DE237340C - - Google Patents

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DE237340C
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K35/00Medicinal preparations containing materials or reaction products thereof with undetermined constitution
    • A61K35/02Medicinal preparations containing materials or reaction products thereof with undetermined constitution from inanimate materials

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bekanntlich kann man Teer in alkalischen Flüssigkeiten lösen. Diese Lösungen sind aber wegen der mit der alkalischen Reaktion verbundenen Reizwirkung für therapeutische Zwecke nicht zu gebrauchen.
Es wurde nun gefunden, daß man neutrale Lösungen von Teer herstellen und daß man diese Lösungen zu festen wasserlöslichen Präparaten eindunsten kann, wenn man von
ίο Adsorptionsverbindungen der Eiweißstoffe, ihrer Spaltungsprodukte oder ihrer Salze mit Teer ausgeht.
Man verfährt z. B. so, daß man in die alkalische Teerlösung den Eiweißstoff einträgt oder umgekehrt Teer in alkalischen Eiweißflüssigkeiten löst, oder daß man Teereiweißstoff adsorptionsverbindungen in Wasser suspendiert und mit Hilfe von Alkalien zur Lösung bringt. Die auf die eine oder andere Weise erhaltene Lösung wird, wenn nötig, dialysiert oder dadurch gereinigt, daß man sie mit Säure versetzt, den Niederschlag auswäscht, mit Alkali vorsichtig wieder löst und ev. die so erhaltene Lösung wiederum der Dialyse unterwirft. Aus den Lösungen erhält man schließlich die festen wasserlöslichen Präparate durch Eindunsten. Sie reagieren neutral, und ihre Lösungen lassen durch Membrane Alkaliteerverbindungen nicht dialysieren.
Die Mengenverhältnisse von Teer und Eiweiß können wie bei allen Adsorptionsverbindungen in sehr weiten Grenzen schwanken. Der Teer läßt sich durch Lösungsmittel aus den Adsorptionsverbindungen wieder ausziehen.
Beispiel i.
Man löst io Teile Albumin in 200 Teilen Wasser, fügt 5 bis 10 Teile 2oprozentige Natronlauge zu und trägt in die Lösung 10 Teile Fichtenteer ein. Nach erfolgter Auflösung verdünnt man ev. mit Wasser auf ein mehrfaches Volumen, worauf man mit Essigsäure fällt, den Niederschlag mit Wasser auswäscht, in Natronlauge löst und die Lösung nach eventueller Dialyse eindunstet.
Statt des Fichtenteers kann man andere Teerarten, statt des Albumins andere Eiweißstoffe oder deren Spaltungsprodukte, z. B. Albümose, anwenden.
Beispiel 2.
10 Teile Casein löst man in 10 Teilen 20 prozentiger Natronlauge und 100 Teilen Wasser. Man gibt 10 Teile Fichtenteer zu und verfährt wie bei Beispiel 1.
Die so erhaltenen Produkte unterscheiden sich wesentlich von dem sogenannten Crealbin (Hager, Handbuch der pharmazeutischen Praxis 1903, Bd. II, S. 243); denn Crealbin ist in Wasser unlöslich, die neuen Produkte sind darin löslich; Crealbin enthält außerdem nicht Teer als solchen, sondern Teeröl, also nur den destillierbaren Bestandteil des Teers, und die bei der Destillation entstandenen fluch- 6g j tigen Zersetzungsprodukte.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Adsorptions verbindu ngen von Teer in flüssiger oder fester Form, dadurch gekennzeichnet, daß man Teer mit Lösungen von Eiweißstoffen oder deren Spaltungsprodukten und Alkali behandelt und die auf diese Weise gewonnenen Lösungen, wenn nötig, durch Dialyse reinigt, oder aber daraus die freien Adsorptionsverbindüngen mittels Säure fällt, auswäscht, von neuem durch Alkali in Lösung bringt und diese erforderlichenfalls wiederum dialysiert, worauf man ev. die auf die eine oder andere Weise erhaltene Lösung durch Eindunsten zur Trockne bringt.
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