DE132322C - Verfahren zur Darstellung von Alkalisalzen der durch alkalische Hydrolyse des Kaseins entstehenden Spaltungsprodukte - Google Patents
Verfahren zur Darstellung von Alkalisalzen der durch alkalische Hydrolyse des Kaseins entstehenden SpaltungsprodukteInfo
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- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23J—PROTEIN COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS; WORKING-UP PROTEINS FOR FOODSTUFFS; PHOSPHATIDE COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS
- A23J3/00—Working-up of proteins for foodstuffs
- A23J3/30—Working-up of proteins for foodstuffs by hydrolysis
- A23J3/32—Working-up of proteins for foodstuffs by hydrolysis using chemical agents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
- M 132322 KLASSE 12/?.
Gemäfs Patent 129031 werden die aus Ei-
und Serumalbumin durch alkalische Hydrolyse entstehende Protalbin- und Lysalbinsäure dargestellt.
Es wurde nun gefunden, dafs auch das Casern bei der Einwirkung von ätzenden Alkalien (Na HO, KHO) eine analoge Spaltung
erfährt. Die Spaltungsprodukte sind äufseiiich von der Protalbin- und Lysalbinsäure aus
Albumin nicht zu unterscheiden, zeichnen sich aber diesen gegenüber durch stärkere Acidität
aus, so dafs sie sich mit einer noch gröfseren Menge basischer Elemente zu Salzen zu vereinigen
vermögen. Die aus Casein dargestellten Verbindungen werden zweckmäfsig als Caseoprotalbin-
und Caseolysalbinsäure bezeichnet.
Während die aus Albumin darstellbare Protalbinsäure in Form ihres Nalriumsalzes 2 bis
3 pCt. Na und das lysalbinsäure Salz ungefähr 5 pCt. Na enthält, zeigen die Natriumsalze der
beiden Säuren aus Casein einen Gehalt von 5 pCt. Na bezw. 13 bis 16 pCt. Na.
100 Theile Casein werden mit einer Lösung
von 15: Theilen Aetznatron in 500 Theilen Wasser auf dem Wasserbade erhitzt, bis alles,
bis auf einen geringen flockigen Rückstand, in Lösung gegangen ist. Der Lösungsprocefs
vollzieht sich noch rascher, wie bei Serunr- und Eialbumin. Die so erhaltene alkalische
Lösung unterscheidet sich von der aus den Albuminen erhältlichen dadurch, dafs erstere
beim Erkalten zu einer Gallerte erstarrt. Diese Gelatinirung ist durch ein an sich nur in geringer
Menge vorhandene, stark aschehaltiges Spaltungsprodukt bedingt, dessen nähere Untersuchung
noch aussteht, und dessen Quantität von der Reinheit des angewendeten Case'ins etwas abhängig ist. Eine Trennung des caseoprotalbin-
und caseolysalbinsauren Natriumsalzes von diesem Körper mittelst Filtration ist ausgeschlossen, dagegen gelingt die Trennung
der Salze durch wiederholtes Auslaugen der Gallerte mit kaltem Wasser (in der Wärme
löst sich auch die Gallerte). Letztere schrumpft beim Trocknen zu einer weifsen, amorphen
Masse zusammen, die auf Zusatz von Wasser wieder aufquillt. Das durch Auslaugen von
letzterer Substanz getrennte Gemisch von caseoprotalbinsaurem und caseolysalbinsaurem
Natrium wird nun mit verdünnter Schwefelsäure, Salzsäure, Salpetersäure oder Essigsäure
so lange versetzt, bis sich eine Trübung von ausfallender Caseoprotalbinsäure bemerklich
macht, die Trübung durch Zusatz von wenig Alkali wieder beseitigt und die Lösung auf
dem Wasserbade eingeengt. Aus der concentrirten Flüssigkeit wird die Caseoprotalbinsäure
gefällt, in Natronlauge gelöst, zur Reinigung dialysirt und zur Trockne eingedampft. Ebenso
wird das die Caseolysalbinsäure enthaltende FiItrat nach Zusatz überschüssiger Natronlauge
behandelt.
Wie schon bemerkt, zeigen die aus Casei'n gewonnenen Natriumsalze einen sehr hohen
Procentgehalt an Natrium. Durch Umsetzung mit Schwermetallsalzen (Quecksilberchlorid, Silbernitrat)
entstellen sehr hochprocentige Schwermetallsalze (über 40 pCt. Ag), welche durch
verdünnte Alkalien wieder in Lösung gehen, wobei die Oxyde (Ag2 O, Hg O) in kolloidaler
Lösung erhalten werden. Durch Erwärmen der Natriumsalze der beiden Säuren mit Silbernitrat
oder Goldchlorid und überschüssiger Natronlauge lassen sich hochprocentige Lösungen
von colloidalem Silber oder Gold gewinnen und nach dem Reinigen durch Dialyse durch
Eindampfen in feste Form überführen, ohne dafs die Substanzen dabei ihre Wasserlöslichkeit
verlieren. - Die neuen Spaltungsprodukte zeigen somit ein gleiches Verhalten, wie diejenigen
aus Ei- und Serumalbumin.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :
Verfahren zur ' Darstellung von Alkalisalzen der durch' alkalische. Hydrolyse des Caserns entstehenden Spaltungsprodukte, dadurch gekennzeichnet, dafs man bei dem durch Patent 129031 geschützten Verfahren das native Eiweifs durch Casein ersetzt.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE129031T | 1900-02-01 | ||
| DE132322T | 1901-07-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE132322C true DE132322C (de) | 1902-06-20 |
Family
ID=400592
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1901132322D Expired DE132322C (de) | 1900-02-01 | 1901-07-18 | Verfahren zur Darstellung von Alkalisalzen der durch alkalische Hydrolyse des Kaseins entstehenden Spaltungsprodukte |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE132322C (de) |
-
1901
- 1901-07-18 DE DE1901132322D patent/DE132322C/de not_active Expired
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