DE13245C - Wassermesser - Google Patents

Wassermesser

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DE13245C
DE13245C DENDAT13245D DE13245DA DE13245C DE 13245 C DE13245 C DE 13245C DE NDAT13245 D DENDAT13245 D DE NDAT13245D DE 13245D A DE13245D A DE 13245DA DE 13245 C DE13245 C DE 13245C
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water
pressure
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atmospheres
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DENDAT13245D
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English (en)
Original Assignee
C. O. MÜLLER, ständischer Baumeister in Cassel
Publication of DE13245C publication Critical patent/DE13245C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01FMEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
    • G01F3/00Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow
    • G01F3/24Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers moved during operation
    • G01F3/28Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers moved during operation on carriers rotated by the weight of the liquid in the measuring chambers

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

1880.
M 13245 - ί "Klasse 42
CARL OTTO MÜLLER in CASSEL. Wassermesser.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. März 1880 ab.
Mit dem Oeffnen des Niederschraub-Durchganghahnes h tritt das Wasser aus der Leitung in den Apparat, Fig. 1 und 2, und zwar zunächst durch das Steigerohrs in dieVertheilungskammerz', und hat hier zufolge der Querschnittsänderungen gegen die Leitimg und der Druckänderungen in der Leitung selbst, einen variablen Druck.
Unter diesen jeweiligen, in der Vertheilungskammer υ gleichmäfsig auf alle Wandöffnungen wirkenden Druck gelangt das Wasser aus zwei gleich hohen, in gleicher Höhe einander gegenüber gestellten, sonst auffällig verschieden grofsen Oeffnungen Fa und Fi in der dünnen Wand von v, durch den Rohransatz a direct, durch den Rohransatz b nach seiner Weiterführung durch den Mefsapparat zur vollständigen, unverminderten Entnahme am Ausgufs o.
Ist Q die gesammte, bei 0 zu entnehmende Wassermenge, qa der Antheil, welcher durch den Rohransatz a, qi der Antheil, welcher durch den Mefsapparat zum Abflufs gelangt, so besteht zunächst die Gleichung:
i- Q = qa-\-gi.
Durch einen mit den in der Vertheilungskammer unvermeidlichen Druckänderungen selbstthätigen Mechanismus wird die Ausflufsöffnung F/, so regulirt, dafs für jeden Druck relativ stets gleiche Mengen aus α und b bei ο zum Abflufs gelangen, dafs also das Verhältnifs
2. qa\ qi = a:ß
ein constantes bleibt.
Der Wasseranteil q6 passirt wie folgt den Mefsapparat:
Das Wasser ergiefst sich aus dem Rohransatz b in ein Gerinne g, verliert hier seinen Druck, fliefst daher für alle Fälle gleichmäfsig und gleich, schnell aus einer am Boden des Gerinnes angebrachten Oeffnung e in das Zellenrad ζ, füllt daselbst Zelle auf Zelle, setzt damit, lediglich unter Mitwirkung Seiner Schwere, das Rad ζ und das mit dessen Axe fest verbundene Treibrädchen r in rotirende Bewegung, bringt damit weiter ein einfaches Zählwerk mit den Zeigerrädern 1\ bis rH, (nach Zeichnung, Fig. 3, die Räder T1 bis rs), in Thätigkeit.
Damit hat der Mefsapparat für alle Entnahmen eine gleichmäfsige, für die Dauer jeder derselben continuirliche Wirkung.
Das Zählwerk summirt alle Einzelentnahmen ohne weiteres Zuthun.
Die Entleerung des Zellenrades erfolgt nach einem Kasten k, in dessen geneigtem Boden sich eine Oeffnung befindet, aus welcher das durch den Mefsapparat passirte Wasser, wie bereits angegeben, in den Abgufs ο und hier zur Mitentnahme gelangt.
Die nach einem Zeiträume von etwa einem halben Jahre durch Differenz der am Zählwerke vom Controleur abgelesenen anfänglichen und endlichen Zeigerstellungen ermittelten Umdrehungen Z des Zellenrades ζ mit einem für jede Entnahmestelle bekannten Coefficienten λ multiplicirt, giebt das gesammte entnommene Wasserquantum
1 3. Q = XZ,
wobei λ ein ächter Bruch ist.
Der davon direct gemessene Antheil qi berechnet sich somit nach Gleichung ι. 2 und 3. zu
ß .η— Ρ
4. qs=-
Da der Factor
■ß
XZ.
— · λ constant sein soll
a-i-ß
und unter jedem beliebigen, in der Vertheilungskammer r wirkenden Druck relativ gleich viel Wasser aus Fa und F& fliefsen, also das Verhältnifs qa : qi = a : β nie gestört werden soll, so mufs Fj variabel gegen Fa und zwar um so kleiner sein, je geringer der Druck ist.
Mit anderen Worten gesagt: mit wachsendem Druck mufs eine Vergröfserung der Ausflufsöffnung Fi eintreten, wodurch
eine mit dem Drucke wachsende variable,
' o. qa
eine für jeden Druck constante Gröfse ist.
Bei sehr verschiedener Form der Ausflufsöffnungen Fn, und Fi würde die variable Gröfse φ
noch vom benetzten Umfange dieser Ausflufsöffnungen in dünner Wand abhängig werden. Um dies zu vermeiden, sind die Oeffnungen gleich hoch und viereckig angenommen worden. Bei der verlangten Vergröfserung von F/, geht die Oeffnung aus einer rechteckförmigen in eine trapezförmige Form über.
Am Regulirungsmechanismus, Fig. 4, 5 und 6, wird dies durch einen um c drehbaren Schieber d ermöglicht, welcher mit seinem Rücken an eine Feder / angeschlossen ist, deren Streben dahin geht, die Oeffnung Fi zu erweitern.
Angenommen, es sei für eine Entnahmestelle vor Anbringung des dort zu verbleibenden Wassermessers durch einen dazu genau abprobirten, ganz analog construirten Apparat unter normalen Verhältnissen der Leitungsdruck zu m -J- J/2 Atmosphäre ermittelt worden, und es genüge, für diese Entnahmestelle Druckschwankungen von in zu m -J- 1 Atmosphäre anzunehmen, so wird der Wassermesser für diese Entnahmestelle so justirt, dafs bei m Atmosphären der geringste Theil von F/, und bei m -J- 1 Atmosphären der gröfste Theil von Fb dem Wasser den Austritt gestattet.
Die erste Stellung des verdeckenden Schiebers d wird durch Schraubenspindel e fixirt. An diese trifft der Schieber in seiner vordersten Stellung. Eine weitere Verengung der Oeffnung ist damit nicht möglich.
Die zweite Stellung wird durch eine Mikrometerschraube 11 fixirt. Der Rücken des Schiebers trifft gegen dieselbe. Die mögliche Erweiterung von Fi ist damit begrenzt.
Unter · dem Drucke von m Atmosphären ergiebt eine directe Messung bei der ersten Stellung der OefFnung Fi für den Apparat die Gröfse λ.
Wird der Druck auf m -J- 1 Atmosphären erhöht, während λ, wie verlangt, constant bleiben soll, so wird durch einfaches Abprobiren mit der Mikrometerschraube 11 die erforderliche Stellung von d gefunden und fixirt.
Innerhalb der so bestimmten Grenzen bei m und m -J- ι Atmosphären Druck, wird für jede Druckhöhe die erforderliche Oeffnungsweite Fi, wie folgend beschrieben, durch den Wasserdruck am Apparat selbstthätig gestellt:
Ein Kolbenventil p schliefst die Vertheilungskammer ν nach oben ab. Dieses Kolbenventil p wird durch einen Gewichtshebel q bei m Atmosphären Druck an seinem tiefsten Stand erhalten, bei m -J- 1 Atmosphären Druck um die Höhe JI bis zum Deckel angehoben. Vergröfsert sich also der Druck von m auf m -J- ε Atmosphären, wobei ε ein echter Bruch ist, so hebt sich das Ventil p und der unter demselben angebrachte, mit ihm fest verbundene Haken t um die Höhe Ή ε.
Der Haken t drückt gegen den Rücken des Schiebers d, so dafs bei tiefster Stellung des Ventiles der einem Druck von m Atmosphären entsprechende Theil der Oeffnung Fi bei einer um H angehobenen Stellung zufolge der Wirkung der Feder f der einem Druck von m -J- 1 Atmosphären entsprechende Theil der Oeffnung Fi frei wird.
Für jeden Druck von m -J- ε Atmosphären wird somit entsprechend der Ungleichung:
#2<O«-J-£-<7»-J-I
durch den Apparat selbstthätig unter ungestörtem Bestehen der Bedingungsgleichung
Q = XZ
die erforderliche Oeffnungsweite eingestellt.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Einführung des zu entnehmenden Wassers in eine Vertheilungskammer ν zum Zwecke partieller Messung.
2. Anordnung eines selbsttätigen, den Druckschwankungen Rechnung tragenden Apparates für Abführung von relativ stets gleichen Wassermengen durch die Oeffhungen Fa und Fi der Vertheilungskammer v.
3. Druckentziehung des zu messenden Wassers durch Anordnung eines offenen Gerinnes g und dadurch erzielte gleichmäfsige Wirkung des Mefswassers auf das Zellenrad Z,
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT13245D Wassermesser Active DE13245C (de)

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