DE134342C - - Google Patents
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- DE134342C DE134342C DENDAT134342D DE134342DA DE134342C DE 134342 C DE134342 C DE 134342C DE NDAT134342 D DENDAT134342 D DE NDAT134342D DE 134342D A DE134342D A DE 134342DA DE 134342 C DE134342 C DE 134342C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B11/00—Pressing molten glass or performed glass reheated to equivalent low viscosity without blowing
- C03B11/06—Construction of plunger or mould
- C03B11/08—Construction of plunger or mould for making solid articles, e.g. lenses
Landscapes
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- Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)
- Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT,
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung
bildet ein Verfahren und die Vorrichtung, Linsen, Laternenglaser, Spiegel u. dgl. durch
Pressen aus flüssiger Glasmasse mit fehlerfreien, des Nachschleifens nicht bedürftigen
Oberflächen dadurch herzustellen, dafs flüssige Glasmasse an der Pfeife hängend in überschüssiger
Menge zwischen die Formen oder Stempel einer Presse eingebracht wird, so dafs die durch das Abschneiden der Glasmasse von
der Pfeife entstehende Schnittfläche von vornherein aufserhalb der Form zu liegen kommt.
Bei dem nun folgenden Pressen wird die überschüssige Glasmasse durch den Zwischenraum
zwischen den sich nicht berührenden Formen oder Stempeln wieder herausgedrängt,
um von einem Ringmesser abgeschnitten zu werden, zu dem Zweck, auf den Flächen der
geprefsten Gegenstände jegliche Schnittnarben zu vermeiden.
Bei dem ältesten, zur Herstellung derartiger Gegenstände durch Pressen gebräuchlichen Verfahren,
bei welchem nur die erforderliche Glasmenge in die beim Pressen sich dicht schliefsende
Form eingebracht und beim Beginn des Prefsvorganges von der Pfeife abgeschnitten wird,
kommt diese Schnittfläche innerhalb der Form zu liegen, so dafs sie bei dem nun folgenden
Prefsvorgange zerdrückt wird, ohne jedoch zu verschwinden, während diese von der Pfeife
herrührende Narbe bei dem geschützten Verfahren aufserhalb der Prcfsfläche zu liegen
kommt und daher mit dem überflüssigen Glas durch das an der oberen Formhälfte angeordnete
Ringmesser abgeschnitten wird.
Bei der in der amerikanischen Patentschrift 135292 beschriebenen Vorrichtung zur Herstellung
geprefster Glasgegensfände wird zwar auch die Glasmasse im Ueberschufs in die untere Formhälfte gebracht, so dafs die durch
das Abschneiden der Glasmasse von der Pfeife herrührende Schnittfläche aufserhalb der Form
zu liegen kommt, doch erfolgt hier das Abschneiden der überschüssigen Glasmasse durch
die sich schliefsende Form selbst stets vor dem Pressen bezw. während desselben, so dafs die
hierdurch entstehende Schnittnarbe in dem geprefsten Glas breit gedrückt wird. Demgegenüber tritt bei der vorliegenden Erfindung das
Ringmesser ersi - nach dem Prefsvorgange in
Wirksamkeit und bezweckt lediglich, die zwischen den sich nicht berührenden Formhälften
während des Prefsvorganges herausgetretene überschüssige Glasmasse abzuschneiden, so dafs
die hierdurch am äufseren Umfange der Linse entstehende schmale Schnittfläche nicht mehr
innerhalb der Form zerdrückt werden kann. Hierin liegt das wesentliche Merkmal der Erfindung.
'
Die zur Ausführung dieses Verfahrens dienende Vorrichtung, welche auf beiliegender
Zeichnung in
Fig. ι in Ansicht, theilweise im Schnitt, dargestellt
ist, während
Fig. 2 das unterste Querstück im Grundrifs und
Fig. 3 einen senkrechten Schnitt von Fig. 2, theilweise eine Seitenansicht zeigt, kennzeichnet
sich im Wesentlichen durch die Verbindung der beim Pressen offen bleibenden Forin mit
einem abschneidenden Ringmesser, welches sich während oder nach dem Pressen über die
Form schiebt, gegenüber dem Bekannten, z. B. der in der amerikanischen Patentschrift 135292
beschriebenen Vorrichtung, bei welcher sich ein Ring mit breiter Fläche auf den unteren
abschneidenden Theil der Form als Widerlager aufsetzt und die Form für das nun erst
folgende Pressen schliefst.
Auf dem Tische 1 befindet sich der unterste Stempel 2 auf einer einstellbaren Unterlage 3
angebracht. Der Schaft 6 des oberen Stempels 4 ist auf dem Querhaupt 5 angeschraubt,
welches auf den beiden Führungssäulen 7 und 8 senkrecht verschiebbar ist und sich bis auf den
unteren Stempel 2 herunterpressen läfst, und
zwar so nahe und genau, dafs sich zwischen seiner Grundfläche und der oberen Fläche des
Stempels 2 gerade derjenige Raum erübrigt, den der fertige Gegenstand einnimmt, sowohl
der Gröfse als auch der Gestalt nach. Demnach kommt auch der Rand des einen Stempels
genau über den Rand des anderen zu stehen. Beide Stempel sind aus Aluminiumbronze
oder dergl. angefertigt, so dafs keine Oxydationssplitter entstehen können, welche
sich von aus anderen Metallen bestehenden Stempeln so leicht ablösen und die Oberfläche
des geprefsten Gegenstandes verderben.
Der obere Stempel 4 ist cylindrisch abgedreht und erhält ein Ringmesser 9, welches
an ihm geführt wird und senkrecht verschiebbar angebfacht ist. Oben ist diese Verschiebung
durch einen ringförmigen Rand 10 des oberen Stempels 4 begrenzt. Die Schneide des
Ringinessers befindet sich ganz nahe über dem unteren Rande des oberen Stempels, so dafs,
wenn dieser auf der auszupressenden Glasmasse aufsitzt, den oberen Rand des unteren
Stempels aber nicht berührend, nur ein kleiner Schub des Messers zum vollständigen und
scharfen Abschneiden der aus der Form herausgepreisten überflüssigen Glasmasse unter Verhütung
einer Schnittnarbe genügt, um den zwischen den Stempeln befindlichen Prefsgegenstand
ganz fertig und rein zu erhalten.
Zu diesem Behufe sind aufser dem Querhaupt 5 noch zwei andere ähnliche Querhäupter
11 und 12 auf den Führungssäulen 7 und 6 verschiebbar angebracht. In dem
obersten Querhaupt 11 sind zwei senkrechte Führungssäulen 13 und 14 befestigt, welche
durch in dem mittleren Querhaupt 5 angebrachte senkrechte Bohrungen gehen und daselbst ihre Führung finden. Unter dem
Querhaupt 5 sind sie mit Absätzen 15 und 16
versehen und sind noch weiter nach unten verlängert. An ihren unteren Enden sind
diese Säulen 13 und 14 nochmals mit Absätzen 17 und 18 versehen und sind daselbst
an dem untersten Querhaupt 12 befestigt.
Zwischen den Querhäuptern 5 und 1.1 sind
die Säulen 13 und 14 mit Spiralfedern 19
und 20 umschlungen, welche die beiden Querhäupter 5 und 11 aus einander treiben, jedoch
derart, dafs sie durch Zusammenpressen dieser Spiralfedern zusammengedrückt werden können.
Das Pressen findet durch Niederdrücken 'des obersten Querhauptes 11 mittels irgend einer
passenden Vorrichtung statt. In dem gezeichneten Beispiele ist an jedem von den beiden
äufseren Zapfen 21 und 22 des obersten Querhauptes 11 je eine Pleuelstange 23 und 24
drehbar angebracht. Die unteren Köpfe dieser Pleuelstangen sind an entsprechend, gleich
grofsen Kurbeln einer gemeinschaftlichen wagerechten Welle drehbar gelagert und angehängt,
welche sich mittels eines Hebels in bekannter Anordnung drehen läfst. Wird nun durch Drehen dieses Hebels das Querhaupt 11
heruntergeprefst, so werden durch die Spannung der Federn 19 und 20 vorerst auch die
beiden anderen Querhäupter 5 und, 12 mitgenommen, bis der obere Stempel 4 auf die
inzwischen auf den unteren Stempeln 2 aufgelegte flüssige Glasmasse 25 stöfst und daselbst
einen genügenden Widerstand findet. Nun'werden, wenn dieser Widerstand wächst,
schliefslich die Federn 9 und 20 auch zusammengeprefst
und das unlere Querhaupt 12 wird durch die Säulen 13 und 14 noch weiter
heruntergedrückt. Zu beiden Seiten des oberen Stempels 4 sind an dem Querhaupt 12
Lager 26 und 27 angebracht, in denen zwei wagerechte Arme 28 und 29 befestigt sind,
welche als Mitnehmer des Ringmessers 9 dienen. Das Messer 9 ist mit einem hervorstehenden, wagerechten Ring 30 versehen, welchen
die Arme 28 und 29 mit ihren geschlitzten· Enden umfassen, so dafs beim Herunterpressen
des Querhauptes 12 auch das Ringmesser 9 mitgehen muis. Es ist nun leicht ersichtlich,
dafs dabei das aus den zusammengeprefsten Stempeln heraustretende Glas, welches noch
halbflüssig ist, sofort zum Abschneiden gelangt. Läfst man die Pleuelstangen 23 und 24 los,
so geht auch der Stempel 4 leicht wieder in seine ursprüngliche Lage zurück, so dafs die
Linse bezw. der aus Glas fertig geprefste Gegenstand behufs weiterer Behandlung herausgenommen
werden kann.»
Claims (1)
- Patent-An Sprüche:i. Verfahren zur Hersteljung geprefster Linsen, Spiegel, Laternengläser und dergl. aus flüssiger Glasmasse, die in überschüssiger Menge so auf die untere Formhälfte einer Presse gebracht wird,, dafs die durch das Abschneiden der ßlqsmasse von der Pfeife herrührende Schnittfläche von vornhereinaufserhalb der Form zu liegen kommt, dadurch gekennzeichnet, dafs die beiden gegen einander bewegten Formhälften oder Stempel in ihrer Endstellung einander nicht berühren, so dafs die überschüssige Glasmasse wiihren'd des Preisvorganges durch den Zwischenraum zwischen den beiden Formha'lften oder Stempeln herausgedrückt und nach erfolgtem Pressen mitsammt der von dem Abschneiden der Glasmasse von der Pfeife herrührenden Schnittfläche mittels eines niedergehenden Ringmessers abgeschnitten wird.Mit Ringmesser versehene Presse zur Ausführung des im Anspruch ι geschützten Verfahrens, gekennzeichnet durch die Vereinigung der sich beim Pressen nicht berührenden Formen oder Stempel (2, 4) mit einem übergeschobenen Ringmesser (9), welches von dem unteren Querstück (12) bezw. von dessen Armen (28, 29) mitgenommen wird, sobald der obere Stempel (4) Widerstand beim Pressen erfährt und die zwischen dem mittleren und oberen Querstück (5, 11) eingelegten Federn (19, 20) durch das Pressen angespannt sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE134342C true DE134342C (de) |
Family
ID=402479
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT134342D Active DE134342C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE134342C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1696042B1 (de) * | 1968-02-23 | 1970-02-19 | Redlhammer Dipl Ing Walter | Ein- oder Mehrfachpresswerkzeug zur Herstellung von Glaskoerpern |
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- DE DENDAT134342D patent/DE134342C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1696042B1 (de) * | 1968-02-23 | 1970-02-19 | Redlhammer Dipl Ing Walter | Ein- oder Mehrfachpresswerkzeug zur Herstellung von Glaskoerpern |
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