DE566541C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Gegenstaenden, z. B. Stangen, durch Press- oder Spritzguss - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Gegenstaenden, z. B. Stangen, durch Press- oder Spritzguss

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DE566541C
DE566541C DEA63622D DEA0063622D DE566541C DE 566541 C DE566541 C DE 566541C DE A63622 D DEA63622 D DE A63622D DE A0063622 D DEA0063622 D DE A0063622D DE 566541 C DE566541 C DE 566541C
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rods
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DEA63622D
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D17/00Pressure die casting or injection die casting, i.e. casting in which the metal is forced into a mould under high pressure
    • B22D17/14Machines with evacuated die cavity

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Gegenständen, z. B. Stangen, durch Preß- oder Spritzguß Es ist bereits vorgeschlagen worden, Blöcke Rohre o. dgl. in Strangform dadurch herzustellen, daß in der Ausflußöffnung eines z. B. flüssigen Stahl enthaltenden Behälters ein verschiebbares Verschlußorgan mit dem teigig oder fest gewordenen Metall verankert wird, das dann den anhaftenden Metallstrang aus der Mündung heraus in den Bereich eines Walzenpaares zieht, das die fortlaufende Strangbildung übernimmt.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Gegenständen, z. B. Stangen, durch Preß- oder Spritzguß, bei welchem in der Gießform oder in Teilen derselben verschiebbar gelagerte Stücke, sog. Füllstücke, vorgesehen sind, die jedoch lediglich dazu dienen, anfänglich den Luftraum der Form bzw. gewisser Formteile einzunehmen.
  • Das mit hohem Druck eingepreßte flüssige Gießgut kann in die Gießform oder in gewisse Teile derselben nur so weit eintreten, als es die Verschiebung der Füllstücke zuläßt. Hierdurch ist die Gewähr gegeben, daß das flüssige Metall den anfänglich von den Füllstücken eingenommenen Raum frei von Luftblasen ausfüllt.
  • Besonders vorteilhaft kann das neue Verfahren verwenddt werden, . um Stangen aus Metallen oder deren Legierungen (Rundstangen, quadratische oder beliebig fassonierte Stangen) herstellen, wie sie in ganz bestimmter Länge als Rohlinge für das Warmpressen erforderlich sind, zumal man durch einstellbare Anschläge für die verschiebbaren Teile der Form den Hub derselben und damit die Abmessungen des Gußstückes bequem variieren kann.
  • Derart nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Stangen sind wesentlich billiger als die durch Abschneiden käuflicher Stangenware gewonnenen Rohlinge.
  • Die Zeichnung zeigt zwei beispielsweise Ausführungsformen von Vorrichtungen zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, und zwar stellt die Abb. z einen Schnitt nach a-b der Abb. 2 und die Abb. 2 eine Draufsicht der einen Ausführungsform dar, während die Abb. 3 und 4 die andere Ausführungsform veranschaulichen, und zwar Abb. 3 durch einen Schnitt nach c-d der Abb. ¢, die Abb. 4 durch einen Schnitt nach .e-f der Abb. 3.
  • In den Abb. i, 2 ist mit i ein vorderer Querholm der Gießmaschine bezeichnet, in welchem der Preßzylinder 2 mit seinem Futter 3 eingebettet und durch die mittels der Schrauben4 gegen das Futter3 gepreßteDüsenplatte5 festgespannt ist. Der Boden des Preßzylinders wird von einem Kolben 6 gebildet, dessen Kolbenstange 7 einen Bund 8 aufweist, gegen den das obere Ende einer Spiralfeder ,9 anliegt, die den Kolben 6 ständig nach aufwärts in die gestrichelt dargestellte Lage zu drücken sucht.
  • Beim Niedergehen des Druckkolbens io (Pfeil p) wird der Bodenkolben 6 samt dem aufgeschütteten flüssigen Gießgut entgegen dem Druck der Feder 9 ebenfalls nach abwärts in seine untere, in Abb. i voll ausgezogene Endlage bewegt, in der er die Düsenbohrung i i freigibt. In diese Bohrung ragt ein im Block 13 verschiebbar gelagerter Bolzen B, der einen wesentlichen Teil der Luft im Eintrittskanal verdrängt. Das flüssige Gut kann erst nach Verschieben des Bolzens B im Sinne des Pfeiles pi über die Verteilkanäle 12 den Hohlräumen der im Block 13 eingelassenen Büchsen 1.4 in dem Maße zufließen, als es die verschiebbar gelagerten Bolzen 15 verdrängt. Zur Bildung anfänglicher kleiner Hohlräume, die dem eintretenden Metall die Möglichkeit geben, auf die Stirnflächen der verschiebbar gelagerten Bolzen 15 zu drücken, weisen diese Bolzen kleine Ansätze 16 auf, mit denen sie bei Beginn des Gußvorganges gegen die Innenseite der Platte 5 anliegen. Die im Block 13 verschiebbar gelagerten Bolzen 15 nehmen bei Beginn des Gusses den ganzen Hohlraum der Gußform ein, der sonst mit Luft angefüllt wäre, die zurBlasenbildungAnlaß geben würde. Im weiteren Verlaufe der Abwärtsbewegung des Kolbens io drückt das durch die Kanäle 12 eingepreßte Gießgut gegen die vorderen Stirnflächen der Bolzen 15 und verschiebt diese so weit in den Bohrungen der Büchsen 1q., bis ihre hinteren Stirnflächen gegen zugeordnete, z. B. als Gewindebolzen 17 ausgebildete Anschläge stoßen. Diese Gewindebolzen 17 sind in einem auf zwei Führungsbolzen 18 des Schlittens i9 verschiebbar gelagerten Schild 2o eingeschraubt und können in ihrer gewünschten, die Länge der Gußstücke bestimmenden Stellung z. B. durch Muttern 21 fixiert werden. Um die Einstellung der Bolzen 15 auf Gußstücke bestimmter Länge zu erleichtern, können die Anschlagbolzen 17 (Abb. i) mit einer Skala 22 versehen sein.
  • Nach beendetem Gießen, d. h. wenn beide Bolzen 15 gegen ihre zugeordneten Anschläge 17 ruhen, wird der Druckkolben io hochgehoben. Der Bodenkolben 6 geht nun, z. B. durch hydraulische Betätigung, hoch, wobei er den auf ihm lagernden Gießgutrest von dem die Düse i i und die Verteilkanäle 12 erfüllenden verlorenen Kopf des Gußstückes in an sich bekannter Weise trennt.
  • Hierauf wird der Block 13, welcher über Stege 23 mit dem auf zwei Holmen 24 gelagerten Schlitten i9 in Verbindung steht, im Sinne des Pfeiles p2 von der Düsenplatte entfernt. Bei dieser Bewegung stoßen die beiden Enden 20a des Schildes 2o gegen die auf den Holmen 24 befestigten Anschläge 25, so daß das Schild 2o zum Stillstand kommt. Beim weiteren Verschieben des Schlittens i9 bzw. des Blockes 13 drücken die nunmehr feststehenden Anschlagbolzen 17 die Bolzen 15 in die Bohrungen der Hülsen 14 zurück, wodurch die beiden in diesen Bohrungen liegenden Gußstücke ausgestoßen werden und zwischen der Platte 5 und dem abgerückten Block 13 durchfallen können.
  • Um die Maschine wieder gießbereit zu machen, bringt man den Block 13 wieder an die Düsenplatte 5 heran, gegen welche er dann während des Gießens hydraulisch oder von Hand aus dicht angepreßt wird. Während dieser Bewegung des Schlittens 19 (im Sinne des Pfeiles p3 stoßen die Enden 2oa des Schildes 2o gegen die Anschläge 26 auf den Holmen 2q.. DieseAnschläge .halten das Schild und mit ihm die Anschlagbolzen '1; in ihrer richtigen Lage zum Block 13. Vor Beginn des nächsten Gusses werden dann noch die Bolzen 15 wieder in ihre Stellung gemäß Abb. i zurückgeschoben.
  • Gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel (Abb. 3 und q.) besitzt der Preßzylinder 2, der Druckkolben io und der Bodenkolben 6 einen vorzugsweise halbkreisförmigen Querschnitt, wobei die Einlaufkanäle in die Bohrungen der im Block 13 eingelassenen Hülsen 14 unter Fortfall von Düsen und Düsenplatte direkt zwischen den oberen Rändern der Hülsenbohrungen und der oberen geraden Kante. des Kolbens 6 gebildet werden. Um einen möglichst dichten Übergang vom Druckzylinder in die Hülsenbohrungen zu erzielen, erhalten die Hülsen 14 außen konisch ausgebildete Fortsätze 1q.a, die während des Gießens in entsprechende Bohrungen der ebenen Zylinderwand 2a zu liegen kommen. Auch hier sind wieder in den Bohrungen der Hülsen 14. verschiebbar gelagerte Bolzen 15 vorgesehen, welche durch das eingepreßte Gießgut verdrängt werden.
  • Der Vorteil dieser zweiten Ausführungsform besteht haupsächlich darin, daß wegen des direkten Überganges vom Preßzylinder in die Hülsenbohrungen fast gar keine Luft in den Guß gelangt und auch der »verlorene Kopf« gänzlich in Wegfall kommt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Gegenständen, z. B. Stangen, durch Preß-oder Spritzguß, dadurch gekennzeichnet, daß das flüssige Gießgut erst nach Verdrängung eines oder mehrerer in der Form verschiebbar gelagerter Füllstücke, welche anfänglich den Luftraum der Form bzw. der Formteile einnehmen, in die Grießform oder in Teile derselben durch den Preß-oder Spritzdruck befördert wird. z. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch r, gekennzeichnet dsurch in der Form oder in Teilen derselben verschiebbar gelagerte Füllstücke, die das flüssige Gießgut nur nach Maßgabe ihrer Verschiebung eintreten lassen. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einstellbare Anschläge für die verschiebbar gelagerten Füllstücke.
DEA63622D 1931-09-23 1931-10-02 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Gegenstaenden, z. B. Stangen, durch Press- oder Spritzguss Expired DE566541C (de)

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