Rohre Q fortzulassen, so ist es zweckmäfsig, ein einfaches Leitrohr, wie in Fig. io dargestellt, einzurichten. In diesem Falle wird das Rohr T1 mit einem Kugelgelenk E% versehen, so dafs dasselbe von einem Haspel zum anderen vermittelst der Kurbelwelle V gedreht werden kann, welche bei V1 V2 gelagert und am äufseren Ende mit einem geeigneten Griffe versehen ist.
Will man den Draht abwechselnd automatisch von dem einen Haspel auf den anderen leiten, so kann man die in Fig. 4 und 5 dargestellte Führung vortheilhaft anwenden, indem dieselbe an Stelle des Rohres d, Fig. 1, tritt. Diese Führung ist mit einem birnenförmigen Theil b versehen, der an einem Zapfen bei c befestigt ist und zeitweilig durch Wirkung der Feder h auf dem Stift / in seiner Lage gehalten wird. Dieser Stift j ist mit einer konischen oder abgerundeten Spitze versehen, welche in einer der zu ihrer Aufnahme bestimmten beiden Vertiefungen im Theil b ruht. Steht der Theil b z. B. in der durch die punktirte Linie in Fig. 4 dargestellten Lage, so geht ein starker Draht m von den Walzen in die Führung, in der durch den Pfeil angedeuteten Richtung und schlägt auf die hervorspringende Spitze/ mit genügender Kraft, um die Wirkung der Feder h zu überwinden, den Stift j aus seiner Lage herauszuheben und das Stück b in die durch die vollen Linien angedeutete Lage zu bringen.
Der Stift j wird durch die Feder h in die zweite Vertiefung im Theil b gedrängt, welchen er eine Zeit lang in der dargestellten Lage hält, und läfst den Draht m auf den Haspel übergehen. Der nächste, die Führung erreichende Draht wird nothwendigerweise auf die entgegengesetzte Seite des Theiles b gelangen und auf den Vorsprung px schlagen, wenn die Operation wiederholt wird, indem der zweite Draht in die zum zweiten Hebel führende Röhre geleitet wird.
Anstatt den Draht auf den Haspel zu leiten, kann man ihn folgendermafsen auf denselben übertragen:
Q2 Q"3, Fig. 7, sind zwei sich in den hohlen Haspelwellen L L bewegende senkrechte Wellen. Auf den unteren Enden der Wellen Q2 Q2 sitzen die konischen Frictionsscheiben R2 R'1, deren konische Flächen c1 c1 zu den unteren Seiten der Frictionsgetriebe JJ Fig. 7, passen. Der Zweck dieser Einrichtung ist, den Wellen Q2 Q2 dieselbe Rotationsgeschwindigkeit (wenn die Scheiben R2 R2 mit den Frictionsgetrieben JJ in Berührung stehen) wie die der Wellen LL, in welchen sie sich drehen, mitzutheilen, wodurch die Arme S, welche sich auf den oberen Enden der Wellen Q2 Q2 befinden, und die Haspeln K in Drehung versetzt werden. Die äufseren Enden S1 S1 der Arme ,S 61 sind nach unten gebogen und so construirt, dafs sie die Enden der Drähte erfassen und festhalten, sobald dieselben von den Walzen aus durch die Leitröhren T heraustreten. Die Anordnung und Construction dieser Vorrichtung, Fig. 13, 14 und 15, ist die folgende:
In dem Schlitz d1 am Ende von .S1 befindet sich bei e2 auf dem Bolzen e1 eine mit einem
abgerundeten Ende g} versehene Frictions1 klammer /, welche auf einer Seite mit einer Nuth versehen ist, wie bei hx dargestellt.
Eine entsprechende Nuth P befindet sich im Theile k*, welcher vermittelst der Bolzen k1 und der Muttern k2 und ks an dem Ende 51 befestigt ist. Der Theil /£4 ist rückwärts verlängert, um einen Anschlag / zu bilden, gegen welchen der Draht beim Heraustreten aus der Leitröhre T schlägt. Dieser Draht wird vermittelst der Frictionsklammer/und des Theiles kl festgehalten, wie in Fig. 14 dargestellt.
DerBolzen η bestimmt den Hub der Klammer/, indem er gegen den gebogenen Theil 0 derselben schlägt.
Die Vorrichtung .S1 kann auf verschiedene Drahtstärken eingestellt werden und zwar vermittelst der Mutter k2 und einer Scheibe p%, die zwischen die Theile S1 und /£4, wie dargestellt, eingefügt ist, indem das Ganze durch die Gegenmuttern Pk3 in fester Stellung gehalten wird.
Wenn der Haspel K sich aufser Thätigkeit befindet, wird der. Arm S nach der Vorderseite der Walzen herumgedreht, wie in Fig. 7 dargestellt, um den nächsten Draht aus der Röhre T aufzunehmen, Fig. 6, 7 und 9. Dieser Arm wird eine Zeit lang in dieser Lage vermittelst eines Flantsches s, Fig. 11, auf der Nabe Ji1 einer der Scheiben Ji2 festgehalten, indem er sich gegen die untere Seite eines Schneppers t anlegt.
Nachdem der Haspel sich in Bewegung gesetzt, gelangt der erste, von den Walzen kommende Draht unterhalb der Vorrichtung f, schlägt auf den Theil / und drückt den Arm 61 nach vorn. Hierdurch wird der Welle Q2 eine Theildrehung mitgetheilt und der Flantsch s infolge dessen von dem Schnepper t befreit.
Der bei q sich drehende Hebel U, auf welchem die Welle ζ?2 ruht, drückt die Frictionsscheibe Ji2 gegen das Getriebe J1 infolge dessen der Arm £ und der Haspel K zusammen rotiren werden; hierdurch wird der Draht um die Speichen des Haspels gewickelt. Wird eine der Wellen ζ)2 und Arme S gebremst und zum Stehen gebracht, so wird der Haspel K ebenfalls angehalten dadurch, dafs die Scheibe R2 in Berührung mit dem Getriebe J kommt. So werden durch eine Operation sowohl der Haspel K als der Arm S angehalten. Damit nur wenig Druck erforderlich ist, um den Flantsch ί aus dem Schnepper t zu verdrängen, ist letzterer um ein Geringes nach obenhin abgeschrägt und zwar in der Richtung, nach welcher sich der Arm und der Haspel drehen.
Um diese.Operation noch ferner zu erleichtern, ist der Flantsch ί mit einem kleinen Rade u versehen, Fig. 11. In den Zeichnungen ist der Arm S, Fig. 9, nachdem derselbe die erste Vierteldrehung vollendet hat, in punktirten Linien dargestellt, während der Arm S an der rechten Seite der Fig. 7 nach vollendeter Halbumdrehung dargestellt ist.
Die Arme S sind mit Gelenken versehen, damit S1 nach oben gedreht werden kann, wenn ein Bund Draht von dem Haspel entfernt werden soll, Fig. 7.
Die Arme ,S können durch die Anwendung der Leitrohre T1, Fig. 10, bedeutend verkürzt werden.
In den Fig. 2 und 3 stellt G die Hauptriemscheibe der Maschine dar, welche auf einer Welle H befestigt ist. Diese Welle H dreht sich in passenden, an der Unterlagsplatte befestigten Lagern Hi H1. Nahe an jedem Ende der Welle H sind Frictionsräder // befestigt, welche auf die Frictionsscheiben JJ wirken, um die Haspeln KK durch die Wellen L L zu drehen, auf welchen die Haspeln und Räder befestigt sind. Die Wellen L L sind so eingerichtet, dafs sie auf- und abbewegt werden können und sich in Lagern im Gestell drehen. Ungefähr in der Mitte zwischen den Rädern JJ und den Haspeln KK sitzen auf den Wellen L L die Frictionsbremsen MN, Fig. 2, 7 und 9, vermittelst deren die Haspeln sehr schnell zum Stillstand gebracht werden können, wenn ein fertiges Bund entfernt werden soll.
Die Bremsen werden vermittelst gabelförmiger Hebel O O in Thätigkeit gesetzt, welche bei a a auf geeigneten Trägern in Zapfenlagern ruhen und an den inneren' Enden durch Scharniere mit den Ringen PP verbunden sind. Diese Ringe PP sitzen lose auf den Wellen L L zwischen den Naben der Frictionsbremsen MN und dem oberen Theil des Gestelles.
Es ist ersichtlich, dafs, sobald das äufsere Ende des Gabelhebels O nach unten gedrückt wird, der Ring gegen die untere Seite der Nabe der Bremse M geprefst wird. Hierdurch wird das Frictionsrad J von dem Rade / entfernt, Fig. 7, und die obere konische Fläche von M in Berührung mit der entsprechenden schrägen Fläche N des Gestelles gebracht. Der Haspel K wird hierdurch sofort gebremst, während der andere Haspel noch in Drehung verbleibt, so dafs der Draht sofort auf diesen geleitet werden kann.
Die Drehungsgeschwindigkeit der Haspel KK kann durch einfaches Wechseln der Stellungen der Frictionsräder // auf der Welle H abgeändert werden. Die Haspeln werden durch geeignete Getriebe gedreht.
Fig. 7 und 9 zeigen die Haspeln, wie solche durch konische Reibungsgetriebe getrieben werden, welche so wirken, wie vorher in Bezug auf die Fig. 2 und 3 beschriehen. Von den dargestellten zwei Haspeln ist immer nur einer in Bewegung. Von dem zweiten wird, während der erstere rotirt, der aufgewundene Draht entfernt. Die Haspeln werden vorzugsweise so
angeordnet, dafs sie sich in der Horizontalebene drehen, weil ihr Gewicht und das Gewicht der Welle ausreichen, um das vortheilhafte Wirken der Frictionsgetriebe zu sichern.
Wird es jedoch für nothwendig befunden, den Haspel so zu stellen, dafs er sich nicht in der Horizontalebene dreht, so wende ich die in den Fig. 20 bis 23 gezeigten Anordnungen an.
In diesem Falle dreht sich die Triebwelle L in einem im Gestell hergestellten Fufslager G1 und wird durch die konischen Triebräder F1F1 von der Hauptriemscheibe B aus getrieben.
Diese Riemscheibe wird durch einen losen Riemen getrieben, welcher durch die von dem bei H^ angebrachten Hebel bewegte Scheibe Ä straffgezogen werden kann. C1 ist eine aus mit Leder oder anderem passenden Material gefüttertem Eisenblech hergestellte Bremse, Fig. 20.
Das eine Ende wird durch die Metallstücke E"1 F2 an dem Bolzen O1 befestigt, während das andere Ende bei .S2 an dem Hebel D befestigt wird.
X, Fig. 21, ist die Bremsscheibe, über welche C1 läuft. Es ist ersichtlich, dafs, sobald der Hebel D in der durch die Pfeile angegebenen Richtung bewegt wird, der Riemen durch die Scheibe A straffgezogen und der Haspel in Drehung versetzt wird. Wird der Hebel D nach der entgegengesetzten Richtung bewegt, so wird der Riemen gelöst und bei fortgesetzter Bewegung des Hebels die Bremse C1 mit der Scheibe X in Berührung gebracht. Auf diese Weise kann der Haspel augenblicklich zum Stillstand gebracht werden. Wird den Haspeln eine winklige Stellung gegeben, so kommen die äufseren Speichen in Wegfall, und es wird der Haspel statt dessen mit einem nach innen gekrümmten Flantsch oder Rand versehen, wie solcher bei U1, Fig. 23, im Querschnitt dargestellt ist.
Der von den Walzen gelieferte, durch die Rohre T geleitete Draht geht unter den Rand U und bleibt in dieser Stellung, bis der Rest des Drahtes auf die Speichen des Haspels gewickelt wird. Diese Anordnung kann man auch bei Haspeln anwenden, welche sich in der Horizontalebene drehen. Fig. 17 bis 19 zeigen die Vorrichtungen, um den Draht in einem feststehenden Kübel, Gefäfs oder anderem Behälter selbstthätig aufzuwickeln. Der Draht wird in diesem Falle von den Walzen F durch das feststehende, gekrümmte Speiserohr Tm und durch das drehbare, schlangenartige Führungsrohr V3 geleitet und auf den Haspel K in dem Behälter Ss gewickelt. Der Behälter £5 ist, auf einem Wagen angebracht, dargestellt.
Der Haspel K ist oben mit einem Ringe oder Haken, wodurch derselbe gehoben werden kann, und unten mit einem hervorstehenden Flantsch oder einer Grundplatte versehen, um zu verhindern, dafs der aufgewickelte Draht beim Heben des Haspels abfallen kann. Nachdem der Behälter mit einer Reihe solcher gewickelten Bunde versehen ist, wird der Haspel K durch einen Kran oder eine andere Hebevorrichtung herausgehoben und ein leerer Kern oder Haspel eingesetzt.
Während dieser Operation kann ein zweiter Behälter auf demselben Wagen gefüllt werden, um Zeit zu ersparen.
Durch dieses System des Aufwickeins einer Anzahl Bunde in einem verschlossenen Behälter wird der Draht am Oxydiren verhindert. Ein anderer Vortheil besteht darin, dafs der Draht der abkühlenden Wirkung der Luft weniger ausgesetzt wird, so dafs bedeutend weniger Ausglühen nothwendig ist. Um die Oxydation noch ferner zu verhindern, wird eine Platte oder ein Deckel 6>2 so angeordnet, dafs derselbe unmittelbar über dem aufgewickelten Bund zu stehen kommt. Dieser Deckel verhindert nicht allein die Oxydation, sondern auch, dafs der Draht verwickelt wird. Der Deckel O2 ist so angeordnet, dafs er sich mit dem Führungsrohr Vs dreht, dessen unteres Ende mit dem Deckel verbunden ist. Die unteren Enden der radialen Arme Ji5 if5 _ff5 dienen als Stützen und werden am Deckel befestigt. Die oberen Enden dieser drei radialen Arme, sowie das Rohr Vz, werden mit der Nabe des Kegelrades P3 verbunden. Dieses Rad dreht sich in den durch die Arme Q$ Q3 Q3 Qz gebildeten Lagern.
Das Rohr V3 ragt durch die Nabe hindurch, um die Verbindung mit dem feststehenden, gekrümmten Führungsrohr T herzustellen. Das Rohr T kann durch passende Verbindungen mit den Lagern E1 in seiner Stellung gehalten werden, während die radialen Arme i?5 i?5 i?5 an dem unteren Theil der Nabe befestigt sind. Die Triebkraft wird auf das Getriebe P% übertragen, wodurch das Führungsrohr Vz durch einen zweiten Trieb Ms auf der Welle JV3 gedreht wird. Der Trieb M3 wird durch die Scheiben W5 und X5, welche in directer Verbindung mit den Walzen stehen, bewegt, so dafs das Führungsrohr V3 mit genügender Geschwindigkeit gedreht wird, um den Draht beim Verlassen der Walzen aufzuwickeln. Der Zweck der schlangenartigen Gestalt des Rohres V3 ist, so wenig Reibung zwischen Draht und Rohr wie möglich zu erzeugen. Der Deckel O2 wird während des Drehens durch kleine Frictionsräder q3 q3 q3 qz am Oscilliren verhindert. Diese Frictionsräder q3 sind in den Armen Q3 angebracht und drücken auf die Peripherie des Deckels 0\
Fig. 7 zeigt in punktirten Linien die Stellung der Arme der Hebevorrichtung oberhalb des Haspels, wenn solche angewendet wird, um die Drahtbunde von dem Haspel zu entfernen. Diese Vorrichtung ist in den Fig. 8, 9 und 16 deutlich dargestellt. Diese Vorrichtung wird
durch hydraulische oder andere geeignete Kraft betrieben. Die Schiene JV1, auf welcher das Rad W2 läuft, wird durch zwei Träger W3 und Wi gehalten. Die Construction, Anordnung und Operation der Vorrichtung ist wie folgt: Ein Cylinder Vi hängt durch ein passendes Glied auf der Axe des Rades JV2, der Cylinder Vi ist mit Kolben w und Kolbenstange w1 versehen und wird durch ein biegsames Rohr mit Druckwasser gespeist. Der untere oder der den Band haltende Theil der Vorrichtung hängt von dem unteren, mit Haken versehenen Ende der Kolbenstange herab und wird im Verein mit den anderen Theilen der Vorrichtung auf folgende Weise bewegt:
Drei gebogene Arme x1 werden bei x2 durch Scharniere mit dem Obertheiljy verbunden. Der Theil y. ragt nach oben hervor, um eine Nabe oder Lager y1 zu bilden. Die oberen Enden der Arme x1 sind bei x3 durch Scharnier mit Gelenkstücken y2 verbunden, welche an deren entgegengesetzten Enden bei xf mit dem Theil jy3 scharnierartig verbunden sind. Der Theil y3 ist von gleicher Gestalt wie y. Im Theil ys ist das obere Ende einer viereckigen Stange y4 befestigt, Fig. 16, deren untere Hälfte mit Zähnen versehen ist. ' Diese Zahnstange steht mit den Zähnen' y7 eines Triebes ζ in Eingriff. Der Trieb ζ sitzt auf der belasteten Spindel y1, welche an dem einen Ende mit einem Griff z2 und an dem anderen Ende mit einem Gegengewicht zs versehen ist. Jede seitliche Bewegung des Triebes ζ wird durch passende Ringe oder Stellmuttern verhindert. Um einen Bund Draht von den Haspeln zu entfernen, wird die Vorrichtung niedergelassen, bis die Arme in der durch die punktirten Linien in Fig. 7 gezeigten Stellung stehen.
Der Griff z2 wird nun gedreht und dem Trieb ζ eine Drehung mitgetheilt, so dafs sich derselbe nach unten auf der Zahnstange jy4 bewegt und die Arme x1, welche unter den Drahtbund fassen, aus einander spreizt. Nun wird der Kolben ~w nach oben getrieben, die Vorrichtung nebst Belastung gehoben und bis über einen Wagen, Fig. 8, geführt. Alsdann wird die Vorrichtimg niedergelassen, der Griff z2 in umgekehrter Richtung gedreht und die Arme χ 1^ wieder eingezogen, so dafs der Bund herabfallen kann.
Die Arme χ1 können in der entgegengesetzten Richtung gekrümmt werden, so dafs sie den Drahtbund von aufsen fassen. Soll die Hebevorrichtung in Verbindung mit dem feststehenden Behälter S5, Fig. 18, angewendet werden, so mufs der innere Kern oder Haspel K weggelassen oder feststehende Speichen dafür eingesetzt werden.

Claims (8)

Patent-Ansprüche:
1. Die Anordnung der beweglichen Führungsrohre Q Q, Leitrohre d und Hebel S3, um den Draht von den Walzen FF nach den Haspeln KK zu leiten, Fig. i, 2 und 3.
2. Die Auswechselvorrichtung oder Weiche, Fig. 4 und 5, so angeordnet, dafs der Draht selbstthätig und abwechselnd auf den einen und anderen Haspel gewickelt wird.
3. Die Anordnung der mit Kugelgelenk versehenen Führungsrohre T1 T1 und der Kurbelwelle V an einer Drahtzieh- und Haspelvorrichtung, Fig. 10.
4. Die Anwendung des Leitrohres T, in Verbindung mit dem beweglichen, schlangenartigen Führungsrohr V3, dem geschlossenen Behälter S\ den Armen Ji\ dem Deckel O2, dem Triebe M3, dem Rade F3 und dem Haspel K, Fig. 17, 18 und 19, eines Drahtzieh- und Haspelapparates.
5. Der mit Gelenk versehene gebogene Arm £ S1 mit Klemmvorrichtung, bestehend aus dem Zapfen e1, Bolzen n, gebogenen Theil 0, der Frictionsklaue f, den Nuthen hl und i2 und dem Theil k*, in Verbindung mit den Führungen QTT1 oder b, der Welle Q2, Nabe Ji1, dem Flantsche ί und Schnepper t, Fig. 7 und 11 bis 15, eines Drahtzieh- und Haspelapparates.
6. Die Bremsvorrichtung MN, um beide Wellen L Q2 mit einem male zu bremsen, in Combination mit dem Haspel K, dem Arm SS1, der Scheibe Ji2, Nabe Ji1, den Frictionsgetrieben IJ und Hebeln U und O eines Drahtzieh- und Haspelapparates, Fig. 2, 3, 7 und 11.
7. Die Hebe- und Tragevorrichtung (Zange), bestehend aus den mit Gelenken versehenen gebogenen Armen X1X1, den Verbindungsstücken y2, der Zahnstange y\ dem Trieb z, der Spindel z1, Griff z2, Gegengewicht z3, Bahn JV1, Träger W3 und Tragräder W2 y in Verbindung mit einem Drahtzieh- und Haspelapparat.
8.. Die Anordnung der Haspeln K mit zwei Speichenreihen K"* K3 oder mit Flantsch U in Verbindung mit der Bremse MN, Fig. 2, 3, 7 und 9, oder die Brems- und Ausrückvorrichtung, Fig. 20 und 23, bestehend aus den Scheiben A B, Bremse C1 mit Scheibe x, dem Fufslager G1, den Hebeln D und H2 eines Drahtzieh- und Haspelapparates.
Hierzu 8 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE976938C (de) * 1951-04-05 1964-08-20 Siemag Siegener Maschb Ges Mit Drahthaspel mit ortsfester Wickelstelle
US5275034A (en) * 1991-10-15 1994-01-04 M.E.P. Macchine Elettroniche Piegatrici Spa Multipurpose device for rolls of round bars of reinforced concrete

Cited By (2)

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DE976938C (de) * 1951-04-05 1964-08-20 Siemag Siegener Maschb Ges Mit Drahthaspel mit ortsfester Wickelstelle
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