DE958950C - Anfahrstueck zum Stranggiessen - Google Patents

Anfahrstueck zum Stranggiessen

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DE958950C
DE958950C DEE3655A DEE0003655A DE958950C DE 958950 C DE958950 C DE 958950C DE E3655 A DEE3655 A DE E3655A DE E0003655 A DEE0003655 A DE E0003655A DE 958950 C DE958950 C DE 958950C
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DE
Germany
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mold
core
continuous casting
socket
starting piece
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Expired
Application number
DEE3655A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Hermann Baumgaertel
Peter Biefang
Dipl-Ing Johann Seeba
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Eisenwerke Gelsenkirchen AG
Original Assignee
Eisenwerke Gelsenkirchen AG
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Publication date
Application filed by Eisenwerke Gelsenkirchen AG filed Critical Eisenwerke Gelsenkirchen AG
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Application granted granted Critical
Publication of DE958950C publication Critical patent/DE958950C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D11/00Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
    • B22D11/006Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths of tubes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Description

Beim Stranggießen von Werkstücken in durchgehend offenen Gießformen ist es bei Beginn des Stranggießvorganges erforderlich, in die Gießform eine Abschluß- und Ausziehvorrichtung einzusetzen, welche als sogenanntes Anfahrstück bezeichnet wird. Dieses Anfahrstück, welches bei der ersten Zuführung des Gießwerkstoffes dessen Austritt aus der Gießform verhindert und welches fernerhin dazu dient, nach der Erstarrung des zuerst
ίο eingegossenen Gießwerkstoffes das bereits erstarrte vordere Ende des Werkstückes aus der Gießform herauszuziehen und so den eigentlichen Stranggießvorgang einzuleiten, besteht im allgemeinen aus einem kolbenartigen Körper aus Metall.
Zum Stranggießen von Muffenrohren hat man auch schon eine Einrichtung vorgeschlagen, bei welcher der untere, die Muffenform des zu gießenden Rohres enthaltende Teil der Stranggießform als besonderes, von der eigentlichen Stranggießform getrenntes Stück ausgebildet ist, welches in Richtung der Stranggieß achse beweglich ist. Hierbei dient als Anfahrstück ein in dieses bewegliche Formteil eingesetzter Muffenkern aus Formstoff, welcher während des Stranggießvorganges ortsfest in dem bewegten Muffenteil der Stranggießform verbleibt, d. h. welcher zusammen mit letzterem bewegt wird. Zu Beginn des Stranggießvorganges, d. h. dann, wenn die beiden äußeren Formteile noch geschlossen aneinanderliegen, ragt in den Muffenkern der bei dem Stranggießvorgang benutzte, etwa die Länge des feststehenden Formteiles besitzende Dorn mit einem abgesetzt verjüngten Fortsatz hinein.
Einrichtungen der letztgenannten Art haben in der Praxis bisher keine Verwendung gefunden. Der Grund hierfür dürfte darin liegen, daß infolge
des längeren Flüssigbleibens des Gießwerkstoffe; in dem verhältnismäßig größeren Querschnitt der Muffe beim Absenken des Kokillenformteils und bei dem dadurch erfolgenden Abziehen des Muff enkernes von dem verjüngten Dornfortsatz an dieser Stelle an der Innenfläche des gebildeten Werkstückes ein sich immer mehr verbreiternder, quer gerichteter Formspalt entsteht, in den etwa noch flüssiger Werkstoff hineinlaufen kann. Andererseits ist jedoch ein frühzeitiges Abziehen bzw. eine frühzeitige Absenkbewegung erforderlich, damit in dem anschließenden zylindrischen Teil der Form, in welchem infolge des geringen Wandungsquerschnittes der Werkstoff schneller erstarrt, kein Aufschrumpfen des bereits erstarrten Erzeugnisses auf den Dorn stattfindet. -
Erfindungsgemäß soll nun das Anfahrstück zum Stranggießen von in durchgehend offenen Formen hergestellten hohlquerschnittigen Werkstücken aus einem aus Formstoff gebildeten Kern bestehen, welcher bei Beginn des Stranggießvorganges gleitend abdichtend an der Formwandung der Kokille und gegebenenfalls des Domes bzw. an Verlängerungen dieser Formwandung anliegt. An Stelle des bisher benutzten metallischen Kopfstückes des Anfahrstückes, welches selbst bzw. bei welchem die Mitnehmervorrichtung nach jedem Gieß Vorgang ersetzt werden mußte, dient also beim Erfindungsgegenstand ein aus Formstoff gebildetes Anfahrstück, welches in einfachster und billigster Weise herstellbar ist und ohne größere Kosten jeweils durch ein gleichartiges Stück ersetzt bzw. ausgewechselt werden kann.
Zwecks Verstärkung des aus Formstoff bestehenden Anfahrstückes kann der dieses bildende Kern mit Armierungseinlagen versehen sein, welche als Mitnehmerbolzen aus seiner Oberfläche in den Formhohlraum hineinragen können und welche zur Stranggieß achse geneigt und zueinander entgegengesetzt geneigt sein können, um einerseits eine sichere Mitnahme des gegossenen Werkstückes zu gewährleisten und um andererseits ein unbeabsichtigtes Herausdrehen aus dem gegossenen Werkstück zu vermeiden.
Beim Gießen von Hohlkörpern kann der in die Tragplatte des Kernstückes eingreifende Fuß des aus Formstoff gebildeten Kernes verbreitert ausgebildet sein, um dem Kern eine größere Festigkeit zu geben und eine größere Auflagefläche für ihn sicherzustellen.
Zum Gießen von Muffenrohren erstreckt sich die Erfindung fernerhin noch darauf, daß der aus Formstoff bestehende, gleichzeitig die Muffenhöhlung bildende Kern mit seiner Innenwandung gleitend an der verlängerten Dornwandung und mit der Außenfläche seines verbreiterten Fußes gleitend an der verlängerten Muffenwandung der Form anliegt.
Da beim Gießen von Muffenrohren im Muffen^ teil der Form infolge der hier befindlichen Werkstoffanhäufung eine größere Wärmemenge abzuführen ist als an den Teilen der Form, an denen der zylindrische Schaft des Rohres gebildet wird, während andererseits am Muffenteil der Form durch das hier befindliche, aus Formstoff bestehende Anfahrstück eine schlechtere Ableitung der Wärme insbesondere nach dem Dorn zu stattfindet, ist weiterhin noch Gegenstand der Erfindung, daß die Oberfläche des in den Muffenhohlraum hineinragenden verbreiterten Fußes des aus Formstoff gebildeten Kernes mit Auf- oder Einlagen von Kühlkörpern, z. B. in Form einer Abschreckplatte od. dgl., ausgerüstet ist.
Im übrigen ist es weiterhin auch möglich, die Erfindung nicht nur bei einteiligen äußeren Formen, ζ. B. Kokillen, anzuwenden!, sondern sie gegebenenfalls auch in den Fällen zu benutzen, in denen ·— wie vorstehend zu den bekannten Einrichtungen ausgeführt — die äußere Form beispielsweise zum Gießen von Muffenrohren aus zwei Teilen besteht, von denen der zylindrische Teil ortsfest angeordnet ist, während der z. B. die Muffenform bildende Teil während des Stranggießvorganges in Richtung der Stranggießachse mit dem gegossenen Werkstück bewegt wird. In diesem Fall kann die Einrichtung derart getroffen sein, daß nur die Innenfläche des aus Formstoff bestehenden, gleichzeitig die Muffenhöhlung bildenden Kernes gleitend an der verlängerten Dornwandung anliegt, während die Außenfläche seines verbreiterten Fußes beim Stranggießvorgang ortsfest in dem bewegten Muffenteil der Kokille verbleibt.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung im Schnitt dargestellt, und zwar zeigt
Abb. ι eine Vorrichtung zum Stranggießen von durchgehend gleichquerschnittigen dickwandigen Hohlkörpern und
Abb. 2 eine Vorrichtung zum Stranggießen dünnwandiger Muffenrohre.
In beiden Fällen erfolgt die Bildung des Hohlkörpers in der kurzen, gekühlten, durchgehend offenen Kokille i, in welche von oben her der gleichfalls gekühlte Dorn 2 hineinragt. Die Zufuhr des Werkstoffes erfolgt mittels einer gabelförmig oder kreisringförmig ausgebildeten Zufluß rinne 3, deren Boden mit Austrittsöffnungen für den Gießwerkstoff versehen ist.
In beiden Fällen dient als Anfahrstück ein in den Kokillenhohlraum hineinreichender, aus Formstoff gebildeter Kern 4, welcher mit einem verbreiterten Fuß S in die Kernplatte 6 der absenkbaren Ausziehvorrichtung 7 eingreift.
Der aus Formstoff gebildete Kern 5 kann mit Armierungseinlagen 8 ausgerüstet sein, deren obere Enden aus der Oberfläche des Kernes 4 herausragen, so daß sie als Mitnehmerbolzen für das zu gießende Werkstück dienen.
Wie die Abbildungen deutlich erkennen lassen, liegt bei Beginn des Stranggieß Vorganges der Kern 4 gleitend abdichtend an der Formwandung der Kokille und des Dornies an, so daß auch in dem Fall, in dem gemäß Abb. 2 das Innere der Muffe infolge der hier befindlichen Werkstoffanhäufung noch nicht völlig erstarrt sein sollte, zu
Beginn des Anfahrvorganges kein quer gerichteter Formspalt an der Außen- bzw. Innenfläche der Muffe entsteht.
Gegebenenfalls ist es auch möglich, den Erfindungsgegenstand bei einer geteilten Kokille anzuwenden, wie in Abb. 2 durch die gestrichelte Linie 9 angedeutet, wobei der untere Teil der Kokille beim Stranggießvorgang zusammen mit dem Anfahrstück 7 abwärts bewegt wird.

Claims (5)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Anfahrstück zum Stranggießen von in durchgehend offenen Formen hergestellten Werkstücken hohlen Querschnittes, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einem aus Formstoff gebildetem Kern besteht, welcher bei Beginn des Stranggießvorganges gleitend abdichtend an der Formwandung der Kokille und des Domes bzw. an Verlängerungen dieser Formwandungen anliegt und dessen in die Kernplatte eingreifender Fuß verbreitert ausgebildet ist.
2. Anfahrstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der aus Formstoff gebildete Kern mit Armierungseinlagen versehen ist, welche als Mitnehmerbolzen aus seiner Oberfläche in den Formhohlraum — insbesondere geneigt zur Stranggießachse und zueinander entgegengesetzt geneigt — hineinragen.
3. Anfahrstück nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Gießen von Muffenrohren od. dgl. der aus Formstoff bestehende, gleichzeitig die Muffenhöhlung bildende Kern mit seiner Innenfläche gleitend an der verlängerten Dornwandung und mit der Außenfläche seines verbreiterten Fußes gleitend an. der verlängerten Muffenwandung der Form anliegt.
4. Anfahrstück nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des in den Muffenhohlraum hineinragenden verbreiterten Fußes des aus Formstoff gebildeten Kernes mit Auf- oder Einlagen von Kühlkörpern, z. B. in Form einer Abschreckplatte od. dgl., ausgerüstet ist.
5. Anfahrstück nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß nur die Innenfläche des aus Formstoff bestehenden, gleichzeitig die Muffenhöhlung bildenden Kernes gleitend an der verlängerten Dornwandung anliegt, während die Außenfläche seines verbreiterten Fußes beim Stranggießvorgang ortsfest in dem bewegten Muffenteil der Kokille verbleibt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 704512, 579812, 471491,417227.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609 808 2.57
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